Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Jüdisches Museum Creglingen
(Badgasse 3, 97993 Creglingen) 
         

   

Juni / Juli 2016 Fotoausstellung über jüdische Friedhöfe   
Unterbalbach Friedhof 1610.jpg (441909 Byte) Foto links: Detail eines Grabsteins auf dem jüdischen Friedhof in Unterbalbach. 
Sonderausstellung im Jüdischen Museum Creglingen. vom 12. Juni – 31. Juli 2016: "Zeitzeugen – Fotografien jüdischer Friedhöfe"
Die beiden Wertheimer Gerd Brander und Walter Hörnig sind seit Jahren auf den eindrucksvollen jüdischen Ruhestätten fotografisch unterwegs. Deren Geschichte reicht in unserer Region nicht selten viele Jahrhunderte in die Vergangenheit, auf den großen Friedhöfen in Frankfurt oder Worms sind es 800 oder beinahe 1000 Jahre. Sie sind steingewordene Erinnerung an eine reiche Tradition jüdischen Lebens, öffnen den Blick auf eine zutiefst bewegende Religion und Geschichte. Jüdische Grabstätten unterscheiden sich in jeder Hinsicht von denen unserer christlichen Kultur, sie bleiben unberührt, werden nicht aufgehoben, überdauern so seit Äonen. Sie sind ein Ort des Verfalls, aber auch des Wandels, der Verbindung mit einer wachsenden Natur. Aus diesem Spannungsfeld, den sehr besonderen kulturellen Eigenheiten, Verfall und dynamischer Beziehung zur umgebenden Natur, sind diese Bilder in den letzten Jahren auf zahlreichen Friedhöfen entstanden. Es werden nicht nur Fotografien aus der näheren und weiteren Region gezeigt, sondern gleichermaßen von den großen und altehrwürdigen Stadtfriedhöfen in Frankfurt oder Worms. So entsteht ein breitgefächertes Bild der vielfältigen Formen und Gesichter des "Bet Hachajim", des "Hauses des Lebens".
Die Ausstellungseröffnung findet am 10. Juni 2016 um 19:30 Uhr mit einer Einführung durch die beiden Fotografen statt. Am 25. Juli 2016 spricht Dr. Rotraud Ries um 19:30 Uhr in den Ausstellungsräumen über "Jüdische Friedhöfe in Nordbaden und Unterfranken – eine Ausführung".

      
       
Über das Jüdische Museum Creglingen  
    

Das Jüdische Museum Creglingen befindet sich in der Badgasse 3. Von 1618 bis 1879 war das damalige Wohnhaus in jüdischem Besitz. In ihm befand sich vor der Errichtung der Synagoge in der Neuen Strasse im Jahr 1800 die "Judenschul". 1903 gelangte das 1880 als Stall und Speicher errichtete Nachfolgegebäude erneut in jüdischen Besitz. Sein letzte jüdischer Besitzer war der Viehhändler Hermann Stern, der am 25. März 1933 das erste württembergische Todesopfer des nationalsozialistischen Antisemitismus wurde. So sind Standort und Gebäude des Museums eng mit dem Anfang und dem Ende der jüdischen Gemeinde Creglingens verbunden. 
1999 erwarb die Stiftung Jüdisches Museum Creglingen das baufällige Gebäude und ließ es restaurieren. Im November 2000 wurde das Jüdische Museum eröffnet. Es ist in das Projekt "Gedenktopographie Creglingen" eingebunden. Eine Dauerausstellung wurde im November 2004 eröffnet.     
    
Die kultur- und sozialhistorisch ausgerichtete Ausstellung "Wurzel und Wege" lässt die jüdische Geschichte zweier Taubertäler Landgemeinden vom Anfang des 17. Jahrhunderts bis 1939 lebendig werden. In drei Abschnitten werden Wurzeln und Besonderheiten jüdischen Lebens in Creglingen und Archshofen, die Wege und Schicksale der jüdischen Menschen und das Weiterleben der Erinnerung an die gemeinsame Vergangenheit dargestellt. Ein Memorbuch für die Opfer des Pogroms vom 25. März 1933 zeigt eindringlich, welche Auswirkungen der nationalsozialistische Rassenwahn auf die Schicksale einzelner Menschen hatte. Das Museum ist auch ein Ort der Begegnung. Kulturelle Veranstaltungen sollen die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, gegenseitiges Verstehen und Versöhnung fördern.    
    
   
Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 16.11.2003) 

Creglingen Museum 150.jpg (50081 Byte) Creglingen Museum 151.jpg (45062 Byte) Creglingen Museum 152.jpg (69113 Byte)
Haus des jüdischen 
Museums Creglingen
Fenstergitter mit Davidstern 
im Erdgeschoss
Hinweis auf die November/Dezember 2003
 aktuelle Ausstellung
     
Creglingen Museum 153.jpg (57702 Byte) Creglingen Museum 154.jpg (59075 Byte) Creglingen Museum 155.jpg (42152 Byte)
Ausstellungsbereich im 1. Stock  Ausstellungsbereich im Dachgeschoss 
   
Rechts: Faulturm mit angebautem 
Gebäude der ehemaligen Synagoge, weitere
 Fotos der ehemaligen Synagoge: 
hier anklicken  
Creglingen Synagoge 154.jpg (47273 Byte)   

  
Träger der Einrichtung/Kontakt-/Verwaltungsadresse        
   
Stiftung Jüdisches Museum Creglingen, Torstraße 2, 97993 Creglingen, Tel. 07933/701-0, Fax 07933/701-30, E-Mail, Internet: www.juedisches-museum-creglingen.de.  
Weitere Informationsseite zum jüdischen Museum: hier anklicken 
   
   
Öffnungszeiten          
   
Sonntags 14-17 Uhr. Gruppen und Schulklassen nach vorheriger Anmeldung. 
  
  
Führungen         
   
Auf Anfrage unter Tel. 07933/701-0   
  
  
Besuchsmöglichkeiten in der Nähe  

Gedenkstätte 25. März 1933 im Alten Rathaus (in Planung)   
Jüdischer Friedhof Creglingen (interner Link)   
Ehemalige Synagoge Creglingen, Neue Straße 28 (interner Link)   
Ehemalige Synagoge Archshofen (interner Link)   
Herrgottskirche mit Altar von Tilmann Riemenschneider, Creglingen    
Jüdische Abteilung im Reichsstadtmuseum Rothenburg ob der Tauber  
Lindleinturmmuseum, Creglingen  
Fingerhutmuseum, Creglingen  
Feuerwehrmuseum, Creglingen-Waldmannshofen  
"Vom Kloster zum Dorf", Klosterkirche in Creglingen-Frauental  

Publikationen  

Hartwig Behr/Horst F. Rupp: Vom Leben und Sterben. Juden in Creglingen. Würzburg 1999. 
Claudia Heuwinkel: Jüdisches Creglingen. Ein Gang durch die Stadt. Haigerloch 2001. 
Gerhard Naser (Hg.): Lebenswege Creglinger Juden. Das Pogrom von 1933. Der schwierige Umgang mit der Vergangenheit. Bergatreute 1999. 
Eine Broschüre (deutsch oder englisch) zum Jüdischen Museum Creglingen ist über die Stiftung erhältlich.  

Hinweis 

Link zur Arthur S. Obermayer Ph.D., dem Initiator des Jüdischen Museums Creglingen und Initiator des German Jewish Community History Award: http://www.obermayer.us/german/ 
Link zur Landesstiftung Baden-Württemberg, die Konzeption und Einrichtung der Dauerausstellung fördert: hier anklicken 

Zur Seite über die ehemalige Synagoge Creglingen (interner Link): hier anklicken  
Zur Seite über den jüdischen Friedhof Creglingen (interner Link): hier anklicken        
        
        

        

 

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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 12. Juni 2016