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Friedhöfe im Rheingau-Taunus-Kreis"
Eltville am Rhein (Rheingau-Taunus-Kreis)
Jüdischer Friedhof
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
Siehe Seite zur Synagoge in Eltville (interner
Link)
Zur Geschichte des Friedhofes
Die Toten der jüdischen Gemeinde
wurden seit 1673 in Oestrich (nahe der
Gemarkungsgrenze zu Hallgarten)
beigesetzt, zuvor auf dem Mainzer Judensand.
1890 wurde ein kleiner jüdischer Friedhof in Eltville angelegt.
Der Friedhof wurde am 11. November 1897 aus Anlass einer ersten Beerdigung
auf dem Friedhof durch
Bezirksrabbiner Dr. Silberstein aus Wiesbaden eingeweiht. Verstorben war am 9.
November 1897 in Eltville die 73 Jahre alte, unverheiratete Adelhaid Mayer,
Tochter von Wolf Mayer und Babette geborene Bensinger (Quelle: Standesamt
Eltville, Sterbenebenregister 1897-1900 HStAMR 919 Nr. 989).
Die
Friedhofsfläche umfasst 5,71 ar. Es sind 29 Grabsteine erhalten, der jüngste von
1938.
Einweihung des jüdischen Friedhofes (1897)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 26. November
1897: "Wiesbaden, 21. November (1897). Schon mehr als zwei
Jahrhunderte besaßen die israelitischen Gemeinden des Rheingaus einen
gemeinschaftlichen Friedhof in der Nähe von
Hallgarten. Da der Zugang zu
demselben überaus beschwerlich, so legte die israelitische Gemeinde Rüdesheim
schon vor einigen Jahren einen eigenen Friedhof an. Nunmehr ist auch die
israelitische Gemeinde Eltville dem Beispiele ihrer
Schwestergemeinde gefolgt. Am 11. November ist der neue Friedhof durch den
Bezirksrabbiner Herrn Dr. Silberstein aus Wiesbaden bei Gelegenheit
einer Beerdigung geweiht worden, und machte die Weiherede desselben auf
die dichtgedrängte Versammlung einen tiefen
Eindruck." |
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Artikel
in "Dr. Bloch's österreichischer Wochenschrift" vom 26. November 1897: "Wiesbaden.
Ein der israelitischen Kultusgemeinde Eltville gehöriger neuer
Friedhof ist am 11. November durch den Bezirksrabbiner Herrn Dr.
Silberstein in Wiesbaden aus Anlass einer Beerdigung eingeweiht worden.
Die Gemeinde begrub bisher ihre Toten auf dem den Gemeinden des Rheingaus
gemeinschaftlich gehörenden Friedhof (sc.
Oestrich-Hallgarten). Nachdem nun aber vor einigen Jahren die Gemeinde
Rüdesheim sich von dem Verbände
getrennt, ist ihr nunmehr auch Eltville gefolgt. Der überaus
romantisch gelegene, aber schwer zu erreichende Friedhof hat mehr als zwei
Jahrhunderte den Gemeinden des Rheingaus als gemeinschaftlicher
Begräbnisplatz gedient. Die Weihrede des Herrn Dr. Silberstein machte
auf die dichtgedrängte Versammlung einen erhebenden Eindruck."
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Hinweis auf eine Dokumentation des Friedhofes: die hebräischen
Grabinschriften wurden von Gerd Friedt komplett dokumentiert und übersetzt.
Kontakt über Webmaster von Alemannia Judaica - Adresse siehe Eingangsseite.
Lage des Friedhofes
Neben dem allgemeinen Friedhof der Stadt (Schwalbacher Straße)
Link zu den Google-Maps
Fotos
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: 10.8.2008)
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| Das Eingangstor |
Hinweistafel am Eingang |
Blick in den Friedhof vom
Eingangstor |
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Oberer Teil
des Friedhofes |
Zwei der ältesten
Gräber: links für
Adelheit Mayer (1824-1897), rechts für
Johanna
Mannheimer geb. Herzog
(1837-1898) |
Grabstein links
für Paulina Mannheimer
(1877-1914) und David Mannheimer
(1893-1914),
Mitte für Johanna Simons
geb. Nathan (1849-1914) und Natan
Simons
(1851-1915), rechts für Betti Marx
geb. Nathan (1855-1918) |
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Grabstein für
Julie Nathan
geb. Schweig
(1847-1922) und Joseph Nathan
(1851-1929) |
Grabstein für Berta
Mannheimer
geb. Meyer (1887-1929) |
Grabstein für David Waldeck
aus Zierenberg (1839-1911) |
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| Teilansicht |
Grabstein für
Abraham Ehrenstamm
(1815-1903) mit "segnenden Händen"
der
Kohanim (unten Vergrößerung) |
Grabstein für
Johanna Mannheimer
(1849-1906) |
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Der
Friedhof im Frühjahr 2018
(Fotos von Klara Strompf, Aufnahmen vom 17.4.2018) |
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| Das
Eingangstor |
Blick
auf den Friedhof vom Eingangstor |
Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Arnsberg I,157-159.
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 | Eine Dokumentation des Friedhofes Eltville
(unveröffentlicht) mit Übersetzung der hebräischen Grabinschriften wurde
durch Gerd Friedt vorgenommen. Kontakt über den Webmaster von Alemannia
Judaica, Adresse siehe Eingangsseite. |
 | Eine Genealogie der Rheingaujuden von Eltville bis
Rüdesheim, wurde gleichfalls erstellt: Kontakt zu Gerd Friedt über den
Webmaster von Alemannia Judaica, Adresse siehe Eingangsseite. |
 | Weitere Literaturangaben siehe in der Übersicht im
Informationsdienst von LAGIS zu Eltville: Link siehe oben. |

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