Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Zur Übersicht über "Jüdische Friedhöfe in der Region" 
Zur Übersicht über die Friedhöfe im Elsass 
   

Hattstatt / Herrlisheim près Colmar (dt. Herlisheim) 
(Dep. Haut Rhin /Alsace / Oberelsass) 
Cimetière juif / Jüdischer Friedhof  
   

Hinweis: es gibt noch ein weiteres Herrlisheim (Bas Rhin; mit jüdischem Friedhof))     
   
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinden in Hattstadt und Herrlisheim 

Siehe Seite zur jüdischen Geschichte in Hattstadt (interner Link)  
Siehe Seite zur jüdischen Geschichte in Herrlisheim (interner Link)    
  
  
Zur Geschichte des Friedhofes         
   
Der Friedhof zwischen den beiden Orten Hattstadt und Herrlisheim wurde am Ende des 18. Jahrhunderts angelegt. Es sind etwa 600 Grabsteine vorhanden. Der Friedhof wird bis zur Gegenwart betreut von der Organisation "Les Bienfaiteurs du Cimetière Israélite de Hattstatt-Herrlisheim".
  
  
Die Lage des Friedhofes  
  
Link zu den Google-Maps    
(der grüne Pfeil markiert die Lage des Friedhofes)   
  

Größere Kartenansicht       
    
    
    
Fotos     

Der Friedhof im August 2011 
(Fotos: Volker Keller, Aufnahmedatum 25.8.2011)

  
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Blick auf den innerhalb von 
Weingärten liegenden Friedhofes
Das Eingangstor  Hinweis auf Kontaktadressen 
 zum Friedhofsbesuch 
  
     
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Blick vom Eingangstor auf den Friedhof Gebet beim Betreten des Friedhofes
     
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Teilansichten des Friedhofes mit seinen an Symbolen reichen Grabsteinen 
   Das Foto oben in hoher Auflösung   
     
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Teilansichten des Friedhofes 
     
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Auf Grund des hohen Grasbewuchses war der Friedhof am Besuchstag nur teilweise zu begehen 
     
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Teilansichten  Doppelgrabstein für Simon und 
Marx Hirtz (1876/77) 
   
     
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Einzelne Grabsteine; der rechte datiert auf den 1. Kislew 5586 = 11. November 1825 
    Das Foto oben in hoher Auflösung 
       
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Einzelne Grabsteine mit Symbolik (Mitte ein Hirsch, rechts "segnende Hände" der Kohanim) 
     Das Foto oben in hoher Auflösung 
     

Der Friedhof im Juni 2004 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 15.6.2004)

  
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Hinweisschild von der Straße zwischen Herrlisheim und Hattstadt Das Eingangstor Der Friedhof ist nach der Schändung 
vom April noch polizeilich abgesperrt
   
     
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Die Spuren der abscheulichen Schändung sind noch vorhanden
  
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Teilansichten des Friedhofes
 
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  Blick vom oberen Teil des Friedhofes  

   
   
Die Geschichte der Schändungen

Der Friedhof in Hattstadt / Herrlisheim prés Colmar ist nach 1945 bereits fünfmal geschändet worden, das letzte Mal vor 2004 am 30. August 1992, als 193 Grabsteine umgeworfen und viele davon zerstört wurden. Die Täter konnten ermittelt werden. 2007 endete ein Prozess gegen sie mit hohen Freiheitsstrafen. 
      
In der Nacht vom 28. auf den 29. April 2004 ist zum wiederholten Mal der Friedhof von Herrlisheim-près-Colmar schwer geschändet worden. Auf 127 Grabsteinen wurden mit roter Farbe Hakenkreuze und SS-Runen sowie beleidigende antijüdische Parolen wie "Juden raus" aufgesprüht. 
    
Fotos des Verbrechens (Fotos: Pressefotos)   

Herrlisheim 042004 II.jpg (29259 Byte) Herrlisheim 042004 IV.jpg (23542 Byte) Herrlisheim Schaendung 042004 II.jpg (6515 Byte) Herrlisheim 042004 VIIII.jpg (34076 Byte)
        
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Herrlisheim 042004 VII.jpg (33651 Byte) Herrlisheim 042004 VI.jpg (18779 Byte) Herrlisheim 042004 III.jpg (24442 Byte) Herrlisheim Schaendung 042004 III.jpg (20099 Byte)

    

Am 6. Mai 2004 fand eine Zeremonie gegen die Schändung des jüdischen Friedhofes in Colmar statt, an der Christen, Juden und Muslime teilnahmen. Dazu ein Bericht aus der "Basler Zeitung" vom 7.5.2004:    
Zeremonie gegen Schändung von jüdischem Friedhof 

Colmar.
DPA/BaZ. Knapp eine Woche nach der Schändung von 127 Gräbern auf einem jüdischen Friedhof in Herrlisheim bei Colmar haben Vertreter der großen Glaubensgemeinschaften und der Politik in einer Zeremonie Fremdenhass und Antisemitismus verurteilt. "Wir sind hier, um gemeinsam zu kämpfen. Der Antisemitismus ist nicht nur ein jüdisches Problem, er geht uns alle an", sagte der Großrabbiner von Frankreich, Joseph Sitruk, am Donnerstag in Herrlisheim. Der Pariser Erzbischof Kardinal Jean-Marie Lustiger rief zu Toleranz und gegenseitigem Respekt auf. Premierminister Jean-Pierre Raffarin hatte die Zeremonie angeregt und Erziehungsminister Francois Fillon ins Elsass geschickt. Fillon sagte dort vor Juden, Christen und Muslimen: "Wir stehen gemeinsam vor diesem geschändeten Friedhof. Wir gehören zur selben Familie und zum selben freien und toleranten Land." Fillon versprach, dass die Täter gefasst und vor Gericht gestellt würden. Die Schändung bezeichnete er als nihilistischen Akt des Hasses. Unterdessen hat die Staatsanwaltschaft Colmar für die Aufklärung der Tat eine Sonderkommission gebildet. Staatsanwalt Pascal Schultz sagte, bislang seien alle Spuren auf und um den Friedhof aufgenommen worden. Eine DNA-Untersuchung könne möglicherweise Aufschluss über die Täter bringen, hieß es. Ihnen drohen bis zu drei Jahre Gefängnis und 45'000 Euro Geldstrafe. Die Gräber waren in der Nacht zum 30. April mit Hakenkreuzen und antisemitischen Parolen beschmiert worden. Die Täter schändeten eine Stele mit einer deutschen Parole und hinterließen eine Deutschland- Fahne mit einer deutschen Hetz-Aufschrift. 

Zu dieser Veranstaltung siehe die Bericht mit Fotos bei www.sdv.fr:    hier anklicken und (2. Teil) hier anklicken 

   

    

Pressemitteilung vom 12. September 2007
Freiheitsstrafen für Schänder jüdischen Friedhofs im Elsass
 

Colmar (AFP) — Im Prozess um die Schändung eines jüdischen Friedhofs im Elsass hat das Amtsgericht in Colmar einen 37 Jahre alten Elsässer aus der Neonaziszene zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der frühere Wachmann den Anschlag auf den Judenfriedhof von Herrlisheim bei Colmar angestiftet hatte. Zwei mitangeklagte junge Männer erhielten Freiheitsstrafen von 18 und sechs Monaten. Gegen den 37-Jährigen läuft auch ein Ermittlungsverfahren wegen der Ermordung eines Marokkaners und eines Sprengstoffanschlags auf einen anderen Araber. Die Täter hatten am 30. April 2003 insgesamt 117 der 400 Grabsteine des alten Friedhofs mit Hakenkreuzen und Nazi-Parolen beschmiert. Andere Grabsteine verhüllten sie mit deutschen Flaggen. Auf einer Stele am Eingang des Friedhofs, in der ein jüdisches Gebet eingraviert ist, hinterließen die Täter die deutsche Aufschrift "Juden raus".
Der Hauptangeklagte, der der Neonaziszene nahe steht und sich als Bewunderer des Dritten Reichs bezeichnet, gilt als Kopf des Trios. Wie seine 27 und 28 Jahre alten Mitläufer zeigte er während der dreitägigen Verhandlung Reue und entschuldigte sich bei der jüdischen Gemeinde. Das Gericht zeigte sich davon wenig beeindruckt, zumal der 37-Jährige einschlägig vorbestraft ist: Im vergangenen Jahr wurde er wegen der Versendung antisemitischer E-Mails verurteilt. Der Mann biete "keine Gewähr, dass er solche Taten nicht wiederholen könnte", sagte Staatsanwalt Pascal Schultz. Ihren Anwälten zufolge wollten die Männer mit dem Anschlag in der Nacht zum 30. April an Hitlers Todestag erinnern. Das Datum des 30. April 1945, an dem Hitler Selbstmord begangen hatte, war auf mehrere Gräber gesprüht. Die Schändung des jüdischen Friedhofs hatte damals über Frankreichs Grenzen hinaus Abscheu und Empörung hervorgerufen. Mehrere Mitglieder der französischen Regierung und der damalige Präsident des israelischen Parlaments, Reuven Rivlin, kamen nach Herrlisheim und erwiesen den Toten die Ehre. 

       
        

Links 

Zum Friedhof allgemein:  

    

Zur Schändung des Friedhofes:

Deutsche Pressemeldung (www.baden-wuerttemberg.de): hier anklicken 
Meldung bei hagalil.com: hier anklicken  

   
    

                   
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Stand: 22. Februar 2016