Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Hilsbach (Stadt Sinsheim, Rhein-Neckar-Kreis) 
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge

Übersicht: 

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Erinnerung an die in Hilsbach geborenen Söhne der Familie Maier  
Über die jüdische (später teils christliche) Familie Eberstadt in Hilsbach   
Weitere Spuren der jüdischen Geschichte    
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen  
Links und Literatur   

     

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde         
    
In Hilsbach (bis Anfang 19. Jahrhundert Ort im kurpfälzischen Oberamt Mosbach) bestand eine kleine jüdische Gemeinde bis 1877. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 17. Jahrhundert zurück. Erstmals werden 1674 Juden am Ort genannt. 1743 (Quelle: GLA Karlsruhe 77 Nr. 7257 fol. 114) werden folgende jüdische Einwohner von Hilsbach aufgeführt (Schreibweise der Namen entsprechend den Akten): Moyses Salamon und Salamon Löw (beide vermögend), Marx Aaron und Löw Salamon (beide mittelmäßig), Jud Baruch, Jud Hertzel und Jud Löw Hertz (alle drei unvermögend). 1772 gab es drei jüdische Familien am Ort (Hirsch, Baruch, Salomon). 
    
Bis Anfang des 19. Jahrhunderts (1807) stieg die Zahl der jüdischen Familien auf sechs. Sie bildeten mit den Juden in Richen, Schluchtern, Sinsheim und Steinsfurt eine Gemeinde. Es waren die Familien des Isaak Herz, Herz Isaak, Löb Susmann, Herz Löb, Moises Herz und Jakob Herz. 
  
Aus dem Jahr 1809, als feste Familiennamen angenommen werden mussten, liegen weitere Angaben über die jüdischen Familien vor: 
Isaak Herz (Schutzbrief seit 1776) war Vorsteher der Hilsbacher Judenschaft, verheiratet mit Johanna (Hennle) geb. Susmann und den drei Kindern Joseph Ische, Jakob und Margarethe; neuer Familienname: Gutherz.   
Löw Susmann (Schutzbrief seit 1786) war verheiratet mit Johanna (Jendel) geb. Herzfeld und drei Kindern Elisabetha, Franziska und Moises Hirsch; neuer Familienname: Hils
- Jakob Herz (noch ohne Schutzbrief) war verheiratet mit Rosia geb. Kallmann und den noch kleinen Kindern Feilche und David; neuer Familienname: Kahn;  
Herz Isaak (Schutzbrief seit 1803) war verheiratet mit Judith geb. Mayer und den gleichfalls noch kleinen Kindern Susmann und Barbara (Berle); neuer Familienname: Geldersheimer (Göltersheimer); 
Moses (Moises) Herz (Schutzbrief seit 1807) war verheiratet mit Lore geb. Hirsch und dem Sohn Herz; neuer Familienname: Steinsberger;     
Löw Joseph (ohne Schutzbrief) war verheiratet mit Esther geb. Mayer und den Kindern Jakob und Golde; neuer Familienname: Traub.  
Besle, Witwe des Isaak (ohne Schutzbrief) mit den schon erwachsenen Kindern Moises Isaak, Viktor, Elisabetha, Lorchen und Franziska; neuer Familienname: Eberstatt bzw. Eberstadt (siehe Informationen zur Familie unten);  
Marum (Martin) Herz (ohne Schutzbrief) war verheiratet mit Hanne geb. Levy; neuer Familienname: Eberstatt.           
   
Die jüdischen Familien lebten vom Handel mit Vieh und Waren. Sie lebten fast alle in armseligen Verhältnissen; die Hilsbacher jüdische Gemeinde war eine der ärmsten in Baden. Mitte des 19. Jahrhunderts betrieb Josef Geldersheimer am Ort eine Gemischtwarenhandlung; er war der einzige der gewerbetreibenden jüdischen Familienväter, der es damals zu einem bescheidenen Vermögen brachte. Andere Familien lebten damals von der Unterstützung.  
   
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: Höchstzahl um 1825 mit 46 Personen, 1832 32, 1836 23, 1839 24, 1857 26, 1864 25, 1871 18, 1875 14, 1880 / 1885 / 1890 je acht, 1895 sechs, 1900 vier, 1905 drei, 1910 eins, 1925 / 33 keine jüdischen Einwohner mehr. 
  
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde einen Betraum (Synagoge, s.u.) und ein rituelles Bad. Auch dürfte zeitweise ein Raum für den Religionsunterricht der Kinder vorhanden gewesen sein (nach mündlicher Überlieferung im früheren Hinterhaus des Gebäudes Mettengasse 12). Nur vorübergehend war um 1820 ein eigener jüdischer Lehrer vorhanden (bis 1821 ein namentlich nicht bekannter Lehrer, 1822 einige Monate Lehrer Joseph Wolf Hähnle aus Lehrensteinsfeld). 
   
Eine der letzten jüdischen Familien am Ort war die Familie des Nathan Maier und seiner Frau Fanny geb. Wolf. Drei Söhne des Ehepaares wurden im Oktober 1940 aus unterschiedlichen Städten nach Gurs deportiert und sind wenig später umgekommen (Bertold, Emil und Jakob Maier wurden in Auschwitz ermordet).   
 
Nach der Auflösung der Gemeinde im Jahr 1877 (siehe unten) gehörten die noch verbliebenen jüdischen Einwohner zur Synagogengemeinde Weiler (1895 genannt), spätestens seit 1904 zur Synagogengemeinde Sinsheim.
  
Von den
in Hilsbach geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Berthold Maier (1877, später in Lahr wohnhaft), Emil Maier (1883, später in Mannheim wohnhaft) und Jakob Maier (1880, später in Offenburg wohnhaft).     
   
   
   
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde    

In jüdischen Periodika des 19./20. Jahrhunderts wurden zur jüdischen Geschichte in Hilsbach noch keine Bericht gefunden.  

     
Zum 70. Geburtstag des in Hilsbach geborenen Moses Flegenheimer (1932 in Stuttgart, wo er 1939 starb)      
Anmerkung: Moses Flegenheimer ist am 30. Mai 1862 in Hilsbach als Sohn von Joseph Flegenheimer und der Karoline geb. Prager geboren. Einige Zeit lebte er mit seiner Familie in Schwäbisch Hall, später in Stuttgart, wo er als Kaufmann tätig war (Inhaber der Fa. Flegenheimer & Meier, Getreide- und Mehlgroßhandel und der Fa. Georg Katz, Preßhefe- und Spritfabrik T. Munz & Co.). Zeitweise war er Präsident der Stuttgarter Warenbörse. Er war verheiratet mit Emma geb. Löwenthal (geb. 16. März 1870, gest. 2. Mai 1932; die 1889 geborene Tochter wurde 1944 im KZ Auschwitz ermordet). Er starb am 29. Oktober 1939 in Stuttgart und wurde im Israelitischen Teil des Pragfriedhofes beigesetzt (Hahn S. 68).  
vgl. http://www.geni.com/people/Moses-Flegenheimer/6000000018076232332         

Artikel in der "Gemeindezeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Juni 1932:    
Zum Lesen bitte Textabbildung anklicken.         

  
  
Erinnerungen an die in Hilsbach geborenen Söhne der Familie Maier  

 Gedenkblätter aus der
 Gedenkstätte Yad Vashem
 Jerusalem 
(Website
Hilsbach Gedbl 010.jpg (96242 Byte) Hilsbach Gedbl 012.jpg (102167 Byte) Hilsbach Gedbl 011.jpg (85423 Byte)
Zwei Gedenkblätter für Jakob Maier  Gedenkblatt für Berthold Maier

   
Über die jüdische (später teils christliche) Familie Eberstadt  
  

Vorbemerkung und Hinweis: Nach der Familiengeschichte "Eberstadt's in The Netherlands" by Drs Matthijs van der Velden (Stand: April 2013) gibt es in der Welt eine weit verzweigte Eberstadt-Familie. Viele stammen ab von Löb (Joseph) Moses Eberstadt, der um 1650-1705 in Worms lebte. Zwischen 1667 und 1679 lebte er nach einer Familientradition zeitweise in Eberstadt bei Darmstadt auf der Flucht vor der in Worms ausgebrochenen Pest. 1679 war Löb Eberstadt wieder in Worms im Haus "Zum roten Löwen". Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts verzogen einige Teile der Familie nach Nord- und Südamerika, nach Großbritannien oder in andere Städte in Deutschland. Weitere Informationen zur Wormser Familie Eberstadt auf der Seite zu Eberstadt bei Darmstadt.   
  
In den Niederlanden gab es auch eine Familie Eberstadt (Familie von Carl August Eberstadt in Winterswijk), die (mit der Taufe von Jacob/Victor Daniel E. 1821) zum Christentum konvertiert war. Carl August Eberstadt (1829-1908) stammte allerdings aus Eberstadt bei Buchen bzw. von Hilsbach. Carl August war der Sohn von Jacob Daniel Eberstadt (1790-1832) und der Wilhelmina geb. Niebel aus Ründeroth. Jacob Daniel Eberstadt (Geburtsname: Victor Daniel) war 1821 in Bornheim bei Frankfurt getauft worden. Seine Eltern waren Friedrich Eberstadt (= Isaac Levi bzw. Moses Löb etwa 1750-1809) und Elisabeth geb. Susmann aus Hilsbach.        

Zwei Dokumente aus der 
Geschichte der Familie Eberstadt 
(erhalten von M. van der Velden) 
Eberstadt Dok 132.jpg (128236 Byte) Eberstadt Dok 130.jpg (247199 Byte) Eberstadt Dok 131.jpg (135723 Byte)
 Oben: Eintragungen in den 
Kirchenbüchern von Hilsbach 
über die Familie Susmann - Eberstadt 
in Hilsbach 
Rechts: Anna Berendina geb. Eberstadt
 (1863-1939; Tochter des o.g. Carl August
 Eberstadt), die mit Reverend 
Jan Dirk van der Velden (1859-1947) 
verheiratet war 
Dem Carl August Eberstadt und seiner Familie
 wurde 1854 in den Niederlanden die 
Entlassung aus dem Preußischen
 Untertanen-Verband bescheinigt 
       
     

  
  
Weitere Spuren der jüdischen Geschichte    
Der "Judenpfad"   
  
Über die Gemarkung von Hilsbach führte ein "Judenpfad", der seit 1627 mehrfach genannt wird (1683, 1714, 1777). Dabei handelt es sich um einen Fußweg von Weiler nach Adelshofen, der vermutlich von jüdischen Händlern benutzt wurde. Möglicherweise bestand auch ein Zusammenhang mit dem östlich von Adelshofen gelegenen "Judenkirchhof" (vermutlich abgegangener jüdischer Friedhof, als Flurname erhalten). Der genaue Verlauf des "Judenpfades" lässt sich nicht mehr feststellen. 
    
    
    
Zur Geschichte des Betsaals/der Synagoge und weiterer Einrichtungen                               
    
Vor der Einrichtung einer Synagoge in Hilsbach 1814 wurden die Gottesdienste teilweise in der Synagoge von Weiler gehalten, teilweise im Haus des Vorstehers Isaak Gutherz in Hilsbach. Dieser besaß seit 1776 einen Schutzbrief in Hilsbach. Wann er in seinem Haus einen Betsaal eingerichtet hat, ist nicht bekannt. 
      
1813 plante die jüdische Gemeinde den Kauf eines Teils des einstöckigen Wohnhauses der Witwe von Marum Herz Hilsbach in der Mettengasse oberhalb der Wette (Lagebuch Nr. 377). Im Dachgeschoss sollte der Betsaal, im Keller ein rituelles Bad eingerichtet werden. Der Kaufpreis des Dachgeschosses sollte 160 Gulden, der des Kellers 50 bis 60 Gulden betragen. Für den Umbau veranschlagte man 130 Gulden. Nach dem Kaufvertrag verpflichtete sich die Witwe Hilsbach, auch den Rest des Hauses an die jüdische Gemeinde zu verkaufen, falls diese ihn benötigen sollte und sie ihre Wohnung entbehren könnte. Der Kaufpreis wurde auf die Gemeindeglieder – je nach ihrer Vermögenslage – umgelegt. Je nach Höhe der eingebrachten Summe bekam man einen vorderen oder einen hinteren Platz in der Synagoge. Am 20. März 1814 genehmigte das Direktorium des Neckarkreises den Kauf, die Finanzierung und den Bauplan, den Werkmeister Karl Trunzer gezeichnet hatte. Das schmale Häuschen oberhalb der Ölmühle erhielt im Erdgeschoss zwei Eingänge, einen zur Wohnung, einen zum Dachgeschoss. Der Betsaal der Männer wurde in einer Größe von 19 Fuß auf 16 Fuß (5,7 m auf 4,8 m) eingerichtet. Eine Stiege führte auf die schmale Empore mit der "Weiber Synagoge" in einer Größe von 5,5 Fuß auf 16 Fuß (1,65 m auf 4,8 m). Die Kosten für den Umbau des Hauses erhöhten sich auf 231 Gulden. Über die Inneneinrichtung der Synagoge gibt das Inserat bei der Versteigerung des Inventars von 1878 Auskunft. Demnach waren mindestens elf Ständer (Betpulte) im Betsaal der Männer vorhanden, eine Torarolle in einem vermutlich sehr einfachen Toraschrank, ein Schofar ("Posaune"), zwei "Tragleuchter" (vermutlich Chanukkaleuchter, Menora), zwei Kronleuchter und 3 blecherne Wandleuchter, sieben Vorhänge.   
  
Nach 1845 wurde das Frauenbad im Synagogengebäude renoviert, wobei es zu einer längeren Auseinandersetzung mit Ölmüller Heinrich Huber kam, der das Quellwasser an der Wette plötzlich für sich allein beanspruchte. Durch Vermittlung der Behörden konnte eine Einigung gefunden werden. Huber überließ das Wasser abends zwischen 19 und 20 Uhr für die Zuleitung zum rituellen Bad, wofür ihm jährlich 2 Gulden 24 Kreuzer bezahlt wurden. 1851 wurde im Ankleidezimmer neben dem Baderaum ein Ofen aufgestellt. Auch 1858 waren Reparaturarbeiten am rituellen Bad nötig.  
       
Bereits seit den 1840er Jahren ging die Zahl der in sehr armen Verhältnissen lebenden jüdischen Familien in Hilsbach durch Abwanderung zurück. Nachdem in den 1870er Jahren vermutlich schon keine Gottesdienste mehr gefeiert werden konnten, regte der Großherzogliche Oberrat der Israeliten in Karlsruhe 1877 die Auflösung der Gemeinde an. Nach Befragung der noch in Hilsbach lebenden Gemeindemitglieder wurde die Gemeinde Ende November 1877 aufgelöst. Die Synagoge wurde versteigert, wobei zur Auflage gemacht wurde, dass sie nicht als Stall genutzt werden durfte. Für 700 Mark wurde das Gebäude verkauft, das Inventar für 96 Mark einschließlich der rituellen Gegenstände. Die Torarolle ging an Joseph Geldersheimer in Bruchsal, der aus Hilsbach stammte. 
   
Wie lange das Synagogengebäude noch stand, ist nicht bekannt. 1885 wird im Lagerbuch der Stadt unter der Parzellennummer 377 eine Hofreite mit Hausgarten beschrieben. Das Areal, auf dem verschiedene Gebäude standen, gehörte inzwischen dem Landwirt Johann Georg Holzwarth. Vermutlich hat bereits er an der Stelle der Synagoge eine zweistöckige Scheune errichtet.  
    
    
 
  
Fotos / Pläne
Historische Fotos / Pläne    

Plan von Hilsbach

hilsbach plan.jpg (68419 Byte) 

     Plan von Hilsbach (Quelle: Katasterplan Hilsbach; Website der Gemeinde hier anklicken)  
- unter Nr. 8 ist der Standort der ehemaligen Synagoge eingetragen  
     
Plan zur Errichtung 
einer Synagoge
Hilsbach Synagoge 132.jpg (50213 Byte) Hilsbach Synagoge 131.jpg (47443 Byte)
  Pläne von 1813/14 zur Einrichtung einer Synagoge in Hilsbach (veröffentlicht in Lurz s. Lit. S. 180).
Die Originalbeschreibung der Pläne lautet:
"Plans über die von der hiesigen Jüden Gemeinde in der verwittibte Marum Herz Hilsbach behaußung im Tachwerke einzurichtende Synagoge nach angezeigneten Grundrieße. 
A der wittib wohnung. B Anlag im Tachwerk der Synagoge. C der durchschnitt derselben. D der Stand des ganzen Gebäudes" 
(Quelle: GLA KA 377/571)
      
Versteigerung der Synagoge 
(1878) 
Hilsbach Synagoge 130.jpg (65669 Byte)
   Oben: Inserat zur Versteigerung der Synagoge und des Inventars im 
"Landbote" Nr. 8 vom 17.1.1878 

    
    
   
Links und Literatur 

Links:  

Website der Stadt Sinsheim   
Website der Ortschaft Hilsbach. Darin auch zur jüdischen Geschichte des Ortes:  u.a. bei der Chronik der Gemeinde  

Literatur: 

Franz Hundsnurscher/Gerhard Taddey: Die jüdischen Gemeinden in Baden. 1968. S. 281.287.  
Leopold Löwenstein: Geschichte der Juden in der Kurpfalz. 1895 S. 91.180.300.  
Franz Gehrig: Hilsbach. Chronik der höchstgelegenen Stadt im Kraichgau. 1979. S.164.227.  
Meinhold Lurz: Hilsbach. Von der kurpfälzischen Amtsstadt zum Stadtteil von Sinsheim. Sinsheim 1997 (hierin Abschnitt: Die jüdische Kultusgemeinde S. 178-184). 

Quellenhinweis:    

Im Generallandesarchiv Karlsruhe finden sich die Standesbücher von Hilsbach, die folgenden Inhalt und Zeitraum umfassen:
390 Nr. 4752 evangelische und israelitische Gemeinde 1800-1840
390 Nr. 4753 evangelische und israelitische Gemeinde 1841-1865
390 Nr. 4753 evangelische und israelitische Gemeinde 1866-1870
390 Nr. 4755 evangelische, katholische und israelitische Gemeinde 1870-1875
Im Bestand 377/ Bezirksamt Sinsheim gibt es eine ganze Reihe Akten über die Juden in Hilsbach. Um Judenschutzgelder geht es vor allem in den Akten 377 Nr. 24 und Nr. 34 für die Jahre 1810 bis 1847 aber auch anderen. Es gibt außerdem Akten über die Aufhebung der Abgaben. Bei kursorischer Durchsicht der Findbücher konnten zu Eberstadt keine Akten über Judenschutzgelder ermittelt werden.
(Auskunft des GLA Karlsruhe vom 7. September 2011 an Matthijs van der Velden). 

    

                   
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Stand: 27. Dezember 2015