Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Hofgeismar (Kreis Kassel)
Stadtmuseum - Zeugnisse jüdischer Kultur in Nordhessen 

    
Im Stadtmuseum Hofgeismar findet der Besucher auf etwa 110 qm mach einer allgemeinen Einführung in das Thema zwei thematische Schwerpunkte. Der erste Raum beschäftigt sich mit dem »jüdischen Leben« im privaten, öffentlichen, beruflichen und religiösen Bereich. Religionsgeschichtliche Aspekte werden ebenso behandelt wie sozialgeschichtliche. Der zweite Raum erinnert mit ausgewählten Exponaten und einer Liste der 453 namentlich sicher bekannten jüdischen Opfer des Holocaust aus dem heutigen Landkreis Kassel an die Verfolgung und Vernichtung jüdischer Kultur und jüdischen Lebens in der NS-Zeit. Ein mit weit über 2000 Bänden ausgestatteter Bibliotheks- und Arbeitsraum zur jüdischen Kultur und Geschichte ermöglicht weitergehende Studien und Nachforschungen. 
  
Anschrift des Stadtmuseums:   Petriplatz 2  34369 Hofgeismar 
 
Zu weiteren Informationen wie Öffnungszeiten usw. siehe die Website des Stadtmuseums Hofgeismar  
   
   
 
Fotos
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 16.6.2008)

Hofgeismar Museum 138.jpg (67118 Byte) Hofgeismar Museum 110.jpg (65802 Byte) Hofgeismar Museum 111.jpg (62424 Byte)
Blick in die Räume der Judaica-Abteilung Inszenierung "Bibel und Talmudstudium"
       
Hofgeismar Museum 116.jpg (75144 Byte) Hofgeismar Museum 117.jpg (83600 Byte) Hofgeismar Museum 116a.jpg (62924 Byte)
Inszenierung Sabbatszene: der Tisch (Ausschnitt rechts) ist traditionell gedeckt u.a. mit den beiden Sabbatkerzen und den 
beiden Weibroten (Striezel, Berches) unter einer bestickten Decke (Challadecke), vorne der Kidduschbecher.
 
Hofgeismar Museum 116b.jpg (51822 Byte) Hofgeismar Museum 114.jpg (65020 Byte) Hofgeismar Museum 112.jpg (70469 Byte)
Traditionelle Sabbatlampe über 
dem Tisch (Ausschnitt von oben)
  
Inszenierung "In der Synagoge" - Die beiden Gottesdienstteilnehmer (sitzend) und der 
Vorbeter (stehend) tragen den Tallit (Gebetsschul); die Rückwand zeigt ein 
Foto des Toraschreines der Hofgeismarer Synagoge
        
Hofgeismar Museum 113.jpg (51683 Byte) Hofgeismar Museum 120.jpg (79887 Byte) Hofgeismar Museum 124.jpg (77274 Byte)
Menora - 
Siebenarmiger Leuchter
Tora-Vitrine: erkennbar u.a. Torakrone (links oben), rechts dahinter Toraschild, Rimmonim;
 unten Tora-Rolle im Toramantel mit verschiedenen Tora-Zeigern; hinter den Torazeigern
 (Ausschnitt rechts) eine Biblia Hebraica von 1699 aus der Hofgeismarer Synagoge
 
   
Hofgeismar Museum 106.jpg (85846 Byte) Hofgeismar Museum 108.jpg (73903 Byte) Hofgeismar Museum 109.jpg (81335 Byte)
Sabbat, Fest- und Feiertage: u.a. links oben Kidduschbecher und Chanukka-Leuchter, 
rechts darunter Bessomimbüchsen, Hawdala-Kerze (geflochten), unten Schofar, 
Buch Esther (Megilat Ester) zum Purimfest u.a.m.
Pessach-Teller aus altem 
Hofgeismarer Besitz (um 1880)
    
        
Hofgeismar Museum 128.jpg (59315 Byte) Hofgeismar Museum 129.jpg (70780 Byte) Hofgeismar Museum 126.jpg (75404 Byte)
Erinnerung an Bar Mizwa-Feier ("Konfirmation"): links Dankeskarte, rechts 
eine Goethe-Ausgabe mit Widmung: sie war ein Geschenk des Lehrers Löwenstein 
für Sally Frankenberg (Meimbressen, 1919)
   
Verschiedenes: u.a. links Kippa, dahinter
 Tefillin-Tasche, rechts in der Ecke kleiner
 Chanukka-Leuchter; Mitte ein rabbinisches
 Gutachten zur Beschneidung
   
Hofgeismar Museum 136.jpg (84915 Byte) Hofgeismar Museum 127.jpg (70645 Byte) Hofgeismar Museum 135.jpg (78415 Byte)
Quittungs- und Rechnungsbuch 
aus der Beiseförther Synagoge
   
Erinnerungen an jüdische Soldaten im 
Ersten Weltkrieg, darunter das Protokollbuch
 des Kriegervereins Hofgeismar, der auch jüdische Mitglieder hatte
  
Dokumente und Gegenstände im Zusammenhang
 mit Kaschrut und Schechita sowie 
Erinnerungen an jüdische Kaufleute 
(Zunftbuch der Hofgeismarer Kaufmannschaft) und jüdische Geschäfte
 
     
Hofgeismar Museum 131.jpg (72565 Byte) Hofgeismar Museum 130.jpg (64204 Byte) Hofgeismar Museum 132.jpg (72359 Byte)
Erinnerungen an die jüdische Schule in Hofgeismar, links Informationstafel, 
rechts Schultisch und -bank
Handarbeiten aus der Schulzeit von 
Selma Levy aus Rhoden/Waldeck
     
Einzelnes aus der Regional- und Lokalgeschichte
Hofgeismar Museum 137.jpg (92629 Byte) Hofgeismar Museum 100a.jpg (108050 Byte) Hofgeismar Museum 101.jpg (105222 Byte)
Tafel zu "Wachstum und Vernichtung 
der jüdischen Gemeinden des 
Altkreises Hofgeismar"
Gedenktafel: Die jüdischen Opfer der Nazi-Zeit aus den Gemeinden der Altkreise 
Hofgeismar, Kassel-Land und Wolfhagen
   
   
Hofgeismar Museum 142.jpg (89074 Byte) Hofgeismar Museum 143.jpg (80277 Byte) Hofgeismar Museum 145.jpg (79418 Byte)
Modell: Synagoge, jüdische Schule und Mikwe in Hofgeismar  
 
Hofgeismar Museum 146.jpg (81831 Byte) Hofgeismar Museum 148.jpg (62972 Byte)
Foto: Innenansicht der 
Synagoge Hofgeismar
Fragment eines jüdischen Grabsteines aus Hofgeismar, gefunden bei 
Ausbesserungsarbeiten an der Hofgeismarer Stadtmauer (um 1750)

   
   
Presseartikel

Dr. Michael Dorhs wird im Januar 2009 mit dem Obermayer German Jewish History Award ausgezeichnet 
Dr. Michael Dorhs, seit 2002 Studienleiter am Predigerseminar der Evangelischen Landeskirche in Hofgeismar, hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Abteilung für jüdische Geschichte im Hofgeismarer Stadtmuseum entstanden ist. Über viele Jahre hat er zur jüdischen Geschichte in Hofgeismar und im nordhessischen Bereich geforscht, dabei zu über 100 Familien ehemaliger jüdischer Hofgeismarer oder ihren Nachkommen Kontakte aufgenommen. Die Ergebnisse seiner Forschungen sind in mehreren Bücher und hunderten Zeitungsartikel erschienen. 
Hofgeismar PA 2009010.jpg (212490 Byte)Artikel von Thomas Thiele am 26. Januar 2009 in der "Hessischen / Niedersächsischen Allgemeinen":   
"Hohe Auszeichnung für Holocaust-Pionier - Dr. Michael Dorhs erhält Deutsch-Jüdischen Geschichtspreis. 
Hofgeismar.
Wenn Michael Dorhs von seinem Schreibtisch aufblickt, sieht er zuerst eine große Fotocollage - mit zahllosen Porträts von Menschen, denen er 1993 bei seiner ersten Israel-Reise begegnet ist. Sie dokumentieren, dass Kontakte und Gespräche, ja Freundschaften zwischen Deutschen und Juden möglich sind. Trotz des Holocausts, der Judenvernichtung im Dritten Reich. Heute, am Holocaust-Gedenktag, wird dem 48-jährigen Dr. Dorhs im Berliner Abgeordnetenhaus der angesehene Deutsch-Jüdische Geschichtspreis, der Obermayer German Jewish History Award, verliehen. Als Theologiestudent half Michael Dorhs beim Aufbau einer Abteilung für jüdische Geschichte im Hofgeismarer Stadtmuseum. 1982 wollte er die Rolle der Juden in Hofgeismar erforschen, doch es gab kaum Aufzeichnungen und kaum jemand mochte darüber sprechen. Der Umweg über den Arbeitstitel "Kirche im 3. Reich" öffnete dann bei den heutigen Hofgeismarern doch manche Erinnerung. "Zuvor haben viele nur getuschelt und ihre Krallen ausgefahren", erinnert sich Michael Dorhs an die Anfänge. 
Ganze Lebensgeschichten. Dorhs, dessen Talent Museumsleiter Helmut Burmeister erkannte und förderte, begann eine Fleißarbeit, die ihn dann auch Beziehungen zu über 100 ehemaligen jüdischen Mitbürgern in aller Welt knüpfen ließ. Der Adressentausch wurde zum Schneeballsystem. Manche schickten ihm nur wenige Worte, andere ihre ganze Lebensgeschichte. Wie Meta Frank, deren von Dorhs herausgegebenen Erinnerungen für ihn bis heute die wichtigste Veröffentlichung sind. Und Dorhs hat schon hunderte Zeitungsartikel und sieben Bücher zur jüdischen Geschichte in der Region Nordhessen herausgebracht. Die ergreifende Bilderschau mit Fotos und Lebensdaten ehemaliger, meist ermordeter jüdischer Mitbürger, die am 9. November in der Altstädter Kirche zu sehen war, kam nur durch Dorhs jahrelange Arbeit zu Stande. Vorher gab es diese Bilder in Hofgeismar nicht. Stolz und gerührt macht Dorhs vor allem die Tatsache, dass alle drei Söhne Meta Franks mit ihren Familien ihn für den Obermayer Award vorgeschlagen haben. Und zwei der Söhne mit ihren Frauen wollen eigens zur Preisverleihung nach Berlin reisen. Dorhs spürt vor allem bei Besuchen von Schulklassen, dass das Samenkorn austreibt, das er gelegt hat. Jetzt träumt er davon, seine Forschungen per Internet überall zugänglich zu machen. Denn es gibt immer noch Menschen, die nach Spuren ihrer jüdischen Angehörigen suchen."
   
Hofgeismar PA 2009011.jpg (197475 Byte)Weiterer Artikel in der "Hessischen / Niedersächsischen Allgemeinen" vom 28. Januar 2009: 
"Erinnerung wachhalten. Michael Dorhs in Berlin mit deutsch-jüdischem Geschichtspreis auszeichnet. 
Link:  Website des Obermayer German Jewish History Award mit Seite zu Michael Dorhs.  

   
    

Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Hofgeismar  
Website des Stadtmuseums Hofgeismar  
Seite zur Jüdischen Geschichte / Synagoge in Hofgeismar (interner Link)  

Literatur:  

Hofgeismar Museum Lit01.jpg (54637 Byte)Vertraut werden mit Fremdem. Zeugnisse jüdischer Kultur im Stadtmuseum Hofgeismar. Zusammengestellt und herausgegeben von Helmut Burmeister und Michael Dorhs. 2. Auflage. Hofgeismar 2000.  

    
     

     

 

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Stand: 02. September 2013