Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Löffingen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald)
Jüdische Geschichte 

Übersicht:  

Zur jüdischen Geschichte in Löffingen 
Berichte aus der jüdischen Geschichte in Löffingen   
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Links und Literatur   

   

Zur jüdischen Geschichte in Löffingen             
    
In Löffingen bestand zu keiner Zeit eine jüdische Gemeinde. Obwohl Löffingen bereits seit 1270 Stadtrechte hatte und sich im 14./15. Jahrhundert zum zentralen Ort der Westbaar entwickelte, lassen sich im Mittelalter bislang keine jüdischen Einwohner nachweisen.      
    
Auch im 19./20. Jahrhundert kam es nur vorübergehend zur Niederlassung einzelner jüdischer Personen. Die Zahl der jüdischen Einwohner war nach den Volkszählungsergebnissen: 1864 drei jüdische Einwohner, 1871 9, 1875 4, 1880 5, 1885 1, 1890 7, 1895 6, 1900 9, 1905 7, 1910 1.  
   
In den 1870er-Jahren bestand einige Zeit am Ort die Textilhandlung von Isak Guggenheim (siehe Anzeige von 1873 unten). Isak Guggenheim war mit seiner Familie in der Stadt; sein Sohn Salomon Guggenheim verstarb am 9. Juni 1884 in Löffingen und wurde im jüdischen Friedhof in Gailingen beigesetzt (s.u.). 
    
In den 1880er-/1890er-Jahren wohnte in Löffingen das Ehepaar Heinrich Wertheimer und Pauline geb. Pikart mit den Kindern Klotilde (geb. 21.11.1892 in Löffingen, später verheiratete Greilsheimer; gest. 4.9.1940 in Freiburg i.Br. und im dortigen Friedhof beigesetzt) und Gustav (geb. 7.2.1891 in Löffingen, vor 1914 wohnhaft in Freiburg i.Br., gefallen im Ersten Weltkrieg am 19.7.1918) in Löffingen.     
    
Bei den Volkszählungen 1925 und 1933 wurden keine jüdischen Einwohner in der Stadt festgestellt.
    
Von den in Löffingen geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): in beiden Listen werden keine Namen aus Löffingen genannt.  
    
    
    
Berichte aus der jüdischen Geschichte in Löffingen       
 
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe     

Anzeige der Textilhandlung von Isak Guggenheim (1873)    

Anzeige im "Donaueschinger Wochenblatt" vom 14. Oktober 1873 (Quelle: Stadtarchiv Donaueschingen): 
"Löffingen. Anzeige & Empfehlung.  
Ich Unterzeichneter zeige hiermit dem hiesigen und auswärtigen Publikum an, dass ich meine bisherige Wohnung verlassen und jetzt in dem käuflich übernommenen Hause der verstorbenen Witwe Alois Hogg, Weinhändlers wohne, und mein Geschäft auf bevorstehende Saison mit folgenden Artikeln aufs reichhaltigste eingerichtet habe, nämlich in Tuch und Buckskin, Double, Ratine, Eskimo, Poconne, Jackenstoffe, Halbtuch, Sommerstoffe, Flanell in weiß und farbig, Bettbarchent 8/4 breit, Kölsch, Zeugle, Stuhltuch, Madopolam, Chirting, Biber, Pique, Cassinet, Morei schwarz und farbig, Unterrockstoffe, in ganz und Halbwolle, ferner eine schöne Auswahl in fertigen Flanellhemden, sowie Damenmäntel und Jacken. Besonders mache verehrtes Publikum auf eine große Auswahl in Kleiderstoffen, hauptsächlich sehr schöne schwarze französische Merino 8/4 breit aufmerksam, sehr schöne Bettfedern und Flaum etc. Alle diese Artikel verkaufe ich zu sehr annehmbaren Preisen und lade daher verehrtes Publikum zu zahlreichem Besuche ein, indem ich voraus versichere, dass jeder Käufer mein Geschäft mit Zufriedenheit verlassen wird   Isak Guggenheim".   
 
Gailingen Grab SGuggenheim 010.jpg (113246 Byte)Grabstein für Salomon Guggenheim, Sohn von Isaak (Itzik) Guggenheim, gest. 9. Juni 1883 in Löffingen. Er starb im Alter von nur 32 Jahren. 
Quelle: Dokumentation (Memorbuch) zum jüdischen Friedhof in Gailingen von Naftali Bar-Giora Bamberger S. 95 Grab Nr. 160 in Abt. I Reihe 12.  
 

      
    
 
      
Fotos    

Zur jüdischen Geschichte in Löffingen liegen keine Fotos oder Abbildungen vor.   
     

       

    
Links und Literatur   

Links:  

Website der Stadt Löffingen    

Literatur:  

Joachim Hahn: Erinnerungen und Zeugnisse jüdischer Geschichte in Baden-Württemberg. 1988 S. 150.  
Ruben Frankenstein: Denkmal und Name. Der Gute Ort Freiburg. Dokumentation des jüdischen Friedhofs. Freiburg 2009. 
Das Grab von Clothilde Greilsheimer geb. Wertheimer in dieser Dokumentation S. 187 Nr. 59
8.   

   
    

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 23. Januar 2017