Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Storkow (Landkreis Oder-Spree) 
Jüdischer Friedhof
   

Zur Geschichte des Friedhofes  
    
Der jüdische Friedhof in Storkow wurde vermutlich im 18. Jahrhundert angelegt. Die Friedhofsfläche umfasst etwa 7,5 ar. Es sind knapp 90 Grabsteine aus dem 18. bis 20. Jahrhundert vorhanden, die zu den in sieben Reihen angelegten Gräbern gehören. Die letzte Beisetzung erfolgte vermutlich im Januar 1934. 
   
Nach 1945 gab es mehrere Schändungen des Friedhofes, wobei meist Grabsteine umgekippt wurden. 1988 wurde der Friedhof wieder hergestellt, nachdem er sich lange Jahre in einem verwahrlosten Zustand befunden hatte. Letztmals wurde der Friedhof im Frühjahr 2009 geschändet. 
   
   
Aus der Geschichte des Friedhofes 

März 2009: Schändung des Friedhofes 
Artikel in "Der Tagesspiegel" (Brandenburg) vom 19. März 2009: "Vandalismus. Jüdischer Friedhof in Storkow beschädigt. 
Der Jüdische Friedhof in Storkow ist beschädigt worden, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Zur Höhe des Schadens konnten Mitarbeiter noch keine Angaben machen.
Storkow
- Unbekannte haben das Eingangstor des Jüdischen Friedhofs in Storkow beschädigt. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wurden Leuchter-Ornamente der Menora nach innen gedrückt und abgebrochen. 
Mitarbeiter des städtischen Bauhofes entdeckten die Zerstörung. Zur Höhe des Schadens konnten noch keine Angaben gemacht werden. Der polizeiliche Staatsschutz nahm die Ermittlungen auf. Der Menora genannte siebenarmige Leuchter ist ein bedeutendes Symbol des Judentums. (jg/ddp)."    

       
Lage des Friedhofes:  
       
Der Friedhof liegt neben dem kommunalen Friedhof gegenüber dem Storkower See an der Reichenwalder Straße.  
     
     
 
Fotos 
(Fotos: Hans Sonnenberg, Groß Köris; Aufnahmen vom Januar 2010)   

Storkow Friedhof 201004.jpg (70122 Byte) Storkow Friedhof 201003.jpg (92606 Byte) Storkow Friedhof 201005.jpg (88277 Byte)
Oben: Teilansichten des Friedhofes. 
in der unteren Reihe einzelne Grabsteine; das mittlere und rechte Foto sind Ausschnittvergrößerungen aus den
     
Storkow Friedhof 201001.jpg (82059 Byte) Storkow Friedhof 201002.jpg (80012 Byte) Storkow Friedhof 201006.jpg (102435 Byte)
"Hier ruht die teure Frau Jached, Tochter des Gelehrten 
Josef HaKohen. Sie starb am Hl. Schabbat, 29. Adar und wurde 
beigesetzt am Montag, 1. Nissan 5636" 
(Sterbedatum 25. März 1876)
"Hier ruht ein schlichter und redlicher Mann, seine Taten 
vollbrachte er in Korrektheit. Es ist der fromme Mann Jizchak  
Sohn des frommen Mannes Jeschajahu, gestorben am Ausgang des 
Hl. Schabbat 16. Kislew im Jahr 5644" (= 15. Dezember 1883)
Grabstein links für Löb Rosenberg, geb. 28. Schewat 5592 
(= 30. Januar 1832), gest. 2. Elul 5668 (= 29. August 1908), rechts 
für Ester Rosenberg, geb. 13. Siwan 5596 (29. Mai 1836),
 gest. 9. Schewat 5675 (= 24. Januar 1915)
Hinweis: die Übersetzungen wurden auf Grund der Fotos vorgenommen; kleine Lesefehler sind nicht ausgeschlossen.
     

   
     

Links und Literatur

Links:  

Website der Stadt Storkow (Mark)  

Literatur:  

Zeugnisse jüdischer Kultur. Erinnerungsstätten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Projektleitung: Kathrin Wolff. Gesamtredaktion: Cordula Führer. Berlin 1992. S. 110.  
Michael Brocke/Eckehart Ruthenberg/Kai Uwe Schulenburg: Stein und Name. Die jüdischen Friedhöfe in Ostdeutschland (Neue Bundesländer/DDR und Berlin). Berlin 1994. S. 620-624. 
Michael Brocke/Christiane E. Müller: Haus des Lebens. Jüdische Friedhöfe in Deutschland. Leipzig 2001. S. 222-223.  

      
        

                   
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Stand: 26. April 2016