Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Warburg (Kreis Höxter) 
Spuren der jüdischen Geschichte / ehemalige Synagoge / jüdischer Friedhof
  

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde           
    
Siehe Wikipedia-Artikel  https://de.wikipedia.org/wiki/Jüdische_Gemeinde_Warburg    
    
   
Fotos von ehemaliger Synagoge und Goldschmidt-Haus 
(Fotos: Hahn, Aufnahmen vom 28.3.2016)     

 Die ehemalige Synagoge    Warburg Synagoge IMG_8443.jpg (96424 Byte) Warburg Synagoge IMG_8447.jpg (120626 Byte) 

Um 1650 - wenige Jahre nach Nennung eines ersten Rabbiners in der Stadt (1644) - wird in Warburg eine jüdische Betstube genannt. Sie befand sich in einem Haus am Altstädter Markt. Ende des 17. Jahrhunderts konnte mit Genehmigung durch den Paderborner Bischof eine Synagoge in einer etwas abseits gelegenen, engen und steilen Altstadtgasse "An der Burg" eingerichtet werden. In den 1820er-Jahren wurde vermutlich an gleicher Stelle ein neues Synagogengebäude erbaut (An der Burg 4). Sie war über 110 Jahre das Zentrum des jüdischen Gemeindelebens der Stadt. 1903 bis 1905 entstand eine neue Tora-Nische.  
   
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge schwer geschändet: SA- und SS-Angehörige aus Warburg und aus Arolsen zerstörten die Inneneinrichtung, die Dachkuppel und Teile der Umfassungsmauern. Die Kultgegenstände wurden auf dem Altstädter Marktplatz verbrannt, wobei einige Tora-Tücher gerettet und auf einem Dachboden in der Nähe versteckt werden konnten. Nach ihrer Wiederentdeckung vor einigen Jahren wurden sie vom Museumsverein an das Museum auf der Wewelsburg gegeben. Sie werden dort zur Erinnerung gezeigt. Die Originalklinken der Synagogentür (Löwenkopf-Klinken) sind im Warburger Museum im "Stern" ausgestellt. 
  
Das Synagogengebäude blieb nach Kriegsende erhalten. In den 1950er- und 1960er-Jahren wurde es durch Umbauten als ehemalige Synagoge unkenntlich gemacht, zeitweise war eine Süßmosterei eingerichtet. Ein Anbau mit der ehemaligen Lehrerwohnung und der jüdischen Schule wurde abgebrochen. Erhalten blieb die originale Eingangstüre - eine zweiflügelige Eichentür - aus dem 19. Jahrhundert (Foto oben rechts). Das Gebäude wird als Wohnhaus genutzt.    

     
Warburg Synagoge IMG_8445.jpg (173616 Byte) Warburg Synagoge IMG_8448.jpg (101450 Byte) Warburg Synagoge IMG_8450.jpg (137763 Byte)

Hinweistafel: "Ehemalige Synagoge. Ab dem frühen 18. Jh. an diesem Ort. Umbau in der 2. Hälfte des 19. Jh., aus dieser Zeit die Eingangstür. 1938 die Synagoge geschändet. In den 1960er Jahren grundlegend umgebaut."  

     
     
Das Goldschmidt-Haus     
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Hinweistafel: "Goldschmidt-Haus. 1538 erbaut als zweischiffiges Deelenhaus mit Speicherstock und seitlichem Saalbau. 1722-1942 in Besitz der jüdischen Kaufmannsfamilien Berg und Goldschmidt. Susanne und Julie Goldschmidt wurdem deportiert und am 10.9.1942 und 5.2.1943 in Theresienstadt ermordet."     
vgl. Wikipedia-Artikel https://de.wikipedia.org/wiki/Goldschmidt-Haus     

   
   
Zur Geschichte des Friedhofes              
    
Ein erster jüdischer Friedhof in Warburg wurde 1687 im Mollhauser Graben vor der nordwestlichen Stadtmauer - im Zwingerbereich - der Warburger Neustadt angelegt. Das Grundstück wurde von der Stadt gepachtet. Dieser Friedhof wurde bis etwa 1828 belegt. Er war 1758, 1772 und 1796 erweitert worden. 1828 verkauft die Stadt das Grundstück nach einem Rechtsstreit mit der jüdischen Gemeinde, den diese verloren hatte. Es sind keine Grabsteine erhalten.  

1829 bis 1832 wurde ein neuer jüdischer Friedhof am Burgberg beziehungsweise unweit des sogenannten Sacktores angelegt, der direkt an den gleichzeitig innerhalb der Burgbergmauern angelegten städtischen Friedhof angrenzte.   
Der Friedhof wurde in der NS-Zeit geschändet; viele Grabsteine wurden zerstört. Aus Grabsteinfragmenten wurde 1945 auf Veranlassung der Militärregierung ein Mahnmal errichtet. Anstelle von zerstörten Grabsteinen wurden Ersatzgrabsteine (in Zechit-Hartstein) aufgestellt, um dem Friedhof wieder ein würdevolles Erscheinungsbild zu geben. Diese Ersatzgrabsteine enthalten den Namen des Verstorbenen und einen "Davidstern". Heute sind etwa 285 Grabsteine erhalten. Die bislang letzte Beisetzung fand 2010 auf dem Friedhof statt.  
  
Vor dem Friedhof wurden entlang der Mauer 1995 Erinnerungstafeln mit den Namen der deportierten jüdischen Einwohner Warburgs angebracht.  
      
      
Lage des Friedhofes                    
     
Der Friedhof liegt am Burgberg unmittelbar bei städtischen Friedhof. Der Schlüssel ist beim Blumengeschäft Deist erhältlich (beim kommunalen Friedhof).  
    
    
Link zu den Google-Maps  
(der Pfeil markiert die Lage des Friedhofes) 
    
     
     
     
Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 28.3.2016) 
Hinweis: ein großer Teil der Grabsteine wurde für die nachfolgenden Dokumentation fotografiert, doch sind nicht alle Grabsteine erfasst! Auch sind die Namen der Beigesetzten nur zum Teil angegeben, da zahlreiche Grabsteine nicht mehr oder kaum noch lesbar sind. Bitte die Lebensdaten nicht ohne weitere Überprüfung übernehmen, es können sich auf Grund des schlechten Erhaltungszustandes vieler Grabsteine Lesefehler eingeschlichen haben).    

Warburg Friedhof IMG_8453.jpg (177719 Byte)  Warburg Friedhof IMG_8451.jpg (242346 Byte)  

 Vor dem Friedhof: der "Emil-Herz-Platz" mit Hinweistafel: "Emil Herz (1877-1971), Jüdischer Mitbürger, Verlagsgründer in Berlin, 
1937 Emigration". Weitere Informationen über Wikipedia-Artikel: https://de.wikipedia.org/wiki/Emil_Herz  

 
     
Warburg Friedhof IMG_8454.jpg (195174 Byte) Warburg Friedhof IMG_8455.jpg (228962 Byte) Warburg Friedhof IMG_8461.jpg (212913 Byte) Warburg Friedhof IMG_8462.jpg (176286 Byte) Warburg Friedhof IMG_8584.jpg (200398 Byte)
Blick auf das Eingangstor mit alter 
Hinweistafel an der seitlichen Mauer 
Das Eingangstor mit Hinweistafel: "Jüdischer Friedhof. 
Angelegt im frühen 19. Jh., Grabsteine aus dem 19. 
und 20. Jh., neben dem Eingang Denkmal für die 
ermordeten jüdischen Bürger Warburgs". 
Blick vom Eingangstor auf den 
vorderen Teil des Friedhofes  
    
     
Die Gedenktafeln mit den Namen der aus Warburg deportierten und ermordeten jüdischen Personen     
Warburg Friedhof IMG_8456.jpg (205087 Byte) Warburg Friedhof IMG_8457.jpg (247029 Byte) Warburg Friedhof IMG_8458.jpg (296639 Byte)

1933-1945 gemieden - verjagt - deportiert - ermordet: jüdische Bürger Warburgs. Albert Adler 25.5.1871 - verschollen Minsk. Minna Adler geb. Schwarz 24.4.1885 - verschollen Minsk. Sofie Amram geb. Weiler 28.12.1870 - für tot erklärt Auschwitz. Hilde Bachmann geb. Cohn 18.11.1907 verschollen Osten. Luise Bachmann 11.6.1888 - verschollen unbekannt. Benedikt Baruch 29.-9.1872 - 20.12.1942 Theresienstadt. Hermann Behrend - verschollen Theresienstadt. Rosalie Behrend geb. Berg 24.10.1869 - 30.3.1943 Theresienstadt. Fanny Berg 25.11.1890 - 7.1.1942 Selbstmord. Felix Berg 1867 - verschollen unbekannt. Hugo Berg 18.4.1879 - 24.8.1943 Westerbork. Josef Berg 20.10.1891 - verschollen Auschwitz. Julius Berg 22.12.1882 - verschollen Trawniki. Karl Berg 4.7.1886 - verschollen Majdanek/Lublin. Martha Berg geb. Markus 14.2.1894 - verschollen Auschwitz. Mary Berg geb. May 2.9.1883 - 14.10.1944 Auschwitz. Norbert Berg 15.8.1895 - verschollen Polen. Sally Berg 30.9.1873 - 30.1.1945 Bergen-Belsen. Selma Berg geb. Natanson 23.7.1866 - 4.8.1942 Theresienstadt. Werner Richard Berg 7.10.1911 - 30.9.1942 Auschwitz. Käthe Bierhoff geb. Katz 7.2.1887 - verschollen Auschwitz. Max Bierhoff 10.11.1880 - 20.8.1944 Theresienstadt. Martin Böhm 3.9.1881 - verschollen unbekannt. Meta Böhm 6.4.1887 - verschollen Riga. Louis Cohen 27.1.1874 - für tot erklärt Auschwitz. Minna Cohen geb. Kleeblatt 10.8.1875 - für tot erklärt Auschwitz. Rosa Cohen 4.12.1874 - verschollen Riga. Albert Cohen 18.10.1873 - für tot erklärt Sobibor. Erna Irma Cohn geb. Salomon 16.9.1893 - für tot erklärt Litzmannstadt/Lodz. Julius Cohn 25.12.1880 - 23.8.1942 Litzmannstadt/Lodz. Berta Lilly Davids geb. Berg 20.8.1914 - für tot erklärt Sobibor. Hannelore Diekhoff 1.7.1927 - verschollen Riga. Harry Diekhoff 3.9.1930 - verschollen Riga. Josef Diekhoff 13.2.1900 - verschollen Riga. Klara Diekhoff geb. Schönemann 6.12.1895 - verschollen Riga. Bernhard Eichholz 3.9.1892 - verschollen Warschau. Paula Eichholz geb. Heilbronn 15.11.1892 - verschollen Warschau. Roesel Eichholz 4.8.1925 - verschollen unbekannt. Fritz Emmel 1.6.1900 - für tot erklärt Auschwitz. Grete Emmel geb. Cohn verw. Marx 14.3.1893 - für tot erklärt Auschwitz. Minna Ferse geb. Goldschmidt 20.3.1895 - verschollen Minsk. Ilse Fischel 6.6.1921 - für tot erklärt Riga. Mathilde Fischel geb. Eldoth 27.10.1894 verschollen Riga. Rosa Fischel geb. Goldschmidt 17.1.1894 - verschollen Stutthof. Siegfried Fischel 14.7.1886 - verschollen Stutthof. Walter Fischel 16.8.1921 - für tot erklärt Riga. Werner Fischel 28.5.1927 - verschollen Riga. Julie Frank geb. Goldschmidt 23.6.1893 - für tot erklärt Sobibor. Lilli Freudenberg 14.8.1879 - verschollen Auschwitz. Adolf Goldschmidt 4.7.1861 - 22.4.1944 Bergen-Belsen. Alfons Goldschmidt 25.3.1906 - verschollen Majdanek/Lublin. Emma Goldschmidt geb. Schierling 23.9.1866 - verschollen Riga. Erna Goldschmidt 3.6.1910 - verschollen Auschwitz. Frieda Goldschmidt geb. Pless 6.8.1895 - verschollen Warschau. Julie Goldschmidt 16.5.1869 - 5.2.1943 Theresienstadt. Siegfried Goldschmidt 15.4.1896 - verschollen Warschau. Susanne Goldschmidt 18.6.1878 - 10.9.1942 Theresienstadt. Sofie Halle 1.2.1866 - verschollen Minsk. Ida Heilbronn 10.9.1901 - verschollen unbekannt. Sara Heilbronn geb. Appel 29.9.1865 - 31.3.1944 Theresienstadt. Erich Hirschberg 24.2.1926 - für tot erklärt Riga. Meta Hirschberg geb. Goldschmidt 22.6.1891 - verschollen Riga. Siegfried Hirschberg 25.1.1892 - verschollen Riga. Max Jesse 6.4.1893 - 1.9.1942 Auschwitz. Berta Kaiser geb. Neuhaus 26.7.1870 - verschollen Minsk. Alexander Katz 19.9.1863 - verschollen Minsk. Aron Katz 23.1.1868 - verschollen Minsk. Dina Katz geb. Frank 8.3.1872 - verschollen Minsk. Elfriede Katz 18.11.1909 - verschollen unbekannt. Frieda Katz 19.1.1897 - verschollen unbekannt. Jettchen Katz geb. Lindenbaum 10.6.1872 - verschollen Minsk. Julius Katz 17.7.1902 - verschollen Minsk. Klara Katz geb. Oppenheimer 20.10.1876 - verschollen Minsk. Isidor Katzenstein 4.2.1878 - verschollen Theresienstadt. Recha Katzenstein geb. Halberstadt 28.5.1880 - verschollen Theresienstadt. Ida Kleeblatt geb. Rosenstein 26.10.1878 - für tot erklärt Warschau. Lieselotte Kleeblatt 29.6.1923 - verschollen Osten. Moritz Kleeblatt 8.6.1881 - für tot erklärt Warschau. Sara Kleeblatt 25.4.1882 - verschollen Riga. Ludwig Kronenberg 22.11.1897 - verschollen Auschwitz. Minna Kronenberg geb. Löwenstern 28.2.1902 - verschollen Auschwitz. Johanna Lehmann 22.1.1875 - für tot erklärt Auschwitz. Jules Lehmann 29.7.1879 - verschollen Auschwitz. Julie Lehmann 12.4.1869 - 25.8.1942 Theresienstadt. Julius Lichtenstein 11.8.1889 - verschollen Riga. Sofie Lichtenstein geb. Wetterhahn 30.5.1887 - verschollen Riga. Marianne Lilienthal 14.10.1929 - für tot erklärt Riga. Paula Lilienthal geb. Kaiser 19.6.1901 - verschollen Riga. Ruth Lilienthal 28.8.1937 - verschollen Riga. Philipp Loeb 25.5.1881 - verschollen unbekannt. Bernhard Löwenberg 6.1.1864 - für tot erklärt Sobibor. Elise Löwenberg 28.6.1893 - für tot erklärt Sobibor. Hedwig Löwenberg 26.8.1882 - verschollen Polen. Ernst Löwengrund 7.1.1933 - verschollen Riga. Leo Löwengrund 10.12.1922 - verschollen Riga. Mary Löwengrund geb. Lilienthal 17.10.1892 - verschollen Riga. Ursula Löwengrund 15.7.1930 - verschollen Riga. Albert Löwenstein 22.2.1889 - für tot erklärt Riga. Irmgard Mannsbach 7.2.1914 - verschollen Riga. Leo Mannsbach geb. Katz 9.4.1882 - verschollen Riga. Moritz Mannsbach 28.8.1881 - verschollen Riga. Fritz Münchhausen 29.5.1893 - verschollen unbekannt. Else Rath geb. Hakesberg 22.3.1895 - für tot erklärt Riga. Helga Rath 13.10.1930 - für tot erklärt Auschwitz. Otto Rath 1.8.1932 - für tot erklärt. Clara Reichmann 21.10.1873 - verschollen Minsk. Sally Reichmann 20.8.1876 - 3.10.1941 Gurs. Thekla Reichmann geb. Bär 20.9.1875 - 26.6.1941 Gurs. Emilie Reinsberg geb. Felsberg 22.6.1882 - verschollen Warschau. Robert Reinsberg 17.8.1880 - verschollen Warschau. Hilda Roeg geb. Cohen 2.10.1904 - für tot erklärt Auschwitz. Lea Rose 5.1.1904 - verschollen Riga. Alfred Rosenstein 3.4.1935 - 5.3.1943 Auschwitz. Bermann Rosenstein 12.3.1875 - 11.10.1944 Auschwitz. Deny Rosenstein 31.5.1941 - 5.3.1943 Auschwitz. Erich Rosenstein 31.5.1932 - 5.3.1943 Auschwitz. Grete Rosenstein geb. Rubens 23.7.1906 - 5.3.1943 Auschwitz. Herbert Rosenstein 21.5.1937 - 5.3.1943 Auschwitz. Horst Rosenstein 8.4.1931 - 5.3.1943 Auschwitz. Sara Rosenstein geb. Adler 29.4.1882 - 11.10.1944 Auschwitz. Bernhard Rosenthal 25.3.1891 - 10.11.1938 Selbstmord. Minna Rosenthal geb. Stein 4.10.1886 - verschollen Minsk. Gustav Schaumberg 25.10.1875 - 21.3.1945 Theresienstadt. Johanna Schaumberg geb. Plaut 2.12.1879 - 5.12.1942 Theresienstadt. Moritz Schaumberg 16.9.1869 - 28.1.1943 Theresienstadt. Rosa Schaumberg geb. Kaufmann 20.3.1877 - 30.3.1943 Theresienstadt. Regina Schönenberg geb. Berg 22.1.1890 - für tot erklärt Auschwitz. Adelheid Schönlank geb. van der Kop 27.12.1920 - für tot erklärt Auschwitz. Alwine Stamm geb. Löb 28.90.1881 - für tot erklärt Warschau. Edith Stamm 20.10.1921 - verschollen unbekannt. Ella Stamm 4.6.1895 - für tot erklärt Warschau. Gerda Steeg 23.10.1931 - 31.10.1944 Stutthof. Irmgard Steeg 26.9.1927 - verschollen Stutthof. Lina Steeg geb. Löwenstein 14.6.1903 - verschollen Stutthof. Philipp Steeg 11.10.1899 - 1945 Buchenwald. Ella Steinkritzer geb. Strauß 16.2.1897 - während der Deportation umgekommen. Rosalie Stern 1.1.1966 - verschollen unbekannt. Hulda Vorreuter geb. Goldstein 9.12.1880 - verschollen Minsk. Lilli Vorreuter 23.7.1904 - verschollen Izbica. Max Vorreuter 28.11.1869 - verschollen Minsk. Frieda Weinberg geb. Stern 25.4.1896 - verschollen Riga. Julius Weinberg 30.10.1921 - verschollen Riga. Siegfried Weinberg 15.9.1885 - verschollen Riga. Max Willon 15.6.1894 - für tot erklärt Auschwitz. Paula Willon geb. Löwenstern 23.9.1894 - verschollen Auschwitz. Julie Wittgenstein 5.4.1862 - für tot erklärt Sobibor. Bella Wolff 10.4.1885 - 16.12.1941 Riga. Ida Wolff geb. Berg 24.7.1880 - verschollen Zamosc.         

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Im Friedhof   

   
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Denkmal für die Ermordeten 
der NS-Zeit aus Warburg 
Brunnen, u.a. für die rituelle Händewaschung 
nach dem Besuch des Friedhofes 
 Teilansicht im alten Friedhofsteil mit drei 
hebräisch beschrifteten Grabsteinen 
     
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Teilansichten im älteren Teil mit Grabsteinen aus den 1850er-Jahren; in der Mitte links Grabstein für Lukas Loewenberg aus Hohenwepel, "er starb in einem Alter von 86 am 16. Ab 5614" (= 10. August 1854); 
in der Mitte rechts für Bendix Buchthal aus Hohenwepel, gest. am 14. Chewvan 5616 in seinem 77. Lebensjahre" (= 26. Oktober 1855). 
Grabstein rechts in der Mitte für Mathias Loewenberg geb. am 13. Mar. 5569, gest. am 15. Schwat 5616 in seinem 47. Lebensjahre" (22. Januar 1856). 
Hinweis: die in der Mitte des 19. Jahrhunderts etwa 20 in Hohenwepel wohnhaften Juden gehörte zunächst zur Gemeinde in Ossendorf, gingen jedoch zur Synagoge in Großeneder; 1862 gehörten die Juden aus Hohenwepel offiziell zur Synagogengemeinde Warburg, besuchten jedoch die Gottesdienste in Ossendorf. 

     
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Grabstein links für Belchen Heymann, rechts für 
Johann Mosheim
, Frau von Jakob Mosheim (gest. 22. Tamus 5622 
= 20. Juli 1862) und deren Tochter Alma Mosheim  
 Grabstein links für Jettchen Nussbaum
rechts für Röschen Baruch
Ehefrau von Salmon Block 
 
     
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Grabstein Mitte für 
Markus Grundstein aus Germele 
(gest. 23. Elul 5625 = 14. September 1865)     
 Grabstein rechts für Theodor Wolfstein (geb. in 
Körbecke 1829 - 1868), hinten Mitte für 
Röschen Rosenstein
aus Rinteln (gest. 1867)   
 Grabstein links der Mitte für 
Moses Mark aus Fritzlar (1789-1862) 
     
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  Grabstein im Hintergrund rechts der Mitte 
für Sophie Mosheim geb. Meyersfeld, 
Frau von Gumpel Mosheim  
 Grabstein rechts der Mitte 
für Gumpel Mosheim, links für 
Jesajas Kugelmann
aus Welda    
     
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Grabstein links für Mannes Kohn (gest. 1872),
 rechts für Abraham Heymann, 
gest. 4. Ijar 5632  = 12. Mai 1872     
  
Grabstein links der Mitte für Moses Siebenhauer
rechts für Hirsch Levi aus Germele, 
gest. 6. Tischri 5635 = 17. September 1874    
Grabstein in der Mitte für Dorine Wittgenstein
gest. 5. Nissan 5634 = 22. März 1874,  rechts für 
die Witwe Sarah Brandenstein, links die Ehefrau 
von Seckel Lehmann geb. Liebenstein  
     
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Grabstein links für Joseph Elkan
gest. 4. Tamus 5637 = 15. Juni 1877  
  
Grabstein links für Moritz Mosheim, gest. 12. Adar Scheni 
5635 = 19. März 1875, rechts für Joseph Berg
gest. 18. Kislew 5637 = 4. Dezember 1876    
Grabstein für Meier Münchhausen, gest. 13. Sivan 5637 = 
25. Mai 1877, im Hintergrund für Elise Löwenberg geb. Mosheim
Frau das Abraham L. gest. 12.? Adar 5637 = 25. Februar 1877 
     
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Grabstein für Hannchen Levi geb. Gudemann, Frau von 
Feis Levi, gest. 25. Tischri 5639 = 28. Oktober 1878; kleinere 
Grabstätten (Kindergräber?) im Hintergrund an der Mauer   
Ruhebank im Bereich der Grabstätte der Familie Berg: im Familiengrab: Salmon Berg (1804-1891) 
und Sophie Berg geb. Wittgenstein (1821-1892), Max Berg (), Fanny Berg geb. ? (); 
für Salmon und Sophie Berg findet sich als zusätzlicher Grabstein ein schwarzer Obelisk.      
       
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Grabsteine für Moses Block geb. Salomon (1820-1892) und
 Friedericke Block geb. Brandenstein (1820-1918); im 
Hintergrund für Paula Block geb. Levy und 
Siegmund Block geb. Moses 
   
Grabstein links für Marianne Bachmann geb. Hammerschlag
 (1836-1911) und Isaac Bachmann ben Josef (1829-1892), 
im Hintergrund für David Bachmann und ..Bachmann geb.?  
 
Grabstein links für Karoline Sternau geb. Gidion
rechts für Ruben Sternau ben Jehuda (1821-1896)  
 
  
     
Warburg Friedhof IMG_8492.jpg (230241 Byte) Warburg Friedhof IMG_8493.jpg (209599 Byte) Warburg Friedhof IMG_8494.jpg (216158 Byte)
Grabstein links für Alex Flechtheim (1842-1900),
 rechts für Lucas Berg ben Salomon (1836-1914) 
    
Grabstein links für Dina Berg, Frau von Lucas Berg
 (gest. 1908), rechts für Louis Wittgenstein (1834-1919) und
 Lina Wittgenstein geb. Berg (1837-1909)    
Gedenkstein für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges 
Ludwig Heymann, Fritz Jesse, Mart. Macholl, 
Fritz Schild, Jul. Weinberg
 
        
Warburg Friedhof IMG_8495.jpg (238205 Byte) Warburg Friedhof IMG_8496.jpg (264133 Byte) Warburg Friedhof IMG_8497.jpg (264969 Byte)
Grabstein für Israel May (1840-1920) und 
seine Frau Bertha May geb. Eichenberg (1849-1911)     
Grabstein für Gustav Böhm (1850-1912) und seine 
Frau Dorette Böhm geb. Sternberg (1851-1912)    
Grabstein im Hintergrund für Josef Weinberg
vorne für Henny Weinberg (1892-1918)  
     
Warburg Friedhof IMG_8498.jpg (241905 Byte) Warburg Friedhof IMG_8499.jpg (251321 Byte) Warburg Friedhof IMG_8500.jpg (240252 Byte)
 "Zum Andenken an die Opfer der verhängnisvollen 
Jahre 1933-1945
" - errichtet aus in der NS-Zeit 
zerschlagenen Grabsteinen  
 Grabstein links für Fanny Berg bas (Tochter von) Moritz
 (1890-1942) und rechts für Karoline Katz
 geb. Rosenblatt
(1866-1942)  
Grabstein rechts der Mitte für Julius Rosenberg 
aus Niedermeiser (1860-1942)  
  
     
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 Grabstein links für Max Rosenstein (1906-1950), 
rechts für Otto Baruch (1900-1963); auf der Rückseite
 Gedenkinschrift für umgekommene Angehörige (siehe Foto rechts)    
 Grabstein links für Vera Kolski (?, DP?), 
Mitte für Josephine Hakesberg geb. Meye
(1859-1942), rechts für Louis Stamm ben Aron (1882-1942) 
 Grabstein links für Julia Adler geb. Kleeblatt 
(1876-1938), rechts für Sara Stamm 
geb. Mosheim
(1855-1936) 
M. Rosenstein und O. Baruch gehörten zu den fünf ehemaligen
 jüdischen Warburgern, die nach 1945 in ihre Heimatstadt zurückkehrten.
   
      
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Doppelgrabstein für Leopold Goldschmidt 
und Sophie Goldschmidt 
(leider schlechte Aufnahmequalität) 
Grabstein für Abraham Salomon (1851-1934) 
und Amalie Salomon geb. Bachmann 
(1868-1935)   
 Grabstein links für Josef Schönfeld (1858-1932) 
rechts für Sanitätsrat Dr. Arnold Levy (1864-1934) mit Gedenk-
inschrift für Anna Levy geb. Behrens (1871?-1950? in London) 
     
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Teilansicht des Friedhofes  
       Das Foto oben in hoher Auflösung   
  
  
     
 Teilansicht des Friedhofes 
 
 
 
  
Grabstein für Meinhard Berg (Inh. eines Geschäftes für Strick- und Wollwaren, gest. 1931) mit Erinnerungsinschrift für seine Frau Selma geb. Nathanson (geb. 1866) sowie die Kinder Joseph Berg (geb. 1891) und Martha Berg (geb. 1894), beide nach den Deportationen in der NS-Zeit umgekommen: 1942 Selma im Ghetto Theresienstadt, Josef und Martha 1943 in Auschwitz ermordet. Der Sohn Norbert Berg (geb. 1895) war seit 1931 Teilhaber eines Textilgeschäftes in Bamberg (1941 in das Lager Riga-Jungfernhof deportiert und gleichfalls umgekommen).  
  
     
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Grabstein für Prof. Dr. Moritz Nussbaum (17.12.1850 - 
17.1.1924), war verheiratet mit Ida geb. Koppel;
weitere Informationen siehe über  
Link zu geni.com mit Foto  
 Grabstein links für Emma Neustadt geb. Vorenberg 
(1865 - 5.4.1931), rechts für Samuel Neustadt
 
(1856 - 18.3.1919) 
  
Grabstein Mitte für Julie Nassau geb. Steiner 
(13.2.1880 - 26.4.1914)  
 
   
     
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Grabstein links für Amalie Lehmann geb. May 
(15.7.1842 - 4.4.1913), rechts für 
Jacob Lehmann
(2.7.1837 - 13.8.1921) 
 Grabstein (klein) für Joseph Münchhausen (1853-1915) 
und (groß) für seine Frau Eva Münchhausen
 geb. Wachtel
(1856-1912)   
 Grabstein links für Berta Weinberg geb. Katz 
(1854-1924),
 rechts für Salomon Weinberg (1849-1912) 
      
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Grabstein links für Hermann Baruch
 (1898-1917) 
   
Grabsteine mit auf den Vorderseiten hebräisch beschrifteten 
Inschriften, u.a. rechts für Ascher ben Josef Heimann 
(gest. 9. Adar Scheni 5670 = 20. März 1910)  
       
     
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     Grabstein links für Isidor Baschwitz ben Jette (1854-1883),
 rechts für Moritz Wittgenstein ben Simon (1855-1888)   
     
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  Zitat von Emil Herz - Erinnerung an den
 jüdischen Friedhof in Warburg  
 
  
Grabstein links für den langjährigen Lehrer (Rabbiner) der jüdischen Gemeinde Warburg Juda Oppenheim (1824-1891), rechts für seine Frau Cäcilie geb. Steeg (1822-1898), zu ihrem Sohn Hermann Oppenheim siehe Wikipedia-Artikel https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Oppenheim   
     
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 Kindergrabsteine vorne von links für Karl Herz (Sohn der Witwe
 von Aaron Herz), gest, 8. Tischri 5640 = 25. September 1879), Max Robe
 ben Hermann (1881), Sally Kleeblatt ben Nathan (1882)  
Im Vordergrund zwei Kindergräber, links für 
Selma Berg
bas (Tochter von) Max (1883), rechts für 
Elsa Löwenberg bas Sally (1883) 
 Im Vordergrund zwei Kindergräber, links für 
Heinrich Berg
ben Max (1883), rechts für Anna Löwenberg
 
bas Sally (1886), dahinter für Sara Kehlberg bas Ruben (1883) 
     
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Im Vordergrund Kindergräber: Jenny Wolfstein bas Israel (1889)
 und Julius Münchhausen ben Joseph (1892), dahinter Grabstein
 für Regina Grundstein geb. Nassau, Frau von Falk G.
 (gest. 1. Kislew 5647 = 28. November 1886) 
Im Vordergrund Kindergräber: Else Berg (1895) und Ella Jesse 
bas Michael (1897), dahinter Grabstein links für Sara Reichmann
Tochter von Moses Reichmann (1858-1887) und Minna Cohn geb. Steeg,
 Frau von Jakob Cohn (gest. 17. Tebet 5648 = 1. Januar 1888)    
 Kindergrabstein vorne rechts für Gretchen Heidt 
bas Simon (1899), Grabsteine dahinter von links für
 Emilie Lämenberg (?), Buna Berg (1888) und 
Fanny Berg geb. Wildberg
(?) 
     
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vordere Reihe Kindergrabsteine für Siegfried Heidt ben Simon (1903),
 Sofie Rath bas Albert (1927) und Hannelore Rath bas Albert (1927),
 dahinter rechts der Mitte Grabstein für Rosa Berg geb. Schwerin (1891),
 links der Mitte für Friederike Wolfstein, Frau von Theodor W. 
 Grabstein Mitte für Fanny Lehmann geb. Herz
Frau von Eli L. (1849-1898), rechts für Henriette Berg, 
Frau von Joseph Berg   
  Grabstein rechts der Mitte für
 Zerline Nußbaum geb. Lange (1820-1903), im Hintergrund 
zwischen den Grabsteinen für Albert Rosenbaum 
(1852-1897)  
     
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 Grabstein links mit Engeln für Rosa Böhm (1880-1905),
 rechts für Mathilde Heymann geb. Alsberg (Frau 
von Albert Heymann) (1862-1907)  
 Grabstein links für Lina Wittgenstein geb. Block (1826-1910), rechts für Bertha Nassau geb. Oppenheimer (1833-1910), dazwischen 
im Hintergrund für Israel Hoffmeyer (1842-1914?)  
Grabstein links für Johanna Hoffmeyer geb. Sternberg
 (1853-1911), rechts für Bertha Heymann (1863-1913)  
     
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Grabstein links für Betti Hoffmeyer geb. Löwenstein (1820-1912),
 rechts für Lea Hoffmeyer (1845-1916)
    
Grabstein für R... Mathias geb. ...denbaum (1846-1917) 
und Jakob Mathias (1836-1918)  
  
Grabstein Mitte für Franziska Jesse geb. Wittgenstein (1862-1922), 
rechts für Pauline Berg geb. Herzfeld 
(Frau von Moritz Berg) (1848-1924)  
     
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Grabstein links für Meta Münchhausen (1884-1924), 
Mitte für Henriette Rath geb. Wolfstein (1861-1925), 
rechts für Minna Nußbaum (1848-1925)    
 Grabstein links vorne für Emma ... () 
 
  
Doppelgrabstein links für Minna Reichmann (?), rechts 
für Simon Heidt (gest. in Düsseldorf; Gedenkinschrift) 
und Eva Heidt geb. Strauss (gest. 1935)  
     
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Grabstein für ... Freudenstein  
 
  
Doppelgrabstein für Nathan Löwenstern (?) und für 
Georg Löwenstern
(?) sowie dritte Person; rechts 
für Selli Weinberg (1887-1925)    
Grabstein links für Hermann Schild (1856-1925), Mitte 
für Hermann Mathias, rechts für Kalmann Rose... (?)  Grabstein
 Hintergrund für Minna Rose geb. Kaufmann (1856-1920)  
     
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Grabstein Mitte für Moses Königsthal, 
dahinter für Lina Löwenberg, rechts davon 
für Henriette Heymann.   
Grabstein links der Mitte für Michael Jesse (1857-1928),
 rechts der Mitte für Abraham Cohen (1852-1920), 
dazwischen für Rosa Levy (1857-1912)  
 Grabstein links für Abraham Cohen (1832-1920), 
Mitte für Robert Nußbaum (1852-1917),   
rechts für ... Sternberg () 
     
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Grabstein links für Schaje Nassau (gest. 1917), 
Mitte für Sally Löwenberg ben Moses (1848-1915), rechts für
 Hermann Freudenberg
ben Jacob (1861-1915)   
 Grabstein Mitte für Alfred Rosenthal (1892-1912), 
rechts ohne Inschriftentafel  
  
Grabstein links der Mitte (mit "segnenden Händen der Kohanim)
 für Jakob Cohn (gest. 5670 = 1909/10),
rechts für David Kahn ()  
     
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   Grabstein rechts für Feist Levy 
(1817-1902)   
Heller Grabstein rechts für Feodor Eichenberg 
ben Simon (1855-1905)  
     
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Heller Grabstein links für Feodor Eichenberg 
ben Simon (1855-1895)
      
 Kleiner Grabstein Mitte für ... Heinemann 
(gest. 1884), links für (Inschrift Rückseite) 
Ehepaar Löwenberg  
 Kleiner Grabstein links beim Baum für Abraham Heinemann 
(gest. 1885), Mitte (deutsche Inschrift Rückseite) 
für Samuel Höfeld (gest. 1885), rechts für Hirsch Nußbaum   
     
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  Grabsteinplatte links für Gustav Cohn (1861-1929)
rechts für Otto Frankenstein mit Gedenkinschrift 
für Julie Cohn geb. Bachmann (gest. in Palästina)   
 Grabstein links für Emma Stein geb. Gudemann, 
Frau von Abraham Stein, rechts für 
Pauline Mathias (gest. 1893) 
     
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Grabstein für Fanni Stamm bas (Tochter des) Marcus 
(1810-1893) und Hannchen Heymann 
bas Abraham (1826-1894)   
 Grabstein rechts für Caroline Marcussohn 
(1825-1894) 
  
Grabstein links für Julchen Hoefeld geb. Nelke 
(1826-1896), rechts für Handchen Freudenstein
geb. Kugelmann
(1828-1900)   
     
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Grabstein links für Handchen Cohn, rechts für 
Fanni Reichmann bas (Tochter des) Moses 
    
 Grabstein links für Phillipine Heymann geb. Stern 
(1829-1902), rechts für Hannchen Tuchmann 
geb. Tuchmann
(1818-1902)  
 Grabstein links für Goldine Reichmann bas Moses 
(1847-1902), rechts für Johanna Königsthal 
geb. Rose
, Frau von Moses Königsthal 
     
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 Grabstein links für Elisabeth Cohn? geb. ?, 
rechts für Elise Herzfeld geb.
 Grabstein rechts im Vordergrund für die 
Zwillingsschwestern Fanny und ...
Grabstein rechts für Goldine Kleeblatt geb. Freudenstein
Frau von Jakob Kleeblatt (1856-1908)   
     
     

     
      

Links und Literatur  

Links:   

Website der Stadt Warburg   
Presseartikel in www.hiergeblieben.de: Artikel im Warburger Kreisblatt vom 30.4.2010: "Bitterer Gang über den Friedhof / Vorbei an Gräbern: Christian Holtgreve erzählt vom Schicksal jüdischer Mitbürger..." 
Link zum Artikel  
"Warburg (WB). Mehr als 100 Teilnehmer haben sich von Christian Holtgreve über den jüdischen Friedhof in Warburg führen lassen. Bei strahlendem Sonnenschein hörten sie sich seine Ausführungen zur Geschichte der Grabstätte an. 
Christian Holtgreve zitierte zu Beginn Michael Winkelmanns Rede zur Einweihung des Shoa-Denkmals an der Mauer zum jüdischen Friedhof im Jahr 1995: "Ihr Leid begann in unserer Mitte. Zu wenige schrieen auf, damals, als alles begann, die meisten schauten weg. Es gab aber auch durchaus großartige Hilfen für die Juden: da wurden Lebensmittel getrennt verteilt, Kranke heimlich von Ärzten gepflegt, da gab es viele Gesten von Solidarität. Aber es bleibt die Tatsache, dass 151 Warburger Bürger deportiert wurden, und die allermeisten wurden ermordet, in Auschwitz und anderswo. Sie liegen nicht auf diesem Friedhof."
Der Rundgang über den Friedhof begann gleich am ersten Grabstein, wo Jakob Flechtheim liegt, der 1853 starb und bedeutende Söhne hatte: Sally und Alex gründeten um 1900 die erste Privatbank in Warburg. Holtgreve machte auf einzelne Grabsteine mit Schmuckelementen aufmerksam: Mohnkapseln als Symbol des ewigen Schlafes, das Schofarhorn, die segnenden Hände. Viele alte Grabsteine sind mit hebräischen Inschriften versehen, die nach Süd/Südosten weisen, gen Jerusalem, immer mit zwei Buchstaben versehen, die bedeuten: "Hier ruht". Und dann folgen zumeist Sprüche aus dem Alten Testament und die Jahreszahlen von Geburt und Tod.
Holtgreve wies seine Zuhörer auf das Ehrenmal für die gefallenen jüdischen Mitbürger im Ersten Weltkrieg hin und auf das Mahnmal, das nach 1945 errichtet wurde, zusammengefügt aus Bruchstücken von im Jahr 1938 geschändeten Grabsteinen.
Der Rundgang ging weiter zu einzelnen Gräbern, wie dem von Otto Baruch und Max Rosenstein, an deren Schicksale August Heuel erinnerte. Sowohl Otto Baruch als auch Max Rosenstein überlebten den Holocaust und kehrten unter schwierigsten Umständen von Theresienstadt und Auschwitz nach Warburg zurück. Weitere Gräber wurden besucht, so die von Amalie Herz, der Mutter von Emil Herz, von Juda und Cecilie Oppenheim. Die Gruft der bedeutenden Kaufmannsfamilie Berg wurde aufgesucht, auf der eine Inschrift an Sally Berg erinnert, der die Stadt Warburg testamentarisch mit 30 000 Gulden bedachte: Aus den Zinsen sollte Geld aufgeteilt werden für die jüdischen, katholischen und protestantischen Armen in der alten Hansestadt. Weiterhin wurde auf das Grab von Dr. Arnold Levy hingewiesen, der eine Arztpraxis unterhielt und 1934 (!) unter großer Anteilnahme der Warburger Bevölkerung auf dem jüdischen Friedhof begraben wurde. Seinen Verwandten gelang die Flucht nach London. Sein Sohn Paul kam nach 1945 mit Otto Wirmer, dem Bruder des Widerstandskämpfers Josef Wirmer, zu Abituriententreffen nach Warburg.
Ein weiterer besonderer Grabstein ist der von Jakob Kohn. Dessen Grabstein wurde 1938 zerstört. Sein Enkel errichtete ihm 1955 den heutigen Ersatzstein.
Holtgreve kam dann auch auf Julius Cohn zu sprechen. Dieser kam 1912 nach Warburg, wurde Lehrer an der jüdischen Schule an der Menner Straße und gehörte zu den führenden Mitgliedern der jüdischen Kultusgemeinde. Er war Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und legte sich aktiv mit den Nationalsozialisten an. 1934 wurde er verhaftet und später nach Lodz deportiert. Sein Sohn Heinz wanderte im Jahr 1935 nach Palästina aus.
Und noch ein Grabstein wurde betrachtet, der der Familie Meinhard Berg. Meinhard Berg betrieb ein Geschäft für Strick- und Wollwaren und starb 1931. Seine Frau Selma wurde 1942 mit ihren Kindern Josef und Martha deportiert, 1943 wurde Selma in Theresienstadt ermordet, Josef und Martha in Auschwitz.
Auf Grund der großen Resonanz findet an diesem Sonntag um 16 Uhr eine weitere Führung über den jüdischen Friedhof statt. Treffpunkt ist am Emil-Herz-Platz. Die Veranstaltung ist kostenfrei."   
Artikel von Carola Nathan in Monumente. Magazin für Denkmalkultur in Deutschland vom Juni 2012: "Privatleute errichten die Warburger Denkmalstiftung". Link zum Artikel.  
Einige Fotos zum jüdischen Friedhof Warburg in der Seite http://www.friedhof-ansichten.de/archives/6603  
Fotos in der Seite von Tobias Wien:  https://www.flickr.com/photos/tobias_wien/8478495957   
Artikel von Dieter Scholz in der "Neuen Westfälischen" vom 22. Juni 2015: "Warburg. 25 Warburger Hauptschüler arbeiten kräftig auf dem jüdischen Friedhof..." 
Der jüdische Friedhof Warburg als "Denkmal des Monats Oktober 2014":  http://www.historische-ortskerne-nrw.de/Aktuelles/denkmal_des_monats.php?id=MTk5&date=MjAxNA==     

Literatur:  

Emil Herz: "Denk ich an Deutschland in der Nacht". Berlin Ullstein 1952. Neuauflage Museumsverein Warburg 2005.  
Martha Evers: Die Geschichte der Juden in der Stadt Warburg zur fürstbischöflichen Zeit. Warburg 1978. 
Hermann Hermes: Ausschnitte aus der Geschichte der Juden in Warburg. In: Franz Mürmann (Hrsg.): Die Stadt Warburg. Beiträge zur Geschichte einer Stadt (1036-1986). Bd. II. Warburg 1986.   
Rudolf Bialas: Der jüdische Friedhof in Warburg. In: Jahrbuch Kreis Höxter. Höxter 1992. S. 213-226.  
Elfi Pracht: Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen. Teil III: Regierungsbezirk Detmold. Köln 1998.   

    
      

                   
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Stand: 08. Mai 2016