Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Bissingen an der Teck (Kreis Esslingen)
Jüdische Geschichte 

Übersicht:

Zur jüdischen Geschichte in Bissingen 
Berichte zur jüdischen Geschichte in Bissingen   
Fotos / Darstellungen   
Links und Literatur   

   

Zur jüdischen Geschichte in Bissingen        
   
In Bissingen gab es zu keiner Zeit eine jüdische Gemeinde. Auch lebten am Ort zu keiner Zeit jüdische Familien.     

Bekannt ist jedoch die Geschichte des aus einer jüdischen Familie stammenden Wilhelm Weißburger, der am Ort mit seiner (nichtjüdischen) Frau lebte und in der NS-Zeit in Auschwitz ermordet wurde
. Wilhelm Weißburger ist am 26. September 1902 in Kochendorf als Sohn jüdischer Eltern geboren. 1916 kam er als Vollwaise zu einer Bissinger Bauern- und Schäferfamilie, bei der er als Knecht arbeitete. Im Oktober 1933 heiratete er die Bissingerin Anna Maria Ehni, Seitdem arbeitete er in einer Kirchheimer Gießerei (Fa. Grüninger & Brehm) und betrieb eine kleine Landwirtschaft. Weißburger ist spätestens im Zusammenhang mit seiner Eheschließung evangelisch geworden. Erst im Verlauf des Krieges ist Weißburger den Parteifunktionären aufgefallen. Seine Verhaftung und Deportation wurde im Oktober 1942 angeordnet. Er wurde - möglicherweise über Welzheim - nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Im Januar 1943 erhielt seine Frau die Nachricht, dass ihr Mann angeblich an einer "Lungenentzündung" gestorben sei.    

Wilhelm Weißburger und seine Frau lebten in einem Haus gegenüber der Bissinger Kelter (Kelterplatz, Hintere Straße 41). An diesem Haus wird am 26. September 2012 ein eineinhalb Meter hoher Gedenkstein aus Travertin zur Erinnerung an das Schicksal Weißburgers aufgestellt. Das Denkmal wurde durch den Bissinger Bildhauer Winfried Tränkner gestaltet. Auf einer eingelassenen Bronzetal wird das Schicksal Weißburgers geschildert. Dazu findet sich die Inschrift "Sich erinnern heißt wachsam bleiben". Der Anstoß zu dem Mahnmal geht auf einen zehnköpfigen Initiativkreis Bissinger Bürger zurück, zu dem auch zwei Gemeinderätinnen und der Künstler selbst zählten.    
   
   
   
Berichte zur jüdischen Geschichte in Bissingen      
         
Presseberichte   
   

November 2011: Gedenkveranstaltung im Gemeindehaus in Bissingen    
Artikel von Richard Umstadt in "Der Teckbote" vom 12. November 2011: "Das bewegende Schicksal Wilhelm Weißburgers. Die Verfolgung jüdischer Bürger von 1933 bis 1945 hat Kreisarchivar Manfred Waßner im Bissinger Gemeindehaus am Abend des Gedenktags der Reichspogromnacht nachgezeichnet. Dabei hat er auch an das tragische Schicksal Wilhelm Weißburgers erinnern, der als Bissinger jüdischer Abstammung in Auschwitz ermordet worden war..."  
Link zum Artikel - auch eingestellt als pdf-Datei     
 
August 2012: Im September 2012 wird ein Gedenkstein für Wilhelm Weißburger aufgestellt   
Artikel von Gunther Nething in der "Stuttgarter Zeitung" vom 8. August 2012: "Holocaust-Gedenken. Spätes Erinnern an das Holocaust-Opfer Weißburger..."   
Link zum Artikel    
 

         
      
Fotos
(Quelle: Artikel aus dem Teckboten s.o.)    

Hochzeitsfoto von Wilhelm Weißburger 
und seiner Frau Marie geb. Ehni 
(1933 in Bissingen)  
Bissingen Weissburger 010.jpg (30668 Byte)  
     

   
    
Links und Literatur   

Links:  

Website der Gemeinde Bissingen an der Teck    

Literatur:  

Brigitte Kneher: Chronik der jüdischen Bürger Kirchheims seit 1896, in: Stadt Kirchheim unter Teck. Schriftenreihe des Stadtarchivs 3 (1985) S. 71-114. Zu Wilhelm Weißburger S. 96.109-110. 

   

  

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 16. August 2012