Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Emmendingen Jubilaeum 04.jpg (24449 Byte)


Emmendingen (Kreisstadt / Baden-Württemberg) 
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge nach 1945  
 
    
Wichtiger Hinweis: Besuchen Sie bitte für aktuelle Informationen direkt die Website der Jüdischen Gemeinde Emmendingen www.juedgemem.de     

   
Vergleiche (interne Links) Seite zur jüdischen Geschichte Emmendingens (bis 1940)    

    Seite zum jüdischen Museum in Emmendingen    
    Seite zum alten jüdischen Friedhof Emmendingen  
    Seite zum neuen jüdischen Friedhof Emmendingen  
  
Übersicht:

bulletZur Geschichte der jüdischen Gemeinde und des Betsaals / der Synagoge nach 1945    
bulletBerichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
bulletZur Geschichte der Synagoge   
bulletFotos  
bulletEinzelne Presseberichte   
Februar 2010: 15 Jahre jüdische Gemeinde Emmendingen 
Mai 2011: Aus der Arbeit der Gemeinde und des Vereins für jüdische Kultur und Geschichte   
bulletLinks und Literatur  

    
    
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde und des Betsaals/der Synagoge nach 1945 
(das Foto oben zeigt das Glasfenster im neu renovierten Gemeindesaal in der alten Synagoge Kirchstraße 11, seit 2006: Simon-Veit-Haus)    
    
1978 siedelte sich eine jüdische Familie in Emmendingen an. Durch den Zuzug jüdischer Emigranten seit der Zeit um 1990 aus der ehemaligen Sowjetunion kam es am 12. Februar 1995 zur Neubegründung einer jüdischen Gemeinde in Emmendingen. Dem Festakt der Gemeindegründung wohnten neben Ignaz Bubis s.A. (Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland) zahlreiche Repräsentanten des politischen, religiösen und öffentlichen Lebens bei. Damals zählte die jüdische Gemeinde Emmendingen 74 Mitglieder, die in den beiden Landkreisen Emmendingen und Ortenaukreis lebten. Die Gemeinde vergrößert sich rasch auf rund 300 Mitglieder (Anfang 2006), darunter etwa 60 Kinder und Jugendliche. 
   
Diese neue Gemeinde mietete für ihre Gottesdienste zunächst einmal monatlich einen Saal von der Stadt. 
   
1999
wurde das Gebäude Kirchstraße 11 der jüdischen Gemeinde zurückerstattet. Seitdem befinden sich in ihm Büros und die Bücherei der Gemeinde. Für den Betsaal/Synagoge und das Gemeindezentrum der Gemeinde konnte ein Gebäude in der Stadt angemietet werden.
  
Im September 1999 wurden die Integrationsbemühungen der Jüdischen Gemeinde Emmendingen mit der Überreichung des Karl-Kübel-Preises für beispielhafte Familieninitiativen in religiösen Gemeinden in der Frankfurter Paulskirche gewürdigt. Der Aufbau der Jüdischen Gemeinde Emmendingen, Lebenswerk des Ehepaars Teschemacher, findet bundesweit Anerkennung. 
   
Regelmäßige Gottesdienste am Sabbat und an allen jüdischen Feiertagen, jüdische Feste, vielfältige Gruppenaktivitäten und ehrenamtlich geleistete Sozialarbeit prägen das Leben der jungen jüdischen Gemeinde Emmendingen.  
 
Das Gebäude Kirchstraße 11 wurde im Februar 2006 nach dem langjährigen Gemeindevorsteher Simon Veit (1880-1930 Vorsteher der Gemeinde, 1940 nach Gurs verschleppt und ermordet) Simon Veit-Haus benannt.       

Seit 2011 hat die Jüdische Gemeinde Emmendingen wieder einen Rabbiner. Der die Gemeinde derzeit (2014/16) betreuende Rabbiner ist Rabbiner Yaakov Yoesef Yudkowsky.  
   
   
Fotos  

Fotos 2001
(Quelle: Jüdische Gemeinde Emmendingen)
Emmendingen Synagoge n01.jpg (25335 Byte) Emmendingen Synagoge n02.jpg (32814 Byte) 
   Die neue Torarolle der Gemeinde 
wird in den neuen Betsaal in 
der Stadt eingebracht  
Die alte Synagoge Kirchstraße 11 
kam wieder in den Besitz der
 jüdischen Gemeinde  
     

Fotos 2003 
(Hahn; Aufnahmedatum 23.3.2003) 

ajem6.jpg (45519 Byte) 

ajem19.jpg (80525 Byte) 

  Türschild am Gebäude der alten Emmendinger
 Synagoge,
die in den kommenden Jahren wieder
 zu einer Synagoge umgebaut werden soll  
Im derzeitigen Betsaal der
 Emmendinger jüdischen Gemeinde
 
     

  

 ajem17.jpg (46734 Byte)

ajem18.jpg (35997 Byte)
   Rechts des Toraschrankes: 
Klaus Teschemacher, Geschäftsführer 
der Jüdischen Gemeinde Emmendingen 
Gebetbuch  in russischer Sprache für 
neue Mitglieder der 
Emmendinger Gemeinde 
           

Fotos Februar 2005: Jubiläumsfeier "10 Jahre neue jüdische Gemeinde in Emmendingen"
(Fotos: Carola Grasse)  

Emmendingen Jubilaeum 01.jpg (39360 Byte) Emmendingen Jubilaeum 03.jpg (36977 Byte) Emmendingen Jubilaeum 02.jpg (40054 Byte)

    
    
Einzelne Presseberichte  

Februar 2010: 15 Jahre jüdische Gemeinde in Emmendingen  
Artikel von Markus Zimmermann-Duerkop in der "Badischen Zeitung" vom 22. Februar 2010 (Artikel): 
"15 Jahre Jüdische Gemeinde Emmendingen - Den Menschen eine Heimat gegeben
"Sie haben den Menschen eine Heimat gegeben, was eine Behörde mit noch so viel Mitteln und Personen nicht kann", würdigte Landrat Hanno Hurth die Aufbauarbeit der jüdischen Gemeinde Emmendingen anlässlich des Empfangs zum 15-jährigen Bestehen am Sonntag in der Steinhalle. Jüdische Tradition werde durch die Gemeinde mit Leben erfüllt, zur Bereicherung des Lebens für die Mitglieder und die Menschen im Landkreis und der Ortenau..."   
 
Mai 2011: Aus der Arbeit der Gemeinde und des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur      
Artikel von Markus Zimmermann in der "Badischen Zeitung" vom 27. Mai 2011 (Artikel): "'Der Zuschuss der Stadt sichert die Existenz'
Bilanz des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur: mehr Besucher im Museum / 2016 wird die Gemeinde 300 Jahre alt. 
EMMENDINGEN.
Der 27. Oktober 2010 wird in der Geschichte des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen ein Markstein sein. "Die Entscheidung des Gemeinderats, dem Verein unbefristet einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 2000 Euro zu gewähren, sichert nachhaltig unsere Existenz", erklärte Kassenführerin Andrea Dietrich im Rahmen der Mitgliederversammlung am vergangenen Mittwoch... 
2016 jährt sich die Gründung der jüdischen Gemeinde zum 300. Mal, brachte Teschemacher frühzeitig ein Jubiläum ins Gespräch, das entsprechend gefeiert werden sollte. "  
    
April 2012: Über Rabbiner Moshe Navon - erster Rabbiner der jüdischen Gemeinde 
Artikel von Gerhard Walser in der "Badischen Zeitung" (Lokalausgabe) vom 10. April 2012: "Moshe Navon - erster Rabbiner der Jüdischen Gemeinde. Seit wenigen Wochen ist es amtlich: Mit Moshe Navon hat die Jüdische Gemeinde Emmendingen nach Ablauf der halbjährigen Probezeit den ersten Rabbiner in ihrer bald 300-jährigen Geschichte..."  
Link zum Artikel   
 
November 2015: Zum Tod von Ute Teschemacher s.A. (1950-2015), Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Emmendingen  
Artikel von Markus Zimmermann in der "Jüdischen Allgemeinen" vom  3. Dezember 2015:  "Nachruf. 'Ideenreich und integrativ'. Zum Tod von Ute Teschemacher.
Ute Teschemacher, die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Emmendingen, ist am 23. November im Alter von 65 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. Mit ihrem großen Engagement hat sie gemeinsam mit ihrem Mann Klaus dem jüdischen Leben in den Landkreisen Emmendingen und Ortenau eine neue Heimat gegeben und das gesellschaftliche Leben geprägt. 15 Jahre lang war sie Vorsitzende der neugegründeten Gemeinde, vertrat die Region im Oberrat der Israeliten Badens und lange auch im Zentralrat..." 
Link zum Artikel: https://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/24054    
 

April - November 2016: "300 Jahre jüdisches Leben in Emmendingen 1716-2016" 
- eine Veranstaltungsreihe des Vereins für Jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V.   
Zum Programm siehe die rechte Seite des Flyers unten:     

 Emmendingen Programm 201601.jpg (117363 Byte)

Emmendingen Programm 201602.jpg (95038 Byte)

 
Nächste Veranstaltung am 3. Mai 2016, 19 Uhr im Teschemacher-Saal, Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11 in Emmendingen 
"Jüdische Welten - Von Kantor bis Klezmer", Vortrag: Ruth Frenk, Konstanz, Konzertsängerin und Gesangspädagogin. 

Musik als "jüdische Musik" zu bezeichnen ist ein vergleichsweise junges Phänomen. Erst im 20. Jahrhundert taucht dieser Begriff in den Musik-Lexika auf. In ihrem Vortrag vermittelt die Konzertsängerin und Gesangspädagogin Ruth Frenk eine einführende Übersicht über verschiedene Aspekte "jüdischer Musik", etwa der synagogalen Musik, der einzigen Musikrichtung, die diskussionslos als "jüdisch" bezeichnet werden kann. Vorgestellt werden auch aschkenasische, sefardische und chassidische Volkslieder, die Musik des jiddischen Theaters, Ghetto- und Widerstandslieder, Volks- und Kunstlieder aus Israel sowie die in Deutschland sehr populäre Klezmer-Musik.  
Eintritt frei, Spenden erbeten.        
 
Veranstaltung am 8. Mai 2016: "Die Günzburger – Eine deutsch-jüdische Familiengeschichte" 
Buchvorstellung, Hanneke Schmitz, geb. Günzburger & Peter Schmitz, Herne 

Am Sonntag, 8. Mai 2016, 11.30 Uhr in Emmendingen, Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11, Teschemacher-Saal 

Die Familie Günzburger kann ihre Wurzeln bis zu den Anfängen jüdischen Lebens in Emmendingen zurückverfolgen. In der Einleitung zu ihrem 2015 erschienenen Buch schreiben die Verfasser Hanneke und Peter Schmitz: „Die Rekonstruktion der Familiengeschichten ist für uns nicht Selbstzweck. Wir fühlen uns dem Gedanken verpflichtet, dem nationalsozialistischen Projekt der Vernichtung des jüdischen Lebens, und damit auch dem versuchten Ausradieren der jüdischen Kultur in Europa, eine lebendige Erinnerungskultur entgegen zu setzen."   
 
September 2016: Tag der offenen Tür am Europäischen Tag der Jüdischen Kultur   
Artikel von Georg Voß in der "Badischen Zeitung" vom 6. September 2016: "Kommen und Gehen – den ganzen Tag
Großes Interesse und zufriedene Gesichter beim Europäischen Tag der Jüdischen Kultur in Emmendingen.
EMMENDINGEN.
Zahlreiche Besucher nahmen die Gelegenheit wahr, um das europäische Judentum, seine Traditionen und Bräuche hautnah bei Führungen, Vorträgen und Gesprächen kennen zu lernen. Am Sonntag standen beim Europäischen Tag der Jüdischen Kultur die Türen des Jüdischen Museums, der Mikwe und der Synagoge weit offen. Zudem lud die Jüdische Gemeinde Emmendingen am Simon-Veit-Haus die Gäste zu koscherem Wein und Sekt, Kaffee und selbstgebackenen Kuchen und Challa, dem Zopfbrot, das an den jüdischen Feiertagen gereicht wird, ein.
"Es gab viele interessante Gespräche", sagt Ruslan Manashirov, Mitglied des Oberrats, dem höchsten Gremium der zehn jüdischen Gemeinden in Baden..." 
Link zum Artikel:  Kommen und Gehen – den ganzen Tag (veröffentlicht am Di, 06. September 2016 auf badische-zeitung.de)    
 
Juni 2018: Zum Tod von Klaus Teschemacher s.A., langjähriger Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Emmendingen  
  Zum Tod von Klaus Teschemacher s.A. erschien vom "Verein jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V." folgende Traueranzeige in der "Badischen Zeitung":
"Der Verein für jüdische Geschichte in Kultur Emmendingen e.V. trauert um
Klaus Teschemacher sel.A.
(Mosche ben Gideon)
18.3.1940-18.6.2018 - gestorben am 5. Tamus 5778.
Klaus Teschemacher gründete 1988 den Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. und war Mitbegründer des Jüdischen Museums Emmendingen sowie des Jüdischen Lehrhauses Emmendingen. Mit herausragendem ehrenamtlichem Engagement setzte er sich für die Renovierung und Instandsetzung des ehemaligen Ritualbades der Israelitischen Gemeinde Emmendingen ein und trug maßgeblich zum Aufbau des Vereins und des Jüdischen Museums bei. In den vergangenen 20 Jahren führte er zahlreiche Schulklassen und Besuchergruppen durch das Jüdische Museum Emmendingen und vermittelte ihnen wichtige Kenntnisse über das Judentum. Der Verein ist ihm zu größtem Bank für seine Aufbau-, Vermittlungs- und Erinnerungsarbeit verpflichtet.  Wir werden ihm ein ehrenvolles Andenken bewahren.
Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie.
Vorstand und Mitglieder des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V." 
  
Zum Tod von Klaus Teschemacher erschien ein Beitrag von Markus Zimmermann in der "Badischen Zeitung" vom 20. Juni 2018: "Lehr- und Baumeister des jüdischen Lebens.
Klaus Teschemacher, Gründer der neuen jüdischen Gemeinde in Emmendingen, ist im Alter von 78 Jahren gestorben..." 
Link zum Artikel    
Weiterer Artikel / Nachruf zum Tod von Klaus Teschemacher von Markus Zimmermann in der "Badischen Zeitung" vom 24. Juni 2019: "NACHRUF: Streitbar und lebensfroh..." Link zum Artikel 

   
    

Links und Literatur

Links:  

bulletWebsite der Stadt Emmendingen     
bullet
Jüdische Gemeinde Emmendingen
  

Literatur zur jüdischen Geschichte Emmendingens: vgl. die auf der vorigen Seite angegebene Literatur, insbesondere: 

bulletCarola Grasse/ Helmut R. Merz/ Christa Rutz: Jüdisches Leben in Emmendingen. Orte, Schauplätze, Spuren. Reihe: Orte jüdischer Kultur. Haigerloch 2001. 

   
    

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 15. Oktober 2013