Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Emmendingen Jubilaeum 04.jpg (24449 Byte)


Emmendingen (Kreisstadt / Baden-Württemberg) 
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge nach 1945  
 
    
Wichtiger Hinweis: Besuchen Sie bitte für aktuelle Informationen direkt die Website der Jüdischen Gemeinde Emmendingen www.juedgemem.de     

   
Vergleiche (interne Links) Seite zur jüdischen Geschichte Emmendingens (bis 1940)    

    Seite zum jüdischen Museum in Emmendingen    
    Seite zum alten jüdischen Friedhof Emmendingen  
    Seite zum neuen jüdischen Friedhof Emmendingen  
  
Übersicht:

bulletZur Geschichte der jüdischen Gemeinde und des Betsaals / der Synagoge nach 1945    
bulletBerichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
bulletZur Geschichte der Synagoge   
bulletFotos  
bulletEinzelne Presseberichte   
bulletLinks und Literatur  

    
    
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde und des Betsaals/der Synagoge nach 1945 
(das Foto oben zeigt das Glasfenster im neu renovierten Gemeindesaal in der alten Synagoge Kirchstraße 11, seit 2006: Simon-Veit-Haus)    
    
1978 siedelte sich eine jüdische Familie in Emmendingen an. Durch den Zuzug jüdischer Emigranten seit der Zeit um 1990 aus der ehemaligen Sowjetunion kam es am 12. Februar 1995 zur Neubegründung einer jüdischen Gemeinde in Emmendingen. Dem Festakt der Gemeindegründung wohnten neben Ignaz Bubis s.A. (Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland) zahlreiche Repräsentanten des politischen, religiösen und öffentlichen Lebens bei. Damals zählte die jüdische Gemeinde Emmendingen 74 Mitglieder, die in den beiden Landkreisen Emmendingen und Ortenaukreis lebten. Die Gemeinde vergrößert sich rasch auf rund 300 Mitglieder (Anfang 2006), darunter etwa 60 Kinder und Jugendliche. 
   
Diese neue Gemeinde mietete für ihre Gottesdienste zunächst einmal monatlich einen Saal von der Stadt. 
   
1999
wurde das Gebäude Kirchstraße 11 der jüdischen Gemeinde zurückerstattet. Seitdem befinden sich in ihm Büros und die Bücherei der Gemeinde. Für den Betsaal/Synagoge und das Gemeindezentrum der Gemeinde konnte ein Gebäude in der Stadt angemietet werden.
  
Im September 1999 wurden die Integrationsbemühungen der Jüdischen Gemeinde Emmendingen mit der Überreichung des Karl-Kübel-Preises für beispielhafte Familieninitiativen in religiösen Gemeinden in der Frankfurter Paulskirche gewürdigt. Der Aufbau der Jüdischen Gemeinde Emmendingen, Lebenswerk des Ehepaars Teschemacher, findet bundesweit Anerkennung. 
   
Regelmäßige Gottesdienste am Sabbat und an allen jüdischen Feiertagen, jüdische Feste, vielfältige Gruppenaktivitäten und ehrenamtlich geleistete Sozialarbeit prägen das Leben der jungen jüdischen Gemeinde Emmendingen.  
 
Das Gebäude Kirchstraße 11 wurde im Februar 2006 nach dem langjährigen Gemeindevorsteher Simon Veit (1880-1930 Vorsteher der Gemeinde, 1940 nach Gurs verschleppt und ermordet) Simon Veit-Haus benannt.       

Seit 2011 hat die Jüdische Gemeinde Emmendingen wieder einen Rabbiner. Der die Gemeinde derzeit (2014/19) betreuende Rabbiner ist Rabbiner Yaakov Yosef Yudkowsky.  
   
   
Fotos  

Fotos 2001
(Quelle: Jüdische Gemeinde Emmendingen)
Emmendingen Synagoge n01.jpg (25335 Byte) Emmendingen Synagoge n02.jpg (32814 Byte) 
   Die neue Torarolle der Gemeinde 
wird in den neuen Betsaal in 
der Stadt eingebracht  
Die alte Synagoge Kirchstraße 11 
kam wieder in den Besitz der
 jüdischen Gemeinde  
     

Fotos 2003 
(Hahn; Aufnahmedatum 23.3.2003) 

ajem6.jpg (45519 Byte) 

ajem19.jpg (80525 Byte) 

  Türschild am Gebäude der alten Emmendinger
 Synagoge,
die in den kommenden Jahren wieder
 zu einer Synagoge umgebaut werden soll  
Im derzeitigen Betsaal der
 Emmendinger jüdischen Gemeinde
 
     

  

 ajem17.jpg (46734 Byte)

ajem18.jpg (35997 Byte)
   Rechts des Toraschrankes: 
Klaus Teschemacher, Geschäftsführer 
der Jüdischen Gemeinde Emmendingen 
Gebetbuch  in russischer Sprache für 
neue Mitglieder der 
Emmendinger Gemeinde 
           

Fotos Februar 2005: Jubiläumsfeier "10 Jahre neue jüdische Gemeinde in Emmendingen"
(Fotos: Carola Grasse)  

Emmendingen Jubilaeum 01.jpg (39360 Byte) Emmendingen Jubilaeum 03.jpg (36977 Byte) Emmendingen Jubilaeum 02.jpg (40054 Byte)

    
    
Einzelne Presseberichte  

Februar 2010: 15 Jahre jüdische Gemeinde in Emmendingen  
Artikel von Markus Zimmermann-Duerkop in der "Badischen Zeitung" vom 22. Februar 2010 (Artikel): 
"15 Jahre Jüdische Gemeinde Emmendingen - Den Menschen eine Heimat gegeben
"Sie haben den Menschen eine Heimat gegeben, was eine Behörde mit noch so viel Mitteln und Personen nicht kann", würdigte Landrat Hanno Hurth die Aufbauarbeit der jüdischen Gemeinde Emmendingen anlässlich des Empfangs zum 15-jährigen Bestehen am Sonntag in der Steinhalle. Jüdische Tradition werde durch die Gemeinde mit Leben erfüllt, zur Bereicherung des Lebens für die Mitglieder und die Menschen im Landkreis und der Ortenau..."   
 
Mai 2011: Aus der Arbeit der Gemeinde und des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur      
Artikel von Markus Zimmermann in der "Badischen Zeitung" vom 27. Mai 2011 (Artikel): "'Der Zuschuss der Stadt sichert die Existenz'
Bilanz des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur: mehr Besucher im Museum / 2016 wird die Gemeinde 300 Jahre alt. 
EMMENDINGEN.
Der 27. Oktober 2010 wird in der Geschichte des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen ein Markstein sein. "Die Entscheidung des Gemeinderats, dem Verein unbefristet einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 2000 Euro zu gewähren, sichert nachhaltig unsere Existenz", erklärte Kassenführerin Andrea Dietrich im Rahmen der Mitgliederversammlung am vergangenen Mittwoch... 
2016 jährt sich die Gründung der jüdischen Gemeinde zum 300. Mal, brachte Teschemacher frühzeitig ein Jubiläum ins Gespräch, das entsprechend gefeiert werden sollte. "  
    
April 2012: Über Rabbiner Moshe Navon - erster Rabbiner der jüdischen Gemeinde 
Artikel von Gerhard Walser in der "Badischen Zeitung" (Lokalausgabe) vom 10. April 2012: "Moshe Navon - erster Rabbiner der Jüdischen Gemeinde. Seit wenigen Wochen ist es amtlich: Mit Moshe Navon hat die Jüdische Gemeinde Emmendingen nach Ablauf der halbjährigen Probezeit den ersten Rabbiner in ihrer bald 300-jährigen Geschichte..."  
Link zum Artikel   
 
November 2015: Zum Tod von Ute Teschemacher s.A. (1950-2015), Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Emmendingen  
Artikel von Markus Zimmermann in der "Jüdischen Allgemeinen" vom  3. Dezember 2015:  "Nachruf. 'Ideenreich und integrativ'. Zum Tod von Ute Teschemacher.
Ute Teschemacher, die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Emmendingen, ist am 23. November im Alter von 65 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. Mit ihrem großen Engagement hat sie gemeinsam mit ihrem Mann Klaus dem jüdischen Leben in den Landkreisen Emmendingen und Ortenau eine neue Heimat gegeben und das gesellschaftliche Leben geprägt. 15 Jahre lang war sie Vorsitzende der neugegründeten Gemeinde, vertrat die Region im Oberrat der Israeliten Badens und lange auch im Zentralrat..." 
Link zum Artikel: https://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/24054    
 

April - November 2016: "300 Jahre jüdisches Leben in Emmendingen 1716-2016" 
- eine Veranstaltungsreihe des Vereins für Jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V.   
Zum Programm siehe die rechte Seite des Flyers unten:     

 Emmendingen Programm 201601.jpg (117363 Byte)

Emmendingen Programm 201602.jpg (95038 Byte)

 
Nächste Veranstaltung am 3. Mai 2016, 19 Uhr im Teschemacher-Saal, Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11 in Emmendingen 
"Jüdische Welten - Von Kantor bis Klezmer", Vortrag: Ruth Frenk, Konstanz, Konzertsängerin und Gesangspädagogin. 

Musik als "jüdische Musik" zu bezeichnen ist ein vergleichsweise junges Phänomen. Erst im 20. Jahrhundert taucht dieser Begriff in den Musik-Lexika auf. In ihrem Vortrag vermittelt die Konzertsängerin und Gesangspädagogin Ruth Frenk eine einführende Übersicht über verschiedene Aspekte "jüdischer Musik", etwa der synagogalen Musik, der einzigen Musikrichtung, die diskussionslos als "jüdisch" bezeichnet werden kann. Vorgestellt werden auch aschkenasische, sefardische und chassidische Volkslieder, die Musik des jiddischen Theaters, Ghetto- und Widerstandslieder, Volks- und Kunstlieder aus Israel sowie die in Deutschland sehr populäre Klezmer-Musik.  
Eintritt frei, Spenden erbeten.         
Artikel von Anja Bochtler in der "Jüdischen Allgemeinen" vom Mai 2016: "Emmendingen. Zuhause im Turm. Die Gemeinde feiert ihre 300-jährige jüdische Tradition in der Stadt
Direkt unter dem Himmel, mit Blick auf die Vogesen und den Schwarzwald: Unter einem gläsernen Dach feiert die Jüdische Gemeinde im südbadischen Emmendingen ihre Gottesdienste. Seit 1999 ist die Synagoge in einem mehrstöckigen Turm untergebracht, in dem einst der Jude Löwel mit seinem Salz- und Münzmonopol Salz lagerte. In diesem Jahr erinnert sich die Kleinstadt in der Nähe von Freiburg an die Geschichte ihrer jüdischen Gemeinde. Vor 300 Jahren fing alles an. Manchmal kommen Gäste aus Israel und den USA. Sie wollen die ungewöhnliche Synagoge sehen, erzählt Klaus Teschemacher. Der 76-Jährige ist eine Schlüsselfigur der jüngsten Geschichte der Gemeinde und hat auch ihre Wurzeln erforscht. Im Jubiläumsprogramm des Vereins 'Jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen' in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der Stadt Emmendingen sind diese Wurzeln eines der Themen in zehn Veranstaltungen bis zum Jahresende.
Schutzjuden Genau datieren lassen sich die ersten Spuren jüdischen Lebens nicht: Wahrscheinlich lebten Juden hier bereits im 16. Jahrhundert, sicher aber nach dem Dreißigjährigen Krieg. Darunter war damals auch Löwel. Dauerhaft siedelten sich 1716 fünf Familien an, die aus dem schweizerischen Thurgau fliehen mussten. Dass sie in Emmendingen Asyl fanden, verdankten sie dem 'Schutzjuden' und Unternehmer Josle Breisach, der ihnen Arbeit gab. Sie mussten Schutzgeld und andere Zahlungen an die Obrigkeiten aufbringen. Bald wurde die erste Synagoge eingerichtet und 1823 durch eine neue ersetzt. Wie war das Leben für die ersten Emmendinger Juden? Klaus Teschemacher beschreibt ihren Alltag als hart und von Armut geprägt. Das Judenedikt vom 13. Januar 1809 brachte ihnen mehr Rechte, aber es gab Versuche aus der nichtjüdischen Bevölkerung, das Edikt auszuhöhlen. Trotzdem galt der kleine Ort als Ausnahme, als die Stimmung in Baden immer antisemitischer wurde. In Emmendingen lebten Juden vergleichsweise unbehelligt. Sie besuchten Schulen, gründeten Vereine, arbeiteten als Kaufleute, Viehhändler, Metzger und Bäcker. 1823 entstand die neue Synagoge, in den 30er-Jahren des 19. Jahrhunderts eine Mikwe. Am 4. Oktober 1862 erhielten die Juden in Baden die vollen Rechte als Gemeindebürger. In Emmendingen lebten damals mehr als 400 jüdische Bürger, sie machten 12,9 Prozent der Bevölkerung aus. Ab 1933 geschah in Emmendingen das gleiche wie überall im nationalsozialistischen Deutschland: Juden wurden verfolgt, und die ersten von ihnen flohen. Alle, denen bis 1940 keine Flucht gelungen war, wurden ins Konzentrationslager im südfranzösischen Gurs und weiter nach Auschwitz deportiert. Ein einziger Emmendinger Jude überlebte. Rolf Weinstock starb allerdings nach seiner Rückkehr aus Auschwitz 1952 als junger Mann. Als der Lehrer Klaus Teschemacher 1979 mit seiner Familie nach Emmendingen zog, dachte er, dass es dort sonst keine Juden gibt. Zufällig erfuhr er, dass unter seinen Kolleginnen eine Jüdin war und dass es auch noch wenige andere gab. Als 1988 ehemalige jüdische Bürger zu Besuch kamen, erkämpfte eine Initiative für eine neue Gedenktafel am Ort der ehemaligen Synagoge am Schlossplatz einen damals fast revolutionären Text: Ausdrücklich werden Emmendinger Bürger als Zerstörer der Synagoge genannt.
Kontingentflüchtlinge Und dann begann in den 90er-Jahren eine neue Ära: Mit den jüdischen Kontingentflüchtlingen aus der Sowjetunion wuchs die Gemeinde unerwartet. Klaus Teschemacher und seine Frau Ute kamen nicht mehr zur Ruhe. Über viele Jahre hinweg übernahmen und organisierten sie Sprachkurse, Behördenbegleitungen, Wohnungsvermittlungen. Für Teschemacher war das selbstverständlich: Als Kleinkind hatte er den Holocaust mit seiner Mutter nur durch die Hilfsbereitschaft dänischer Familien in Verstecken überlebt. Nun wollte er andere unterstützen, sagt er. 'Das sind meine Leute.' Zunächst gehörten die Emmendinger Juden zur Freiburger Gemeinde, die 1994 mit rund 800 Mitgliedern die größte in Baden war, erinnert er sich. Die Gründung der Jüdischen Gemeinde in Emmendingen im Februar 1995 sollte für eine bessere, weil ortsnahe Betreuung sorgen. Allerdings erkannte die Israelitische Religionsgemeinschaft (IRG) Baden sie erst nach einer Entscheidung des Schiedsgerichts des Zentralrats der Juden im Juni 1996 an. Zurzeit hat die Gemeinde rund 270 Mitglieder, sagt ihr Vorsitzender Torsten Rottberger. Wie in den meisten Gemeinden bundesweit sind die Älteren in der Mehrzahl, nur zehn Prozent der Gemeindemitglieder sind jünger als 18 Jahre. Von denen aber kämen die meisten zu den Gottesdiensten und noch mehr ins Jugendzentrum, das mit Räumen für Deutschkurse und Begegnungen sowie einer koscheren Küche im 'Turm' untergebracht ist. Seit März gehört der früher nur gemietete Turm der Gemeinde: ein gemeinsames Jubiläumsgeschenk des Oberrats der Israeliten Badens, des Zentralrats der Juden und der Stadt Emmendingen. Außerdem kam eine Erweiterung hinzu, ein Durchbruch zum benachbarten ehemaligen Schuhgeschäft ermöglicht nun einen Umbau. Auch sonst ist die Jüdische Gemeinde im kleinen Emmendingen gut sichtbar: Am zentralen Schlossplatz sind die Umrisse der zerstörten Synagoge mit dunklen Pflastersteinen nachgezeichnet. Einige Schritte weiter kamen die Gemeindebüros, ein Gemeindesaal und die mehr als 5000 Bücher der Bibliothek im Simon-Veit-Haus unter, das von 1763 bis 1823 als Synagoge und dann als Gemeindehaus genutzt worden war. Nicht zu vergessen das Jüdische Museum im ehemaligen Gebäude der Mikwe.
Ausstellung Hier bereitet Monika Miklis eines der Highlights der Jubiläumsveranstaltungen vor: die Sonderausstellung 'Zeugnisse jüdischer Familiengeschichten', die am 8. Mai um 13 Uhr eröffnet wird. Zu sehen gibt es unter anderem einen silbernen Pokal von 1910, der dem damaligen Synagogenvorstand Heinrich Weil gehört hatte, und dessen Verdienstkreuz. Seine Nachfahren, die in der Schweiz leben, hatten sich bei Monika Miklis gemeldet, auch alte Gebetbücher und ein Poesiealbum sind unter den Schätzen aus verschiedenen Quellen, die beweisen, wie vielfältig das jüdische Leben in Emmendingen war. Das ist heute wieder genauso: Davon künden Fotos von Festen, vielen Gemeindemitgliedern bis zu Rabbiner Yaakov Yosef Yudkowsky. "
Link zum Artikel   
 
Veranstaltung am 8. Mai 2016: "Die Günzburger – Eine deutsch-jüdische Familiengeschichte" 
Buchvorstellung, Hanneke Schmitz, geb. Günzburger & Peter Schmitz, Herne 

Am Sonntag, 8. Mai 2016, 11.30 Uhr in Emmendingen, Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11, Teschemacher-Saal 

Die Familie Günzburger kann ihre Wurzeln bis zu den Anfängen jüdischen Lebens in Emmendingen zurückverfolgen. In der Einleitung zu ihrem 2015 erschienenen Buch schreiben die Verfasser Hanneke und Peter Schmitz: „Die Rekonstruktion der Familiengeschichten ist für uns nicht Selbstzweck. Wir fühlen uns dem Gedanken verpflichtet, dem nationalsozialistischen Projekt der Vernichtung des jüdischen Lebens, und damit auch dem versuchten Ausradieren der jüdischen Kultur in Europa, eine lebendige Erinnerungskultur entgegen zu setzen."   
 
September 2016: Tag der offenen Tür am Europäischen Tag der Jüdischen Kultur   
Artikel von Georg Voß in der "Badischen Zeitung" vom 6. September 2016: "Kommen und Gehen – den ganzen Tag
Großes Interesse und zufriedene Gesichter beim Europäischen Tag der Jüdischen Kultur in Emmendingen.
EMMENDINGEN.
Zahlreiche Besucher nahmen die Gelegenheit wahr, um das europäische Judentum, seine Traditionen und Bräuche hautnah bei Führungen, Vorträgen und Gesprächen kennen zu lernen. Am Sonntag standen beim Europäischen Tag der Jüdischen Kultur die Türen des Jüdischen Museums, der Mikwe und der Synagoge weit offen. Zudem lud die Jüdische Gemeinde Emmendingen am Simon-Veit-Haus die Gäste zu koscherem Wein und Sekt, Kaffee und selbstgebackenen Kuchen und Challa, dem Zopfbrot, das an den jüdischen Feiertagen gereicht wird, ein.
"Es gab viele interessante Gespräche", sagt Ruslan Manashirov, Mitglied des Oberrats, dem höchsten Gremium der zehn jüdischen Gemeinden in Baden..." 
Link zum Artikel:  Kommen und Gehen – den ganzen Tag (veröffentlicht am Di, 06. September 2016 auf badische-zeitung.de)    
 
Juni 2018: Zum Tod von Klaus Teschemacher s.A., langjähriger Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Emmendingen  
  Zum Tod von Klaus Teschemacher s.A. erschien vom "Verein jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V." folgende Traueranzeige in der "Badischen Zeitung":
"Der Verein für jüdische Geschichte in Kultur Emmendingen e.V. trauert um
Klaus Teschemacher sel.A.
(Mosche ben Gideon)
18.3.1940-18.6.2018 - gestorben am 5. Tamus 5778.
Klaus Teschemacher gründete 1988 den Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. und war Mitbegründer des Jüdischen Museums Emmendingen sowie des Jüdischen Lehrhauses Emmendingen. Mit herausragendem ehrenamtlichem Engagement setzte er sich für die Renovierung und Instandsetzung des ehemaligen Ritualbades der Israelitischen Gemeinde Emmendingen ein und trug maßgeblich zum Aufbau des Vereins und des Jüdischen Museums bei. In den vergangenen 20 Jahren führte er zahlreiche Schulklassen und Besuchergruppen durch das Jüdische Museum Emmendingen und vermittelte ihnen wichtige Kenntnisse über das Judentum. Der Verein ist ihm zu größtem Bank für seine Aufbau-, Vermittlungs- und Erinnerungsarbeit verpflichtet.  Wir werden ihm ein ehrenvolles Andenken bewahren.
Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie.
Vorstand und Mitglieder des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V." 
  
Zum Tod von Klaus Teschemacher erschien ein Beitrag von Markus Zimmermann in der "Badischen Zeitung" vom 20. Juni 2018: "Lehr- und Baumeister des jüdischen Lebens.
Klaus Teschemacher, Gründer der neuen jüdischen Gemeinde in Emmendingen, ist im Alter von 78 Jahren gestorben..." 
Link zum Artikel    
Weiterer Artikel / Nachruf zum Tod von Klaus Teschemacher von Markus Zimmermann in der "Badischen Zeitung" vom 24. Juni 2019: "NACHRUF: Streitbar und lebensfroh..." Link zum Artikel 
 
Juli 2019: Einweihung einer neuen Gedenktafel in den Räumen der Mikwe zum Jahrtag des Todes von Klaus Teschemacher  

 

Mitglieder des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur,
der Jüdischen Gemeinde Emmendingen nahmen zusammen
mit Rabbi Yaakov Yosef Yudkowsky an der Einweihung
der erneuerten Gedenktafel teil.
Carola Grasse während ihrer Ansprache
zur Einweihung der erneuerten Gedenktafel.
 
  
Yaël Teschemacher enthüllte
die erneuerte Gedenktafel. 
 alle Fotos: Dorothea Scherle 
  
Im Rahmen einer kleinen Feier hat der Verein für jüdische Geschichte und Kultur zusammen mit Vertretern der Jüdischen Gemeinde Emmendingen und Rabbi Yaakov Yosef Yudkowsky eine erneuerte Gedenktafel in den Räumen der Mikwe eingeweiht. Die Erneuerung der Tafel war nötig geworden, um den Namen des im Juni 2018 verstorbenen Klaus Teschemacher zu ergänzen. Seine Tochter Yaël Teschemacher nahm die Enthüllung vor.
Carola Grasse, die Vorsitzende des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur, sagte: 'Wir werden in diesem Rahmen eine neue und erweiterte Gedenktafel der Öffentlichkeit übergeben, die an bedeutende jüdische Persönlichkeiten in Emmendingen erinnert und ihrer gedenkt. Es sind Menschen, die durch ihr Wirken für die jüdische Gemeinschaft die Emmendinger Stadtgesellschaft geprägt haben.' Ute und Klaus Teschemacher hätten den Verein für jüdische Geschichte und Kultur, das Jüdische Museum und die Jüdische Gemeinde Emmendingen mitbegründet. 'Ohne ihr jahrzehntelanges hervorragendes und unermüdliches Engagement würde es weder das Museum und den Verein, noch die Jüdische Gemeinde geben. Ute und Klaus hinterlassen ein kostbares und unschätzbares Vermächtnis: eine lebendige Jüdische Gemeinde mit regem Gemeindeleben und einen lebendigen Lernort jüdischer Geschichte und Kultur in ihrer Vielfalt hier im Museum.'
Mit der Tafel werde ihre 'wundervolle Aufbauarbeit' gewürdigt, so Grasse. Die Würdigung sei dem Verein 'eine große Herzensangelegenheit und Ansporn dafür, dieses kleine, aber feine Museum für jüdische Geschichte für die heutige und zukünftige Generationen erlebbar zu machen.' Bis zu seiner schweren Erkrankung habe Klaus Teschemacher immer wieder auf einen Kaffee im Museum vorbeigeschaut. Ute Teschemacher war bereits im November 2015 verstorben. Carola Grasse dankte Yaël Teschemacher für die Enthüllung der Tafel: 'Es berührt uns sehr, dass du heute die Gedenktafel enthüllen wirst, auf der wir nun dem Wirken deiner beiden Eltern für unseren Verein, das Museum und die Gemeinde ein ehrendes Andenken geben.' Olga Maryanovska übergab im Namen der Jüdischen Gemeinde eine Spende für die Vereinsarbeit und damit auch für die Gedenktafel, auf der neben Teschemachers, Angehörige der früheren Emmendinger Familien Weil, Wertheimer, Kahn-Weil und Günzburger genannt sind. Im Anschluss an die Enthüllung wurde die Einweihung bei einem kleinen Umtrunk gefeiert.
Artikel in der Zeitschrift "Emmendinger Tor" vom 17. Juli 2019: "'Ein kostbares Vermächtnis hinterlassen...'" (Link zum Artikel, eingestellt als pdf-Datei).
 
Text der Gedenktafel (Foto: Monika Rachel Raija Miklis): "In ehrenvollem Gedenken - sichronam liwracha -
'An Familie Weil: Adolph, Lina, Bert, Morris, Elsa, Fred, Leopold, Tillie (Klaus) und Susan Daniel.'
Margaret Weil Kabalow und Familie, Robert Weil Kaufmann und Familie.
'An Familie Wertheimer (Klosterbrennerei), deren Heimat bis 1938 Emmendingen war.'
Gestiftet von den Nachkommen.
'An Johanna Kahn-Weil, geb. 1906 in Emmendingen, gest. 1993 in Basel.'
'An die Nachfahren der Urgroßeltern Babette und Israel, Nanette und Moritz Günzburger aus der Karl-Friedhof-Straße.'
Hanneke und Peter Schmitz.
An unsere Großaltern Sophie und Julian Günzburger, die in Emmendingen geboren und aufgewachsen sind.' 
'An Ute und Klause Teschemacher, Mitbegründer des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V., 1988 und der neuen Jüdischen Gemeinde Emmendingen, 1995.'"  

   
    

Links und Literatur

Links:  

bulletWebsite der Stadt Emmendingen     
bullet
Jüdische Gemeinde Emmendingen
  

Literatur zur jüdischen Geschichte Emmendingens: vgl. die auf der vorigen Seite angegebene Literatur, insbesondere: 

bulletCarola Grasse/ Helmut R. Merz/ Christa Rutz: Jüdisches Leben in Emmendingen. Orte, Schauplätze, Spuren. Reihe: Orte jüdischer Kultur. Haigerloch 2001. 

   
    

                   
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Stand: 15. Oktober 2013