Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Zur Übersicht über die jüdischen Friedhöfe im Saarland  
   

Neunkirchen (Kreisstadt, Saarland) 
Jüdischer Friedhof 
   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde       
   
Siehe Seite zur Synagoge in Neunkirchen (interner Link) 
   
   
Zur Geschichte des Friedhofes             
       
Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden zunächst in Illingen beigesetzt. Ein eigener Friedhof wurde in Neunkirchen gemeinsam von den in Spiesen und Neunkirchen lebenden Juden 1831 angelegt. Das Grundstück "auf der Spieser Höhe" war am 28. November 1831 von den jüdischen Familien in Neunkirchen und Spiesen gekauft worden. Zunächst wurde die Toten der Gemeinde Neunkirchen jedoch weiterhin in Illingen beigesetzt. Am 10. Dezember 1832 starb ein Kind des Leonhardt Bernheim in Neunkirchen; auch er wollte es noch in Illingen beerdigen lassen. 1832 verfügte der königliche Landrat in Ottweiler, dass jüdische Tote aus Neunkirche nur noch mit ausdrücklicher polizeilicher Erlaubnis in Illingen beigesetzt werden dürfen.  
  
Um 1880 wurde der Friedhof vergrößert. 

1938/39 wurde der Friedhof verwüstet und 1942 zwangsweise an die politische Gemeinde verkauft. 
   
    
Nach 1945. 1949 wurde der Friedhof von der Synagogengemeinde Saar zurückgekauft. Es sind nur noch etwa zehn historische Grabsteine erhalten; die anderen Steine wurden nach 1945 ergänzt. Auf dem Friedhof befindet sich ein Mahnmal des Bildhauers und Architekten Arwed Hoyer aus Neunkirchen, das im Rahmen der Neueinweihung des Friedhofes am 5. Juni 1955 enthüllt wurde und den Text trägt: "Den Mitgliedern der Synagogengemeinde Neunkirchen, die in den Jahren 1933-1945 roher Gewalt erlagen. Allen in diesem Gottesacker ruhenden Menschen zur ehrenden Erinnerung."
   
Der Friedhof wurde seit 1971 bereits zehn Mal geschändet. Letztmals in der ersten Septemberwoche 2004. Dabei wurden 19 Grabstellen verwüstet. Die Täter hoben die ca. 60 Kilo schweren Denkmäler auf den Gräbern aus ihrer Mörtelbefestigung und kippten sie auf oder neben das Grab. In mehreren Fällen wurden die Marmorplatten mit der Aufschrift zertrümmert. Es war schon die zweite Schändung innerhalb von neun Monaten.  
      
   
Hinweis zu einer Dokumentation des Friedhofes 

Epidat logo.jpg (7648 Byte)Das Salomon-Ludwig-Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte in Duisburg hat den Auftrag erhalten, alle jüdischen Friedhöfe des Saarlandes bildlich-textlich zu dokumentieren und vergleichend zu erforschen. Das Saarland zählt 16 Friedhöfe, darunter einige, die mehrere Jahrhunderte alt sind. Ihre Gefährdung durch die schnell fortschreitende Verwitterung der tonigen Sandsteine des 19. Jahrhunderts macht die Erarbeitung einer Zweitüberlieferung höchst dringlich. Die Ergebnisse der Arbeit werden auch im Internet zugänglich gemacht.  
Die Dokumentation zum jüdischen Friedhof in Neunkirchen ist fertig erstellt: Link zur Dokumentation des Friedhofes Neunkirchen      

    
    
Lage des Friedhofes 
  
Hermannstraße, unweit der Autobahn A 8   
  
Link zu den Google-Maps  
(der grüne Pfeil markiert die Lage des Friedhofes)    
  

Größere Kartenansicht   
  
  
Fotos           

Historische Fotos des Friedhofes 
vor der Zerstörung in der NS-Zeit 
(erhalten von Ruth Miller)  
Spiesen-Elversberg Friedhof 080.jpg (239362 Byte) Spiesen-Elversberg Friedhof 081.jpg (33022 Byte)
  Auf dem jüdischen Friedhof in Neunkirchen im März 1936: rechts Salomon Lorig (geb. 1890 in Schillingen), 
der vor seiner Emigration nach Palästina noch das Grab seines Vaters (Joseph Alexander Lorig, 
geb. 1861 in Butzweiler, gest. 1928 in Wiebelskirchen) besucht hat  
      
      
Der Friedhof im Herbst 2004 
(Fotos: Hahn)  
   
Neunkirchen Friedhof 051.jpg (71726 Byte) Neunkirchen Friedhof 052.jpg (75170 Byte) Neunkirchen Friedhof 054.jpg (66364 Byte)
Eingangstor Blick über den Friedhof 
(vom Eingang aus rechte Hälfte)
Mahnmal 
von 1955
   
     
Neunkirchen Friedhof 053.jpg (72184 Byte) Neunkirchen Friedhof 050.jpg (64955 Byte) Neunkirchen Friedhof 055.jpg (71000 Byte)
Grabstein für Karl Löb 
und Gedenkstein für 
ermordete Angehörige 
"Ruhestätte der Familie 
Haas - Schiffweiler" bzw. Grabstein 
für Ferdinand Haas 
Spuren sinnloser 
Zerstörung 
  
     
  Neunkirchen Saar Friedhof 820.jpg (298768 Byte)  
   Grabstein für Alex Deutsch 
(vgl. Wikipedia-Artikel "Alex Deutsch"
(Foto: Stefan Haas, 2012)  
 
     

     
      

Links und Literatur  

Links:

Website der Stadt Neunkirchen  

Zur Seite über die Synagoge in Neunkirchen (interner Link) 

Fotos zum jüdischen Friedhof in Neunkirchen auch in der Website von Stefan Haas  
http://www.blitzlichtkabinett.de/lost-places/friedhofs-fotografie/friedhöfe-im-saarland/    

Literatur:   
   
    

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 24. Dezember 2014