Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Staßfurt (Salzlandkreis) 
Jüdischer Friedhof 
  

Zur Geschichte des Friedhofes                 
    
Der jüdische Friedhof in Staßfurt beziehungsweise dessen Teilort Leopoldshall wurde 1870 angelegt und mit einer ersten Beisetzung im Jahr 1872 eingeweiht. Eine letzte Beerdigung war 1921. In der NS-Zeit wurde der Friedhof mehrfach geschändet. Die Friedhofsfläche umfasst etwa 2,00 ar. Der Friedhof ist mit einer massiven Bruchsteinmauer beziehungsweise an der Rückseite mit einem Zaun umgeben. 1987 wurde eine Gedenktafel angebracht. Es sind noch ca. zehn Grabsteine vorhanden. 
   
In den vergangenen Jahren kam es zu mehreren Schändungen des Friedhofes, so insgesamt dreimal im Jahr 2003. Bei der Friedhofschändung im Mai 2010 wurden fast alle Steine mit rechtsradikalen Symbolen beschmiert.  
   
   
   
Die Lage des Friedhofes 
   
Der Friedhof liegt neben dem allgemeinen Friedhof an der Hecklinger Straße. 

Lage des jüdischen Friedhofes in Staßfurt auf dem dortigen Stadtplan: links anklicken und über 
das Verzeichnis der "Behörden und öffentl. Einrichtungen" zu "Friedhof, Hecklinger Straße". 

   
   
Fotos 
(Fotos: Hans-Peter Laqueur, Bremerhaven, Aufnahmen im Mai 2007)

Stassf02.JPG (101154 Byte) Stassf01.JPG (106625 Byte) Stassf03.JPG (103894 Byte)
Ansichten des Friedhofes

     
     
Die Friedhofschändung im Mai 2010  

Stassfurt Friedhof 290.jpg (69208 Byte)Foto links:  Die Gräber auf dem jüdischen Friedhof wurden beschmiert (FOTO: KIEL).
Artikel von Katharina Thormann in der "Mitteldeutschen Zeitung" vom 26. Mai 2010 (Artikel): 
"Salzlandkreis - Hakenkreuze auf jüdischen Gräbern.   
STASSFURT/MZ
. Es war am Mittwoch gegen 6.30 Uhr, als die Polizei in Staßfurt (Salzlandkreis) den Anruf eines geschockten Bürgers entgegennahm. Der Mann hatte an einer Wand mitten in der Innenstadt ein fast ein Meter großes Hakenkreuz entdeckt. Dass die Schmiererei kein Einzelfall war, stellten Polizeibeamten in den nächsten Stunden fest: Viele Anrufe besorgter und empörter Einwohner folgten. In der Nacht zum Mittwoch hatten Unbekannte mit Leuchtorange aus der Spraydose Gebäude und Objekte in der Innenstadt mit verfassungsfeindlichen Symbolen und Aufschriften beschmiert. Ebenfalls von der Attacke betroffen war der jüdische Friedhof. Der blieb am Mittwoch abgesperrt, damit die Ermittler dort ungestört nach Spuren suchen konnten. "Nahezu alle Grabsteine wurden mit Hakenkreuzen beschmiert", sagte Jörg Methner, Polizeisprecher des Salzlandkreises. 
Fährten-Hund im Einsatz.   Ein Fährten-Hund, der auf Grafitti-Sprayer spezialisiert ist, nahm am Vormittag mit Polizeibeamten aus Bernburg vom Friedhof aus die Spur der Täter auf. So konnte der Weg der unbekannten Schmierer genau nachgezeichnet werden: Bis in die Innenstadt hatten die Täter auch den Fußweg einer Gartensparte sowie im Zentrum das Denkmal der Opfer aller Diktaturen, einen Verkaufswagen, ein Pkw-Kennzeichen und Wände im Wohngebiet am Tierpark beschmiert. "In diesem Ausmaß gab es das hier noch nie", sagte Polizeisprecher Methner, obwohl bereits im Jahr 2003 ein Teil des jüdischen Friedhofs drei Mal von Unbekannten beschmiert worden war. Die 16 eingesetzten Polizisten fanden gestern erste Hinweise wie einen Fußabdruck an einer Mauer. "Denen werden wir jetzt nachgehen", kündigte Methner an. 
Staatsschutz alarmiert- Auch der Staatsschutz wurde alarmiert. Nach Informationen von Stefan Brodtrück, Pressesprecher der Polizeidirektion Nord in Magdeburg, wird nun wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen und Sachbeschädigung ermittelt. Den Tätern droht laut Strafgesetzbuch bei einer Verurteilung eine Geld- beziehungsweise eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. " 
  
Link: Film des MDR über die Friedhofschändung     
 

   
      

Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Staßfurt    

Literatur:  

Zeugnisse jüdischer Kultur S. 206. 
Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 616-617.  

   
    

                   
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Stand: 24. Juli 2016