Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Wasselonne (Wasselnheim) (Dep. Bas Rhin /Alsace / Unterelsass) 
Jüdische Geschichte / Synagoge / Synagogue

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde und ihrer Synagoge  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Fotos / Darstellungen    
Links und Literatur   

   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde und ihrer Synagoge                    
     
In Wasselonne besteht eine kleine jüdische Gemeinde seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1870 wurden noch keine jüdischen Einwohner am Ort gezählt. 1910 waren es 67 jüdische Einwohner.  
     
Nach 1890 war ein erster Betsaal vorhanden.  
     
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Gemeinde durch Zuzug aus umliegenden Dörfern größer, sodass der bisherige Betsaal zu klein war. 1924 konnte ein neuer Betsaal eingeweiht werden, die sich im Schlosshof befand (Cour du Château; Gebäude besteht nicht mehr). Die Gemeinde gehörte seit 1920 zum Rabbinatsbezirk Obernai.
    
1936 wurden 79 jüdische Einwohner gezählt. Diejenigen, die bis 1940 nicht den Ort verlassen hatten, wurden unter der deutschen Besatzung nach Südfrankreich deportiert. 
    
Von den in Wasselonne geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Yvonne Levy geb. Weil (1899), Rene (Pinchas) Weil (1898), Prosper Weil (1908), Jacques Samuel (1880), Pierre Samuel (1926), Laure Smolenski geb. Weil (1893).                 
    
Nach 1945 entstand wieder ein neue Gemeinde (1953 54 jüdische Einwohner am Ort). Zunächst wurden Gottesdienste in Privatwohnungen abgehalten (zeitweise im Haus des Maurice Loeb, Place du Général Leclerc). Für die Gottesdienste an Festtagen wurde ein Raum angemietet. Eine kleine Synagoge konnte 1959/60 erbaut und am 18. Juni 1961 (4. Tammuz 5721) eingeweiht werden. Das Grundstück für den Bau war von der Stadt zur Verfügung gestellt worden. Architekt war René Heller aus Strasbourg, ausführender Unternehmer Paul Weiss (Wasselonne). Diese neue Synagoge wurde in einem modernen und nüchternen Stil erbaut. Die künstlerischen Elemente (Glasfenster mit Menora und Davidstern) wurden durch Tristan Ruhlmann (Haguenau) ausgeführt (https://fr.wikipedia.org/wiki/Tristan_Ruhlmann).  
    
    
Adresse/Standort der Synagoge:    Rue de la Poste  
   
   
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde    

In jüdischen Periodika des 19./20. Jahrhunderts wurden noch keine Berichte zur jüdischen Geschichte in Wasselonne / Wasselnheim gefunden.   

   
   

   
Fotos
(Foto obere Zeile: Rothé / Warschawski s. Lit. S. 142; Fotos 2. und 3. Fotozeile: Hahn, Aufnahmedatum 28.5.2004; untere Zeilen Karl Britz, Kehl-Bodersweier 2007)  

Die Synagoge 
in den 1980er-Jahren
Wasselonne Synagoge 270.jpg (62741 Byte)  
      
       
Die 1960 eingeweihte Synagoge 
von Wasselone  
Wasselone Synagogue 102.jpg (58553 Byte) Wasselone Synagogue 103.jpg (56273 Byte)
    Blick zum Eingang und der mit Davidsternen dekorierten Fassade     
     
   Wasselone Synagogue 100.jpg (51604 Byte) Wasselone Synagogue 101.jpg (66155 Byte)
   Menora an der Außenfassade    Blick auf die Glasfenster von außen  
     
   
Die Synagoge 2007   Wasselone Synagogue 111.jpg (68555 Byte) Wasselone Synagogue 112.jpg (73941 Byte)
    Blick zum Eingang Die Glasfenster der Synagoge von innen
      
   Wasselone Synagogue 113.jpg (58230 Byte) Wasselone Synagogue 114.jpg (51253 Byte)
  Menora Davidstern
     
Matzenbäckerei Neymann in Wasselonne 
(gegenüber der neuen Synagoge) 
Wasselone Neymann 110.jpg (38350 Byte)
   Das elsässische jüdische Familienunternehmen besteht seit 1850 und produziert 
auch für den Export.  Internet:  http://www.neymann.com/ 

         
          

Links und Literatur

Links:

Website der Gemeinde Wasselonne (Ville de Wasselonne)     
Französische Informationsseite zur Synagoge in Wasselonne   

Literatur:  

Alsace Lit 010.jpg (67412 Byte)Michel Rothé / Max Warschawski: Les Synagogues d'Alsace et leur Histoire. Ed. 'Chalom Bisamme' Jerusalem 1992. 

Alphonse Wollbrett: La communauté israélite de Wasselonne. SHASE (Cahier 48-49-II-III). 1967 S. 58. 

    
     

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 31. Juli 2016