Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Wendelsheim (VG Wöllstein, Landkreis Alzey-Worms) 
Jüdischer Friedhof  
     

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde   
        
In Wendelsheim lebten jüdische Familien mindestens seit dem 18. Jahrhundert. Damals gehörten sie zur Gemeinde in Flonheim und beteiligten sich finanziell 1786 bei Bau der dortigen Synagoge. 1850 bemühten sich die Wendelsheimer und Erbes-Büdesheimer Juden um eine Trennung von der Flonheimer Gemeinde, was offensichtlich genehmigt wurde. Noch in den 1920er-Jahren gehörten die in Wendelsheim lebenden Juden (um 1925 9 Personen) zur Gemeinde in Erbes-Büdesheim. Fritz Schestowitz aus Wendelsheim war damals Mitglied im Vorstand der jüdischen Gemeinde Erbes-Büdesheim. In der NS-Zeit wurde die in Wendelsheim 1893 geborene Pauline Schestowitz aus Mainz deportiert und in Auschwitz ermordet (weitere Namen siehe auf der Seite zu Erbes-Büdesheim).
  
Erinnerung an jüdische Auswanderer aus Wendelsheim 

Die Brüder Simon, Moses und Albert Mendel verließen Wendelsheim in den 1870er- und 1880er-Jahren und zogen nach Hot Springs, einer Kleinstadt im amerikanischen Bundesstaat Arkansas. Dort gründeten sie, jeder für sich, kleine Ladengeschäfte. Eines der Ladengebäude besteht heute noch und beheimatet ein kleines, von Ken Goodman betriebenes Varietétheater, siehe Website  www.viennahotsprings.com: "The 75-seat Vienna Theatre is located in the Simon Mendel building in the beautiful Hot Springs Historic District. Mr. Mendel built it to house a women's clothing store in 1910. It is one of only a few buildings on the 400 block to survive the fire of 1928".    
Artikel von Torben Schröder (erschienen Juli 2012): "Von Wendelsheim nach Arkansas. Auswanderer. Heimatforscher auf den Spuren jüdischer Emigranten" (eingestellt als pdf-Datei, erhalten von Hans-Dieter Graf)  
Wendelsheim Mendel 010.jpg (67270 Byte)links: Ken Goodman pflegt die Grabsteine aus der Familie Mendel im Friedhof von Hot Springs.  
Literaturhinweis: Hans-Dieter Graf /Gabriele Hannah: Time goes by, but memories remain - Die Brüder Mendel aus Wendelsheim. Spurensuche in Hot Springs, Arkansas. Erscheint im Heimatjahrbuch Alzey-Worms 2013.   

  
  
Zur Geschichte des Friedhofes        
  
Der jüdische Friedhof in Wendelsheim besteht mindestens seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Es ist nur noch ein Teil der Grabsteine erhalten (ca. 12). Die Friedhofsfläche umfasst 2,82 ar. 
   
   
Lage des Friedhofes 
   
Am "Judenpfad", der von der Schlossgasse abzweigt.
   
   
Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 3.8.2005)  

Wendelsheim Friedhof 100.jpg (52895 Byte) Wendelsheim Friedhof 105.jpg (85352 Byte) Wendelsheim Friedhof 104.jpg (88348 Byte)
Der Friedhof liegt an der Straße 
"Am Judenpfad"   
Eingangstor  Blick über den 
Friedhof  
   
     
Wendelsheim Friedhof 102.jpg (63816 Byte) Wendelsheim Friedhof 106.jpg (96508 Byte) Wendelsheim Friedhof 101.jpg (97938 Byte)
Grabsteinfragment mit Sterbedatum
 im Monat Kislew 5589 =
 November/Dezember 1828  
Grabstein für Naftali genannt Hirsch, Sohn 
des Jizchak "von hier"; "gestorben am 
5. Schewat" (Jahreszahl verwittert) 
  
     
Wendelsheim Friedhof 103.jpg (84650 Byte)    
Grabstein für Ludwig Sternberger (1866-1920)      

       
       
Video-Dokumentation des jüdischen Friedhofes in Wendelsheim von Michael Ohmsen - eingestellt auf youtube.com:  
   
     

         
           

Links und Literatur  

Links

Website der Gemeinde Wendelsheim siehe über die Website der VG Wöllstein 

Literatur:  

Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Bd. I S. 165. 
"...und dies ist die Pforte des Himmels" Synagogen - Rheinland-Pfalz. Saarland. Hg. vom Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz mit dem Staatlichen Konservatoramt des Saarlandes und dem Synagogue Memorial Jerusalem. 2005. S. 146.150 (mit weiterer Lit.).  

   
    

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 04. Januar 2015