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Friedhöfe in der Region"
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Alzey-Worms
Wallertheim (VG Wörrstadt,
Landkreis Alzey-Worms)
Jüdische Friedhöfe
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
Siehe Seite zur Synagoge in
Wallertheim (interner Link)
Zur Geschichte der Friedhöfe
Der alte jüdische Friedhof
Ein alter jüdischer Friedhof wurde In Wallertheim um 1690 angelegt, um 1765 erweitert, etwa 1840 geschlossen und
in der NS-Zeit 1940 zerstört
und abgeräumt. Das Gelände lag nach 1945 brach.
Bei der Erfassung der jüdischen Friedhof in
den 1950er-Jahren wurde der Friedhof aus unbekannten Gründen nicht in die offizielle
Liste der zu pflegenden jüdischen Friedhöfe aufgenommen. Aus diesem Grund
konnte es dazu kommen, dass das Grundstück in privaten Besitz überging und
Anfang der 1990er-Jahre mit der Umgebung in einen Bebauungsplan der Gemeinde
Wallertheim aufgenommen wurde. Im Sommer 2011 sollte die Bebauung des
Grundstückes vorgenommen werden. Auf Grund der Bitte jüdischer Rabbiner, die
im Auftrag der Orthodoxen Rabbinerkonferenz das Grundstück im August 2011
besuchten, wurde der Plan einer Bebauung des Grundstückes zurückgenommen (vgl.
Presseartikel unten). Es ist in der Gemeinde seitdem geplant, das Grundstück
als Gedenkstätte herzurichten. Mehrere Grabsteine des alten Friedhofes sind
noch vorhanden.
Am 12. September 2011 beschloss der Gemeinderat Wallertheim einstimmig, den
Bebauungsplan im Blick auf das Friedhofsgrundstück zu ändern und den
jüdischen Friedhof wieder als solchen zu definieren. Damit wurde rechtlich das
nach dem bisherigen Plan überbaubare Grundstück des Dorfgebietes Flur 1 Nr.
210 in eine öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung Friedhof
verändert. Ein sich anschließender Rechtsstreit endete im Mai 2014 mit
dem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Rheinland-Pfalz in Koblenz, das eine
Bebauung des Friedhofsgrundstückes auf Grund der im jüdischen Glauben
verankerten ewigen Totenruhe ablehnte.
Das Friedhofsgrundstück befindet sich seit einigen Jahren im Besitz der Kommune
und ist dadurch gesichert. Es war geplant, in Abstimmung mit der zuständigen
jüdischen Gemeinde bzw. dem Landesverband einen Ruhe- und Gedenkplatz
einzurichten. Doch wurde dies bislang nicht verwirklicht (Stand: August 2022)
Der neue jüdische Friedhof
Der neue jüdische Friedhof wurde um 1840 angelegt und bis in die 1930er-Jahre
belegt. Die Friedhofsfläche umfasst 8,24 ar-
Aus der Geschichte des Friedhofes
Allgemeiner Beitrag zur Geschichte der
beiden Friedhöfe in Wallertheim
Artikel
im "Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden
in Hessen" 1927 9 S. 12: "Von alten Judenfriedhöfen in Hessen. Die
jüdischen Friedhöfe in Wallertheim (Rheinhessen).
Wie lange schon Juden in Wallertheim lebten, lässt sich nicht nachprüfen,
jedoch ist sicher, dass schon im 17. Jahrhundert Juden hier ansässig waren.
Aus der Dorfchronik ist zu entnehmen, dass an Juden in diesem Jahrhundert
Zahlungen für Lieferungen gemacht wurden. Wallertheim besitzt zwei
Friedhöfe. Einen alten, nach Westen gelegen, ganz nahe am Dorfende.
Derselbe ist etwa 1 1/2 Meter von der Umgrenzung erhöht, so, dass anzunehmen
ist, dass er einmal mit Erde überfahren wurde. Von Lehrer Weinheimer,
Oppenheim, einem geborenen Wallertheimer, wurde aus der Dorfchronik
folgendes festgestellt: Im Jahre 1765 erwirbt die Wallertheimer Judenschaft
ein Stück Wiese, und zwar von Schulmeister Heck für 35 Gulden. Ebenso
kauften dieselben gleichzeitig ein Stück Wiese von Adam Decker für 30 Gulden
zur Erweiterung des alten Friedhofes. Die Urkunde wurde von sämtlichen
damals in Wallertheim lebenden Juden unterzeichnet, und zwar in hebräischer
Schrift, wahrscheinlich waren sie der deutschen Schrift nicht kundig. Es
sind 7 Unterschriften, die folgend lauten: 1. Jud Peretz Süßkind, 2. Jud
Nehem (Nahemias), 3.Feist Moyses, 4.Löw Schlebohr, 5. Nathan Josias, 6. Bär,
7. Mardochai Levi.
Nur von letzterem läßt sich als sicher annehmen, dass hiervon noch
Nachkommenschaft lebt, und zwar sind es die Herren Moses und Karl Isaac,
Wallertheim, und Moritz Jsaac in Mainz, deren Urgroßvater mütterlicherseits
Mardochai Levi war. ^
Es stehen im ganzen noch 6 Grabsteine auf dem alten Friedhöfe, die übrigen
sind teilweise verwittert oder von ruchloser Hand vernichtet worden, wie
sich Schreiber dieses aus seiner Jugend erinnert. Zufällig siiid jedoch
zwei Grabsteine gilt erhalten, und zwar der des vorgenannten Mordachai, der
etwa 1801 und dessen Sohn Mosche, der 1837 verstarb. Dieser wird wohl auch
der letzte gewesen sein, der auf dem alten Friedhof beerdigt wurde. Denn
obschon noch genügend Beerdigungsraum vorhanden, wurde von der Behörde
untersagt, weiter zu beerdigen, da der Friedhof an der Westseite an das Dorf
angrenzte.
Es musste nun vor etwa 90 Jahren der neue Friedhof östlich von Wallertheim
an der Sulzheimer Straße angelegt werden. Leider haben auch hier ruchlose
Buben ihr schändliches Handwerk geübt und schon vor 5 Jahren Grabsteine
beschädigt und umgeworfen. M.I." |
Spendensammlung für die Umzäunung des neuen Friedhofes (1932)
Artikel
im "Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden
Hessen" 1932 Nr. 4: "Wallertheim (Rheinhessen). Der 1. Vorstand der
hiesigen Gemeinde, Herr Emil Isaac hat an die gebürtigen
Wallertheimer, soweit ihm deren Anschriften bekannt waren, ein Rundschreiben
versandt, worin er um Spenden zur Errichtung einer Friedhofsumzäunung
bittet, da seine Gemeinde die verhältnismäßig hohen Kosten allein nicht
aufbringen kann. Dem Ersuchen ist in sehr vielen Fällen auch entsprochen
worden. Immerhin besteht die Möglichkeit, dass einzelne auswärts wohnende
Wallertheimer das Rundschreiben nicht erhielten, die nunmehr, durch diese
Notiz unterrichtet, ebenfalls ihr Scherflein beisteuern wollen. Auch evtl.
Spenden von Stammesgenossen, deren Beruf sie nach Wallertheim führt, und die
für hiesige Zwecke (Bau einer Turnhalle usw.) stets ihr Interesse bezeugt
haben, werden gern und dankbar angenommen." |
Lage der Friedhöfe
Der alte Friedhof liegt am Ende der Mozartstraße.
Der neue Friedhof
liegt unmittelbar an
der Wörrstädter Straße, von Wallertheim kommend ca. 300 m nach Ortsausgang
auf der linken Straßenseite.
Fotos
(Fotos des alten Friedhofes: Günter Eisold, Aufnahmedatum:
3.7.2011; bzw. Winter 2012/13)
Fotos des neuen Friedhofes: Hahn, Aufnahmedatum 2.8.2005)
| Der alte Friedhof |
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Bauplan des
Hessischen Vermessungsamtes vom 21. September 1928 mit
Eintragung des
alten jüdischen Friedhofes: der auf dem Plan eingezeichnete
"Feldweg" ist die heutige Mozartstraße |
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Blick auf das
Grundstück des alten jüdischen Friedhofes in Wallertheim (Juni 2011);
die Tafel für das - dann doch nicht verwirklichte - Bauvorhaben auf dem
Grundstück waren aufgestellt. |
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Der alte Friedhof
Winter 2012/13 |
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Auf dem Kopf stehende
Grabsteine des
alten Friedhofes (im neuen Friedhof) |
Richtig gedrehte Inschrift
für
Mosche Bar Josef Isaac (1831) |
Richtig gedrehte Inschrift des
zweiten
Grabsteines (schwer lesbar) |
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| Der neue Friedhof |
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Das Eingangstor
an der
Wörrstädter Straße |
Blick vom Friedhof
auf das
Eingangstor |
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| Teilansichten des
Friedhofes |
Dokumentation des neuen jüdischen Friedhofes in Fotos
(Fotos erhalten von Günter Eisold, Aufnahmen vom Januar 2013)
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| Gesamtansichten
des Friedhofes |
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Grabstein für Johanna
Baum
geb. Goldmann (1879-1925) |
Der
Grabstein datiert
auf Dezember 1874 |
Grabstein unlesbar
-
ohne Inschriftenplatte |
Grabstein für Mosche
Sohn des Schmuel,
gest. Dezember 1849 |
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Grabstein für eine Tochter
des
Elieser und Frau des Mosche,
gestorben im Frühjahr 1845 |
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Das Datum des
Grabsteines
ist nicht mehr zu entziffern |
Grabstein für
Elisabeth Marx,
gest. 1862 |
Grabstein für Johanna
Isaac
geb. Marx (1817-1874) |
Grabstein für Jesaias
Marx,
gest. 1899 mit 74 Jahren |
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Grabstein unlesbar
-
ohne Inschriftenplatte |
Stark
verwitterter
Grabstein |
Kaum
lesbarer Grabstein für
die Ehefrau von Karl Müller
(gest. 1889) |
Grabstein für Isack
Baum
(1810-1882) |
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Grabstein für Elise Isaak
(1852-1884) |
Grabstein
für Elisabetha Samuel
geb. Müller (1818-1886) |
Grabstein für Bernhard
Samuel
(1819-1900) |
Grabstein für Ludwig
Beckhardt
(1824-1892) |
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Grabstein für Anna Mann
geb. Mann (1856-1893) |
Grabstein
für Margarethe Isaak
geb. Rosenthal (1839-1894) |
Grabstein für Clara Mann geb.
Samuel, gest. 1899, 80 Jahre |
Grabstein für Schlomo Bar
Jizchak,
gest. 1879 (?) |
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Grabstein für Jettchen
Mann,
gest. 1899, 73 Jahre |
Familiengrabstätte
ohne
Inschriftentafeln* |
Grabstein für Emma
Mann
geb. May (1855-1910) |
Grabstein für Therese Bronne
geb. Mayer (1842-1910) |
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*
Hinweis: nach den Informationen von Ruth Bender geb. Baum (geb.
16.3.1915 in Wallertheim als Tochter von August Baum und Kathinka Baum geb.
Andorn, beide nach der Deportation in der NS-Zeit umgekommen; Ruth Bender
starb im Juli 2011 in Chicago Ill.) handelt es
sich um die Grabstätte ihrer Großeltern Joseph Hermann Baum und seine
Frau Amalie (Magdalena) Baum sowie von ihren Onkeln Alfred
Baum (gefallen 1915, beigesetzt im Soldatenfriedhof Consenvoye) und Julius Baum
(geb. 13.4.1883 in Wallertheim, gefallen 1916; war verheiratet mit Lina geb.
Isaak, geb. 30.3.1889, ermordet nach Deportation im März 1942 nach Piaski,
Polen).
Das Foto der Grabstätte oben links wurde 1979
aufgenommen. Frau Bender teilte im Interview mit, dass die
Inschriftenplatten durch die Schändung in der NS-Zeit verloren gingen.
Genealogische Informationen teilweise über
https://www.geni.com/people/Ruth-Bender/6000000029357398033 Für
die Eltern August und Kathinka Baum liegen Stolpersteine in Offenbach
https://www.offenbach.de/verzeichnisse/yellowpages/common/wegweiser_81094.php
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Grabstein ohne
Inschriftentafel |
Grabstein für die
unverheiratete
Jettchen Isaak (1852-1909) |
Grabstein für Johanna Katz
(1845-1908) |
Grabstein für
Helene Isaac
geb. Berg (1857-1926) und
Moses Isaac (1851-1931) |
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Grabstein für Salomon Marx
(1821-1894) |
Grabstein
für das Kind
Eugen Isaac (1897-1907, Sohn
von Moses und Helene Isaac) |
Kindergrab
ohne
Inschriftentafel mit Symbol
der abgeknickten Rose |
Grabstein
für
Johanna Beckardt geb. Mann
(1823-1902) |
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Grabsteinsockel - Grab
für
Emil Marx (??) |
Grabstein
für Ludwig Isaak
(1850-1869) |
Grabstein für Joseph
Marum
(1857-1933) |
Grabstein für Emma
Marum
geb. Isaak (1861-1932) |
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Grabstein für Adolf
Isaak
(1854.-1932) |
Grabstein
für Otto Kohlmann
(1882-1931) |
Grabstein für Rosalie
Isaak
(1856-1925) |
Stark verwitterter
Grabstein |
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Grabstein für Bertold
Isaac,
geb. 1885, gest. im Lazarett
in Wandsbeck 1918 |
Grabstein
für Martin Isaak
(1832-1922)
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Grabstein
für Karl Isaac
(1853-1930) mit Schofar, das
Karl Isaac in der Synagoge
geblasen hat |
Grabstein für
Rosa Isaac geb. Mayer
(1865-1923) |
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Grabstein ohne
Inschriftenplatte |
Grabstein
für Johanetta (?) Marx
(?) geb. Mann (1818-1891) |
Grabstein für Joseph
(?) Isaac
(1812?-1883) |
Grabstein
für Simon Isaak
(gest. 1881) und Amalie Isaak
(gest. 1880) |
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Grabstein für ...
Mann
(1816 ? - 1876) |
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Hinweis: Fotos zum jüdischen Friedhof Wallertheim
finden sich auch in einer Fotoseite von Stephan Haas: http://www.blitzlichtkabinett.de/friedhöfe/friedhöfe-in-rlp-ii/
Presseartikel
zur Frage nach dem Umgang mit dem alten jüdischen Friedhof
| Juli 2011:
Bemühungen um die Klärung des rechten Umganges
mit dem alten Friedhofe |
| Link zum Presseartikel: Ewige Totenruhe gefährdet (Allgemeine Zeitung, 09.07.2011) |
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August 2011:
Baustopp bleibt
bestehen -
Link zum Presseartikel: Keine Baumaßnahme auf Gelände des alten jüdischen Friedhofs in Wallertheim (Allgemeine Zeitung, 24.08.2011)
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August 2011:
Artikel von Karsten Packeiser vom 25. August 2011: Das
Dilemma um den Friedhof des Herrn K.
Link zum Artikel in www.evangelisch.de:
Beitrag
von Karsten Packeiser |
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| September 2011:
Das ARD-Fernsehprogramm berichtete am 2. September 2011 um 17.15
Uhr in seiner Sendung "Brisant" über die Problematik des alten
jüdischen Friedhofes in Wallertheim: Link
zum (schriftlichen) Beitrag; auch eingestellt
als pdf-Datei. |
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| September
2011: Das Grundstück des alten
jüdischen Friedhofes wird von der Bebauung ausgenommen und wieder als
Friedhof ausgewiesen. |
| Link zum Presseartikel: Ewige Totenruhe hat Vorrang (Allgemeine Zeitung, 14.09.2011); auch
eingestellt als pdf-Datei. |
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Dezember 2011: Seit
dem Baustopp hat sich auf dem alten Friedhof nichts geändert
Link zum Presseartikel: Seit Baustopp auf jüdischem Friedhofsgelände hat sich in Wallertheim nichts getan (Allgemeine Zeitung, 31.12.2011)
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| September 2012:
Der Grundstückseigentümer
ist mit dem Entschädigungsangebot nicht zufrieden |
| Link zum Presseartikel: Grundstückseigner des ehemaligen jüdischen Friedhofs in Wallertheim mit Entschädigungsangebot nicht zufrieden (Allgemeine Zeitung, 14.09.2012) |
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| Oktober 2012:
Auch "Der Spiegel" berichtet über den Fall |
Artikel von Hendrik Ternieden in
"Spiegel online" vom 22. Oktober 2012: "Streit um jüdische
Begräbnisstätte. Herr Korsch und sein Friedhof..."
Link
zum Artikel |
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| April 2014:
Der Streit ist noch ungelöst |
Pressemitteilung vom 12. April 2014: "Wallertheim Streit um jüdischen Friedhof geht weiter
Der Streit um einen alten jüdischen Friedhof im Landkreis Alzey-Worms geht vor das Oberverwaltungsgericht in Koblenz. Das hat das Gericht mitgeteilt. Eine Privatperson hatte das Friedhofsgelände gekauft, um dort ein Haus zu bauen. Kurz vor Baubeginn wurden ihm sämtlichen Arbeiten untersagt, da erst dann bekannt wurde, dass sich auf dem Gelände einst ein jüdischer Friedhof befand. Bis zuletzt haben sich Eigentümer des Grundstücks und die Gemeinde nicht auf eine Entschädigung verständigen können."
Diese Pressemitteilung
in swr.de. |
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| Mai 2014:
Das Oberverwaltungsgericht Koblenz lehnt eine
Bebauung des ehemaligen Friedhofes ab |
Pressemitteilung in der Zeitschrift
"Die Welt" vom Mai 2014: "Ehemaliger jüdischer Friedhof darf nicht bebaut werden
Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz lehnt Antrag ab.
Das Gelände eines ehemaligen jüdischen Friedhofs darf nicht bebaut werden. Das entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in einem am Donnerstag in Koblenz veröffentlichten Urteil zu einem Rechtsstreit um einen Bebauungsplan im Landkreis Alzey-Worms. Das Gericht verwies dazu unter anderem auf die im jüdischen Glauben verankerte ewige Totenruhe. (Az. 1 C 10846/13.OVG)"
Link
zur Pressemitteilung
Artikel
in "LegalTribune ONline" vom 23. Mai 2014.
Link
zur Pressemitteilung in den MRN-News.de vom 22. Mai 2014. |
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| Juni
2014: Publikation zu den jüdischen
Friedhöfen in Wallertheim |
| „An unsere Verantwortung erinnern“ (Allgemeine Zeitung, 05.06.2014) |
| Das Buch kann bezogen werden
über Günter Eisold, Am Katzensteg 55, Wallertheim guenter@eisold.org |
Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen.
Bd. II S. 341-342. |
 | "...und dies ist die Pforte des Himmels" Synagogen -
Rheinland-Pfalz. Saarland. Hg. vom Landesamt für Denkmalpflege
Rheinland-Pfalz mit dem Staatlichen Konservatoramt des Saarlandes und dem
Synagogue Memorial Jerusalem. 2005. S. 378-379 (mit weiterer Lit.) |
 | Günter Eisold: Fotoband über die jüdischen
Friedhöfe in Wallertheim. 2014. Siehe Presseartikel vom Juni 2014
oben. |

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