Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Wetterfeld (Gemeinde Roding, Kreis Cham) 
Der (ehemalige) KZ-Friedhof  
  

Zur Geschichte des (ehemaligen KZ-)Friedhofes         
    
Mitte April 1945 wurde das KZ Flossenbürg von der SS geräumt und die meisten Häftlinge zu "Evakuierungsmärschen", die in Wirklichkeit zu "Todesmärschen" wurden, nach Süden in Richtung Dachau getrieben. Am 20. April 1945 verließ die Hauptmasse von über 10.000 Häftlingen Flossenbürg. Am 23. April erreichten die fast endlosen Kolonnen den Rodinger Ortsteil Wetterfeld, wo die Marschsäulen aufgeteilt und auf getrennten Wegen weitergetrieben wurden. Über 3.000 Häftlingen befanden sich noch in und um Wetterfeld, als amerikanische Truppen den letzten dieser Elendszüge einholten. Stunden zuvor hatten die SS-Wachen noch ein Blutbad angerichtet und im Wetterfelder Gemeindeholz 46 Häftlinge erschossen. Diese wurden zusammen mit über 500 weiteren Leichen, die längs des Marschweges in der näheren und weiteren Umgebung gefunden wurden, in Wetterfeld beigesetzt. Am 4. November 1950 wurde dieser KZ-Friedhof feierlich eingeweiht. Nach Exhumierung der 567 Leichen im Juli 1957 und deren Beisetzung in Flossenbürg wurde er aufgelassen und die Grabstätte zum Mahnmal umgestaltet. Ein hohes Holzkreuz und drei geschnitzte, hölzerne Gedenktafeln sind vorhanden. Die Tafeln tragen als Symbole das lateinische sowie russische Kreuz und den jüdischen Davidstern.  
    
   
Lage des Friedhofes: 
  
Westlich des Ortes auf einer Anhöhe oberhalb des Ortes; erreichbar über eine von der Wetterfeld-Siedlung abzweigende Straße.    
   
   
Fotos 
(Fotos: Jürgen Hanke, Kronach) 

  Wetterfeld Friedhof 111.jpg (95390 Byte)  
  Das Holzkreuz, darunter die Gedenktafeln  
     
Wetterfeld Friedhof 110.jpg (64931 Byte) Wetterfeld Friedhof 112.jpg (75427 Byte) Wetterfeld Friedhof 113.jpg (66534 Byte)
Die hölzernen Gedenktafeln mit dem christlichen Kreuzen und dem Davidstern

       
   

Links und Literatur

Links:  

Website der Gemeinde Roding  

Literatur:  

Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. 1988 S. 290. 
Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation I. Hg. von der Bundeszentrale für politische Bildung. 1995 S. 189-190.

 

                   
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Stand: 26. Januar 2013