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Friedhöfe im Lahn-Dill-Kreis"
Wetzlar (Lahn-Dill-Kreis)
Die jüdischen Friedhöfe
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
Siehe Seite zur Synagoge in Wetzlar
(interner
Link)
Zur Geschichte des Friedhofes
Die Toten der jüdischen Gemeinde
wurden bis ins 16. Jahrhundert hinaus in Frankfurt/Main beerdigt. Als im 16.
Jahrhundert keine fremden Juden mehr in Frankfurt bestattet wurden, ist ein
erster jüdischer Friedhof bei Wetzlar außerhalb der Stadt, vermutlich bei dem
nicht mehr bestehenden Ort Dalheim angelegt worden. In Wetzlar selbst ist ein
Friedhof unmittelbar vor der Stadtmauer im 17. Jahrhundert angelegt worden (alter
Friedhof). Dieser Friedhof wurde um 1880 geschlossen. Bis dahin befanden
sich auf ihm etwa 300 Gräber/Grabsteine. In der NS-Zeit wurde ein Teil der
Friedhofsfläche beim Bau eines Bunkers verwendet. Viele Grabsteine wurden dabei
zerstört. Die Friedhofsfläche umfasst 7,89 ar.
Der neue Friedhof an der Bergstraße (früher Wohlgrabenstraße) wurde 1882
angelegt. Bis 1940 fanden hier 115 Beerdigungen statt (1940 noch Gerson Thalberg,
geb. 1861). Auf dem Friedhof liegen auch einige jüdische Kriegsgefangene aus
Polen bzw. Russland aus der Zeit des Ersten Weltkrieges. Auch mehrere Displaced
Persons wurden nach 1945 beigesetzt. Die Friedhofsfläche umfasst 31,41 ar.
Seit
August 1989 erinnert auf dem Friedhof ein Gedenkstein an 55 einstige jüdische
Einwohner Wetzlars, die "aus der Stadt vertrieben, umgebracht, verschollen
sind".
Lage der Friedhöfe:
Der alte jüdische Friedhof "Im Zwinger"
befindet sich zwischen Wetzbach und der Stadtmauer am früheren Silhöfer Tor
(vgl. Silhöfer Torstraße; Karl-Kellner-Ring).
Link
zu den Google-Maps (alter Friedhof)
Der neue jüdische Friedhof befindet sich unweit des allgemeinen Friedhofes
zwischen der Bergstraße und der Carl-Stuhl-Straße.
| Der alte Friedhof |
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| Vom alten
Friedhof werden noch Fotos erstellt; über Zusendungen freut sich der
Webmaster der "Alemannia Judaica"; Adresse siehe Eingangsseite. |
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| Der neue Friedhof |
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Das Eingangstor
(vom Friedhof aus gesehen) |
Das Friedhofshaus
(Tahara- und Gerätehaus) |
Blick auf den Friedhof, vom
Eingang her kommend |
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Hohe Grabsteine
für Regine Engel geb.
Sonnenberg (1852-1924) und Jakob Engel
(1845-1903),
rechts daneben für Sadine
Thalberg geb. Marcus (1864-1901) |
Hohe Grabsteine im
Vordergrund (von
links) für Helene Sonnenberg geb. Simon
(1882-1907),
Fanny Sonnenberg geb.
Engel (1846-1907) und Abraham Engel |
Grabstein vorne link für Rosa
Joel
geb. Lederer (1879-1910), rechts
für Ferdinand Wolf (1845-1909) |
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Die dunklen Grabsteine links
der
Mitte für Joseph Stern (1822-1905)
und Meier Thalberg (1831-1904)
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Hoher Grabstein
rechts vorne für Ruben
Salomon (1840-1920), hoher Grabstein
links hinten
für den Bankier Carl Flörsheim
("der seine Hinterlassenschaft den
Armen
aller Konfessionen unsere Gemeindewesens
zuwandte. Die
Stadtgemeinde"). |
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Grabstein für Lina Rosenthal
geb. Streng
und für Meyer Rosenthal |
Grabstein im Vordergrund
rechts für
Simon Mayer (13.8.1832-19.3.1907) |
Grabstein für
Heimann Rosenthal
(Inh. des EK II 1870/71, 1840-1918)
und Lina Rosenthal
geb. Marxheimer
(1853-1915); in der Mitte für beide die
hebräischen
Grabinschriften |
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Grabstein für "Bankherr
Julius
Flörsheim" (1860-1909) |
Grabstein für das Kind Ernst
Hermann
Rosenthal (1902-1905) |
Grabstein für Jakob
Rosenthal
(1851-1922) |
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Grabstein rechts
für Meier Rosenthal
(1867-1938) und Lina Rosenthal
geb. Meyer
(1870-1931), links davon
für Bella Rosenthal geb. Furchheimer
(1857-1938) |
Gräber von
1948-49 verstorbenen
"Displaced Persons"; von links
Lea Feldman,
Gizia Fenner und
Breindel Schanzer (hebräisch: gestorben
... auf dem
Weg nach Israel) |
Gräber von 1948-49
verstorbenen
"Displaced Persons": von links
Jeheskel Godal,
Josef Wordeslawski,
Zeinwel Korn
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Kindergräber |
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Erinnerung an den
Friedhof in Atzbach |
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Hinweistafel mit
Text: "Die Gebeine der Frau Telz Süsskind und die hier
stehenden
Grabsteine wurden von Atzbach am 30. Oktober 1969 überführt" |
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| Das Denkmal von 1969 |
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Blick über den Friedhof
Richtung
Eingangstor, links das Denkmal |
Denkmal: "Aus der Stadt
vertrieben -
umgebracht - verschollen" |
Einzelne Namen
auf dem Denkmal |
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