Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Bauerbach (VG Salzbrücke, Kreis Schmalkalden-Meiningen) 
Jüdischer Friedhof  
   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde    
    
Siehe Seite zur Synagoge in Bauerbach (interner Link)   
   
   
Zur Geschichte des Friedhofes       
  
Wann der jüdische Friedhof in Bauerbach angelegt wurde, ist nicht bekannt, spätestens in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Es sind Grabsteine seit 1722 erhalten (in Bibra lebten allerdings bereit 1658 jüdische Familien). Auf dem Friedhof wurden verstorbene jüdische Gemeindeglieder aus Bauerbach, Bibra und aus dem bayrischen Dorf Mühlfeld beigesetzt. Aus der Mitte des 18. Jahrhunderts sind noch mehrere Steine erhalten. Der älteste Teil liegt vorn, rechts vom Mittelweg. Im hinteren Teil, auf einer Lichtung, liegen die beiden neueren Teile.  
     
Beim Novemberpogrom 1938 wurden Grabsteine umgeworfen und mehrere vom Friedhof entfernt. Die letzten Beisetzungen waren um 1940. Der Friedhof ist einer der größten Landfriedhöfe in Thüringen. Die Friedhofsfläche umfasst etwa 37,00 ar. Es sind ca. 365 Grabstätten vorhanden. Vom Friedhof aus bietet sich ein weiter Blick über den Ort und das Tal. Eine Teil-Dokumentation des Friedhofes siehe bei Schwerda/Nothnagel s. Lit. S. 79-84.    
   
   
Die Lage des Friedhofes 
  
Der Friedhof liegt unmittelbar südöstlich des Ortes in Richtung Ritschenhausen an der Krackenwand auf einer Anhöhe im Wald (am Wegweiser Suhl am Ende der Bebauung links steil nach oben).
    
    
    
Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: 12.8.2005)  

Bauerbach Friedhof 113.jpg (57525 Byte) Bauerbach Friedhof 112.jpg (94034 Byte)
Der Weg zum Friedhof ist ausgeschildert  Teilansichten des insgesamt hervorragend erhaltenen Friedhofes 
   
Bauerbach Friedhof 100.jpg (91080 Byte) Bauerbach Friedhof 108.jpg (87043 Byte) Bauerbach Friedhof 110.jpg (85009 Byte)
Weitere Teilansichten   Levitenkanne  
   
Bauerbach Friedhof 111.jpg (58469 Byte) Bauerbach Friedhof 107.jpg (88426 Byte) Bauerbach Friedhof 109.jpg (66910 Byte)
"Hier ruht ein vollkommener und
 rechtschaffener Mann: Josef Abraham, 
Sohn des Jaakow - das Andenken des
 Gerechten sei zum Segen - von Bauerbach.
 Gestorben am 19. Nisan (5)573" 
(= 9. April 1814)
Text oben: 
"Hier ruht das Kind Nathanael... 
gestorben am Dienstag, 
7. Adar Scheni (5)608" ( = 12. März 1848)
"Hier ruht ein vollkommener und
 rechtschaffener Mann: Samuel Sohn 
des Jizchak von Bibra. Gestorben am 
heiligen Schabbat, 21.(?) Kislew (5)615"
 (Nov./Dez. 1854)
    
      
     
Bauerbach Friedhof 106.jpg (90982 Byte) Bauerbach Friedhof 103.jpg (86262 Byte) Bauerbach Friedhof 105.jpg (80302 Byte)
Grabsteine aus der Familie Katz: 
Jakob Katz, Emma Katz und Levi Katz
Grabstein für Isak Weissbacher 
(1857-1936)
oben: Grabstein für Marianne Sachs 
geb. Frank (1855-1931)
     
    Bauerbach Friedhof 104.jpg (67820 Byte)     
   Grabstein für Babette Mühlfelder (1862-1910) mit Akrostichon in der deutschen Eulogie:
"Biederkeit und Menschenliebe
Allzeit treu bewährtest Du.
Bis dem edlen Tugendtriebe
Ein mächtig Halt! gebot die Ruh.
Trugst geduldig schwere Leiden.
Tretend ein zu ew'gen Freuden."
  

   
   

Links und Literatur  

Links:  

Website der Verwaltungsgemeinschaft Salzbrücke  

Literatur:  

Elke Schwerda/Hans Nothnagel: Juden im Schillerort Bauerbach. In: Hans Nothnagel (Hg.): Juden in Südthüringen - geschützt und gejagt. Bd. 3: Juden in der ehemaligen Residenzstadt Meiningen und deren Umfeld. Suhl 1999 S. 69-91.
Zeugnisse jüdischer Kultur. Erinnerungsstätten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Projektleitung: Kathrin Wolff. Gesamtredaktion: Cordula Führer. Berlin 1992. S. 260-261. 
Israel Schwierz: Zeugnisse jüdischer Vergangenheit in Thüringen. Eine Dokumentation - erstellt unter Mitarbeit von Johannes Mötsch. Hg. von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen (www.lzt.thueringen.de) 2007. Zum Download der Dokumentation (interner Link) Zu Mühlhausen: S.  180-189.

      

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 14. Mai 2013