Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Berkach (VG Grabfeld, Kreis Schmalkalden-Meiningen) 
Der jüdische Friedhof 
   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde          
   
Siehe Seite zur Geschichte der Synagoge (interner Link)  
   
   
Zur Geschichte des Friedhofes            
   
Die Toten der jüdischen Gemeinde Berkachs wurden von der Zeit der ersten Niederlassung jüdischer Personen im Dorf um 1700 bis nach 1820 in Kleinbardorf beigesetzt. Nach 1820 konnte die Berkacher Gemeinde ein Grundstück über dem "Rothrasen" kaufen und dort einen eigenen Friedhof anlegen. Nach den Statuten der Gemeinde von 1885 durften auch nicht zur Berkacher Gemeinde gehörende Juden hier beigesetzt werden. Es wurde bestimmt, dass in diesem Fall 25 Mark zu entrichten waren, "bei unzulänglichen Mitteln" der Betrag jedoch auch ermäßigt werden konnte. Die älteren Grabsteine sind durchweg hebräisch beschriftet worden. Erstmals findet sich auf dem im Dezember 1855 beigesetzten Anschel G. Frank eine zusätzliche Inschrift in deutscher Sprache. Es sind nach einer neueren Dokumentation insgesamt 145 Grabsteine vorhanden. Auf einigen, insbesondere älteren Gräbern fehlen die Steine. 
   
Der Friedhof wurde beim Novemberpogrom 1938 geschändet. 1991 sind die Grabsteine durch Arbeitskräfte einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme des Landratsamtes Meiningen aufgerichtet worden. Auch wurde der Zaun erneuert und ein neues Eingangstor gesetzt. 
   
   
Die Lage des Friedhofes    
   
Der Friedhof befindet sich östlich der alten Behrunger Landstraße in unmittelbarer Nähe der Grenze zu Bayern (1949 bis 1990 am Grenzzaun der ehemaligen DDR gelegen). 
   
   
Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: 12.8.2005)  

Berkach Friedhof 108.jpg (93523 Byte) Berkach Friedhof 104.jpg (86547 Byte) Berkach Friedhof 102.jpg (84803 Byte)
Das Eingangstor   Blick über den Friedhof mit seinen in zusammen acht Reihen befindlichen Gräbern
   
Berkach Friedhof 100.jpg (87068 Byte) Berkach Friedhof 101.jpg (88957 Byte) Berkach Friedhof 106.jpg (75897 Byte)
Teilansichten des Friedhofes   "Jehuda Sohn des Elieser" starb am 
19. Nisan 5618 (?)" (= 2. April 1858)
 
   
Berkach Friedhof 107.jpg (56617 Byte) Berkach Friedhof 105.jpg (83755 Byte) Berkach Friedhof 103.jpg (78954 Byte)
Grabstein für Salomon Hessberg (1854-1926) mit Akrostichon:
"Stets zufrieden,
Arbeitsam,
Liebevoll zu allen Menschen,
Opferfreudig,
Männlich weise,
Oft der Helfer und Berater,
Nie besorgt um's eigne Ich". 
Grabstein für Mathilde Friedmann 
geb. Wolfram (1875-1925): "Ein
 Biederweib, eine seltne Mutter wurde 
uns gegeben. Sie war der Stolz, die 
Krone in unserem Leben. Armen und
 Dürftigen suchte sie zu stützen. Und 
allen Menschen durch Wohltun zu nützen".
  
    
Grabstein für Gustav Friedemann
 (1844-1925): "Ruhe Vater sanft, 
des Lebens Kampf ist aus. Dein Wort 
wirk in uns  übers Grab hinaus"   
    
  
  

   
  

Links und Literatur

Links:

Website der Verwaltungsgemeinschaft Grabfeld   
Informationsseite zu den Spuren der jüdischen Geschichte in Berkach   
Zur Seite über die Synagoge in Berkach (interner Link)  

Literatur:  

Hans Nothnagel / Otto Neubert /Gundela Bach / Simone Ziegler: Berkach - ein einmaliger Hort jüdischen Kulturerbes im Freistaat Thüringen. In: Hans Nothnagel (Hg.): Juden in Südthüringen - geschützt und gejagt. Bd. 3: Juden in der ehemaligen Residenzstadt Meiningen und deren Umfeld. Suhl 1999 S. 93-133.
Zeugnisse jüdischer Kultur. Erinnerungsstätten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Projektleitung: Kathrin Wolff. Gesamtredaktion: Cordula Führer. Berlin 1992. S. 261. 
Israel Schwierz: Zeugnisse jüdischer Vergangenheit in Thüringen. Eine Dokumentation - erstellt unter Mitarbeit von Johannes Mötsch. Hg. von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen ( www.lzt.thueringen.de) 2007. Zum Download der Dokumentation (interner Link) Zu Mühlhausen: S.  180-189.

     

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 13. Mai 2013