Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Gehaus (Stadt Stadlengsfeld, Wartburgkreis) 
Jüdischer Friedhof   
  

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde             
    
Siehe Seite zur Synagoge in Gehaus (interner Link)                 
   
   
Zur Geschichte des Friedhofes      
  
Der jüdische Friedhof in Gehaus wurde einige Jahre nach Aufnahme der ersten jüdischen Familien (Ende des 17. Jahrhunderts) am Ort angelegt: 1745 erwarb die jüdische Gemeinde ein Stück Land am alten Weilarischen Weg zur Anlegung einer Begräbnisstätte. Dafür war der Ortsherrschaft ein jährlicher Pachtzins in Höhe von einem Gulden zu bezahlen. Der älteste lesbare Grabstein datiert auf 1769, der jüngste auf 1942. Es sind etwa 125 Grabstätten erhalten. Die Friedhofsfläche umfasst etwa 22 ar.  
   
Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts kam es zu Schändungen des Friedhofes (vgl. Bericht von 1894 auf der Seite zur Synagoge). In der NS-Zeit und auch mehrfach nach 1945 wurde der Friedhof gleichfalls geschändet. Viele Grabsteine zeigen Spuren der Zerstörung.   
    
1988 fand auf dem Friedhof eine erste Gedenkfeier statt, veranstaltet von der evangelischen Kirchengemeinde. 
      
     

Lage des Friedhofes  
 
   
Etwa 500 m östlich des Ostes (Flur "Bei dem Judengottesacker") nördlich des Fußweges nach Weilar am Fuße des südöstlich gelegenen Berges "Baier". Der Friedhof ist zu Fuß erreichbar über einen Wanderweg um den Ort (vgl. die auf der Seite zur Synagoge abgebildete Informationstafel der Gemeinde).     
    
    
Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: 27.6.2011)   

Blick auf den Friedhof - vom Wanderweg von Gehaus kommend   Informationstafel  
     
Das Eingangstor   Blick auf Gehaus vom Friedhof   Zerbrochener Grabstein an der Einfriedung  
  Dieses Foto in hoher Auflösung    
     
Blick von der obersten Gräberreihe
über den Friedhof   
Grabstein für "Josef Bar 
Elieser HaLevi" mit Levitenkanne  
Grabstein für Nathan Cahn 
(1858-1935)  
     
Grabstein links für Sara Lichtenstädter verw.
 Gottgetreu geb. Bleiweiss (1847-1931),
 rechts für Ida Gottgetreu (1876-1933)   
Grabstein für Meyer Rehbock 
(1850-1928) und Rosa Kahn 
geb. Rehbock (1881-1928)  
Rechts Ruhebank im oberen
 Teil des Friedhofes  
  
     
Grabstein links für Meier Nussbaum
 (1862-1930) und Johanna Nussbaum
 (1864-1932), dahinter für 
Felix Nussbaum (1873-1923)  
Grabstein rechts für Jakob Nussbaum
 [Jaakow Bar Ascher HaKohen] (1872
 Aschenhausen - 1922 Gehaus) mit
 "segnenden Händen" der Kohanim  
Grabsteinfragmente, davon 
zerbrochene Inschriftentafel für 
Samuel Nussbaum  
  
  Dieses Foto in hoher Auflösung    
     
Grabstein links für Karoline Sonder
(1847-1902)  
Grabstein für "Vater und Bruder..."
 (1855-1898)  
Teilansicht, rechts ist das 
Eingangstor erkennbar  
        
Grabstein für Karoline Wachtel
und Liebmann Wachtel  
Teilansicht im mittleren 
Teil des Friedhofes  
Spuren der Zerstörung und Schändung des
 Friedhofes finden sich im ganzen Friedhof  
     
Grabsteinfragment auf 
der Einfriedung 
Grabstein an 
Baumstumpf  
Hier ruht "Benjamin genannt 
Wolf Bar Jehuda
"  
     
 
Gewaltsam mgestürzter / 
abgebrochener Grabstein  
Brief vom untersten 
Grabstein auf Gehaus  
 
  Dieses Foto in hoher Auflösung    
     

   
     

Links und Literatur  

Links:

Website der Stadt Stadtlengsfeld 
Zur Seite über die Synagoge in Gehaus (interner Link)  

Website von Helmut Hehl, Potsdam  hehl-rhoen.de  mit Seite zur jüdischen Geschichte in Gehaus   

Literatur:  

Zeugnisse jüdischer Kultur. Erinnerungsstätten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Projektleitung: Kathrin Wolff. Gesamtredaktion: Cordula Führer. Berlin 1992. S. 270.   
Michael Brocke/Eckehart Ruthenberg/Kai Uwe Schulenburg: Stein und Name. Die jüdischen Friedhöfe in Ostdeutschland (Neue Bundesländer/DDR und Berlin). Berlin 1994. S. 357-359.  
Paul Gerstung / Heinz Kleber: Chronik jüdischen Lebens in Gehaus. In: Hans Nothnagel (Hrsg.): Juden in Südthüringen - geschützt und gejagt. Band 5: Jüdische Gemeinden in der Vorderrhön. Suhl 1999 S. 128-150.  

     
   

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 14. Mai 2013