Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Grindelwald (Kanton Bern, CH)
 Jüdische Geschichte 

Übersicht:

bulletZur jüdischen Geschichte in Grindelwald 
bulletBerichte aus der jüdischen Geschichte in Grindelwald   
bulletFotos / Darstellungen   
bulletLinks und Literatur   

   

Zur jüdischen Geschichte in Grindelwald           
     
In Grindelwald bestand zu keiner Zeit eine selbständige jüdische Gemeinde. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts sind einige jüdische Familien / Personen am Ort zugezogen. Ihre Zahl blieb jedoch gering
 

Für die jüdischen Kurgäste in Grindelwald bestand seit den 1930er-Jahren bis zu seiner Schließung 1996 das Hotel Silberstein, in dem ein Betraum (Haussynagoge) und ein rituelles Bad (Mikwe) eingerichtet waren. Nach 1945 trafen sich im Hotel unterschiedliche jüdische Gruppen, darunter religiös-säkulare Zionisten aus Israel wie auch Chassidim aus Crown Heights/N.Y. 1991 war der israelische Ministerpräsident Jitzchak Shamir zu Gast im Silberhorn; auch der britische Oberrabbiner Lord Immanuel Jacobovits und andere prominente jüdische Gäste suchten hier Erholung.
  
Das Hotel wurde zuletzt von Meier Wagner-Kahn und seiner Frau Ruth geb. Kahn in der dritten Generation geführt. Meir Wagner-Kahn stammte aus Rumänien, seine Frau war die Tichter einer jüdischen Gastwirtsfamilie aus Basel. Er hatte Grindelwald in jüdischen Kreisen bekannt gemacht. Sein Werben war lange erfolgreich; er wurde in Grindelwald auch "Außenminister von Grindelwald" genannt.       
    
    
    
Berichte aus der jüdischen Geschichte in Grindelwald     
   
Hinweis auf "die einzige Synagoge im Berner Oberland" in Grindelwald (1996)  

Artikel im "Thuner Tagblatt" vom 5. Juni 1996: "Nur wenige Juden leben in Thun.
In der Region Thun leben heute nur rund zwei Dutzend Personen jüdischen Glaubens. Die genaue Zahl lässt sich nicht eruieren, da die Juden in der Stadt Thun in keiner Statistik auftauchen. In der Stadt Bern leben heute 403 Menschen, die bei ihrer Anmeldung die jüdische Religionszugehörigkeit angaben. Im Jahr 1949 waren es noch fast doppelt so viele. Die meisten Berner Juden sind aus dem Elsass in die Schweiz eingewandert. Die einzige Synagoge im Berner Oberland ist im Hotel Silberstein in Grindelwald..."          

     
Der tschechische Kulturminister schenkt der Synagoge in Grindelwald eine Torarolle (1999)  
Anmerkung: es ist unklar, für welche Synagoge in Grindelwald die Thorarolle geschenkt wurde, da die Synagoge im Hotel Silberstein bereits 1996 geschlossen wurde. Vielleicht war dies dem tschechischen Kulturminister nicht bekannt.  
 

Artikel im "Thuner Tagblatt" vom 19. März 1999: "Der tschechische Kulturminister Professor Milan Lukes hat gestern einen viertägigen Besuch in der Schweiz abgeschlossen. Er war am Donnerstag von Bundesrat Flavio Cotti zu einem Höflichkeitsbesuch empfangen worden. Am Sonntag überreichte die tschechische Delegation der jüdischen Synagoge in Grindelwald eine wertvolle Thorarolle aus echtem Pergament."          

     
    

Fotos    

     

   
    
Links und Literatur   

Links:  

bulletWebsite der Gemeinde Grindelwald   

Literatur:  

bulletHans Heimann: Artikel: Wo sind die jüdischen Gäste? In: "Berner Oberländer" vom 4. Juli 2013: eingestellt als pdf-Datei (mit freundlicher Genehmigung des Verfassers).
bulletArtikel "Koschere Bergluft" von Miryam Gümbel in der "Jüdischen Allgemeinen" vom 10. Januar 2011: 
https://www.juedische-allgemeine.de/gemeinden/koschere-bergluft/ 

   
    

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 15. Oktober 2013