Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


Eingangsseite

Aktuelle Informationen

Jahrestagungen von Alemannia Judaica

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft

Jüdische Friedhöfe 

(Frühere und bestehende) Synagogen

Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region

Bestehende jüdische Gemeinden in der Region

Jüdische Museen

FORSCHUNGS-
PROJEKTE

Literatur und Presseartikel

Adressliste

Digitale Postkarten

Links

 

     
Zurück zur Übersicht: "Jüdische Friedhöfe in der Region"
Zurück zur Übersicht: "Jüdische Friedhöfe in Thüringen"  
 
    

Sondershausen (Kyffhäuserkreis) 
Jüdischer Friedhof  

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
   
Siehe Seite zur Synagoge in Sondershausen (interner Link)  
  
  
Zur Geschichte des Friedhofes             
   
Der jüdische Friedhof in Sondershausen konnte angelegt werden, als Ende des 17. Jahrhunderts die neuzeitliche jüdische Gemeinde in der Stadt entstanden ist: 1699 erfolgte der Kauf des Areals für eine jüdische Begräbnisstätte südlich der Stadt am Spatenberg. Der damalige "Schutzjude" Alexander Cantor erwarb das Grundstück. Die ältesten Grabsteine (aus dem frühen 18. Jahrhundert) befinden sich auf der Fläche links des Eingangstores (etwa 25 Grabreihen). Auf der Fläche rechts vom Tor stehen sieben Reihen neuerer Grabsteine der Jahre 1885 bis 1939; die letzte Beisetzung war 1939 (Selma Baruch). Die älteren Grabsteine sind überwiegend aus heimischem Muschelkalk angefertigt.  
   
Es sind etwa 180 Grabstätten vorhanden. Die Friedhofsfläche - in Form eines Dreiecks - umfasst etwa 33 ar. 
Eine Friedhofshalle / Taharahaus war vorhanden (1988 abgebrochen). 
  
1988 wurde ein Gedenkstein an der Stelle der abgebrochenen Friedhofshalle aufgestellt - die Inschrift lautet: "In stillem Gedenken an unsere ermordeten Brüder und Schwestern 1933-1945".  
Der Friedhof wurde im August 1990, im April 1997, im Dezember 2003 geschändet und im August 2014 geschändet.             
  

Schändung des Friedhofes im August 2014:   
Pressemitteilung (Andrea Hellmann) in der "Ostthüringer Zeitung" vom 10. August 2014: "Jüdischer Friedhof in Sondershausen geschändet
Sondershausen. In der Nacht zu Sonntag wurde der Jüdische Friedhof in Sondershausen geschändet. Das teilte am Sonntagmorgen die Polizei mit.
Bürger hatten um 1.44 Uhr die Polizei über Lärm in der Nähe des Jüdischen Friedhofes informiert . Die Polizeibeamten stellten vor Ort fest, dass unbekannte Täter einen Grabstein umgestoßen und den Friedhofszaun auf etwa 3 Meter Länge beschädigt haben.
Die unmittelbare Suche nach den Tätern im angrenzenden Wald und den Wohngebieten sei erfolglos geblieben, so Reiner Stranz von der Landespolizeiinspektion Nordhausen. Ein Fährtenhund sei eingesetzt worden. Am Tatort wurden am Sonntagmorgen Spuren gesichert. Die Nordhäuser Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Auch das Thüringer Landeskriminalamt ist eingebunden. Am Samstag hatten sich 730 Neonazis auf dem Sondershäuser Schachtgelände zu einem von der NPD organisierten Konzert getroffen." 
Link zum Artikel   Weiterer Artikel bei MDR Thüringen      
Das Thüringer Landeskriminalamt ist in die Ermittlungen eingebunden. Es wird in alle Richtungen ermittelt. Zeugen, die Hinweise zum Tatgeschehen geben können, werden gebeten sich bei der Polizei zu melden. Telefon: 03631-960. 

 
 
Die Lage des Friedhofes 
   
Südlich außerhalb der Stadt am Spatenberg; Fortsetzung der Possenallee / südlich des Heinrich-Cotta-Weges

Lage des jüdischen Friedhofes in Sondershausen auf dem dortigen Stadtplan: links anklicken und unter 
"Behörden und öffentl. Einrichtungen" weiterklicken zu "Friedhof, jüd. (Gedenkstätte)"

   
  
Hinweis auf eine online zugängliche Dokumentation des Friedhofes 

Epidat logo.jpg (7648 Byte)In der epigraphischen Datenbank des Steinheim-Institutes in Duisburg findet sich eine Dokumentation des jüdischen Friedhofes in Sondershausen. Aufgenommen wurden 187 Inschriften aus den Jahren 1713 bis 1937.  
Link zu dieser Dokumentation.     

  
  
Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: 28.4.2011)       

Sondershausen Friedhof 150.jpg (112259 Byte) Sondershausen Friedhof 178.jpg (192971 Byte) Sondershausen Friedhof 177.jpg (143413 Byte)
Der Weg zum Friedhof ist - vom 
Ortsrand kommend - ausgeschildert 
Der Friedhof ist von einem
Holzzaun umgeben.   
Informationstafel gegenüber 
dem Friedhofseingang 
     
Sondershausen Friedhof 152.jpg (210211 Byte) Sondershausen Friedhof 151.jpg (181524 Byte) Sondershausen Friedhof 164.jpg (193974 Byte)
Das Eingangstor  Hinweistafeln  Reste von Grabsteinen, 
links für Hermann Wahl  
      
     
Sondershausen Friedhof 153.jpg (219510 Byte) Sondershausen Friedhof 154.jpg (163018 Byte) Sondershausen Friedhof 155.jpg (111011 Byte)
Denkmal: "In stillem Gedenken an unsere ermordeten Brüder und Schwestern 1933-1945"  
     
Sondershausen Friedhof 156.jpg (220453 Byte) Sondershausen Friedhof 157.jpg (209481 Byte) Sondershausen Friedhof 158.jpg (190164 Byte)
Grabstein links für Max Simon 
(1890-1931)  
Grabstein links für Julius Mayer
 (1882-1935), Mitte zweiter Reihe 
für Frida Keibel geb. Redelmeier
 (1881-1928), rechts für 
Sabine Cohn geb. Mayer (1870-1920)
  
Grabstein links für Liebmann Katz
 (1847-1922), rechts für Moritz Leser
 (1864-1923) und Selma Baruch 
geb. Leser (1892-1939)   
    
     
     
Sondershausen Friedhof 159.jpg (217437 Byte) Sondershausen Friedhof 160.jpg (182892 Byte) Sondershausen Friedhof 162.jpg (176983 Byte)
Grabstein links für Dina Reichhardt 
geb. Katz (1851-1916)  
  
Grabstein für Hermann Redelmeier
 (1846-1932) und Rosalie Redelmeier 
geb. Lehmann (1857-1938) 
Inmitten prächtiger Frühlingsblumen
 Grabstein für Paul Heilbrunn 
  
     
Sondershausen Friedhof 161.jpg (153997 Byte) Sondershausen Friedhof 170.jpg (205597 Byte) Sondershausen Friedhof 163.jpg (115329 Byte)
Grabstein für Rudolf David 
(1857-1930) und Mathilde David 
geb. Weinberg (1850-1930)  
  
Grabstein rechts für Seraphine Leser 
geb. Goldschmidt (gest. 1889) und 
ihre Tochter Alma Leser (1869-1889);
 Grabstein links für Sara Leser geb. Katz  
Grabstein für Emma Redelmeier
 (1848-1913), Helene Redelmaier
 (1884-1906) und Albert Redelmaier
 (1854-1919)  
     
Sondershausen Friedhof 167.jpg (201911 Byte) Sondershausen Friedhof 165.jpg (220472 Byte) Sondershausen Friedhof 166.jpg (200734 Byte)
Teilansichten des neueren Friedhofsteiles; Grabsteine auf dem linken Foto in der
 Mitte für Caroline Katz geb. Reichhardt, rechts für Selmar Schönfeld (1853-1897) 
Grabstein rechts für den Kaufmann 
Samuel Simon (1856-1907)  
      
Sondershausen Friedhof 171.jpg (159619 Byte)Sondershausen Friedhof 171a.jpg (105289 Byte) Sondershausen Friedhof 168.jpg (143390 Byte)Sondershausen Friedhof 168a.jpg (183008 Byte) Sondershausen Friedhof 169.jpg (143955 Byte)
Grabstein für Gustav Gers 
(1849-1909)  
Grabstein links für Rabbiner Professor Philipp Heidenheim (1814-1906), 
rechts für seine Frau Lina geb. Leser  (gest. 1897)  
     
Sondershausen Friedhof 172.jpg (196281 Byte) Sondershausen Friedhof 174.jpg (208250 Byte) Sondershausen Friedhof 175.jpg (188677 Byte)
Teilansichten des Friedhofes - alter Teil  
     
  Sondershausen Friedhof 173.jpg (167130 Byte)  
  "Segnende Hände" der Kohanim    
     

    
    
Presseberichte zum Friedhof 

September 2012: Sanierungsmaßnahmen werden durchgeführt und mit einem Betrag aus Lottomitteln unterstützt    
Artikel in den "Kyffhäuser-Nachrichten" vom 17. September 2012: "Kulturerbe erhalten
Thüringens Kulturminister Christoph Matschie (SPD) übergab einen Lottomittelbescheid an die Stadt Sondershausen für Sanierungsarbeiten am jüdischen Friedhof. Den Lottomittelbescheid nahm Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) und seine 1. Beigeordnete Cornelia Kraffzick entgegen. Die Zuwendung in Höhe von 1.000 Euro erfolgt für die Sicherung und Sanierung jüdischer Grabmale. Nach den Worten von Matschie tragen die Sanierungsarbeiten auf dem Jüdischen Friedhof in Sondershausen dazu bei, Zeugnisse jüdischen Lebens im öffentlichen Bewusstsein zu halten. 'Die jüdische Geschichte ist ein wichtiger Bestandteil unseres kulturellen Erbes', so der Minister...." 
Link zum Artikel    
 
Oktober 2015: Führung über den jüdischen Friedhof   
Artikel in den "Kyffhäuser Nachrichten" vom 25. Oktober 2015: "Rundgang auf Jüdischem Friedhof..."  
Link zum Artikel (mit Fotos)   
 

  
    

Links und Literatur 

Links: 

Website der Stadt Sondershausen  
Zur Seite über die jüdische Geschichte / Synagoge in Sondershausen (interner Link)

Literatur:  

Nathanja Hüttenmeister: Der jüdische Friedhof von Sondershausen. Band 2 von: Juden in Schwarzburg. Festschrift zu Ehren Prof. Philipp Heidenheims (1814-1906). Hrsg. vom Schlossmuseum Sondershausen (Sondershäuser Kataloge IV). Dresden 2006; 280 S. mit eingelegtem Faltplan. ISBN 3-937602-74-7. 
Israel Schwierz: Zeugnisse jüdischer Vergangenheit in Thüringen. Eine Dokumentation - erstellt unter Mitarbeit von Johannes Mötsch. Hg. von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen ( www.lzt.thueringen.de) 2007. Zum Download der Dokumentation (interner Link). S. 233-238.   

 
   

                   
vorheriger Friedhof     zum ersten Friedhof    nächster Friedhof   

            

 

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an Alemannia Judaica (E-Mail-Adresse auf der Eingangsseite)
Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 26. Oktober 2015