Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Yverdon-les-Bains (Kanton Waadt, CH)
Jüdische Gemeinde / Betraum

Übersicht:

Zur jüdischen Geschichte in Yverdon 
Berichte aus der jüdischen Geschichte in Yverdon   
Fotos / Darstellungen   
Links und Literatur   

   

Zur jüdischen Geschichte in Yverdon       
   
In Yverdon bestand eine kleine jüdische Gemeinde im 19./20. Jahrhundert.     
   
Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte die Zuwanderung mehrerer jüdischer Familien, sodass - nach den Angaben des "Jüdischen Jahrbuches der Schweiz" (siehe unten) - bereits 1860 eine israelitische Gemeinde gegründet werden konnte (nach Angaben bei Weldler-Steinberg s.Lit. erst 1888). Um 1860 gab es sechs jüdische Familien in der Stadt. Die Zahl nahm in der Folgezeit zu bis auf etwa 20 Familien um 1920 (etwa 100 Personen).  
   
Ein Betsaal wurde in einem der jüdischen Häuser eingerichtet. Bei einem Betsaal ist es auch in der Folgezeit geblieben: eine Synagoge wurde nicht erbaut. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Kultusbeamter angestellt, der vor allem als Kantor (Vorbeter im Betsaal) und vermutlich auch für den Unterricht der Kinder tätig war. Zwei Namen von Kultusbeamten sind bekannt: Alphonse Elikan (1918 erwähnt) und ein Herr Goldring (1921 erwähnt).    
  
Um 1920 war Jacques Bloch Präsident der Israelitischen Gemeinde. Ein Einrichtungen der Wohltätigkeit bestand eine Armenkasse.   
  
Über die weitere Geschichte der jüdischen Gemeinde in Yverdon liegen noch keine weiteren Mitteilungen vor. Informationen bitte an den Webmaster (Adresse siehe Eingangsseite). 
 
Die derzeit in Yverdon-les-Bains lebenden jüdischen Einwohner gehören teilweise der jüdischen Gemeinde in Lausanne an ("Communauté Israélite de Lausanne et du canton de Vaud").    

  
   
   
Berichte aus der jüdischen Geschichte in Yverdon bis um 1920      
       
Die jüdische Gemeinde Yverdon sucht eine Torarolle (1903)  

Anzeige im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 6. November 1903: 
"Eine kleine israelitische Gemeinde sucht ein gut erhaltenes 
Sefer
 
zu kaufen. Offerten erbeten an 
Nathan Leval 
Yverdon  St. Waadt. Schweiz."       

    
Statistik der jüdischen Einwohner 1917      

Artikel im "Jüdischen Jahrbuch der Schweiz" von 1917 S. 220: Es werden angegeben an jüdischen Einwohnern: 
"Kanton Zürich: Zürich 5212, Winterthur 133, Bülach 24; 
Baselstadt 2452; 
Genf 2236; 
Kanton Bern
: Bern 1062, Biel 413, Delsberg 75, Burgdorf 50, Langental 32, Laufen 27, Thun 27; 
Kanton Waadt:
Lausanne 989, Vevey 127, Yverdon 102, Montreux 96, Avenches 74, Nyon 64, Morges 40, Mondon 32, Cossonay 24".      


Gemeindebeschreibung (1918)      
   

Yverdon JuedJbSchw 1918 261.jpg (34230 Byte) Gemeindebeschreibung im "Jüdischen Jahrbuch der Schweiz" Jahrgang 1918 S. 261: "Yverdon
In Yverdon, Kanton Waadt, besteht seit dem Jahre 1860 eine israelitische Gemeinde, die mit 19 Mitgliedern ca. 100 Seelen zählt.  
Vorstand: Jacques Bloch, Präsident; Julien Dreyfus, Aktuar; Salamon Guggenheim, Kassier.  
Kultusbeamter: Alphonse Elikan, Kantor. 
Institutionen: Betsaal. - Armenkasse (Kassier: Henri Walther)."     

   
Gemeindebeschreibung (1921)   

Yverdon JuedJbSchw 1921 185.jpg (34633 Byte)Gemeindebeschreibung im "Jüdischen Jahrbuch der Schweiz" Jahrgang 1921 S. 185: "Yverdon
In Yverdon, Kanton Waadt, besteht seit dem Jahre 1860 eine israelitische Gemeinde, die mit 19 Mitgliedern ca. 100 Seelen zählt. 
Vorstand: Jacques Bloch, Präsident; Julien Dreyfus, Aktuar; Salamon Guggenheim, Kassier. 
Kultusbeamter: Herr Goldring.  
Institutionen: Betsaal. - Armenkasse (Kassier: Henri Weill.)."    

       
       
Berichte zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde 

Hinweis auf die jüdische Familie Donath in Yverdon  
Anmerkung: Der Webmaster konnte bislang noch keine zusammenfassende Darstellung zur Geschichte der Familie Donath in Yverdon erstellen, aus der der für das schweizerische Judentum hoch bedeutende langjährige Präsident des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes Prof. Dr. Alfred Donath stammt. Nach den zahlreichen zu seinem Tod erschienen Berichten war er "Sohn eines Rabbiners", doch wird nicht mitgeteilt, um welchen Rabbiner Donath es sich gehandelt hat. 1933 wird zur Beisetzung von Charlotte Nordmann ein "Dr. Donath, Yverdon" genannt, wobei es sich vermutlich um den Vater von Alfred Donath gehandelt hat. Nähere Hinweise zur Geschichte der Familie Donath in Yverdon erbittet der Webmaster der "Alemannia Judaica", Adresse siehe Eingangsseite.        

Zum Tod von Charlotte Nordmann (1933)    

Solothurn Israelit 11051933.jpg (145064 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. Mai 1933: "Zürich, 8. Mai (1933). Eine Frau, die die göttlichen Gebote gewissenhaft und genau beobachtete und bestrebt war, hier auf Erden nur Gutes und Edles zu wirken, war Frl. Charlotte Nordmann. In Solothurn, als Tochter von Salomon Nordmann - seligen Andenkens - geboren, hat sie bereits in zartester Kindheit eine jüdische, streng fromme Erziehung genossen. Im Alter von drei Jahren hat sie ihre Mutter verloren, und sie war noch nicht aus der Schule, als sie den Tod ihres Vaters zu beklagen hatte. So lernte sie frühzeitig den Ernst des Lebens kennen, jedoch ihr felsenfestes Gottvertrauen, ihre tiefe Religiosität standen ihr zur Seite und halfen ihr die schwersten Schicksalsschläge geduldig zu ertragen. Sie lebte nur für ihre Angehörigen und Mitmenschen. Keine Mühe war ihr zu groß, kein Opfer zu bedeutend, wenn es sich um das Wohl ihrer Angehörigen oder Mitmenschen handelte. Dank der aufopfernden Liebe und Hingebung ihres einzigen Bruders, Charles Nordmann, Basel, und ihrer Schwestern, die mit besonderer Anhänglichkeit und Liebe an ihr hingen und ihr die sorgfältigste Pflege angedeihen ließen, konnte einiges Licht auf ihr düsteres Leben geleitet werden. 
Auf dem Friedhofe der Israelitischen Religionsgesellschaft Zürich ehrte Herr Rabbiner Kornfein in warmen Worten das Andenken der Verblichenen und hob ihre Verdienste und 'Tugenden hervor. Herr Dr. Donath, Yverdon, schilderte den schweren Verlust der Familie und nahm in bewegten Worten Abschied von der Heimgegangenen. Ihre Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens."

    
Über Alfred Donath (1932-2010)   

Prof. Dr. Alfred Donath (geb. 1932 in Basel, aufgewachsen in Yverdon, gest. 2010 in Genf, beigesetzt im Friedhof Veyrier): studierte Medizin in den USA und in Bern; spezialisierte sich zunächst als Kinderarzt, später in der Nuklearmedizin; von 1971 bis zu seiner Pensionierung Leiter verschiedener Abteilungen der Genfer Universitätsklinik; war von 2000 bis 2008 Präsident des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes (SIG). 
Wikipedia-Artikel über Alfred Donath

   
   
  
Fotos   

Zur jüdischen Geschichte in Yverdon sind noch keine Fotos vorhanden.  
      

   
    
Links und Literatur

Links:  

Website der Stadt Yverdon 

Website der Communauté Israélite de Lausanne et du canton de Vaud   

Literatur:  

Augusta Weldler-Steinberg: Geschichte der Juden in der Schweiz vom 16. Jahrhundert bis nach der Emanzipation. 1970 Bd. 2 S. 223.   

   

  

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 03. November 2012