Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Aktuell: Projekt der Universität Potsdam: "Jüdische Friedhöfe in Brandenburg"  
  

Jüdische Friedhöfe in Berlin und Brandenburg - Teil 2 Orte C - E

  
Cottbus (CB)  

Cottbus Friedhof 182.jpg (135752 Byte) Zu den Friedhöfen in Cottbus besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken   

   
   
   
Eberswalde (BAR)     

Eberswalde Friedhof 198.jpg (170269 Byte) Zu den Friedhöfen in Eberswalde besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken   

   
   
   
Eisenhüttenstadt - Fürstenberg an der Oder (LOS)           
    
Zur Geschichte der Friedhöfe: Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden zunächst in Friedland beigesetzt. Ein eigener Friedhof wurde in Fürstenberg 1840 weit außerhalb der Stadt, hinter dem jetzigen Hauptpostamt angelegt (alter jüdischer Friedhof). Bis 1890 wurde er belegt. Von diesem Friedhof ist nichts mehr erhalten. 
Ein neuer jüdischer Friedhof wurde 1890 eingeweiht. Er umfasst eine Fläche von etwa 4 ar. Die letzte Beisetzung fand 1939 statt. In der NS-Zeit und danach wurde der Friedhof mehrfach geschändet und teilweise abgeräumt. Von den ursprünglich 20 bis 25 Steinen sind nur noch 15 erhalten. Der Friedhof steht unter Denkmalschutz (Verzeichnis der Denkmale des Landkreises Oder-Spree 030-03-13).
Auch im Januar 1993 wurde der Friedhof geschändet, wobei elf Grabsteine umgeworfen und einer mit einem Hakenkreuz beschmiert wurde. 
    
Lage des Friedhofes: Der neue Friedhof liegt am Kirchhofweg, gegenüber dem Oberstufenzentrum III, schräg gegenüber vom kommunalen Friedhof. 

Lage des jüdischen Friedhofes in Eisenhüttenstadt auf dem dortigen Stadtplan:
 links anklicken: der Link zeigt die Lage des jüdischen Friedhofes an
bzw. über "Einrichtungen" zu "Friedhof, jüdisch". 

Berichte zum Friedhof      

August 2017: Über den jüdischen Friedhof in Fürstenberg  
Artikel von Stefan Lötsch in der "Märkischen Oderzeitung" vom 11. August 2017: "Der neue jüdische Friedhof in Fürstenberg wurde erst 1890 angelegt / Jüdische Bestattungen gab es seit 1835 in der Stadt. Noch 15 Grabstätten sind geblieben.
Eisenhüttenstadt.
Friedhöfe und alte Grabstätten haben für viele Menschen etwas Faszinierendes. Das Oder-Spree Journal hat Geschichten rund um Friedhöfe recherchiert - heute der jüdische Friedhof in Fürstenberg. Er liegt etwas abseits, in der Nähe von leerstehenden Garagen jenseits des evangelischen Friedhofes in Fürstenberg: An der Zahl der Grabsteine ist zu erkennen, dass es sich um einen kleinen Friedhof handelt, ein Hinweisschild gibt kurze Informationen: Es handelt sich um den jüdischen Friedhof. 15 Grabstellen gibt es dort noch, weiß Erich Opitz, Vorsitzender der Bürgervereinigung Fürstenberg/Oder. Familienmitglieder der Familie Fellert liegen dort begraben, aber auch Sally Fleischer. Der Kaufmann aus Fünfeichen war Teilnehmer des 1. Weltkrieges, wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Als nach dem 1. Weltkrieg jüdische Soldaten beschuldigt wurden, ihnen fehle der Patriotismus, gehörte Sally Fleischer mit zu den Gründern des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten. 12000 Mitglieder hatte der, sagt Erich Opitz. Die Auszeichnungen der jüdischen Soldaten für Tapferkeit lagen überdurchschnittlich zum Bevölkerungsanteil. Die jüdische Bestattungskultur hat eine relativ junge und auch kurze Geschichte in Fürstenberg. Bis 1835 wurden die Juden der Region in Friedland - im Volksmund 'Jüdisch Friedland' - beerdigt. Der erste jüdische Friedhof in Fürstenberg befand sich auf einem Grundstück neben der ehemaligen Post in der Bahnhofstraße. Erich Opitz nennte die Jahreszahlen 1835 bis 1890. Danach wurde der neue Friedhof errichtet, der sich noch heute an der gleichen Stelle befindet. In den 1930er-Jahren sind in Fürstenberg 13 jüdische Steuerzahler registriert. Die jüdische Gemeinde dürfte um die 50 Personen umfasst haben. Der größte Teil wurde deportiert und kam in Konzentrationslagern ums Leben. Erich Opitz weist darauf hin, dass während der Zeit des Nationalsozialismus nicht bekannt sei, dass der jüdische Friedhof geschändet wurde. Sehr wohl sind aber mehrere Vorfälle in der Zeit nach 1990 dokumentiert. Mit der Pflege des Friedhofes ist die Stadt beauftragt. Grundlage dafür ist ein Abkommen zwischen den Ländern und jüdischen Verbänden. 'Dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg wurde die Zuständigkeit für die Pflege und Betreuung jüdischer Friedhöfe im Land Brandenburg übertragen', erklärt Michael Reichl, Leiter des Fachbereiches Bauen und Liegenschaftsverwaltung. 'Mit der Realisierung dieser Aufgabe werden die Kommunen beauftragt.' Die Stadt wiederum hat die Aufgabe der Stadtwirtschaft übertragen, vom Land gibt es dafür eine Pflegepauschale. 'Neben den wöchentlichen Kontrollen des jüdischen Friedhofs erfolgt eine Reinigung jeweils im Frühjahr, Sommer und Herbst eines jeden Jahres', erläutert Michael Reichl die Aufgaben. 'Werden durch die Stadt Beschädigungen u. a. durch Vandalismus festgestellt, werden diese unverzüglich beseitigt.' Darüber hinaus wird auch unter anderem Wildwuchs beseitigt und umgefallene Grabsteine aufgerichtet. Allerdings dürfen Grabsteine nicht versetzt, Bäume nicht gefällt und Erdreich nicht bewegt werden. Männer, darauf weist ein Schild am Eingang des Friedhofes hin, dürfen diesen nach jüdischem Brauch nur mit einer Kopfbedeckung betreten."  
Link zum Artikel  

Link: Website der Stadt Eisenhüttenstadt  
Website der Chewra Kadischa e.V. Land Brandenburg http://www.chewrakadischa-blb.de/Judische-Friedhofe/Landkreis-Oberhavel/landkreis-oberhavel.html
Wikipedia-Artikel   https://de.wikipedia.org/wiki/Jüdischer_Friedhof_(Fürstenberg) 
Literatur: Zeugnisse jüdischer Kultur S. 89-90; Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 322.
   
   
   
Erkner (LOS)               
    
Zur Geschichte des Friedhofes:
 Auf dem kommunalen Friedhof der Stadt Erkner gibt es einige jüdische Gräber.    
    
Lage des Friedhofes: Kommunaler Friedhof an der Gerhart-Hauptmann-Straße.   

Lage des kommunalen Friedhofes in Erkner auf dem dortigen Stadtplan:
links anklicken der Link zeigt die Lage des kommunalen Friedhofes an:
bzw. über "Einrichtungen" zu "Friedhof, Erkner".

Link: Website der Stadt Erkner
Literatur: Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 334. 
    
    
    
Fehrbellin (OPR)          
    
Zur Geschichte des Friedhofes:
 Der jüdische Friedhof in Fehrbelllin wurde 1825 bei der Kolonie "Im Sande" am Wege zur Schäferei angelegt. Die Kaufleute Liebmann und Mendel hatten das Grundstücke privat erworben und eingezäunt. Der Friedhof wurde vermutlich nur bis um 1900 belegt, da bis dahin fast alle jüdischen Familien der Stadt verzogen waren. In der NS-Zeit oder danach wurde er zerstört und abgeräumt. 1988 waren nur noch ein Grabsteinsockel und viele Ziegelsteine vorhanden, die um einen kleinen Hügel vom 20 m Durchmesser liegen. Seit 1999 ist ein Gedenkstein vorhanden. Das Friedhofsgrundstück umfasst 1,87 ar.  
    
Lage des Friedhofes: Der Friedhof liegt stadtauswärts Richtung Brumme, an der Brummer Straße etwa 300 m links in einer Wiesensenke (am Ende des Dechtower Weges kleiner Hügel mit Eichen)    
 
Link: Website der Stadt Fehrbellin 
Website der Chewra Kadischa e.V. Land Brandenburg zum jüdischen Friedhof Fehrbellin: http://www.chewrakadischa-blb.de/Judische-Friedhofe/Landkreis-Ostprignitz---Ruppin/landkreis-ostprignitz---ruppin.html 
Literatur: Zeugnisse jüdischer Kultur S. 90; Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 336.    
    
   
   
Finsterwalde (EE)                  
    
Zur Geschichte der Friedhöfe: 
Über die Geschichte des jüdischen Friedhofes in Finsterwalde ist nur wenig bekannt. Beisetzungen fanden bis etwa 1913 statt. Der Friedhof überstand zwar die NS-Zeit, verwilderte jedoch bis 1950. Damals waren noch Grabsteine vorhanden. 1950 wurde das Grundstück an zwei Privatpersonen als Baugrundstück für den Eigenheimbau vergeben. Seitdem sind die Grabsteine verschwunden. Bemühungen um eine Herrichtung des Grundstückes beziehungsweise eine Markierung mit einem Gedenkstein seit den 1990er-Jahren blieben bislang erfolglos.           
    
Lage des Friedhofes: Der Friedhof liegt beziehungsweise lag unmittelbar nördlich des Frankenaer Weges und westlich des Bahngleises/Westringes (östlich des Sportplatzes). 
Adresse der auf dem Friedhofsgrundstückes erbauten Einfamilienhäuser: Frankenaer Weg 104.  

Ungefähre Lage des jüdischen Friedhofes in Finsterwalde auf dem dortigen Stadtplan:
links anklicken: der Link führt zum "Westring".
Der jüdische Friedhof lag wie oben beschrieben an der Ecke Frankenaer Weg /Westring.
Rechts Blick auf das Friedhofsgrundstück "Frankenaer Weg 104" mit dem noch
heute erkennbaren quadratischen Grundriss des Friedhofes
(Quelle: Googlemaps https://goo.gl/maps/RjJK6bDsRGGtbUcVA).

Link: Website der Stadt Finsterwalde    
Website der Chewra Kadischa e.V. Land Brandenburg zum jüdischen Friedhof Finsterwalde: http://www.chewrakadischa-blb.de/Judische-Friedhofe/Landkreis-Elbe-Elster/landkreis-elbe-elster.html  
Literatur: Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 338-339. 
    
    
    
Forst (Lausitz) (SPN, beziehungsweise Zasieki, PL)          
    
Zur Geschichte des Friedhofes:
 Der jüdische Friedhof in Forst wurde um 1900 angelegt. Er liegt in dem heute polnischen Teil von Forst (Zasieki). In der NS-Zeit soll der Friedhof nicht geschändet worden sein. Bis um 1990 war der Friedhof jedoch verwüstet und zugewachsen. 1992 wurde er wieder - soweit möglich - hergerichtet. 
    
Lage des Friedhofes: Der Friedhof liegt an der ehemaligen Teplitzer Straße außerhalb der Neustadt.           
    
Fotos

Forst Friedhof 010.jpg (63140 Byte) Forst Friedhof 012.jpg (59090 Byte) Forst Friedhof 011.jpg (53317 Byte) Forst Friedhof 013.jpg (75843 Byte)
Teilansichten des Friedhofsgeländes    Grabstein für Hermann Goldschmidt
(1881-1936)
   

Link: Website der Stadt Forst (Lausitz) 
Informationsseite "Geschichte der Juden in Forst" (von hier sind die obigen Fotos)
Website der Chewra Kadischa e.V. Land Brandenburg: keine Informationen zum Friedhof Forst (da auf polnischem Gelände)
Website juedische-friedhoefe.info mit Seite zum jüdischen Friedhof Forst https://www.juedische-friedhoefe.info/friedhoefe-nach-regionen/brandenburg/die-lausitz-suedliches-brandenburg/forst.html  
Literatur: Zeugnisse jüdischer Kultur S. 90; Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 340-341.   
    
    
    
Frankfurt/Oder (FF)                  

Zu den Friedhöfen in Frankfurt/Oder besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken   

 
 
 
Friedland (Niederlausitz) (LOS)            
    
Zur Geschichte des Friedhofes: Über die Geschichte des jüdischen Friedhofes in Friedland (im Volksmund früher "Jüdisch Friedland" genannt) ist wenig bekannt. Er wurde vermutlich bald nach Ansiedlung der ersten Juden in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts oder spätestens im 18. Jahrhundert angelegt. Bis 1814 wurden auf dem Friedhof auch die Toten der jüdischen Gemeinde Cottbus beigesetzt. Nach mehreren Erweiterungen umfasste die Friedhofsfläche ca. 19 ar. Auf Grund der Abwanderung der Juden aus Friedland soll der letzte jüdische Friedländer bereits in den 1860er-Jahren hier beigesetzt worden sein. Jedoch wurden bis Ende der 1920er-Jahre noch Juden aus anderen Orten (Lieberose) hier begraben. 1934 wurde der Friedhof von Teilnehmern der Reichsarbeitsdienst-Truppenführerschule auf der Burg Friedland verwüstet. Die Grabsteine wurden danach teilweise als Wegbefestigung im angrenzenden Naturgarten zweckentfremdet. 
1988 wurde der Friedhof teilweise wieder hergerichtet (Friedhofsmauer, neues schmiedeeisernes Eingangstor). Auf dem älteren Teil stehen heute noch vier Grabsteine, der jüngste von 1921 (Ida Wolff geb. Meyer). Eine Reihe weiterer Grabsteine aus Sandstein sind teilweise erhalten.  
       
Lage des Friedhofes: Der Friedhof liegt außerhalb der Stadt an der Beeskower Straße 30. 
      
Fotos:    

Friedland Friedhof 010.jpg (48922 Byte) Friedland Friedhof 011.jpg (55670 Byte)
Teilansichten des Friedhofes (Quelle s.u.)   

Link: Website der Gemeinde Friedland (Niederlausitz) mit einem Artikel von Dr. Krüger (Zeitschrift für die Geschichte der Juden 5/1934) über "Die jüdische Gemeinde zu Friedland"
Informationsseite: "Geschichte der Juden in Friedland" mit Fotos (s.o.) 
Website der Chewra Kadischa e.V. Land Brandenburg zum jüdischen Friedhof Friedland:  http://www.chewrakadischa-blb.de/Judische-Friedhofe/Landkreis-Oder-Spree/landkreis-oder-spree.html
Wikipedia-Artikel  https://de.wikipedia.org/wiki/Jüdischer_Friedhof_Friedland_(Niederlausitz)              
Literatur: Zeugnisse jüdischer Kultur S. 91f ; Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 348.
   
   
   
Friesack (HVL)             
   
Zur Geschichte des Friedhofes:
 Der jüdische Friedhof in Friesack ist möglicherweise noch im 18. Jahrhundert angelegt worden. Der älteste noch lesbare Stein ist von 1829 (Isaac Salomon). Der jüngste Stein ist von 1925. Der Friedhof liegt auf einem kleinen, künstlich wirkenden Hügel, der ungefähr einen halben bis einen Meter über dem ihm umgebenden Gelände liegt, vielleicht ein Hinweis auf eine Belegung des Friedhofes in zwei Schichten. Insgesamt sind noch 17 Grabsteine erhalten. Nach 1945 war der Friedhof in stark verwahrlostem Zustand. Ab 1986 wurde der Friedhof wieder hergerichtet, wobei die damals noch erhaltenen Grabsteine weder am ursprünglichen Standort noch in südöstlicher Richtung nach Jerusalem aufgestellt wurden. Aufgefundene Grabsteinfragmente wurden abtransportiert und entsorgt.    
    
Lage des Friedhofes: Der Friedhof liegt am westlichen Rand der Stadt an der Landstraße nach Rhinow (Klessener Straße), hinter sieben zusammengewachsenen alten Eichen ("Siebenbrüdereiche") zwischen zwei landwirtschaftlichen Gehöften.           
    
Fotos (Quelle): 

Friesack Friedhof 010.jpg (17307 Byte) Friesack Friedhof 011.jpg (17293 Byte)
Teilansicht Grabstein für Julius und Goldine Salomon

Link: Website von Amt und Stadt Friesack   Weitere Private Homepage zu Friesack  mit Fotoseite zum Friedhof (Quelle für die obigen beiden Fotos) 
Dokumentation der Universität Potsdam zum jüdischen Friedhof Friesack https://www.uni-potsdam.de/de/juedische-friedhoefe/friedhof-friesack mit weiteren Unterseiten zur Geschichte der jüdischen Gemeinde, zur Geschichte des Friedhofes, zur Anlage des Friedhofs mit Lageplan und Belegungsliste.                    
Website der Chewra Kadischa e.V. Land Brandenburg zum jüdischen Friedhof Friesack: http://www.chewrakadischa-blb.de/Judische-Friedhofe/Landkreis-Havelland/landkreis-havelland.html
Wikipedia-Artikel  https://de.wikipedia.org/wiki/Jüdischer_Friedhof_(Friesack)
Literatur: Zeugnisse jüdischer Kultur S. 92; Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 349-351.
    
    
     
Fürstenberg/Havel (OHV)               
    
Zur Geschichte des Friedhofes:
  1761 bat die in Fürstenberg entstandene jüdische Gemeinde den Herzog um Einrichtung eines jüdischen Friedhofes in der Stadt, nachdem die Bürgerschaft erlaubt hatte, dass vor dem Zehdenicker Tor ein solcher angelegt werden könne. Mindestens seit 1767 kam es zu Beisetzungen auf dem Friedhof, der bereits 1793 erweitert werden musste. Der Friedhof wurde auf zwei Seiten mit einer Mauer umgeben, die beiden anderen Seiten waren mit einem Holzzaun abgegrenzt. 1856 wurde ein Leichenhaus erstellt. Die letzte Beisetzung war um 1925.
In der NS-Zeit sollte der Friedhof aufgelöst werden. Er wurde damals oder erst nach 1945 abgeräumt (oder die niedergelegten Grabsteine mit Erde bedeckt). 1982 war nur noch ein Grabstein mit einer hebräischen Inschrift auf dem Friedhofsgrundstück. Er ist - nachdem er einige Jahre abgeräumt und im Heimatmuseum war, heute wieder auf dem Friedhofsgrundstück zu sehen. Ein Findling mit der Aufschrift "Jüdischer Friedhof" ist seit dem Jahr 2000 vorhanden.   
    
Lage des Friedhofes:  Das Friedhofsgrundstück liegt zwischen dem Grundstück Berliner Straße 12 und der Dammstraße.   
  
Link: Website der Stadt Fürstenberg/Havel 
Website der Chewra Kadischa e.V. Land Brandenburg zum jüdischen Friedhof Furstenberg/Havel  http://www.chewrakadischa-blb.de/Judische-Friedhofe/Landkreis-Oberhavel/landkreis-oberhavel.html 
Literatur: Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 334. 
    
    
    
Fürstenwalde/Spree (LOS)             
   
Zur Geschichte der Friedhöfe: 
Von einem alten jüdischen Friedhof sind heute keine Spuren mehr erhalten. Er wurde bis zum Juli 1829 belegt und lag dicht neben dem Neuen Tor außerhalb der Stadtmauer. Um 1850 musste der Friedhof einem Sommerlokal der damaligen "Tivoli-Brauerei" weichen. Gegen 1860 wurden auch die Grabsteine beseitigt.
1829 wurde ein neuer jüdischer Friedhof angelegt. Er wurde 1835 mit einer Mauer umgeben und 1928 erweitert. Die letzte Beisetzung soll 1936 stattgefunden haben.
In der NS-Zeit und danach wurde der Friedhof mehrfach geschändet und weitgehend abgeräumt. Viele Grabsteine wurden noch in den 1980er-Jahren weggebracht. Es sind nur noch etwa 25 Grabsteine erhalten. Die ehemals vorhandene Friedhofshalle wurde in der NS-Zeit zerstört. 1988 wurde eine Gedenktafel an der Friedhofsmauer angebracht. Der jüdische Friedhof steht unter Denkmalschutz (Verzeichnis der Denkmale des Landkreises Oder-Spree 036-01-39).
Im Oktober 1995 und im Mai 1997 wurde der Friedhof geschändet (jeweils aufgesprühte rechtsradikale Parolen und Symbole). Ab 1999 wurde der vorhandene Bestand dokumentiert. Um 2000 wurde eine erneute Sanierung vorgenommen, die mit einer Übergabefeier am 4. September 2001 abgeschlossen wurde.     
    
Lage des (neuen) Friedhofes: Der (neue) Friedhof liegt an der Frankfurter Straße/Ecke Grünstraße. 

Lage des jüdischen Friedhofes in Fürstenwalde auf dem dortigen Stadtplan:
 links anklicken: der Link zeigt die Lage des jüdischen Friedhofes an;  
bzw. über das Verzeichnis der "Einrichtungen" zu "Friedhof, jüd.". 

Link: Website der Stadt Fürstenwalde/Spree  
Website der Chewra Kadischa e.V. Land Brandenburg zum jüdischen Friedhof Fürstenwalde http://www.chewrakadischa-blb.de/Judische-Friedhofe/Landkreis-Oder-Spree/landkreis-oder-spree.html 
Wikipedia-Artikel  https://de.wikipedia.org/wiki/Jüdischer_Friedhof_(Fürstenwalde)
Literatur: Zeugnisse jüdischer Kultur S. 93; Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 351-353. 
     
     
     
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Allgemeine Literatur:

bulletZeugnisse jüdischer Kultur. Erinnerungsstätten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Projektleitung: Kathrin Wolff. Gesamtredaktion: Cordula Führer. Berlin 1992.
bulletHerbert Sander: Jüdische Friedhöfe in der Mark Brandenburg. Malerei - Grafik - Fotografie. Buch zur Ausstellung in der Orangerie im Park Sanssouci 23. September bis 17. Oktober 1993.
bulletMichael Brocke/Eckehart Ruthenberg/Kai Uwe Schulenburg: Stein und Name. Die jüdischen Friedhöfe in Ostdeutschland (Neue Bundesländer/DDR und Berlin). Berlin 1994.
bulletMichael Brocke/Christiane E. Müller: Haus des Lebens. Jüdische Friedhöfe in Deutschland. Leipzig 2001.

     
       

      

      

 

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Stand: 15. Oktober 2013