Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Aschenhausen (VG Hohe Röhn, Kreis Schmalkalden-Meiningen) 
Jüdischer Friedhof
   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde            
     
Siehe Seite zur Synagoge in Aschenhausen (interner Link)    
    
    
Zur Geschichte des Friedhofes      
      
Der jüdische Friedhof wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts angelegt. Das Grundstück wurde den jüdischen Familien von der Ortsherrschaft für 20 Taler für jeweils 30 Jahre als Lehen überlassen. Nach den ursprünglichen Bestimmungen mussten an jährlichen Abgaben für die Benutzung des Friedhofes 1/4 Pfund Pfeffer, 1/4 Pfund gemahlener Ingwer und zwei Muskatnüsse abgeliefert werden. Für jeden Beigesetzten waren von den Angehörigen ein Taler (für einen alten Menschen), drei Kopfstücke (für einen unter 30-Jährigen) bzw. ein halber Taler (für ein Kind) zu bezahlen. 
      
Die erste Beisetzung fand 1707 statt. Auf dem Friedhof wurden die Toten der jüdischen Gemeinden/Familien von Aschenhausen, Kaltennordheim, Kaltensundheim und Opfershausen beigesetzt. Der älteste erhaltene Grabstein ist von etwa 1720. Die letzten Bestattungen waren vermutlich im Februar 1936 (Rosalie Richheimer und Babette Richheimer). Es sind zwei große Grabfelder mit insgesamt etwa 150 Grabsteinen vorhanden. Die Friedhofsfläche umfasst etwa 50 ar. 
     
Nach 1945 kam der Friedhof in den Besitz des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden Thüringens mit Sitz in Erfurt (1948). Nachdem 1959 auf Grund der Hanglage des Friedhofes einige Grabsteine umgefallen waren, wurden erste Restaurierungsmaßnahmen ergriffen und ein Teil der Grabsteine in Beton gefasst. 1994 wurde im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme die gesamte Friedhofsanlage hergerichtet. 
    
    
Die Lage des Friedhofes   
   
Der Friedhof befindet sich am Waldrand etwa 150 m westlich vom Dorfausgang unterhalb des Leichelberges (erreichbar über Kirchstraße, ausgeschildert).    
  
  
Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: 12.8.2005)   

Aschenhausen Friedhof 108.jpg (64919 Byte) Aschenhausen Friedhof 109.jpg (82525 Byte) Aschenhausen Friedhof 100.jpg (71798 Byte)
Der Weg zum Friedhof ist ausgeschildert  Eingangstor  Blick über den Friedhof 
     
Aschenhausen Friedhof 102.jpg (81019 Byte) Aschenhausen Friedhof 103.jpg (89056 Byte) Aschenhausen Friedhof 101.jpg (83792 Byte)
Teilansichten des Friedhofes 
   
Aschenhausen Friedhof 107.jpg (82909 Byte) Aschenhausen Friedhof 104.jpg (69810 Byte) Aschenhausen Friedhof 105.jpg (82892 Byte)
Gedenkstein für die in der NS-Zeit
 deportierten Moritz Schmidt aus
 Aschenhausen (geb. 11.8.1874) und 
Käte Schmidt aus Kaltennordheim 
(geb. 22.6.1895)  
Grabstein für Faibel Schmidt 
aus Aschenhausen 
(18. Mai 1826 - 3. April 1905)  
  
Auffallender Grabstein für die letzten 
auf dem Friedhof Beigesetzten: 
Rosalie und Babette Richheimer
gestorben im Februar 1936.  
      
     

   
   

Links und Literatur  

Links:   

Website der Verwaltungsgemeinde Hohe Rhön  
Informationsseite zu Aschenhausen der VG Hohe Rhön: hier anklicken  
Informationsseite zu Aschenhausen der "Rhön-Region Geba": hier anklicken    
Zur Seite über die Synagoge in Aschenhausen (interner Link)  
Wikipedia-Artikel zu Aschenhausen (mit Informationen zur jüdischen Geschichte)   

Literatur:  

Stefan Frühauf / Elke Schwerda: Aschenhausen - Entstehen und Vergehen einer jüdischen Landgemeinde. In: Hans Nothnagel (Hg.): Juden in Südthüringen - geschützt und gejagt. Bd. 5 Jüdische Gemeinden in der Vorderrhön. Suhl 1999 S. 52-89.
Zeugnisse jüdischer Kultur. Erinnerungsstätten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Projektleitung: Kathrin Wolff. Gesamtredaktion: Cordula Führer. Berlin 1992. S. 257-259. 
Michael Brocke/Eckehart Ruthenberg/Kai Uwe Schulenburg: Stein und Name. Die jüdischen Friedhöfe in Ostdeutschland (Neue Bundesländer/DDR und Berlin). Berlin 1994. S. 235-236. 
Israel Schwierz: Zeugnisse jüdischer Vergangenheit in Thüringen. Eine Dokumentation - erstellt unter Mitarbeit von Johannes Mötsch. Hg. von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen ( www.lzt.thueringen.de) 2007. Zum Download der Dokumentation (interner Link) Zu Mühlhausen: S.  180-189.  

      
        

                   
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Stand: 15. August 2017