Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Luzern (Kanton Luzern / LU, Schweiz)
Jüdische Geschichte / Synagoge

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen   
Links und Literatur  

  
  
Es besteht eine weitere Seite mit Texten zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in den ersten Jahrzehnten (ca. 1850 bis um 1935): hier anklicken  
  
  
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)   
      
Mittelalter
 
  
In Luzern werden Juden erstmals im 13. Jahrhundert genannt. Im Stadtrecht von 1252, das jedoch nur aus einer späteren Fassung vorliegt und daher nicht auf die Verhältnisse in 1252 ausgelegt werden muss, finden sich Bestimmungen zum Schutz der in Luzern lebenden Juden. 1288 werden jüdische Gläubiger in Zofingen und Luzern genannt. In den folgenden Jahrzehnten werden jüdische Bewohner der Stadt auch als Hausbesitzer genannt. Vermutlich schon in dieser Zeit bestand die "Judengasse", heute Metzgergasse. Die jüdischen Familien lebten überwiegend vom Geldhandel. Bei der Judenverfolgung in der Pestzeit 1348/49 wurde die jüdische Gemeinde zerstört. Erst 1386 werden wieder Juden genannt, die vom Geldhandel lebten und unter dem Schutz des städtischen Rates standen. 1401 wurden die Juden aus der Stadt vertrieben. Danach kam es über Jahrhunderte nur zu vereinzelten Niederlassungen: 1423 wird der Arzt Isaias genannt, 1425 erhielt der Arzt Joseph von Zürich ein Jahr Geleit in Luzern. 1472 werden mailändische Juden in der Stadt genannt, die für einige Zeit hier wohnten. Auch im 16. Jahrhundert lebten in Luzern einige jüdische Ärzte.            

Hinweis auf die mittelalterliche jüdische
 Geschichte am Niedertor bzw. Baslertor: 
in dessen unmittelbarer Nähe stand der
 1771 abgebrochene "Judenturm"
Luzern Stadt 172.jpg (140760 Byte) Luzern Stadt 171.jpg (90232 Byte)

    
    
19./20. Jahrhundert 
    
Die neue Gründung einer jüdischen Gemeinde erfolgte erst wieder 1867. Zunächst nannte sie sich "Israelitischer Kultusverein", seit 1917 "Jüdische Gemeinde Luzern" (JGL). Während 1852 noch keine Juden in Luzern lebten und sie damals auch noch vom jeglichen Zutritt zu den Märkten ausgeschlossen waren, wurden 1856 zwei Aargauer Juden (aus Lengnau beziehungsweise Endingen) die Niederlassung in der Stadt erlaubt. Die Zahl jüdischer Einwohner nahm in den folgenden Jahrzehnten schnell zu: 1909 wurden 172 "inländische" und 147 "ausländische" Israeliten in der Stadt gezählt. 1910 lebten im Kanton Luzern 491 jüdische Personen, davon 453 in Luzern.  
 
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge, eine jüdische Schule (Religionsschule), ein rituelles Bad und einen Friedhof (seit 1884). Zur Besorgung religiöser Aufgaben war ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war. 1867 wurde als erster Vorbeter Simon Götschel angestellt. Seit 1919 hatte die jüdische Gemeinde einen Rabbiner am Ort (s.u.).   
      
In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg (Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz 1919/20) umfasste die Gemeinde 65 Haushaltungen mit zusammen etwa 300 jüdischen Personen; im Kanton Luzern lebten zusammen etwa 500 jüdische Personen. Die in den Jahren zuvor auch in Luzern auf Grund von Pogromen in ihren Heimatländern zugezogenen osteuropäischen Juden hatten eigene Betstuben. 
   
1919/20 bildeten den Vorstand der Gemeinde: Stadtrat S. Erlanger sen., Präsident; Immanuel Herz, Vizepräsident; Jakob Erlanger, Kassier; Benny Weil, Aktuar; S. Rutowitz, Beisitzer. Als Kantor und Lehrer war M. Horwitz tätig. Zahlreiche Vereine prägten bereits damals das jüdische Gemeindeleben (nach der Übersicht 1919/20). die Chevrah-Kadischah (gegründet 1879, Zweck Hilfeleistung in Krankheits- und Sterbefällen), der Israelitische Frauenverein (gegründet 1887, Zweck: Hilfeleistung in Krankheits- und Sterbefällen, Wohltätigkeit), der Israelitische Armen- Unterstützungsverein (gegründet 1911, Hilfeleistung an ortsansässigen Arme und Passanten), die Israelitische Fürsorgekommission, der Talmud-Tora-Verein, der Synagogenchor, die zionistische Misrachigruppe und mehrere Ortsgruppen von Vereinen überregionaler Wohltätigkeitsvereine und Organisationen.  
  
Zunächst wurde die Luzerner Gemeinde durch die Rabbiner aus Baden (CH; Rabbiner Dr. Herz Ehrmann aus Baden weihte 1887 als damals für Luzern zuständiger Bezirksrabbiner den Luzerner Friedhof ein) und Basel (der Rabbiner aus Basel weihte 1911 die Synagoge ein) betreut. 1919 wurde ein selbständiges Rabbinat in Luzern begründet und mit Samuel Brom besetzt (Absolvent der Breuer'schen Jeschiwa in Frankfurt, 1919-1962). Nachfolger im Amt des Rabbinates waren Benjamin Pels und Israel Mantel (letzterer bis 2008).
   
In der NS-Zeit wurden auch aus Luzern stammende Juden ermordet. In den Listen von Yad Vashem, Jerusalem werden folgende in Luzern geborene Personen genannt, die in Vernichtungslagern umkamen (Quelle: Yad Vashem, Jerusalem): Salomon Bloch (geb. 1892), Alfred (Fred) Joseph (geb. 1911), Heinrich Sax (geb. 1903), Gitta Wochenmark geb. Holtz (geb. 1904). 
Hinweis: der in einigen Listen genannte Hans Manasse (geb. 1918 in Luzern, später in Berlin lebend), wurde über Theresienstadt nach Auschwitz deportiert. Er hat jedoch - wie auch seine Mutter Berta (geb. 1894) die NS-Zeit überlebt und traf im DP-Camp 7 in Deggendorf wieder mit seiner Mutter zusammen. Siehe den Bericht bei hagalil.com: http://www.hagalil.com/archiv/2011/07/06/deggendorf-4/  
   
Nach 1945 ging die Gemeindegliederzahl unter anderem durch Auswanderung nach Israel zurück. Nach Gründung des Staates Israel unterstützte z.B. Rabbiner Brom 52 junge Gemeindemitglieder in ihrer Bestrebung, auszuwandern, wobei der Gemeinde freilich fast eine ganze Generation verloren ging. Von ihrer Prägung blieb die Luzerner Gemeinde auch weiterhin orthodox. Die Gemeinde ist vor allem aus diesem Grund seit 1992 nicht mehr Mitglied im Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund (SIG). 2004 gehörten zur jüdischen Gemeinde in Luzern etwa 200 Mitglieder.  
   
   
Gegenwart 
   
Derzeit (2012) umfasst die jüdische Gemeinde 80 Haushalte mit etwa 150 Personen. Es sind alle Einrichtungen vorhanden, um in Luzern ein toratreues jüdisches Leben zu führen (neben Synagoge, Friedhof, Mikwe auch Gemeindehaus, koscheres Lebensmittelgeschäft, jüdische Schule).   

Große Aktivitäten entfaltet seit 2003 in Luzern: Chabad Luzern (Chabad Lubavitch of Central Switzerland / Zentralschweiz • Birkenstrasse. 10 • 6003 Luzern • Switzerland • Tel.: 41-41-361-1770). Ausführliche Informationen über die Website von Chabad Luzern. Rabbiner der Chabad ist Chaim Drukman. Die Veranstaltungen verlaufen parallel zum bisherigen jüdischen Gemeindeleben.  
    
In Kriens bei Luzern besteht als besondere Einrichtung die Schweizerische Talmudhochschule. Sie wurde 1952 zuerst in Lugano gegründet und 1954 unter Rabbiner Brom nach Luzern verlagert. 1968 wurde dann ein großer Neubau in Kriens-Obernau bezogen. Derzeit leben in dem Internat - zusammen mit dem Lehrkörper - 120 Jugendliche im Alter von 14-19 Jahren für jeweils 2-3 Jahre. Unterrichtet werden Tora, Talmud und Religionsvorschriften. Die Jeschiwa ist die Vorstufe zur Rabbinerausbildung. Die Schüler können danach eine der Jeschiwot in Israel, England oder den USA absolvieren. Heute ist die Jeschiwa in Kriens die einzige in der Schweiz. Nähere Informationen.      
     
     
     

Zur Geschichte der Synagogen
      
    
Die mittelalterliche Synagoge     
   
Im Mittelalter gab es bereits eine Synagoge, die sich möglicherweise bereits vor der Verfolgung 1348/49 im alten "Roubhus der merern statt" befand.  
    
    
Das erste Bethaus seit den 1860er-Jahren 
   
Eine erste Synagoge wurde 1866 eingerichtet. Sie wird in einem Bericht über die jüdische Gemeinde 1867 genannt (siehe unten). Wo sich der erste Betsaal befand, ist nicht mehr bekannt. Ab 1886 war er in einem ehemaligen Schulzimmer im "Alten Adler" eingerichtet, wo die Entlebucher Bauern einst ihre Esel einstellten. Später zog die Gemeinde in einen kleinen Betraum an der Grabenstraße im Mariahilf-Quartier. Bei diesen jeweils gemieteten Beträumen blieb es bis zum Neubau der neuen Synagoge 1911/12.   

Schweiz Israelit 25091867alu.jpg (43016 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 25. September 1867: "Luzern, 17. Juni 1867. Unsere Staatsverfassung vom Jahre 1863 enthält keine speziellen Bestimmungen betreffend die Israeliten. Es haben sich indessen seit mehreren Jahren solche in der Stadt Luzern niedergelassen. Seitdem ihre Zahl größer geworden, was seit Abschluss des Handelsvertrages mit Frankreich stattfand, haben dieselben auch ein eigenes Bethaus und sind denselben überhaupt weder von Seiten des Staates noch der Kirche in Ausübung ihres Kultus Hindernisse in den Weg gelegt worden."

1907 wurde von Gemeindegliedern ein Synagogen-Bauverein gegründet, dem es gelang, eine Eckparzelle im Bruchquartier zu sichern, wo die Mehrzahl der Luzerner Juden wohnten. Für den Bau der Synagoge konnte man den Architekten Max Seckbach (1866-1922) aus Frankfurt am Main gewinnen. Dieser hatte auch die Synagogen in Bad Homburg, Weinheim und Memmingen erbaut. Die neue Synagoge sollte so gebaut und eingerichtet werden, dass auch orthodoxe Juden am Gottesdienst teilnehmen konnten. Seckbach plante einen dreigeschossigen Bau mit  einem hohen Walmbach im Stil der damaligen Zeit. Der Innenraum wurde mit viel Marmor gestaltet. Zur Finanzierung half entscheidend eine großzügige Spende aus dem Vermächtnis von Josef Kroner (Croner), der während seines Urlaubes den bescheidenen Betraum der Gemeinde kennen gelernt hatte und zum Bau einer neuen Synagoge behilflich sein wollte. Als Kroner verstarb, vermachte er der jüdischen Gemeinde einen Teil seines Vermögens von 100.000 Franken. Im Juni 1911 konnte die Grundsteinlegung gefeiert werden. 
   
Die Grundsteinlegung der neuen Synagoge am 11. Juni 1911
  
 

Luzern Israelit 22061911s.jpg (40241 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. Juni 1911: "Luzern, 20. Juni (1911). Am 11. Juni wurde der Grundstein zur Synagoge gelegt. Etwa 300 Personen waren anwesend. Herr Rabbiner Dr. A. Cohn aus Basel hielt die Weiherede. Herr Rabbiner Dr. Appelt aus Karlsruhe sprach als Testamentsvollstrecker des selig. Herrn Croner, der sein Vermögen der Gemeinde Luzern zum Bau einer Synagoge hinterlassen hatte. In Luzern, wo schon im Jahre 1324 Juden lebten, ist eine Gemeinde von 64 Mitgliedern.
Herr Simon Erlanger sen. wurde am jüngsten Sonntag zum Mitglied des Stadtrats gewählt." 

 
Die Einweihung der neuen Synagoge am 18. März 1912 

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 12. April 1912: "In der Schweiz fahren die Juden fort, neue Synagogen zu bauen. In Luzern, wo es 1867 nur acht jüdische Familien gab, leben nun bereits 100 Familien, Während sich früher die wenigen Juden zu Gebetszwecken in einem gemieteten Lokal versammelten, sind sie jetzt im Laufe des März imstande gewesen, infolge eines von Herrn Kroner in Czernikau gestifteten Legates ein eigenes Gotteshaus zu bauen. Die Einweihung hat kürzlich stattgefunden in Gegenwart der Delegierten sämtlicher Schweizer Gemeinden und der Behörden der Stadt Luzern. Bei dem Festmahl ergriff auch ein katholischer Priester das Wort und feierte mit beredten Worten die Toleranz."      
 
Luzern AZJ 12041912.jpg (19055 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 12. April 1912: "Eine neue Synagoge wurde dieser Tage in Luzern eingeweiht. Die Einweihungsrede hielt Rabbiner Dr. Kohn – Basel. Beim Festbankette sprach auch Pfarrer Luschka."
  
Luzern FfIsrWochbl 29031912.JPG (181964 Byte)Frankfurter Israelitisches Wochenblatt vom 29. März 1912: "Luzern. Vergangene Woche feierte die jüdische Gemeinde die  Einweihung ihrer neuen Synagoge. Das neue Gotteshaus, eine Zierde der Stadt, imponiert durch die Schlichtheit des äußern Schmuckes und durch das Edle seiner Linien. Im Innern geben der kostbare Aufwand, der viele Marmor, die stilvolle Malerei, das Gold, die Bronze dem Betraum einen überaus freundlichen Anblick. Der prächtige Bau ist das Werk des bekannten Frankfurter Architekten Max Seckbach, der hier ein beredtes Zeugnis seiner Kunst abgelegt hat.
Die Gemeinde, die im Gründungsjahr 1867 9 Mitglieder zählte, ist – so entnehmen wir der Ansprache des Gemeindevorstehers Braun – heute auf 64 gestiegen. Sie feiert heute gleichzeitig das 25jährige Jubiläum der Chewra-Kadischa und das 40jährige Dienstjubiläum ihres bewährten Kantors M. Moos. Der Bau der Synagoge ist in erster Linie dem hochherzigen Vermächtnis des verstorbenen Josef Kroner aus Czernikau zu verdanken, der hierfür 100.000 Frcs. hinterlassen hatte.
Die Weiherede hielt Rabbiner Dr. A. Cohn, Basel. Er sprach Worte, getragen von tiefer Religiosität, die in ihrer Gedankentiefe und Erhabenheit einen mächtigen Eindruck auf die Andächtigen machten. An die religiöse Feier schloss sich ein solennes Festbankett mit 320 Teilnehmern in den Sälen des "Kursaals" unter dem schneidigen Tafelmajorat des Herrn S. Erlanger-Braun und ein prächtiger Festball. – Am Bankett wurden die Vertreter der Behörden, der umgebenden drei christlichen Konfessionen, der Delegierten der Schwestergemeinden der Schweiz von Herrn Stadtrat Erlanger begrüßt, und zwischen den vielen Toasten wurde ein glänzendes Unterhaltungsprogramm abgewickelt, um das sich namentlich die Damen Frank, Fränkel und Hurwitz und die Herrn Keller und Max Erlanger verdient machten.
Es war ein Ehrentag der jüdischen Gemeinde von Luzern, der wohl allen Teilnehmern unvergesslich bleiben wird."     

Im Jahr der Einweihung der Synagoge wurde auch ein Synagogenchor gegründet. Seine Zielbestimmung: Verschönerung des Gottesdienstes und Pflege der Geselligkeit; erster Präsident war B. Weil. Im Synagogengebäude wurde auch ein Schulzimmer eingerichtet. 1919 besuchten 75 jüdische Kinder hier den Religionsunterricht. 
 
1933 - im Jahre der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland - kam es zu einem Überfall auf die Synagoge:   

Luzern Israelit 13071933.jpg (34808 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 13. Juli 1933: "Luzern. Am Sabbat Mittag drang ein junger Mann in die Synagoge ein und richtete schwere Verwüstungen an. Der verhaftete Täter, ein Psychopat namens Sigg, dem die Hetzkampagne der letzten Zeit vollends die Sinne verwirrt haben, wurde einer Heilanstalt zur Beobachtung überwiesen."     

Die 1912 erbaute Synagoge besteht bis zur Gegenwart. 1972 wurde sie renoviert. Im März 2012 konnte das 100-jährige Bestehen gefeiert werden.  
  
Gegenwart (2012): Gottesdienste finden in der Synagoge täglich statt. Einen eigenen Betsaal hat Chabad Luzern.      
   
Adresse der jüdischen Gemeinde / Standort der Synagoge:  Bruchstrasse 51 . 6003 Luzern . Tel. 41-41-2406400.
     
    

Fotos    

Synagoge Luzern 2001.jpg (31648 Byte) Luzern Synagoge 010.jpg (47021 Byte) Luzern Synagoge 011.jpg (106243 Byte)
Blick auf die 
Synagoge 
Im Inneren der 
Synagoge (Quelle
Blick in die Synagoge in den 1960er-Jahren
 (Quelle: Encyclopedia Judaica s.Lit.) 
     
Kleiner Betsaal von Chabad Luzern (Fotos: Benno Buehlmann, 
Quelle: Website von Chabad Luzern)
  
Luzern Synagoge ch02.jpg (26718 Byte) Luzern Synagoge ch01.jpg (30961 Byte)   
  Parochet (Toravorhang)    
       
Die Synagoge im Sommer 2008
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 26.8.2008)
 
Luzern Synagoge 170.jpg (157576 Byte) Luzern Synagoge 172.jpg (159736 Byte) Luzern Synagoge 173.jpg (173748 Byte)
    Eingangsportal   Gebotstafeln über Eingangsportal 
     
Luzern Synagoge 176.jpg (142239 Byte) Luzern Synagoge 175.jpg (161287 Byte) Luzern Synagoge 177.jpg (139767 Byte)
     

     
     

Links und Literatur   

Links:  

Informationsseite zur jüdischen Gemeinde in Luzern (mit Foto des Betsaales) 
FACTSHEET des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes zur "Geschichte der jüdischen Gemeinde in Luzern" (pdf-Datei, Stand: 1.9.2009)   
Artikel zum Synagogen-Architekten Max Seckbach     
Zur Seite über die jüdischen Friedhöfe in Luzern (interner Link)  
Website von Chabad Luzern 

Literatur:  

Germania Judaica Bd. II,1 S. 502-503; III,1 S. 768-769.  
Uri R. Kaufmann: Juden in Luzern. Luzern 1984.
ders.: Die jüdische Welt trifft sich in Luzern. Der Zionistenkongress des Jahres 1935. In: Jahrbuch Historische Gesellschaft Luzern 26 2008 S. 29-44.
Schweizerischer Israelitischer Gemeindebund (Hrsg.): Jüdische Lebenswelt Schweiz. Zürich 2004. 
Verena Lenzen: 100 Jahre Synagoge Luzern (18. März). Einem Touristen sei Dank! Artikel in: Pfarreiblatt Luzern 2012 Nr. 6 (16.-31. März 2012). 
Auch abgedruckt im "Kirchenboten" - Zeitung der evangelisch-reformierten Kirchen (Kantone Basel bis Uri) vom 1. April 2012 (eingestellt als pdf-Datei).  

   
    

Artikel in "Encyclopedia Judaica" Keter Publishing House Jerusalem Vol 11. S. 551:

Lucerne (Germ. Luzern), city in the canton of the same name, central Switzerland. Jews were first mentioned in Lucerne in 1252, when the terms of their protection were defined. During the 14th century, a fine was prescribed for anyone perpetration a bloodlibel against the Jews without previously notifying the council. A regulation of 1310 delas with the sale of meat from animals slaughtered by Jews. The Jews, who were authorized to possess real estate, were principally engaged in moneylending. During the massacres following the Black Death (1348-49), the community came to an end; the town was compelled to indemnify the duke of Austria for the losses he had thus incurred. In 1381, there were once more Jews living in Lucerne. A few Jewish physicians practiced there during the 15th and 16th centuries. In the mid 17th century, Jewish livestock merchants again appeared at the local markets. After the proclamation of the Helvetic Republic (1798), some Jews, mainly from Alsace, settled in Lucerne, though not without arousing a certain degree of opposition. The local community was founded in 1867, but never developed to any considerable extent. There was a yeshivah in the canton for some years.    
Weiterer englischer Artikel zu "Lucerne" von Richard Gottheil und Meyer Kayserling vom Anfang des 20. Jahrhunderts in der Jewish Encyclopedia
     
       

                   
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Stand: 01. Dezember 2013