Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Olnhausen (Gemeinde Jagsthausen) mit Möckmühl (Kreis Heilbronn) 
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge  

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Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer   
Aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben   
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Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen  
Weiteres Dokument   
Kennkarte aus der NS-Zeit    
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Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)    
   
In dem bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts den Freiherren von Berlichingen gehörenden Ort Olnhausen bestand eine jüdische Gemeinde bis 1938. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 17. Jahrhundert zurück. Erstmals werden 1654 Juden am Ort genannt.  

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: 1807 123 jüdische Einwohner, 1824 135 (31,7 % von insgesamt 426 Einwohnern), 1829 und wieder 1846 Höchstzahl von 158 jüdischen Einwohnern (34,5 % von 458 beziehungsweise 24,7 % von 638), 1869 116 (26,1 % von 444), 1886 114 (23,6 % von 484), 1900 95 (21,4 % von 443), 1910 66 (16,7 % von 395). Die jüdischen Familien lebten vom Handel, insbesondere mit Vieh. Die am häufigsten hier vertretenen Namen jüdischer Familien waren Gutmann, Rosenfeld, Stern, Schlesinger, Heidenheimer und Hirsch.  
  
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge (s.u.), eine jüdische Elementarschule (bis 1874, dann Religionsschule im 1842 erbauten jüdischen Schulhaus neben der Synagoge am Lindenplatz mit Schulzimmer im Erdgeschoss und Lehrerwohnung im 1. Stock) sowie ein rituelles Bad (bis 1842 unter der Scheuer des Philipp Schmerzer, 1774 genannt; nach 1842 im Untergeschoss des Schulhauses). Nach Auflösung der jüdischen Elementarschule 1874 besuchten die Kinder die christliche Schule am Ort. Von 1900 bis 1914 bestand nochmals eine jüdische Elementarschule, nach dem Weggang von Lehrer Pollak 1914 wurde sie wieder geschlossen. Das ehemalige jüdische Schulhaus ist als Wohnhaus erhalten (Lindenstraße 32). Die Toten der Gemeinde wurden vermutlich zunächst auf einem eigenen Friedhof beigesetzt (Flurname "Judenkirchhof" etwa 1 km nördlich des Ortes, östlich der Flur "Kessacher Halde"), bis dann der zentrale Friedhof in Berlichingen benutzt wurde. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt (zeitweise Elementarlehrer), der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war. Die Gemeinde hatte bis 1832 einen eigenen Rabbiner, wurde jedoch 1832 dem Rabbinat Berlichingen zugeteilt, nach dessen Auflösung dem Rabbinat Mergentheim und schließlich dem Rabbinat Heilbronn.   
 
Im Ersten Weltkrieg fielen aus der jüdischen Gemeinde Gefreiter Abraham Arthur Rosenfeld (geb. 9.12.1887, gef. 22.8.1914), Gefreiter Meier Sommer (geb. 11.9.1894 in Freudenberg, gef. 3.7.1916), Gefreiter Bernhard Stern (geb. 21.7.1892 in Olnhausen, gef. 6.5.1918) und Abraham Schloss (geb. 9.2.1884 in Olnhausen, vor 1914 in Großostheim wohnhaft, gest. 24.10.1918 in Gefangenschaft). Auf dem Gefallenendenkmal vor der evangelischen Kirche in Olnhausen stehen auch ihre Namen. 
    
Um 1924, als zur Gemeinde noch 38 Personen gehörten (10,9 % von insgesamt etwa 350 Einwohnern), war Vorsteher der Gemeinde Nathan Stern. Als Lehrer und gelegentlicher Vorbeter kam Religionsoberlehrer Schloß aus Berlichingen nach Olnhausen. Zur jüdischen Gemeinde Olnhausen gehörten auch die in Möckmühl lebenden, damals sieben jüdischen Personen. 1932 war Gemeindevorsteher Benjamin Stern. Weiterhin wurde die Gemeinde durch Lehrer Schloß aus Berlichingen betreut. Er hatte im Schuljahr 1931/32 drei schulpflichtigen jüdischen Kindern den Religionsunterricht zu erteilen. An jüdischen Vereinen bestand der Wohltätigkeitsverein Chewra Gemilus Chesed.     
 
Um 1933 gehörten jüdischen Eigentümern die folgenden Handels- und Gewerbebetriebe: Metzger Lippmann Gutmann (Rathausstraße 64), Viehhandlungen Ludwig und Nathan Gutmann (Talstraße 86), Textilhandel Jakob und Louis Kaufmann (Talstraße 75), Bäckerei Salomon Krämer (Kirchstraße 43, abgebrochen), Gemischtwarenhandlung Kallmann Levi (Talstraße 73), Gastwirt Leopold Rosenfeld (Widderner Straße 52), Gastwirt Moses Rosenfeld (Kirchstraße 51), Viehhandlung Hirsch Strauß (Widderner Straße 30).  
   
1933 lebten noch 26 jüdische Personen in Olnhausen. Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge geschändet und ihre Inneneinrichtung zerschlagen (s.u.). Die letzten zwölf jüdischen Einwohner wurden 1941 und 1942 nach Riga und Theresienstadt deportiert.    
  
Von den in Olnhausen geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"):  Johanna Dreifuß (1888), Klara Dreifuß geb. Pollak (1900), Adolf Ehrlich (1865), Rosa Ehrlich (1899), Selma Falk geb. Rosenfeld (1890), Mathilde Fechenbach geb. Pollak (1901), Julie Gutmann (1881), Louis (Loeser) Gutmann (1872), Melanie Gutmann (1916), Meta Gutmann geb. Wertheimer (1874), Nathan Gutmann (1866), Zilli Gutmann geb. Lissberger (1880), Amalie Heidelberger geb. Gutmann (1884), Fanny Heidenheimer (1872), Amalie Hilb geb. Strauß (1874), Jakob Hirsch (1868), Nanchen Kahn geb. Kaufmann (1884), Rita Kahn geb. Gutmann (1905), Betti Kirchheimer geb. Stern (1898), Sophie Marx geb. Rosenfeld (1889), Lili Metzger geb. Gutmann (1900), Ilse Model (1910), Adolf Rosenfeld (1874), Benedickt Schloß (1875), Jukal (Jacob) Schloß (1880), Berta Stern (1897), Lena Stern geb. Schloßberger (1863), Zerline Stern geb. Ehrlich (1869), Julius Strauß (1897), Zilly (Zerline) Strauß (1887), Lina Vollweiler geb. Stern (1891), Therese Vollweiler geb. Stern (1889), Frieda Wolf geb. Steinem (1857).       
     
     
     
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
 
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer   
Lehrer Schloß sucht eine neue Stelle (1885) 

Olnhausen Israelit 27081885.jpg (69491 Byte) Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 27. August 1885: "Der Unterzeichnete, geprüfter Religionslehrer, geübter Schochet und Baal Kore, jedoch kein Vorbeter, von orthodoxen Autoritäten empfohlen, sucht eine Stelle als Lehrer und Schochet, eventuell auch als Religionslehrer oder Schochet allein. Derselbe ist auch bereit, in einer größeren Gemeinde die Synagogendienerstelle mit zu versehen.   
Olnhausen, Württemberg.  Lehrer Schloß."  

 
Lehrer Leopold Pollak feiert sein 25-jähriges Ortsjubiläum (1913) 

Olnhausen FrfIsrFambl 30091913.jpg (14410 Byte)Meldung im Frankfurter Israelitischen Familienblatt vom 30. September 1913: "Olnhausen (Württemberg). Leopold Pollack beging  sein 25jähriges Jubiläum als Lehrer unserer Gemeinde."

  
Über Leopold Pollak und seine Familie in Olnhausen 

Pollak Fam 01.jpg (52340 Byte) Pollak Fam 02.jpg (58492 Byte) Pollak Fam 03.jpg (57907 Byte)
Leopold Pollak 
(geb. 1880 in Klattau, 
gest. 1923 in Tübingen)
Pauline Pollak geb. Heidelberger 
(geb. 1868 in Markelsheim, überlebte das 
Ghette Theresienstadt, 1946 USA, gest. 1951)
Mathilde Fechenbach geb. Pollak (geb. 1901 in 
Olnhausen, überlebte das Ghetto Theresienstadt, 
1946 in die USA, gest. 1987)
Über Lehrer Leopold Pollak und seine Familie (aus: Lilli Zapf: Die Tübinger Juden 1978² S. 58-59; Quelle der Fotos ebd.): "Pollak, Leopold: Lehrer, Kantor, Vorbeter, wurde am 9. August 1860 in Klattau bei Karlsbad in der Tschechoslowakei geboren. Um 1880 kam er nach Deutschland und besuchte in Würzburg das Lehrerseminar. In dieser Zeit erhielt er auch die deutsche Staatsangehörigkeit. Nach Abschluss seines Studiums zog er nach Leutershausen bei Ansbach, wo er an der Volksschule unterrichtete und Vorbeter der jüdischen Gemeinde war. 1888 ließ er sich nach Olnhausen an der Jagst versetzen; 26 Jahre lang war er hier als Vorbeter der jüdischen Gemeinde und als Volksschullehrer tätig. Am 1. August 1914 verließ er Olnhausen und kam mit seiner Familie nach Tübingen. Er übernahm den synagogalen Gottesdienst und erteilte Religionsunterricht. Nach einer schweren Erkrankung ist er am 11. Juli 1923 in Tübingen gestorben. - Leopold Pollak war verheiratet mit Pauline geborene Heidelberger, geb. am 28. Mai 1868 in Markelsheim bei Mergentheim. Sie ist am 24. Januar 1951 in New York gestorben. Der Ehe entstammen sechs Töchter: Recha, Martha, Rosa, Clara, Mathilde, Selma.  
Recha (geb. 1895 in Olnhausen) schreibt in einem ihrer Brief über ihren Vater: 'New York, 17. August 1969. Er kam in den achtziger Jahren nach Deutschland. Seine Eltern kamen später und lebten bis zu ihrem Tod mit ihm in Olnhausen. In Olnhausen feierte er sein 25jähriges Lehrerjubiläum, wozu er eine goldene Uhr geschenkt bekam. Er war ein besonders gütiger und intelligenter Mann und ein sehr guter Redner. Er war Mitglied des Flottenvereins und des Kriegervereins und hat bei allen Anlässen die Reden gehalten. Mit Götz von Berlichingen (sc. einem Nachkommen) kam er in Kontakt, als ein junger Mann von Olnhausen auf seinem Wagen einen Einwohner mitnahm, der tödlich abstürzte. Dieser junge Mann wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, was damals schrecklich war. mein Vater bat Götz von Berlichingen um eine Audienz beim König. Götz empfahl, ein Gnadengesuch beim König einzureichen. Die Strafe wurde daraufhin in eine Geldstrafe umgewandelt. - Sonst trat er ihn immer im Flottenverein. Der Abschied von Olnhausen war sehr aufregend, da er am 1. August 1914 bei Kriegsausbruch stattfand. Aber Tübingen war für uns junge Mädchen ein Paradies und wir hatten eine wundervolle Jugendzeit..."
Mathilde (geb. 1901 in Olnhausen) schreibt über ihre Zeit in Olnhausen (Zapf ebd. S. 167): '7. Mai 1968: 'Olnhausen liegt an der Jagst; als Kinder haben wir darin gebadet. In der Nähe liegt auch Berlichingen und Jagsthausen, wo der berühmte Götz sein Schloss hatte. Als mein Vater nach Tübingen zog, machte ihm der damalige Götz von Berlichingen einen Abschiedsbesuch. Mit seinen Kindern haben wir oft gespielt..."
 
Olnhausen FamPollak.jpg (62858 Byte)Familie Pollak, vermutlich um 1910 in Olnhausen. Von links: Martha (geb. 1897 in Olnhausen, 1912 in die USA, verh. Loewenberger gest. 1947), Recha (geb. 1895 in Olnhausen, verh. Reutlinger 1924 in Emmendingen, 1939 in die Schweiz, 1940 in die USA, gest. März 1981), Pauline Pollak geb. Heidelberger (geb. 1868 in Markelsheim, 1942 nach Theresienstadt deportiert, 1946 nach USA, gest. 1951), Rosa (geb. 1889 in Olnhausen, verh. Kappenmacher, später Strauss, 1935 nach Palästina, 1951 nach USA), Klara (geb. 1900 in Olnhausen, verh. Dreyfuss in Karlsruhe, 1942 ermordet in Auschwitz), Leopold Pollak, Mathilde (geb. 1901 in Olnhausen, verh. Fechenbach, 1942 nach Theresienstadt deportiert, 1946 nach USA, gest. Juli 1987), Selma (geb. 1903 in Olnhausen, 1933 nach Emmendingen, 1936 nach Palästina, 1951 nach USA, gest. November 1988).
Foto: Familienbesitz Loewenberg, im Art. von Martin Ulmer s.u.   

    
Zum Tod von Lehrer Leopold Pollak (1923, Lehrer in Olnhausen 1888-1914)  

Olnhausen Israelit 19071923.jpg (117460 Byte) Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. Juli 1923: "Tübingen, 16. Juli (1923). Am Freitag wurde auf dem Friedhof Wankheim (nicht: Werkheim) (bei Tübingen) der Lehrer der Tübinger Gemeinde, L. Pollak, zu Grabe getragen. Ein echter Jehudi ist mit ihm gestorben, der in vierzigjähriger Tätigkeit, kurze Zeit in bayrischen Gemeinden, dann 26 Jahre in Olnhausen (bei Heilbronn) und zuletzt neun Jahre in Tübingen das Banner des toratreuen Judens hochgehalten und Generationen in diesem Geiste erzogen hat. Was er am letzten Orte seiner Wirksamkeit in anders gesinnter Umgebung für Schechita und Religionsunterricht getan hat, kann nicht genug gerühmt werden; selbst in den kranken Tagen hat er seine Schüler in seinem Hause mit der Lehre Gottes bekannt gemacht. Seine Beerdigung legte durch die übergroße Beteiligung noch einmal Zeugnis für seine Leistungen ab; kurz, wegen des nahenden Sabbats, sprachen der Bezirksrabbiner Herr Dr. Schweizer (Horb), als Vertreter des Kirchenvorsteheramtes der israelitischen Gemeinde Tübingen Herr Rechtsanwalt Dr. Katz, im Auftrage der Nachbargemeinde Hechingen Herr Lehrer Schmalzbach, als Vertreter des württembergischen Lehrerverbandes Herr Lehrer Rothschild, Esslingen. Herr Rabbiner Posner widmete dem Verstorbenen kurz vor Schabbat-Eingang warme Worte der tiefsten Verehrung und Hochschätzung. Als die letzten Schollen das Grab deckten, zog fast der Monat Aw ein und die Kinder kehrte ohne Aw (= Vater) an die leere Stätte ihres Elternhauses zurück. Möge Gott ihnen und der betrübten Witwe beistehen. Seine Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens."    

       
       
Aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben 
Gründung einer Ortsgruppe des "Verbandes der Sabbatfreunde" (1907)  

Berlichingen Israelit 07031907.jpg (72832 Byte)Bericht in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7. März 1907: "Berlichingen (Württemberg), 4. März (1907). Nach einem eindrucksvollen und mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag des Herrn Paul M. Aron aus Stuttgart konstituierte sich auch in hiesiger Gemeinde eine Ortsgruppe des 'Verbandes des Sabbatfreunde', welcher fast sämtliche Gemeindemitglieder beitraten. Auch in der Nachbargemeinde Olnhausen gelang es den Bemühungen des Herrn Aron, eine Ortsgruppe ins Leben zu rufen. Mögen beide Zweigvereine den bei der Gründung in sie gesetzten Hoffnungen gerecht werden und auch ihr Scherflein beitragen, dass dem immer mehr um sich greifenden Sabbatschändung durch zielbewusste Bekämpfung wirksam entgegengearbeitet werden kann."

    
Rückgang der Zahl der jüdischen Familien in Olnhausen (1921)   

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 19. August 1921: "Es sind jetzt 40 Jahre her, dass die Synagoge in Olnhausen von den Grundmauern aus neu aufgebaut worden ist. Damals zählte die israelitische Gemeinde dort 150 Köpfe, heute sind es noch in 12 israelitischen Familien etwa 40 Köpfe".      

       

Artikel in der "Gemeindezeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. März 1928:           

      
      
Berichte zu einzelnen Personen der Gemeinde      
Zum 85. Geburtstag von Aron Hirsch (1915)   

Olnhausen Israelit 19081915.jpg (78266 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. August 1915: "Olnhausen, 18. August (1915). Herr Aron Hirsch beging als ältester Bürger der Gemeinde seinen 85. Geburtstag. Der Jubilar ist ein begeisterter Anhänger des Judentums. Mit tiefer Wegmut sieht er, wie die einst so blühende, altehrwürdige Gemeinde sich nach und nach aufzulösen beginnt, sodass er nicht ganz nach seinem Wunsch, dem jüdischen Pflichtenleben Rechnung tragen kann. Trotz seiner ausgebreiteten Geschäftstätigkeit in früheren Jahren hütete er den Schabbos aufs Gewissenhafteste. Er verwaltet mit seiner ihm gleich gesinnten Gattin ein echt jüdisches Haus. Er hatte außer seinem Kreis von Kindern und Enkeln die Freude, zwei Urenkel in seiner Mitte zu sehen. Mögen dem Jubilar noch weiter viele sonnige Tage beschieden sein."  

       
Zum Tod von Helene Gutmann (1927)        

Artikel in der "Gemeindezeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. August 1927:       

      
Nathan Gutmann wurde zum Mitglied des Israelitischen Vorsteheramts wiedergewählt (1930)    

Artikel in der "Gemeindezeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 15. Januar 1930:      

       
Zum Tod von Moses Stern (1930)    

Artikel in der "Gemeindezeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. Mai 1930:        

    
Kallmann Levi wurde zum Gemeindevorsteher gewählt (1930)    

Artikel in der "Gemeindezeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Oktober 1930:        

      
75. Geburtstag von Nathan Gutmann (1931)       

Artikel in der "Gemeindezeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. September 1931:        

      
Zum Tod von Benjamin Stern und seiner Gattin Ida geb. Wertheimer (1933)       

Artikel in der "Gemeindezeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. September 1933:      

       
Zum Tod von Hermann Stern (1935)    

Artikel in der "Gemeindezeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. April 1935:         

       
       
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen   
Abraham Kaufmann sucht für seine Manufaktur-, Eisen-, Kurz-, Schuh-Geschäfte en detail Mitarbeiter (1890/1893)  

Olnhausen Israelit 08091890.jpg (42203 Byte) Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 8. September 1890: "Für mein am Samstag und Feiertagen geschlossenes Manufaktur-, Eisen- und Schuhwaren-Geschäft wird ein tüchtiger junger Mann, der mit Landkundschaft umzugehen versteht, als Detail-Reisender per 1. Oktober gesucht. 
Offerten mit Gehaltsansprüchen sieht entgegen Abraham Kaufmann, Olnhausen (Württemberg)."  
  
Olnhausen Israelit 10041893.jpg (56329 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 10. April 1893: "Lehrlings-Stelle-Gesuch. Für meinen Sohn, 14 Jahre alt, der die obere Klasse der Realschule durchgemacht hat, wird per 15. April eine Stelle gesucht mit Kost und Wohnung im Hause wo Samstag und Feiertage geschlossen ist. Bevorzugt werden Manufaktur-, Eisen-, Kurz- und Schuh-Geschäfte en detail und sehe gefälligen Offerten entgegen. 
Abraham Kaufmann, Olnhausen bei Möckmühl."   

     
     
Weiteres Dokument  
Protokoll von einer Versammlung in Ulm - geschickt an das Kirchenvorsteheramt in Olnhausen (1872)   
(aus der Sammlung von Peter Karl Müller, Kirchheim / Ries)   

Olnhausen Dok 540.jpg (88355 Byte) Olnhausen Dok 540a.jpg (239781 Byte) Olnhausen Dok 540b.jpg (288044 Byte) Olnhausen Dok 540c.jpg (292652 Byte) Olnhausen Dok 540d.jpg (114785 Byte)
Das an das Israelitische Kirchenvorsteheramt Olnhausen am 13. Mai 1872 geschickte "Protokoll vom 21. April 1872" bezieht sich auf eine an diesem Tag stattgefundene Versammlung von Rabbinen, Vorsänger und Kirchenvorsteher des Donaukreises in Ulm. Es ging um den vorläufigen Entwurf eines Verfassungsstatus für die Israelitische Kirche. Vermutlich erhielten alle jüdischen Gemeinden in Württemberg dieses Protokoll.

   

Kennkarte aus der NS-Zeit            
               
Am 23. Juli 1938 wurde durch den Reichsminister des Innern für bestimmte Gruppen von Staatsangehörigen des Deutschen Reiches die Kennkartenpflicht eingeführt. Die Kennkarten jüdischer Personen waren mit einem großen Buchstaben "J" gekennzeichnet. Wer als "jüdisch" galt, hatte das Reichsgesetzblatt vom 14. November 1935 ("Erste Verordnung zum Reichsbürgergesetz") bestimmt. 
Hinweis: für die nachfolgenden Kennkarten ist die Quelle: Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland: Bestände: Personenstandsregister: Archivaliensammlung Frankfurt: Abteilung IV: Kennkarten, Mainz 1939" http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/STANDREG/FFM1/117-152.htm. Anfragen bitte gegebenenfalls an zentralarchiv@uni-hd.de       
 
 Kennkarte des in Olnhausen 
geborenen Emil Strauß
 
 Olnhausen KK MZ Strauss Emil.jpg (98079 Byte)  
   Kennkarte (Mainz 1939) für Emil Strauß (geb. 10. Juli 1880 in Olnhausen), Kaufmann     

   
   
   
Zur Geschichte des Betsaales / der Synagoge       
   
1726 wird ein erster "Judenschulmeister" verpflichtet (Joseph Jacob); damals war sicher ein Betsaal vorhanden. 1732 wird ein solcher im 1. Stock des Hauses des Lazarus (Standort unbekannt) genannt. 1736/37 erstellte die Herrschaft eine neue Synagoge "gegen Schultheiß Kolben hinüber gelegen". Es handelte sich um einen Betsaal in einem auf Kosten der Herrschaft errichteten Judenhaus, in dem auch bis zu vier jüdische Familien Wohnung fanden. Für die Synagoge erhielt die Herrschaft jährlich vier Gulden Miete. 
   
Eine neue Synagoge wurde 1772/73 erbaut, für die auch die Olnhausener Bürger Handfrondienste leisteten. Das Bauholz und die Ziegel kamen aus Jagsthausen, Backsteine aus Widdern, Sandsteine aus Ohrnberg. Ein zunächst missratener Almemor musste von Steinhauer Johann Ludwig Walter aus Möckmühl wieder abgebrochen und frisch behauen werden. Für die neue Synagoge bezahlten die Juden jährlich sechs Gulden Konzessions- bzw. Rekognitionsgeld. 
  
Ende der 1870er-Jahre war die Synagoge "durch Ausweichen der Umfassungsmauern" derart baufällig geworden, dass das Oberamt dem Israelitischen Vorsteheramt am 6. Juni 1879 die Auflage machte, die Synagoge möglichst bald zu renovieren. Dies war für die damals aus 18 Familien beziehungsweise 116 Mitgliedern bestehende Gemeinde, in der etliche Familien in sehr armen Verhältnissen lebten, ein fast unmögliches Vorhaben. Man zögerte das Bauen so lange als möglich hinaus, vor allem nachdem sich herausstellte, dass die Synagoge großenteils abgerissen werden musste. Als im Frühjahr 1881 das Oberamt nochmals dringend die Reparatur einforderte, wurde nach den Planungen des Neckarsulmer Amtsbaumeisters Lell mit dem Neubau der Synagoge begonnen. Sie kostete die Gemeinde etwa 5.000 Gulden. Ein bescheidener Staatsbeitrag von 300 Gulden verringerte ein wenig die notwendige Schuldenaufnahme. Der Neubau der Synagoge konnte im Laufe des Sommers 1881 durchgeführt werden.  
    
Die Inneneinrichtung der Synagoge bestand nun aus sieben neuen Sitzbänken für die Männer mit knapp 50 Sitzplätzen. Dazu kamen Kinderstühle und die Bänke auf der Frauenempore. Den Türsturz des alten Synagogeneingangs verwendete man auch im Neubau, sodass sich über dem Eingang weiterhin die Jahreszahl 1772 sowie als hebräische Portalinschrift ein Zitat aus Psalm 118,19 ("Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit...") und das Berlichingen'sche Wappen befanden. Im Blick auf besondere Einrichtungsgegenstände war die Gemeinde auf möglichst sparsame Lösungen bedacht. So verfasste das Vorsteheramt im August 1881 einen Brief an den württembergischen König mit der Bitte, ob es bei der Schlossverwaltung zufällig einen Kronleuchter für die Synagoge geben würde. In früheren Jahren hatten mehrere Synagogen an anderen Orten vom König zur Einweihung ausgebrauchte, aber noch ansehnliche Kronleuchter erhalten. Freilich musste das Oberhofmeisteramt mitteilen, dass derzeit ein Kronleuchter "weder vorrätig noch entbehrlich" sei. Da König Karl die Gemeinde in Olnhausen aber nicht enttäuschen wollte, schickte er ihr 50 Mark Zuschuss zur Anschaffung eines Kronleuchters.   
    
Ende der 1920er-Jahre war die jüdische Gemeinde in Olnhausen durch Wegzug bereits sehr klein geworden und bestand nur noch aus sieben Familien und einigen alleinstehenden Personen. Gottesdienste in der Synagoge wurden noch gefeiert, dennoch kam der Minjan nur noch zusammen, wenn alle Männer beieinander waren, was nur am Schabbat und an Feiertagen möglich war. Handelsmann Nathan Gutmann, der Gemeinderat der bürgerlichen und Vorsteher der israelitischen Gemeinde war, versah ehrenamtlich bereits seit 1914 den Vorbeterdienst. In der "Gemeindezeitung" vom 16. Februar 1928 wurde die Synagoge Olnhausen als eine "Zierde des Ortes" beschrieben. Der Wegzug der Gemeindeglieder ließ auch in Olnhausen die Frage aufkommen, wie lange noch Gottesdienste gefeiert werden konnten: "Mit bangem Herzen sieht man der Verwaisung dieses schönen Gotteshauses entgegen, wenn nicht wieder ein Zuzug von außen erfolgt..." (GZ 16.2.1928 S. 702). Als Moses Stern zwei Jahre später starb, liest man in der Gemeindezeitung: "Es ist hier jetzt gerade noch möglich, Minjan zu bekommen. Aller Gemeindeglieder Wunsch ist es, den Schabbatgottesdienst noch lange in alter Weise halten zu können" (GZ 16.5.1930 S. 47). Am Schabbat Schuwa (Schabbat zwischen den hohen Feiertagen Rosch Haschana und Jom Kippur) am 19. September 1931 wurde in schlichter Weise an die Einweihung der Synagoge vor 50 Jahren gedacht. Nach der Toravorlesung hielt Nathan Gutmann eine Ansprache. Jacob Hirsch hatte einen Prolog gedichtet, der von Gutmann vorgetragen wurde. 
  
Feier zum 50-jährigen Bestehen der Synagoge (1931)  

Artikel in der "Gemeindezeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. Juli 1930:        
 
Olnhausen Israelit 10091931s.jpg (98830 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 10. September 1931: "Olnhausen an der Jagst, 1. September (1931). Die hiesige noch kleine Israelitische Gemeinde kann am 17. September auf fünfzigjähriges Bestehen ihrer Synagoge zurückblicken. Damals wohnten hier 34 Familien, heute sind es noch 7 Familien, außerdem noch vier einzelne Personen. Es ist am Sabbat gerade noch Minjan, wenn niemand krank oder verhindert ist. Trifft dies zu, wird ein lediger Mann von Berlichingen bestellt. Zur Zeit des Baues und der Einweihung waren Vorsteher Lippmann Gutmann, Josef Rosenfeld und Aron Hirsch, die längst nicht mehr am Leben sind. Als Religionslehrer war hier Emanuel Schloss, Rabbiner Gunzenhäuser aus Mergentheim hielt als hier zuständiger Rabbiner die Festrede; die Gesänge bei der Einweihung leitete Lehrer Dreifuß, Heilbronn. Die kleine Gemeinde sieht von einer Feier, angesichts des Ernstes der Zeit, ab. Das Gotteshaus, ein massiver Bau, ist ein Schmuck des Dorfes."  
 
Artikel in der "Gemeindezeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Oktober 1931:        

Glücklicherweise zog wieder eine jüdische Familie in Olnhausen zu, sodass auch im Sommer 1935 noch der Minjan vorhanden war (GZ 1.6.1935 S. 44).   
    
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Inneneinrichtung durch auswärtige Nationalsozialisten zerschlagen. Bis 1972 diente das Gebäude als Lager und Scheune, bis es abgerissen wurde, um dem Neubau einer kleinen Sparkassenfiliale Platz zu machen (Standort: Rathausstraße 42). Nachdem diese geschlossen wurde, ist das ehemalige Sparkassengebäude zu einem Wohn- oder Bürogebäude umgebaut worden.   
   
Auch das Gebäude der ehemaligen Sparkasse wurde um 2005 abgebrochen. Das Grundstück wurde 2006 mit einem neuen Wohnhaus überbaut. Im November 2007 wurde in Anwesenheit des früheren Bundespräsidenten Dr. Roman Herzog eine neue Gedenktafel für die ehemalige Synagoge enthüllt.   
        
        
Fotos 
Historische Ansichtskarte / historisches Foto: 

Olnhausen PK Sc01.jpg (1190021 Byte) Olnhausen PK Sc02.jpg (112177 Byte)

Olnhausen Synagoge1932.jpg (183697 Byte)

 Litho-Karte von Olnhausen mit Abbildung der Synagoge (rechts), versandt nach Worms am 1. April 1907. 
Als Empfänger in Worms ist Ernestine Kronberger bei Herrn Falkenberg angegeben
(aus der Sammlung von Peter Karl Müller, Kirchheim / Ries)    
Die Synagoge in Olnhausen 
um 1930
  

   
Fotos nach 1945/Gegenwart: 

Fotos um 1965:
(Foto links: bei Sauer s. Lit. Abb. 101)
Olnhausen Synagoge 021.jpg (121528 Byte) Olnhausen Synagoge 020.jpg (125153 Byte)
     Die inzwischen völlig heruntergekommene
 ehemalige Synagoge  
Ansicht der Rückseite  
 
        
Fotos um 1985:
(Fotos: Hahn)
Olnhausen Synagoge 030.jpg (91421 Byte)  
  Der Synagogenstandort, inzwischen mit
 einer Sparkassenfiliale bebaut  
 
     
Fotos 2003:
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 2.9.2003)  
Olnhausen Synagoge 151.jpg (55274 Byte) Olnhausen Synagoge 150.jpg (63170 Byte)
   Die Sparkassenfiliale besteht nicht mehr. Das Haus dient Wohn- oder Bürozwecken  
        
Enthüllung eines neuen 
Gedenksteines 2007  
Olnhausen Synagoge 210.jpg (68497 Byte)
  Die Enthüllung des Gedenksteines am Standort der ehemaligen Synagoge in
 Jagsthausen-Olnhausen durch Bundespräsident a.D. Professor Dr. Roman Herzog 
am 9. November 2007 (Foto: Heidelind Andritsch, Widdern; aus Archivnachrichten 
des Landesarchivs Baden-Württemberg Nr. 38 März 2009 S. 9) 
       
Nach Neubebauung des Grundstückes Fotos Anfang 2010 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 27.1.2010)
Olnhausen Synagoge 294.jpg (69161 Byte) Olnhausen Synagoge 290.jpg (81187 Byte)
  Das Synagogengrundstück ist neu bebaut - an Stelle der früheren Synagoge steht nun das grünliche Haus links, 
darunter das Feuerwehrhaus der Gemeinde; zwischen den Gebäuden an der Straße die Gedenktafel.  
     
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Gedenktafel mit Inschrift: "Hier stand die Synagoge der jüdischen Gemeinde Olnhausen, die im November 1938 entweiht und verwüstet wurde. Zum Gedenken an die jüdischen Einwohner. 
Zur Erinnerung an das Leid, das ihnen angetan wurde. Zur Mahnung an die Nachgeborenen. Gemeinde Jagsthausen."

           
            

Links und Literatur

Links:   

Website der Gemeinde Jagsthausen  

Quellen:    

Hinweis auf online einsehbare Familienregister der jüdischen Gemeinde Olnhausen 
In der Website des Landesarchivs Baden-Württemberg (Hauptstaatsarchiv Stuttgart bzw. Staatsarchiv) sind die Personenstandsregister jüdischer Gemeinden in Württemberg, Baden und Hohenzollern einsehbar: https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=5632     
Zu Eichstetten sind vorhanden:    
J 386 Bü. 467  Olnhausen  Geburten 1760 - 1868  Sterbefälle 1809 - 1866 http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-446685    
J 386 Bü. 468  Olnhausen  Geburten 1868 - 1875  http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-446686    
J 386 Bü. 469  Olnhausen  Geburten 1897 - 1907  http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-446687 
J 386 Bü. 470  Olnhausen  Eheschließungen 1869 - 1874  http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-446688    
J 386 Bü. 471  Olnhausen  Sterbefälle 1868 - 1875  http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-446689   
J 386 Bü. 472  Olnhausen  Sterbefälle 1898 - 1915  http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-446690    
J 386 Bü. 473  Olnhausen  Familienbuch 1751 - 1837  http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-446691   
J 386 Bü. 474  Olnhausen  Familienbuch 1750 - 1829  http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-446692   
J 386 Bü. 475  Olnhausen  Familienbuch 1856 - 1884  http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-446693    

Literatur:   

Paul Sauer: Die jüdischen Gemeinden in Württemberg und Hohenzollern. 1966. S. 148-149.  
Wolfram Angerbauer/Hans Georg Frank: Jüdische Gemeinden in Kreis und Stadt Heilbronn. 1986. S. 194-200.

Hans Hain: Aus der Vergangenheit des Dorfes Olnhausen. 1981. S. 39-40 u.ö..  

Erich M. Lehmann: Geschichte eines Kidduschbechers. in: Pessach-Festschrift 5730. Stuttgart 1970 S. 18-19 (Lehmann berichtet über einen im Besitz seiner Familie befindlichen Kidduschbecher von 1881 mit der Gravur: "Zur Erinnerung an die Synagogen-Einweihung in Olnhausen".

Naftali Bar-Giora Bamberger: Die jüdischen Friedhöfe im Hohenlohekreis. 2002 (siehe Verzeichnis Band 2 S. 773).  

Zu Familie Pollak:  Lilli Zapf: Die Tübinger Juden. Tübingen 1978² passim.  

Art.: Martin Ulmer: Wir hatten immer Hunger". Am 9. Mai 1945 erlebte Susan Loewenberg die Befreiung von Theresienstadt. In: Schwäbisches Tagblatt vom 7.5.2005 S. 30.
Anm.: Susan Loewenberg ist Tochter von Mathilde Fechenbach geb. Pollak. 

Joseph Walk (Hrsg.): Württemberg - Hohenzollern - Baden. Reihe: Pinkas Hakehillot. Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust (hebräisch). Yad Vashem Jerusalem 1986. S. 40-42.  
synagogenbuch-1.jpg (32869 Byte)Joachim Hahn / Jürgen Krüger: "Hier ist nichts anderes als Gottes Haus...". Synagogen in Baden-Württemberg. Band 1: Geschichte und Architektur. Band 2: Orte und Einrichtungen. Hg. von Rüdiger Schmidt, Badische Landesbibliothek, Karlsruhe und Meier Schwarz, Synagogue Memorial, Jerusalem. Stuttgart 2007.   

   
     


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.  

Olnhausen  Wuerttemberg. Jews settled in the mid-17th century after the Thirty Years War (1618-48), reaching a peak population of 158 (total 638) in 1854 and thereafter dwindling steadily though emigration. Jews were active in the cattle trade. The first synagogue was built in 1736-37 and a Jewish school was opened in the 1830s. Both were burned on Kristallnacht (9-10 November 1938). Of the 26 Jews left in 1933, seven managed to emigrate while 12 were expelled to the Riga ghetto in December 1941 and to the Theresienstadt ghetto in August 1942 to meet their end.   
        
         

                   
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Stand: 02. März 2016