Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Walldorf an der Werra (VG Wasungen, Kreis Schmalkalden-Meiningen) 
Jüdischer Friedhof  
  

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde                  
      
Siehe Seite zur Synagoge in Walldorf (interner Link)  
      
      
Zur Geschichte des Friedhofes               
      
Der jüdische Friedhof in Walldorf wurde im 18. Jahrhundert angelegt. Aus dieser Zeit sind noch mehrere Grabsteine vorhanden (der älteste lesbare von 1737). Zunächst blieb der Friedhof ohne eine Einfriedung. In einem Bericht aus der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 5. Dezember 1837 erfährt man dann: "Die Gemeinde Walldorf hat unlängst ihren Friedhof, welcher bis jetzt durch seine freie Lage allen Tieren zur Weide preisgegeben war, und für die Lebenden einen traurigen Anblick gewähren musste, durch Vermittelung einiger schon früher bestandener Wohltätigkeits-Vereine einfriedigen lassen."
    
Die letzte Beisetzung erfolgte 1936. Die Friedhofsfläche umfasst etwa 50 ar. Es sind noch etwa 80 Grabsteine erhalten.
    
    
Schändung des Friedhofes im März 2009 und Festnahme der Täter im April 2009   

Pressemitteilung vom 23. März 2009: "Meiningen/Suhl - Unbekannte haben auf dem jüdischen Friedhof in Walldorf bei Meiningen randaliert und dabei vier Grabsteine umgeworfen. Die Grabschändung wurde am Montagmittag entdeckt. 
Wie die Polizeidirektion Suhl berichtet, ermittelt die Polizei in alle Richtungen - auch ein politischer Hintergrund werde derzeit nicht ausgeschlossenen. Die umgestoßenen Grabsteine blieben nach Polizeiangaben unversehrt. Die Randalierer hatten zudem die Friedhofsumzäunung in unmittelbarer Nähe der Grabstätten zerstört."   
Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizeidirektion Suhl: Telefon 03681 /32-0.  
  
Artikel in der "Südthüringer Zeitung" vom 14. April 2009: "Jugendliche schändeten jüdischen Friedhof
Zwei Jungen im Alter von 13 und 14 Jahren haben im März den jüdischen Friedhof in Walldorf im Kreis Schmalkalden-Meiningen geschändet. Die Kriminalpolizei habe jetzt zwei Regelschüler aus einer Nachbargemeinde als Täter ermittelt, teilte die Polizei in Suhl am Dienstag mit. Die Jugendlichen hatten vier Grabsteine umgeworfen und einen Teil der Friedhofsumzäunung zerstört. Zu den Motiven der beiden konnte die Polizei noch keine Angaben machen."

    
    
Lage des Friedhofes   
   
Am Tanzberg etwa 200 m von der Solzer Straße entfernt auf einer Anhöhe.   
   
   
   
Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: 12.8.2005)  

Walldorf Werra Friedhof 108.jpg (99483 Byte) Walldorf Werra Friedhof 103.jpg (85524 Byte) Walldorf Werra Friedhof 106.jpg (100969 Byte)
Das Eingangstor   Blick über den 
alten Friedhofsteil   
Die ältesten Grabsteine finden sich
 versteckt im angrenzenden Wald   
   
      
Walldorf Werra Friedhof 100.jpg (86097 Byte) Walldorf Werra Friedhof 101.jpg (87713 Byte) Walldorf Werra Friedhof 102.jpg (92764 Byte)
Verschiedene Ansichten des Friedhofes  
 
Walldorf Werra Friedhof 104.jpg (73264 Byte) Walldorf Werra Friedhof 107.jpg (80477 Byte) Walldorf Werra Friedhof 105.jpg (85584 Byte)
 Grabstein für Daniel Weiskopf
 (1854-1918)
 Grabsteine für Robert Katz (1874-1935)
 mit "segnenden Händen" der Kohanim 
und (rechts) für Luise Einstein 
geb. Hofmann
(1860-1935)
 Grabstein für Simon Frühauf 
(1855-1933) und seine Frau Therese 
geb. Vornberg
(1855-1933) mit 
"segnenden Händen" der Kohanim  
  

    
     

Links und Literatur 

Links:

Website der die Gemeinde Walldorf  
Schändung des Friedhofes im März 2004: Bericht:  Auf dem jüdischen Friedhof in Walldorf sind am 29. März 2004 91 der 200 Grabstellen verwüstet worden.   

Literatur:  

Zeugnisse jüdischer Kultur. Erinnerungsstätten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Projektleitung: Kathrin Wolff. Gesamtredaktion: Cordula Führer. Berlin 1992. S. 290. 
Michael Brocke/Eckehart Ruthenberg/Kai Uwe Schulenburg: Stein und Name. Die jüdischen Friedhöfe in Ostdeutschland (Neue Bundesländer/DDR und Berlin). Berlin 1994. 
Israel Schwierz: Zeugnisse jüdischer Vergangenheit in Thüringen. Eine Dokumentation - erstellt unter Mitarbeit von Johannes Mötsch. Hg. von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen ( www.lzt.thueringen.de) 2007. Zum Download der Dokumentation (interner Link).   

    
     

                   
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Stand: 18. Januar 2017