Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


Eingangsseite

Aktuelle Informationen

Jahrestagungen von Alemannia Judaica

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft

Jüdische Friedhöfe 

(Frühere und bestehende) Synagogen

Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region

Bestehende jüdische Gemeinden in der Region

Jüdische Museen

FORSCHUNGS-
PROJEKTE

Literatur und Presseartikel

Adressliste

Digitale Postkarten

Links

 


Zurück zur allgemeinen Übersicht der Friedhöfe
Zur Übersicht über die jüdischen Friedhöfe im Oldenburger Land und in Ostfriesland     
  
  

Weener (Kreis Leer, Ostfriesland) 
Jüdische Friedhöfe 
  

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde           
    
Siehe Seite zur Synagoge in Weener (interner Link)   
   
   
Zur Geschichte der Friedhöfe     
   
Hinweis: zu den alten Friedhöfen in Smarlingen siehe weitere Seite (interner Link)   
  
  
Der alte Friedhof in Weener 
  
1850 wurde ein Friedhof in Weener erstmals belegt. Das Grundstück war ein Geschenk der Brüder Isaak und Joseph Israels an die Gemeinde. Das Grundstück umfasst eine Fläche von 6,73 ar.    
 
Nach 1945 wurde der Friedhof instandgesetzt. 1950 wurden 93 Grabsteine gezählt, 1998 nur noch 71.  
  
  
  
Der neue Friedhof in Weener     
  
Ein neuer jüdischer Friedhof wurde 1896 erstmals belegt. Er wurde bis in die NS-Zeit belegt. Das Grundstück umfasste ursprünglich eine Fläche von 68,41 ar. In der NS-Zeit wurde der Friedhof geschändet. Etwa 38 Grabsteine wurden gestohlen.  
  
Nach 1945 wurde der Friedhof instandgesetzt. Das unbelegte Friedhofsgelände wurde vom Landesverband 1966/71 an Privatpersonen beziehungsweise an die Stadt zum Straßenausbau verkauft. Das noch erhaltene Friedhofsgrundstück umfasst 37,41 ar mit 67 Grabstellen und 17 Steinen. Die ehemalige Friedhofshalle wurde nach 1945 zeitweise als Wohnhaus verwendet.   
   
Link zu den Google-Maps 
(der Pfeil markiert die Lage des Friedhofes) 

Größere Kartenansicht   
   
   
   
Lage der Friedhöfe      
   
Der alte Friedhof in Weener liegt an der Graf-Ulrich-Straße (frühere Stapelmoorer Landstraße); Ecke Batelerweg.    
  
Der neue Friedhof in Weener liegt an der Graf-Edzard-Straße, Zugang vom Buchenweg.   
   
   
   
Fotos 
(Fotos: Hahn; Aufnahmedatum der Fotos des älteren Friedhofes in Weener: 13.6.2014; Aufnahmedatum der Fotos des jüngeren Friedhofes: 4.8.2010) 
Es konnten noch nicht alle Fotos beschriftet werden.     

  Der ältere Friedhof 
in Weener
 
 Weener Friedhof 1406 F03 01A.jpg (456202 Byte)   
   Das Eingangstor (von innen gesehen)    
  Das Foto in höherer Auflösung    
     
Weener Friedhof 1406 F03 02.jpg (501730 Byte) Weener Friedhof 1406 F03 03A.jpg (378021 Byte) Weener Friedhof 1406 F03 04.jpg (289673 Byte)
Kindergräber 
 
Blick über den Friedhof 
- Teilansicht  
Viele Grabsteine sind auf der Vorderseite
 hebräisch, auf der Rückseite deutsch beschriftet
  Das Foto in höherer Auflösung    
     
Weener Friedhof 1406 F03 05.jpg (402475 Byte) Weener Friedhof 1406 F03 06.jpg (362552 Byte) Weener Friedhof 1406 F03 07.jpg (381325 Byte)
Grabstein links für Betty Arends (1831-1903)
 rechts für Liebmann Jacob Arends 
(1831-1894) 
Grabstein links für Henderika geb. Gerson
 (1846-1893), rechts für Janthe geb. de Vries
 (1834-1893)  
Grabstein Mitte für 
Johanne geb. Israels 
(1858-1887) 
     
Weener Friedhof 1406 F03 08.jpg (385350 Byte) Weener Friedhof 1406 F03 09.jpg (434097 Byte) Weener Friedhof 1406 F03 10.jpg (429666 Byte)
     
     
Weener Friedhof 1406 F03 11.jpg (410346 Byte) Weener Friedhof 1406 F03 12.jpg (431393 Byte) Weener Friedhof 1406 F03 13.jpg (417483 Byte)
     
     
Weener Friedhof 1406 F03 14.jpg (381441 Byte) Weener Friedhof 1406 F03 15.jpg (371407 Byte) Weener Friedhof 1406 F03 16A.jpg (335944 Byte)
     
     
     
Der jüngere Friedhof 
in Weener 
Weener Friedhof N2 270.jpg (141959 Byte) Weener Friedhof N2 296.jpg (146915 Byte)
  Der Eingang zum Friedhof 
vom Buchenweg 
Ansicht des weitgehend 
unbelegt gebliebenen Friedhofes
     
Weener Friedhof N2 271.jpg (137466 Byte) Weener Friedhof N2 273.jpg (149873 Byte) Weener Friedhof N2 275.jpg (148308 Byte)
 Weitere Ansicht des weitgehend 
unbelegt gebliebenen Friedhofes 
Ein Teil des unbelegten 
Friedhofsgeländes wurde abgetrennt 
und ist in Privatbesitz
 Grabsteine mit ineinandergelegten 
Hände als Zeichen der Liebe; linker 
Stein für Bertha Salomons
  
     
Weener Friedhof N2 274.jpg (145890 Byte) Weener Friedhof N2 276.jpg (140614 Byte) Weener Friedhof N2 272.jpg (197854 Byte)
 In der Mitte Grabstein für den 
Kaufmann Isaak Markreich  
Grab / Grabstein für die beiden zuletzt beigesetzten "Geschwister Lazarus": 
Samuel Lazarus (1887-1981) und Rosa Lazarus (1892-1971) aus Stapelmoor
          
Weener Friedhof N2 277.jpg (157879 Byte) Weener Friedhof N2 278.jpg (154947 Byte) Weener Friedhof N2 279.jpg (125673 Byte)
In der Mitte Grabstein für 
Moses Löwenstein (1828-1904)
Grabstein Mitte für 
Helene Hertz (gest. 1919)
Grabstein für Sara Salomons 
(1842 in Weener - 1919 in Weener)
     
Weener Friedhof N2 280.jpg (168316 Byte) Weener Friedhof N2 281.jpg (121486 Byte) Weener Friedhof N2 282.jpg (152711 Byte) Weener Friedhof N2 283.jpg (124603 Byte) Weener Friedhof N2 284.jpg (155603 Byte)
Grabstein für Abraham Grünberg
 (1846-1919) und Frauke Grünberg geb.
 Cohen (1850-1937) mit zusätzlicher
 Gedenkinschriftenplatte für das 
Schicksal der Kinder des Ehepaares 
und ihrer Familien 
Grabstein für den Kaufmann und
 bekannten plattdeutschen Heimatdichter
 Louis Israels (1854 in Weeners - 1922
 in Weeners); in der Nazizeit wurde der
 Begriff "Heimatdichter" auf dem
 Grabstein auszutilgen versucht.
Rechts Grabstein für 
Wilhelm de Vries
  
  
     
Weener Friedhof N2 285.jpg (158610 Byte) Weener Friedhof N2 286.jpg (139415 Byte) Weener Friedhof N2 287.jpg (154006 Byte)   
Grabstein für Samuel Gerson 
(1848-1929) und Gedenkinschrift für 
Aron Gerson mit zusätzlichen
 Inschriftenplatten
Grabstein für Benjamin Abraham de Jonge
 (1866-1927) und Erinnerung an die
 in Montreal beigesetzte Selma de Jonge
 geb. Hertz (1877-1952)
 
     
 Kleine Gedenksteine für weitere Personen,
 die auf dem Friedhof beigesetzt sind 
und deren Grabstein fehlt
Weener Friedhof N2 288.jpg (184345 Byte) Weener Friedhof N2 289.jpg (183004 Byte)
     
        
Weener Friedhof N2 290.jpg (179866 Byte) Weener Friedhof N2 291.jpg (177679 Byte) Weener Friedhof N2 292.jpg (174873 Byte)
     
        
Weener Friedhof N2 293.jpg (180884 Byte) Weener Friedhof N2 294.jpg (182830 Byte) Weener Friedhof N2 295.jpg (184185 Byte)
     
        

   
    

Links und Literatur

Links:  

Website der Stadt Weener    
Wikipedia-Artikel über "Jüdische Gemeinde in Weener"     
Zur Seite über die Synagoge in Weener (interner Link)  
Dokumentation des Zentralarchivs Heidelberg zu den Friedhöfen zu Smarlingen bzw. zu den Friedhöfen in Weener.    

Literatur:  

Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen (Hrsg. von Herbert Obenaus in Zusammenarbeit mit David Bankier und Daniel Fraenkel). Bd. II Göttingen 2005 S. 1534-1544 (Abschnitt zu Wehner von Daniel Fraenkel).   
Hier finden sich S. 1543-1544 weitere Literaturangaben. 
Ostfriesland Lit 13004.jpg (73854 Byte)Reise ins jüdische Ostfriesland. Hrsg. von der Ostfriesischen Landschaft - Kulturagentur  Georgswall 1-5  26603 Aurich. Tel. 04941-179957  E-Mail: kultur[et]ostfriesischelandschaft.de. Erschienen im Juli 2013. 67 S. Kostenlos beziehbar. 
Internet: www.ostfriesischelandschaft.de 
"Reise ins jüdische Ostfriesland" ist ein gemeinsames Projekt im Rahmen des dritten kulturtouristischen Themenjahres "Land der Entdeckungen 2013". Am 9. November 2013 jährte sich zum 75. Mal die Pogromnacht von 1938 in Deutschland. Dies haben 17 Einrichtungen, davon neun Museen und fast alle ehemaligen Synagogengemeinden zum Anlass genommen, sich unter dem Titel "Reise ins jüdische Ostfriesland" zusammenzuschließen. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten verschwand die jüdische Kultur im Vergleich zum übrigen Deutschland hier bemerkenswert schnell aus dem bis dahin gemeinsamen Alltagsleben von Juden und Nichtjuden. "Reise ins jüdische Ostfriesland" will an das einst lebendige jüdische Leben in der Region erinnern.
Die Projekte zeigen in beeindruckender Weise, wie ein Thema aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden kann. Allen jedoch geht es insbesondere darum, dem vielfältigen jüdischen Leben in Ostfriesland bis zur Shoah und darüber hinaus wieder ein Gesicht zu geben. Denn Erinnerung ist ein Weg zur Heilung und damit zur Versöhnung.  

    
      

                   
vorheriger Friedhof     zum ersten Friedhof    nächster Friedhof   

                   

 

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an Alemannia Judaica (E-Mail-Adresse auf der Eingangsseite)
Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 16. Juli 2014