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Hessen
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Wetteraukreis III
Die jüdischen Friedhöfe im Wetteraukreis (FB)
Übersicht:
Altenstadt/Hessen
Zum Friedhof in Altenstadt/Hessen besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Altenstadt/Hessen - Höchst an der
Nidder
Zum Friedhof in Höchst an der Nidder besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Altenstadt/Hessen - Lindheim
Zum Friedhof in Lindheim besteht eine Unterseite
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Bad Nauheim
Zum den Friedhöfen in Bad Nauheim besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Bad
Nauheim - Steinfurth
Zur Geschichte des Friedhofes: Auf dem jüdischen Friedhof von
Steinfurth fand die letzte Beisetzung 1920 statt (Grab von Simon Löser,
1833-1920). Es
sind nur noch drei Grabsteine vorhanden.
Lage:
Link: Website
der Stadt Bad Nauheim Zur
Seite über die Synagoge in Steinfurth
Literatur: Arnsberg II,295.
Bad Vilbel
Zur Geschichte des Friedhofes: Auf einen bereits in früheren
Jahrhunderten vorhanden jüdischen Friedhof lässt die in der Gemarkung von Bad
Vilbel vorhandene Flurbezeichnung "Am Judenkirchhof" schließen. Bis
um 1840 wurden die Toten der jüdischen Gemeinde dann jedoch in Frankfurt,
später auf dem Friedhof
von Bergen
(Frankfurt/Main - Bergen-Enkheim) beigesetzt. Auch der Lehrer Salomon Steinhard
(gest. 1842) fand hier seine letzte Ruhestätte. Seit 1845 bestand ein eigener
jüdischer Friedhof in Bad Vilbel. Die Stadt hatte nach jahrelangen
Verhandlungen der jüdischen Gemeinde ein Hanggrundstück überlassen, das
im Besitz der Evangelischen Kirche gelegen haben soll. Die Friedhofsfläche umfasst 7,92
ar. Am 24. September 1937 erfolgte die letzte Beisetzung auf dem Friedhof.
1944 wurde der Friedhof schwer geschändet. Es sind heute noch 78 Grabsteine
erhalten, andere wurden vermutlich in der NS-Zeit vom Friedhof gestohlen.
Aus der Geschichte des Friedhofes
Spende des nach Amerika ausgewanderten J. M. Rosenthal
für die Einfriedung des jüdischen Friedhofes (1914)
Artikel
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 17. Juli 1914:
"Vilbel. Ein geborener Vilbeler, der jetzt in Amerika lebende
Kaufmann J.M. Rosenthal, hat der israelitischen Gemeinde für ihren
Friedhof eine neue Einfriedung in Form einer zwei Meter hohen Mauer aus
Blendsteinen und einem schönen Portal aus Kunstschmiedeeisen
gestiftet." |
Lage: Der jüdische Friedhof befindet sich nordöstlich des Ortes zwischen dem Gronauer
Weg und dem allgemeinen Friedhof der Stadt.
| Lage des jüdischen Friedhofes
in Bad Vilbel auf dem dortigen Stadtplan: rechts anklicken und unter
"Behörden und öffentliche Einrichtungen" weiterklicken zu
"Friedhof, israel." |
 |
Link: Website
der Stadt Bad Vilbel
Literatur: Arnsberg II,324-325.
Büdingen
Zum Friedhof in Büdingen besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Büdingen - Düdelsheim
Zur Geschichte der Friedhöfe: Der alte jüdische Friedhof (I)
soll bereits in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts angelegt worden sein. Er
umfasst eine Fläche von 8,62 ar. Der neue jüdische Friedhof (II) ist 20,80 ar
groß und wurde in den 1870er-Jahren angelegt. Der (alte) Düdelsheimer
Friedhof war bis 1877 Verbandsfriedhof der jüdischen
Gemeinden Düdelsheim, Glauberg (mit
Stockheim) und Rohrbach.
| Hinweis: Nach dem Verzeichnis der
durch die "Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen"
bearbeiteten hessischen Friedhöfe ergibt sich für die Friedhöfe in
Düdelsheim die Zahl von 48 (alter Friedhof) bzw.
80 vorhandenen Grabsteinen aus der festgestellten Belegzeit
von 1713 bis 1876 (alter Friedhof) bzw. 1878 bis 1938 (neuer Friedhof).
Siehe landesgeschichtliches Informationssystem Hessen - Kommission
für die Geschichte der Juden in Hessen und Hessisches Landesamt für
geschichtliche Landeskunde in Marburg: Dokumentation
der jüdischen Friedhöfe in Hessen - Online zugänglich |
Lage:
Fotos:
(Fotos von H. Hausmann, Wächtersbach, Aufnahmedatum Juni 2005)
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| Der Friedhof ist
großenteils ungepflegt und völlig eingewachsen. |
Link: Website
der Stadt Büdingen
Büdingen
- Eckartshausen
Zur Geschichte des Friedhofes: Der
Friedhof wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegt. Nach den
Aufzeichnungen von Arnsberg befanden sich um 1970 auf dem Friedhof 18 Grabsteine
aus der Zeit von 1849 bis 1863, ab 1863 weitere 69 Steine. 1877/78 wurde der
Friedhof erweitert. Er war auch Begräbnisstätte für die jüdischen Gemeinden
in Altwiedermus, Langen-Bergheim und
Himbach. Die Friedhofsfläche umfasst 18,44 ar.
Lage: Zum Friedhof kommt man über die Seufzerallee Richtung
Alte Mühle. Er liegt am Waldrand.
Fotos:
(Fotos: Götz Emmrich, Eckartshausen)
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| Der Friedhof im Winter |
Der Friedhof im
Frühjahr |
Link: Website
der Stadt Büdingen
Website
des Obst- und Gartenbauverein
Eckartshausen, wo sich unter:
"Bilderserie 'Rund um den Kirchturm'" auch das Winterfoto des
Friedhofes von Götz Emmrich findet).
Literatur: Arnsberg I,148f.
Büdingen - Rohrbach
Zur Geschichte des Friedhofes: Die Toten der jüdischen Gemeinde
wurden bis 1878 auf dem Friedhof in Düdelsheim
beigesetzt. 1878 erwarb die jüdische Gemeinde Rohrbach ein Grundstück zur
Anlage eines eigenen Friedhofes. Dieser Friedhof wurde ab 1880 benutzt. Die
Fläche beträgt 2,57 ar.
Lage:
Link: Website
der Stadt Büdingen Private Website zu Rohrbach: hier
anklicken (keine Informationen zur jüdischen Geschichte, jedoch Foto
zum Gebäude der ehemaligen Synagoge).
Literatur: Arnsberg II,230f.
Butzbach
Zur Geschichte der Friedhöfe:
Mittelalterlicher Friedhof: In Butzbach hatte die spätmittelalterliche
jüdische Gemeinde einen Friedhof, der vor 1476 oder in diesem Jahr nach Wegzug
der Juden aus der Stadt in die Hand der Stadtherren kam und spätestens in der zweiten Hälfte des
17. Jahrhunderts verschwunden ist. Der Friedhof wurde spätestens seit Ende des
14. Jahrhunderts von der jüdischen Gemeinde der Stadt und von umliegenden
Judenschaften (1455 z.B. aus Münzenberg)
belegt. Er befand sich vor der Wetzlarer Pforte außerhalb der
Stadtmauer, etwas nördlich der Judengasse (heute Teil der Ludwigstraße).
Friedhof des 19./20. Jahrhunderts: In den folgenden Jahrhunderten wurden die
Toten der wieder nach Butzbach zugezogenen jüdischen
Familien zunächst auf Friedhöfen der Umgebung (Griedel, Hochweisel)
beigesetzt. Nach der Wiederbegründung einer jüdischen Gemeinde in Butzbach
Mitte des 19. Jahrhunderts beantragte diese einen eigenen Friedhof, der nach einigen Schwierigkeiten auf
einem an den allgemeinen Friedhof angrenzenden Grundstück angelegt werden
konnte. Der älteste lesbare Stein ist eine Säule von 1892. Ein Teil der
Grabsteine wurde in der NS-Zeit zerstört beziehungsweise vermauert. 1947 wurden
die noch vorhandenen Grabsteine restauriert und der Friedhof wieder instand
gesetzt. Die Friedhofsfläche beträgt 8,34 ar.
Lage: Der jüdische Friedhof liegt am allgemeinen Friedhof, der sich
zwischen Küchengartenweg und Großer Wendelstraße befindet.
| Lage des allgemeinen (und
jüdischen) Friedhofes
in Butzbach auf dem dortigen Stadtplan: rechts anklicken und unter
"Behörden und öffentliche Einrichtungen" weiterklicken zu
"Friedhof, Butzbach" (der jüdische Teil ist nicht eingetragen) |
 |
Link: Website der
Stadt Butzbach Seite
über die Synagoge in Butzbach
Literatur: Germania Judaica Bd. III,1 S. 198; Arnsberg I,106-108.
Hanno
Müller: Familienbuch Butzbach Band V: Judenfamilien in Butzbach und
seinen Stadtteilen (mit
Dokumentation des Friedhofes).
Siehe website www.fambu-oberhessen.de
Butzbach - Griedel
Zur Geschichte des Friedhofes: Die Toten der jüdischen Gemeinde
wurden zunächst in Grüningen beisetzt. Im 18. Jahrhundert wurde in Griedel ein
Friedhof angelegt. Der älteste, 1970 noch lesbare Grabstein datiert von 1801.
Die Friedhofsfläche umfasst 7,52 ar.
Aus der Geschichte des Friedhofes
Schändung des Friedhofes in Griedel
(1931)
Mitteilung
im "Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt" vom
September 1931: "Griedel. Bei einem Einbruch in den jüdischen
Friedhof wurden 2 Grabsteine umgeworfen und ein dritter
beschmutzt." |
| |
Meldung
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 27. August 1931:
"Darmstadt. In Hessen haben sich in den letzten Tagen zwei Fälle von
Schändungen jüdischer Friedhöfe ereignet. In dem oberhessischen Dorf Griedel
bei Butzbach haben sich zwei 11-jährige Schüler in der Dämmerung in den
jüdischen Friedhof eingeschlichen und dort drei Grabsteine beschädigt.
Die zweite Schändung ereignete sich in Offenbach, wo auf dem jüdischen
Friedhof zwei Grabsteine vom Sockel gestürzt wurden. Hier fehlt von den
Tätern noch jede Spur." |
Lage: Der Friedhof liegt nördlich von Griedel an der Straße
von Griedel nach Gambach.
Link: Website der Stadt
Butzbach
Fotos zum jüdischen Friedhof Griedel siehe die Website von Stefan Haas
http://www.blitzlichtkabinett.de/lost-places/friedhofs-fotografie/friedhöfe-in-hessen/
Literatur: Arnsberg I,108, 278-279.
Hanno
Müller: Familienbuch Butzbach Band V: Judenfamilien in Butzbach und
seinen Stadtteilen (mit
Dokumentation des Friedhofes).
Siehe website www.fambu-oberhessen.de
Butzbach
- Hoch-Weisel
Zur Geschichte des Friedhofes: Auf dem jüdischen Friedhof in
Hochweisel wurden auch die jüdischen Verstorbenen aus Ostheim und
Fauerbach sowie (bis zur Anlage eines eigenen Friedhofes) aus Butzbach beigesetzt. Die
Friedhofsfläche umfasst 22,18 ar.
Lage: Der Friedhof befindet sich in einem Kiefernwald, es sind
jedoch nur noch wenige Steine vorhanden.
Link: Website der
Stadt Butzbach
Seite über
die Synagoge in Hoch-Weisel (interner Link)
Literatur: Arnsberg I,108, II,144.
Hanno
Müller: Familienbuch Butzbach Band V: Judenfamilien in Butzbach und
seinen Stadtteilen (mit
Dokumentation des Friedhofes).
Siehe website www.fambu-oberhessen.de
Butzbach
- Kirch Göns
Zur Geschichte des Friedhofes: Die Friedhofsfläche umfasst 2,88
ar.
Lage:
Link: Website der
Stadt Butzbach
Literatur: Arnsberg II,204.
Hanno
Müller: Familienbuch Butzbach Band V: Judenfamilien in Butzbach und
seinen Stadtteilen (mit
Dokumentation des Friedhofes).
Siehe website www.fambu-oberhessen.de
Butzbach - Nieder-Weisel
Zur Geschichte des Friedhofes: Die Friedhofsfläche umfasst 8,12
ar.
Lage:
Link: Website der
Stadt Butzbach
Zur Seite über die Synagoge in Nieder-Weisel (Interner Link)
Literatur: Arnsberg II,144.
Hanno
Müller: Familienbuch Butzbach Band V: Judenfamilien in Butzbach und
seinen Stadtteilen (mit
Dokumentation des Friedhofes).
Siehe website www.fambu-oberhessen.de
Butzbach - Pohl-Göns
Zur Geschichte des Friedhofes: Die Friedhofsfläche umfasst 11,99
ar.
Lage:
Link: Website der
Stadt Butzbach
Literatur: Arnsberg II,203-204.
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