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Aufenau (Stadt
Wächtersbach) mit Wirtheim (Gemeinde Biebergemünd)
(beide Main-Kinzig-Kreis)
Jüdische Geschichte
Übersicht:
Zur jüdischen Geschichte am
Ort
In Aufenau bestand eine kleine jüdische
Gemeinde bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Juden lebten am Ort seit dem 17.
Jahrhundert. Zur jüdischen Gemeinde in Aufenau gehörten auch die in Wirtheim
lebenden jüdischen Personen.
Um 1770 gab es sechs Schutzjuden - ein Einnahmenbericht aus diesem Jahr
nennt folgende jüdische Einwohner und ihre damaligen Abgaben: Abraham – 6
Gulden; Löser – 6 Gulden; Michel – 11 Gulden; Debeln – 11 Gulden; Löb – 5,30
Gulden; Löser – 7,40 Gulden. Löser war als Schächter (Schochet) der jüdischen
Familien tätig. Die jüdischen Familien zahlten gemeinsam 4 Gulden an die
Ortsherrschaft für das Recht, Gebete abzuhalten, sowie 30 Kreuzer jährliche
Grundgebühr für den Begräbnisplatz (Ackermann 1988f). 1773 wird Jud Isack von Aufenau genannt, der bei seinem Schwager Moses in
Fischborn als Knecht tätig war und
schließlich um Aufnahme in den Schutz in
Kirchbracht bat, wo er die jüdische Witwe Rivka heiraten wollte (dazu s.u,
den Beitrag von Nuphar Yishay).
1780 werden beim Verkauf der Herrschaft Aufenau vier Juden (mit ihren
Familien) erwähnt: Michel, Löser, Samuel, Debeln (Deble) R. (HStAD F 2 nr 78).
Dazu wird 1799 Jud Herz zu Aufenau erwähnt. Die jüdischen
Familien verdienten ihren Lebensunterhalt als Händler mit Vieh und
Landesprodukten. 1799 wurde der in Aufenau geborene Hertz in
Lichenroth aufgenommen (HStAM, 108 d
Birstein Nr. 112, Nr. 191).
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts ist die Familie Katzenberger in Aufenau
dokumentiert. Die jüdischen Einwohner waren zunächst weiterhin Schutzjuden (HHStAW
365/3, Personenstandsregister jüdischer Einwohner, Aufenau). Eine
Bestätigung dafür ergibt sich auch aus den Grabsteinen auf dem
jüdischen Friedhof in Aufenau. Ab 1821 ist
eine Familie Wassermann in den Aufenauer Registern nachweisbar, ebenfalls
Schutzjuden.
Einrichtungen der
jüdischen Gemeinde
An Einrichtungen der jüdischen Familien bestanden ein Betraum (s.o.
1770) in einem ihrer Häuser und ein Friedhof,
der 1804 gemeinsam mit den in der Umgebung lebenden jüdischen
Gemeinden/Familien angelegt wurde.
Fotos
Außer den Fotos
zum Friedhof sind noch keine weiteren Abbildungen zur
jüdischen
Geschichte in Aufenau vorhanden. |
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Links und Literatur
Links:
Quellen:
| Hinweis
auf online einsehbare Familienregister der jüdischen Gemeinde Aufenau mit
umgebenden Orten |
In der Website des Hessischen Hauptstaatsarchivs
(innerhalb Arcinsys Hessen) sind die erhaltenen Familienregister aus
hessischen jüdischen Gemeinden einsehbar:
Link zur Übersicht (nach Ortsalphabet) https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/llist?nodeid=g186590&page=1&reload=true&sorting=41
Zu Aufenau sind vorhanden (auf der Unterseite zur
Einsichtnahme weiter über "Digitalisate anzeigen"):
HHStAW 365,3 Jüdische Personenstandsregister von Aufenau
1821 - 1870
Enthält Geburtsregister 1821 - 1832, Trauregister 1821
Sterberegister 1821 - 1863, 1870
Enthält auch Angaben zu Personen aus Hesseldorf, Salmünster, Schliersbach, Wächtersbach,
Wirtheim, Wittgenborn
Dann auch: Verordnung zum Begräbnis auswärtiger Juden in Aufenau,
1826 https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v2145910
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Zu Wirtheim sind vorhanden (auf der jeweiligen Unterseite zur
Einsichtnahme weiter über "Digitalisate anzeigen"):
HHStAW 365,824 Geburts- und Sterberegister der Juden von
Wirtheim: enthält jüdisches Sterberegister 1821 - 1848 und
jüdisches Sterberegister 1822 - 1835 https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v3942607
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Literatur:
 | Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang -
Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. I S. 51. |
 | Nuphar Yishay: Die Witwe Rivka aus Kirchbracht.
Anfänge der jüdischen Ansiedlung in Kirchbracht und die Situation der Witwen
in der Region Birstein im 18. Jahrhundert. Unveröffentlichter Beitrag. 40 S.
2026.
Eingestellt als pdf-Datei. |
 | dies.: Warum war Lazarus Kaufmann so zornig? 2026 40 S.
Eingestellt als pdf-Datei. |

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