Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Aktuell: Projekt der Universität Potsdam: "Jüdische Friedhöfe in Brandenburg"  


Jüdische Friedhöfe in Brandenburg: Orte G - O 
   

Gartz/Oder (UM)            

Gartz Friedhof 010.jpg (108359 Byte) Informationen und Foto siehe Unterseite zum jüdischen Friedhof Gartz (interner Link)   

  
  
   

Gransee (OHV)         
   
Die vorliegenden Informationen zu Gransee sind sehr unklar. Nähere Angaben bitte an unsere Mail-Adresse: siehe Eingangsseite.  
   
In Gransee wurde 1824 ein jüdischer Friedhof angelegt. Er soll (wann?) aufgegeben worden sein. Nur noch eine Grabstelle sei vorhanden. Die Gräber (oder Grabsteine?) sollen auf den örtlichen Friedhof verlegt worden sein (?). 
   
Lage:         
   
Link: Website der Stadt Gransee  
Literatur: Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 377-378.   
   
   
     

Grünheide (Mark) (LOS) 
    
Zur Geschichte der jüdischen Gräber:
Auf dem Waldfriedhof in Grünheide gibt es jüdische Gräber, bei denen es sich um die letzten Ruhestätten von nach der NS-Zeit zurückgekehrten jüdischen Personen handelt, die der Familie Philippson und von Luise Jellinek. 
   
Pressebericht: Artikel in der "Märkischen Oderzeitung" vom 7. Juni 2012: "Donners pflegen jüdische Gräber..."  
Link zum Artikel    
  
Link: Website der Gemeinde Grünheide /Mark)    
  
  
   

Guben (SPN)               
    
Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof in Guben wurde 1839 auf dem Territorium des damaligen Dorfes Reichenbach (außerhalb der Stadt Guben) angelegt. Der älteste erhaltene Grabstein ist von 1856. 1911 wurde eine Trauerhalle mit einer Wohnung für den Friedhofswärter gebaut. 1938 wurde der Friedhof geschändet und zeitweise zerstört. Das Friedhofsgelände wurde der Ortsgemeinde Reichenbach übereignet.
Nach 1945 sorgte der damalige evangelische Superintendent für eine Rückübertragung des Friedhofes an den Verband der Jüdischen Gemeinden. Zwischen dem Verband und der Evangelischen Kirchengemeinde wurde ein Vertrag geschlossen, wonach die Friedhofshalle von der Evangelischen Kirchengemeinde genutzt und von dieser dafür der Friedhof gepflegt wird. 1951 fand ein erster evangelischer Gottesdienst in der ehemaligen jüdischen Trauerhalle statt, die seitdem "Bergkapelle Reichenbach" genannt wird. Die ehemalige Wohnung des Friedhofswärters wird als Wohnung des evangelischen Pfarrers verwendet. Es sind über 100 Grabsteine erhalten. Die Friedhofsfläche umfasst ca. 40 ar. 
Im Dezember 1992 wurde der Friedhof geschändet, wobei zwei Grabsteine umgestoßen wurden. Im März 2000 kam es zu einer weiteren Schändung, bei der Gräber, Friedhofsmauer und die "Bergkapelle" mit antijüdischen Parolen beschmiert werden. Die wenig später festgenommenen fünf jugendlichen Täter wurden im September 2000 verurteilt.     
    
Lage: Der Friedhof liegt am Reichenbacher Berg, Cottbuser Straße 54b   

Guben Friedhof 013.jpg (48559 Byte) Guben Friedhof 011.jpg (69756 Byte) Guben Friedhof 012.jpg (65195 Byte) Guben Friedhof 010.jpg (53758 Byte)
Die "Bergkapelle" (frühere jüdische Friedhofshalle) und einzelne Grabsteine auf dem Friedhof Guben (Quelle)

Link: Website der Stadt Guben; Seiten zur jüdischen Geschichte von Guben von www.judentum-lausitz.de mit den oben übernommenen Fotos der "Bergkapelle" und einzelnen Grabsteinen (auf den Informationsseiten befinden sich weitere Fotos); 
Informationsseite der Evangelischen Kirchengemeinde Guben zum jüdischen Friedhof und der "Bergkapelle".
Literatur: M. Augustyniak: Zur Geschichte der Jüdischen Gemeinde in Guben. In: Heimatblätter Guben 1988; Zeugnisse jüdischer Kultur S. 95-96; Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 387-388.
   
   
   

Halbe (Amt Schenkenländchen, Teupitz, LDS)               
    
Zur Geschichte jüdischer Grabstätten/eines jüdischen Friedhofes: Über die Existenz eines jüdischen Friedhofes oder jüdischer Grabstätten in Halbe besteht Unklarheit. Auf dem an den städtischen Friedhof angrenzenden Soldatenfriedhof (mit 22.000 hier beigesetzten Toten einer Schlacht von Ende April 1945) sollen noch um 1985 in einer hinteren, verwilderten Ecke jüdische Grabsteine gestanden sein. Näheres ist nicht bekannt.      
   
Lage:             
    
Link: Website des Amtes Schenkenländchen  
Literatur: Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 394
.   
  
  
   

Hohen Neuendorf (OHV)                 
    
Zur Geschichte jüdischer Grabstätten: In Hohen Neuendorf gab es keinen jüdischen Friedhof. Jedoch ließen sich mehrere der wenigen jüdischen Einwohner (Familiennamen Makolis, Hecht, Rosenthal) im allgemeinen Friedhof der Stadt beisetzen. Unter ihnen ist Dr. Hugo Rosenthal-Israel (1872 - 1940).   
   
Lage: Die jüdischen Grabstätten befanden beziehungsweise befinden sich im allgemeinen Friedhof an der Birkenwerderstraße.   
   
Link: Website der Stadt Hohen Neuendorf   
Literatur: Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 421.     
    
    
    

Joachimsthal (BAR)            
    
Zur Geschichte des Friedhofes: Zunächst wurden die Toten der jüdischen Gemeinde in Oderberg beigesetzt. 1750 konnten die damals sechs jüdischen Familien in Joachimsthal einen eigenen Begräbnisplatz am Ort anlegen. Ihnen war hierfür auf königliche Order hin ein Flecken Sandland hinter der Amtskoppel zugewiesen worden. Bis zur Auflösung der jüdischen Gemeinde um 1920 wurde der Friedhof benutzt. Es wurden insgesamt etwa 60 Gräber belegt. Heute befinden sich noch ca. 30 Grabsteine auf dem Friedhof. Der Friedhof ist inzwischen an drei Seiten vom kommunalen Friedhof umgeben, von der er durch eine Feldsteinmauer abgetrennt ist.             
   
Lage: Der Friedhof liegt in Richtung Templin an der Zornsdorfer Straße etwa 250 m links.     
   
Link: Website der Stadt Joachimsthal 
Literatur: Zeugnisse jüdischer Kultur S. 96-97; Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 427-428.    
   
   
    

Königs Wusterhausen (LDS)                
    
Zur Geschichte des Friedhofes: Über die Geschichte des jüdischen Friedhofes in Königs Wusterhausen ist wenig bekannt. Es sind keine sichtbaren Reste erhalten. Zuletzt sollen 1970 Teile von jüdischen Grabsteinen beim Bau einer Pergola bei der Gaststätte Volksgarten gefunden worden sein.         
   
Lage: Der Friedhof lag in der Nähe des Sees an der Allee, die von der Seestraße aus in die Parkanlagen bei der Gaststätte Volksgarten führt.

Ungefähre Lage des jüdischen Friedhofes in Königs Wusterhausen auf dem dortigen Stadtplan: 
links anklicken und über das Straßenverzeichnis zu "Seestraße" 
(das Grundstück des abgegangenen Friedhofes ist nicht eingetragen). 

Link: Website der Stadt Königs Wusterhausen 
Literatur: Zeugnisse jüdischer Kultur S. 116; Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 676.
  
  
   

Königs Wusterhausen - Zernsdorf (LDS)            
   
Über einen jüdischen Friedhof oder jüdische Grabstätten in Zernsdorf liegen bislang keine Informationen vor. Einziger Hinweis ist die Erwähnung des Ortes in der Liste der International Association of Jewish Genealogical Societies (Cemetery Project): hier anklicken  
   
Link: Website der Stadt Königs Wusterhausen   Website der Gemeinde Zernsdorf       
   
   
    

Kremmen (OHV)              
    
Zur Geschichte des Friedhofes: Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden zunächst in Oranienburg beigesetzt. Ein jüdischer Friedhof in Kremmen wurde 1815 angelegt. Er wurde bis Anfang des 20. Jahrhunderts genutzt (letzte Beisetzung 1905). Es war eine Leichenhalle vorhanden, die jedoch 1924 abgebrochen wurde. 1957 waren noch 30 Gräber vorhanden. In der Folgezeit ist der Friedhof völlig verwahrlost. Bis um 1988 wurde er als Müllabladeplatz des benachbarten allgemeinen Friedhofes benutzt und war völlig verwahrlost. Danach wurde er gerichtet. Heute sind noch etwa 15-20 Grabsteine vorhanden. Die - inzwischen wieder umzäunte - Friedhofsfläche umfasst etwa 6 ar.      
    
Lage: Der jüdische Friedhof liegt unweit des allgemeinen Friedhofes an der Straße nach Staffelde.      
    
Link: Website der Stadt Kremmen  
Literatur: Zeugnisse jüdischer Kultur S. 97; Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 439-441.       
    
   
     

Kyritz (OPR)            
    
Zur Geschichte der jüdischen Friedhöfe: In Kyritz gab es bereits im 18. Jahrhundert einen jüdischen Friedhof (alter jüdischer Friedhof), von dem nichts mehr erhalten ist. Er ist jedoch aus städtischen Abrechnungen bekannt. Auf einem Stadtplan von 1863 ist er eingetragen. Auch von einem neuen jüdischen Friedhof ist nichts mehr erhalten, der (im 19. Jahrhundert) angelegt wurde. 1933 soll er bereits in verfallenem Zustand gewesen sein. Auch in den 1960er-Jahren seien noch einige Grabsteine und eine Hecke vorhanden gewesen.  
   
Lage: Der alte jüdische Friedhof lag vor dem Holzhauser Tor. Der neue Friedhof lag nahe dem Rosengarten beim nördlichen Stadteingang.  

Die Lage der beiden jüdischen Friedhöfe lässt sich wie folgt beschreiben: 
Der alte Friedhof lag im Bereich "An der Mauer"/Holzhausener Straße und zwar südlich der Straße "An der Mauer" Richtung Grünstraße. 
Der neue Friedhof lag auf dem Grundstück der südlich der "Feldsiedlung" (siehe Straßenverzeichnis) eingetragenen "Kleingärten". 

Link: Website der Stadt Kyritz  
Das Grab des aus Kyritz stammenden Theodor Steigerwald befindet sich auf dem kleinen jüdischen Friedhof in Zernitz.
Literatur: Zeugnisse jüdischer Kultur S. 97; Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 443.
    
   
   

Lebus (MOL)        
   
Über einen jüdischen Friedhof oder jüdische Grabstätten in Lebus liegen bislang keine Informationen vor. Einziger Hinweis ist die Erwähnung des Ortes in der Liste der International Association of Jewish Genealogical Societies (Cemetery Project): hier anklicken   
   
Link: Website von Amt und Stadt Lebus      
   
    

Lenzen (PR)          
    
Zur Geschichte des Friedhofes: Über die Geschichte des jüdischen Friedhofes ist wenig bekannt. Er wurde nach 1945 eingeebnet.    
   
Lage: Der Friedhof befand sich hinter dem kommunalen Friedhof am Finkenberg (Kirchhofstraße).     
   
Link: Website der Stadt Lenzen  
Literatur: Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 472.   
  
  
    

Letschin - Groß Neuendorf (MOL)  

Gross Neuendorf Friedhof 010.jpg (1591476 Byte)Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof in Groß Neuendorf wurde um 1840 angelegt. Auf dem Grabstein für Michael Sperling (1803-1866) wird berichtet, dass er nicht nur "Stifter des hiesigen Synagogenverbandes", sondern auch "Gründer dieses Friedhofes" war. Der älteste erhaltene Grabstein datiert von 1842 (das Mädchen Dobrasch Hartwich). Der Friedhof ist mit einer Bruchsteinmauer umgeben. Die Friedhofsfläche umfasst etwa 6 ar. In der NS-Zeit und danach wurde der Friedhof mehrfach geschändet und schließlich weitgehend zerstört. In den 1960er-Jahre war er offensichtlich noch weitgehend erhalten. Noch in den 1970er-Jahren wurden Grabsteine gestohlen, um einen in der Nähe verlaufenden Sandweg zu befestigen. 1992/94 wurde der Friedhof - soweit möglich - wieder hergerichtet, wobei Jugendgruppen (u.a. des CVJM), Gruppen äthiopischer Asylbewerber und Restauratoren zusammenarbeiteten. Es sind etwa 35 Grabsteine bzw. Grabsteinfragmente erhalten.  
   
Lage: Der Friedhof liegt in nördlicher Richtung hinter dem Oberdeich in der Nähe der Bardune.  
   
Link: Website der Gemeinde Letschin 
Hinweis: Gesamtdokumentation des Friedhofes Groß Neuendorf (Universität Potsdam - Zentrum für Jüdische Studien).  
Beitrag: Entdeckungen im Oderbruch: Über die kleine jüdische Gemeinde in Groß Neuendorf / Letschin (Foto von dort übernommen)  
Literatur: Zeugnisse jüdischer Kultur S. 95; Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 384-386.
   
   
   

Liebenwalde (OHV)           
    
Zur Geschichte des Friedhofes: Über die Geschichte des jüdischen Friedhofes in Liebenwalde ist wenig bekannt. Er wurde in der NS-Zeit und danach geschändet und weitgehend zerstört. In der Nachkriegszeit wurde er teilweise abgebaggert und als Müllplatz missbraucht. Schon in den 1980er-Jahren waren vom Friedhof nur noch ein seitlicher Teil sowie eine höhere Erhebung in Kreisform vorhanden. Damals wurden noch drei Bruchstücke von Grabsteinen gefunden.      
    
Lage: Der Friedhof liegt etwa 2 km außerhalb von Liebenwalde im Waldgebiet "Heidchen" direkt an der Straße in Richtung Zehdenick.    
    
Link: Website der Gemeinde Liebenwalde  
Literatur: Zeugnisse jüdischer Kultur S. 95; Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 384-386.  
    
    
     

Lindow/Mark (OPR)           
    
Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof in Lindow wurde 1824 angelegt und bis 1938 belegt. Auf ihm wurden auch in Rheinsberg und Gransee verstorbene Juden beigesetzt. Es dürften etwa 50 Gräber belegt worden sein. Die Friedhofsfläche umfasst 6,08 ar (von ursprünglich etwa 7 ar). Bis um 1970 war der Friedhof noch in relativ gutem Zustand. Nach 1970 wurden die kleine Friedhofshalle (für den Leichenwagen) und die Vordermauer des Friedhofes abgebrochen, als eine Asphaltstraße als Zufahrt zu entstehenden Garagen auf dem angrenzenden Gelände angelegt wurde. 1985/86 wurde der Friedhof abgeräumt, bis dahin waren noch etwa 25 Grabsteine vorhanden. 1988 wurde der Friedhof wieder - soweit möglich - hergerichtet. Etwa 20 Grabsteine wurden wieder herbeigeschafft und aufgestellt, einige zusammengesetzt. Auch die Mauer wurde ausgebessert, der vordere Teil und der Eingang neu gemauert. Der älteste erhaltene Stein datiert von 1847 (Friederike Naumann). Der Friedhof wird seit 1988 von Mitgliedern einer "Jungen Gemeinde" gepflegt.
Im April 1993 kam es zu einer Friedhofsschändung. Es wurden Grabsteine umgeworfen.       
   
Lage: Der Friedhof liegt in der Nähe des städtischen Friedhofes; Zugang gegenüber Harnackstraße 35.  
   
Links: Website des Amtes und der Stadt Lindow     
Literatur: Zeugnisse jüdischer Kultur S. 98; Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 465-466.      
    
    

Luckenwalde (TF)          

Luckenwalde Friedhof 052.jpg (106507 Byte) Informationen und Fotos siehe Unterseite zum jüdischen Friedhof Luckenwalde (interner Link)   

   
     

Lübben (LDS)               
    
Zur Geschichte des Friedhofes:
 Über die Geschichte des jüdischen Friedhofes in Lübben ist nur wenig bekannt. Der Friedhof wurde in der NS-Zeit geschändet und zerstört, nach 1945 wurde das Grundstück in eine Parkanlage mit einem Gedenkstein umgewandelt. Die Friedhofsfläche umfasst etwa 20 ar. Es sind keine Grabsteine oder Grabsteineinfassungen mehr vorhanden.    
    
Lage: Der Friedhof liegt südlich des Hauptbahnhofes an einem Fußweg zwischen Blumenstraße und Majoransheide.

Ungefähre Lage des jüdischen Friedhofes in Lübben auf dem dortigen Stadtplan: links anklicken und 
über das Straßenverzeichnis weiter zu "Blumenstraße" (der jüdische Friedhof ist nicht eingetragen). 

Link: Website der Stadt Lübben
Literatur: Zeugnisse jüdischer Kultur S. 98; Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 483.
   
   
   

Lychen (UM)            
    
Zur Geschichte des Friedhofes: Über die Geschichte des jüdischen Friedhofes in Lychen ist nur wenig bekannt. Er wurde in der NS-Zeit oder danach zerstört und abgeräumt. Um 1970 ließ die Jüdische Landesgemeinde Mecklenburg einen Gedenkstein setzen. Eine alte Eiche prägt das Erscheinungsbild des Friedhofes.  
    
Lage: Der Friedhof liegt unmittelbar nordöstlich der Altstadt vor dem Stargarder Tor an der Clara-Zetkin-Straße, direkt am Oberpfuhl, auf einer Anhöhe.  
   
Link:  Website der Stadt Lychen     
Literatur: Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S.  
   
   
     

Märkisch Buchholz (LDS)                 
    
Maerkisch Buchholz Friedhof 0102.jpg (243327 Byte) Informationen und Fotos siehe Unterseite zum jüdischen Friedhof Märkisch Buchholz (interner Link)  

   
   
    

Meinsdorf bei Jüterbog (Ortsteil der Gemeinde Niederer Fläming, TF)           
   
Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof in Meinsdorf wurde vermutlich um 1850 von dem Handelsmann und Schächter Alexander Jablonsky aus Calau angelegt. Ab 1890 wurde der jüdische Friedhof dem kommunalen Friedhof angegliedert, jedoch nicht miteinbezogen. Der Friedhof ist mit einer 1,5 m hohen Mauer umgeben. Die Friedhofsfläche umfasst etwa 2 ar. Die völlige Beseitigung des Begräbnisplatzes, die 1988 geplant war, konnte verhindert und der Friedhof unter Denkmalschutz gestellt werden. Es sind noch elf Grabsteine vorhanden.       
    
Lage: Der Friedhof am ehemaligen Mühlenberg liegt neben dem kommunalen Friedhof.     
   
LinkWebsite der Gemeinde Niederer Fläming      
Literatur: Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S.
    
    
     

Mittenwalde (LDS)              
    
Zur Geschichte des Friedhofes:
Der jüdische Friedhof in Mittenwalde entstand am Ende des 18. Jahrhunderts, nachdem die Wallgräben zwischen 1785 und 1790 zugeschüttet worden waren. Eine Leichenhalle war auf dem Friedhof vorhanden. In der NS-Zeit wurde der Friedhof samt der Leichenhalle 1938 zerstört. 1945 sollen noch sechs Gräber mit Grabsteinen vorhanden gewesen sein. Seit etwa 1948 wurde das Gelände als Garten verwendet. Seit 2005 gab es intensive Bemühungen, den Friedhof wieder würdig herzurichten.
  
2013/14 wurde der Friedhof als Gedenkstätte hergerichtet (Einweihung im September 2014). Umrahmt von Mauersteinkörben zeichnen die Felder des Friedhofsgrundstückes mit Federgras, Rasen sowie zwölf Natursteinen aus schlesischem Sandstein die Konturen der historischen Ruhestätte nach. Die Stelen stehen versetzt entlang des begehbaren Mittelweges.  
   
Lage: Der Friedhof liegt an der Straße "Hohes Holz" (Gartenland) 80 m westlich des Hauses Nr. 2, an der Rückseite des städtischen Friedhofes. 
  
Presseartikel zum jüdischen Friedhof  

Oktober 2010: Eine Gedenkstätte auf dem Friedhof kann noch nicht verwirklicht werden   
Artikel von Tanja Kasischke in der "Märkischen Allgemeinen" vom 5. Oktober 2010 (Artikel):  "Gedenkstätte wird vorerst nicht realisiert. 
Im laufenden Haushaltsjahr hat der Jüdische Friedhof keine Chance, obwohl er viele Fürsprecher hat / Neuer Anlauf mit EU-Förderung 2011?
MITTENWALDE -
Der Kulturverein Dahme-Spreewald fühlt sich hingehalten. 'Seit fünf Jahren wird an dem Projekt gezogen, nur umgesetzt wurde es bislang nicht', zieht Irmtraut Carl frustriert Bilanz. Sie bezieht sich auf die Gedenkstätte des Jüdischen Friedhofes in Mittenwalde, ein Vorhaben, das jüngst immer mehr Fürsprecher gewonnen hat. Und dessen bürokratische Hürden nach und nach genommen wurden. Alle, bis auf den Bauantrag. Noch vor einem Jahr war fraglich, ob es je so weit – zum Bau der Gedenkstätte – kommt: Nur zwei Drittel der Fläche sind in kommunaler Verwaltung, bei einem 90 Quadratmeter-Anteil des Grundstücks waren die Eigentumsverhältnisse ungeklärt, weil es keine Nachfahren jener drei Familien gibt, die das Land einst kauften. 
Arkadi Schwarz, Vorstand der jüdischen Gemeinde Königs Wusterhausen, hörte davon und wandte sich an die Jewish Claims Conference, eine Organisation, die Entschädigungsansprüche jüdischer Opfer des Nationalsozialismus und Holocaust-Überlebender vertritt. Schwarz bat darum, das Grundstück der jüdischen Gemeinde zu übertragen. Sechs Wochen später erhielt er Antwort: 'Geht in Ordnung.' Damit ist der Einsatz der Königs-Wusterhausener noch nicht beendet – im Gegenteil: Die Gemeinde will sich, wenn die Gedenkstätte steht, aktiv bei der Pflege einbringen, Führungen anbieten und Schulprojekte initiieren. Mehrere Klassen haben Interesse bekundet, über die Toten und deren Familien zu forschen. 
Für die äußere Gestalt der Gedenkstätte zeichnet der junge Berliner Landschaftsarchitekt Torsten Wolff verantwortlich. Sein Entwurf sieht vor, das Gelände mit einem kleinen Wall zu säumen. Im Inneren verläuft ein Steg zwischen Steinquadern, sie symbolisieren die Grabsteine.
Was aussteht, ist das Votum der Stadtverordneten. Sie entscheiden über die Finanzierung des Projektes. Im laufenden Haushaltsjahr ist kein Geld für den Jüdischen Friedhof eingestellt, obgleich der Finanzausschuss die Pläne diskutiert hat. Letztlich wurden sie hintenangestellt, 'weil kein absolutes Finanzierungskonzept vorlag', begründet SPD-Fraktionschefin Heydi Fischer. 'Es war nicht deutlich genug dargelegt, welche Fördermittel die Stadt beantragen könnte und ob Einsparungen möglich sind.' 
Der Architekt hält dagegen: 'Die Stadt hat eine Kostenübersicht erhalten. Sie war so konkret wie möglich. Exakte Zahlen kann ich erst berechnen, wenn Angebote von Firmen vorliegen.' 77 000 Euro würde die Gedenkstätte nach Torsten Wolffs Berechnungen kosten. Eine Summe, die sich durch den – zugesagten – Einsatz des Technologie- und Berufsbildungszentrums Königs Wusterhausen und Fördergelder, etwa aus dem Topf des Europäischen Sozialfonds oder dem Bundesprogramm für Integration 'Xenos' auf geschätzte 60 000 Euro reduzieren ließe. Die Stadt Mittenwalde verfügt aktuell über ein Steuerplus von 900 000 Euro, das wäre eine Möglichkeit. Eine andere: Mittel aus dem Sanierungspaket, denn der Friedhof liegt im städtischen Sanierungsgebiet. 
Der Finanzausschuss winkt ab: 'In diesem Haushaltsjahr sehe ich keine Chance', sagt Heydi Fischer. 2011 könnte man wieder darüber reden. "  
    
Artikel in der "Märkischen Allgemeinen" vom 5. Oktober 2010 (Artikel): 
"Mittenwaldes Jüdischer Friedhof steht für Integration, urteilt Tanja Kasischke
Geschichte mit Zukunft. Es sind 278 Quadratmeter Unverwechselbarkeit, die Mittenwalde vor sich hat. Der Jüdische Friedhof wäre, als Gedenkstätte rekonstruiert, einmalig in der Region. Deshalb dürfen die Stadtverordneten das Projekt maximal aufschieben, nicht aufheben. Es ist schade, dass es so lange dauert, bis die Neugestaltung des Friedhofs realisiert ist. Einerseits: Die Stadt bereitet sich darauf vor, ihren Haushalt auf doppelte Buchführung umzustellen. Vor dieser Folie ist es richtig, dass die Stadtverordneten keine Experimente mit den Geldern aus der Rücklage machen. Andererseits: Mittenwalde hat in diesem Jahr ein Plus von 900 000 Euro an Gewerbesteuern. Die Gedenkstätte würde weniger als ein Zehntel kosten und die Stadt gewinnen: an Ansehen, an Besuchern, an Geschichtsbewusstsein. Damit haben die Mittenwalder gute Karten bei der Vergabe von Fördergeldern; ihr geplantes Tourismuskonzept auch. Die Riege der Fürsprecher ist ohnehin groß. Die Bedeutung des Friedhofs für die Regionalgeschichte auch: Drei von vier Mittenwaldern haben die NS-Zeit nicht erlebt, doch der Erhalt des Jüdischen Friedhofs ist nicht nur deshalb wichtig. Jüdisches Leben in der Ackerbürgerstadt ist viel älter. Die Gedenkstätte ist kein Eingeständnis von Schuld, sie steht für Integration."  
 
September 2014: Der Gedenkort "Jüdischer Friedhof Mittenwalde" wird eingeweiht   
Siehe Artikel von Michaela Grimm in der "Jüdischen Allgemeinen" vom 11. September 2014: "Dem Vergessen entrissen"    

Link: Website der Stadt Mittenwalde   
Literatur: Zeugnisse jüdischer Kultur S. 100; Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 503-504.
   
   
    

Müncheberg (MOL)        
   
Zur Geschichte des Friedhofes:
 Der jüdische Friedhof in Müncheberg wurde 1756 angelegt, nachdem der Magistrat der Judenschaft ein Grundstück zur Nutzung als Begräbnisplatz gegen entsprechende Bezahlung zur Verfügung stellt. 1837 wurde der Friedhof erweitert und auf drei Seiten mit einer massiven Mauer umgeben. Die Friedhofsfläche umfasst etwa 9 ar. Es sind noch etwa 20 Grabsteine aus den Jahren 1763 bis 1846 vorhanden, die etwa in der Mitte des Friedhofes stehen. Die etwa 40 Grabsteine von 1846 bis 1902 liegen in einem Gräberfeld mit fünf Reihen. Der jüngste Stein stammt von 1932.
Der Friedhof wurde mehrfach geschändet: 1992 wurden einzelne Gräber mutwillig beschädigt; im September 1992 wurden zehn Grabsteine mit Naziparolen beschmiert. 
   
Lage: Der Friedhof liegt südlich der Stadt (Ortsausgang Richtung Frankfurt/Oder) an einem Hang Ecke Tempelsberger Weg/Eggersdorfer Weg.  
   
LinkWebsite der Stadt Müncheberg      
Literatur: Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S.    
    
    
     

Nauen (HVL)                  
    
 In Nauen lebten Juden bereits im Mittelalter. Ob der erste jüdische Friedhof ("Jüdenkirchhof"), über den sonst nur wenig bekannt ist, noch auf mittelalterliche Zeit zurück geht, kann nicht gesagt werden. Das Friedhofsgelände wurde schon vor langer Zeit überbaut.
Bis Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Toten der jüdischen Gemeinde Nauen in Berlin beigesetzt. 1819 wurde ein eigener Friedhof angelegt und mit einer Mauer umgeben. Auch eine kleine Leichenhalle wurde erstellt. In der NS-Zeit wurde der Friedhof zerstört. Grabmale sind keine mehr vorhanden. 1950 wurde ein Denkmal mit einer Plastik errichtet, die 1988 durch eine figürliche Darstellung von Ingo Wellmann ersetzt wurde. Die Gedenkanlage hat einen Durchmesser von etwa 10 m, doch war der Friedhof größer.  
Anfang November 2000 wurde das Denkmal durch Aufsprühen von Hakenkreuzen geschändet.  
   
Lage: Der erste Friedhof lag südlich des Bahnhofes. Der 1819 angelegte Friedhof liegt "Am Weinberg" nahe der früheren Gaststätte "Am Weinberg" auf einer kleinen Anhöhe (westlicher Waldrand des Nauener Stadtforstes). 

Lage des jüdischen Friedhofes in Nauen auf dem dortigen Stadtplan: 
links anklicken und über das Straßenverzeichnis "Am Weinberg" anklicken. Der jüdische Friedhof ist nicht eingetragen. 

Link: Website der Stadt Nauen  
Informationen zum Nauener Stadtteil "Weinberg Waldsiedlung" (mit Information zum jüdischen Friedhof)
Literatur: Zeugnisse jüdischer Kultur S. 101; Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 514  
Hinweis: Das Begräbnisregister des jüdischen Friedhofes Nauen aus den 1930er-Jahren liegt noch vor und ist als pdf-Datei eingestellt (Quelle: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, RSA-Register).   
   
   
   

Neuruppin (OPR)             
    
Zur Geschichte des Friedhofes:
 In Neu-Ruppin konnten sich - erstmals seit den Judenvertreibungen des 16. Jahrhunderts - wieder in den 1820er-Jahren Juden ansiedeln. Der jüdische Friedhof, der von der entstehenden jüdischen Gemeinde in Neuruppin angelegt wurde, liegt angrenzend an den 1853 angelegten evangelischen Friedhof der Stadt (einziger Friedhof der Stadt Neuruppin = Hauptfriedhof).  
  
Aus der Geschichte des Friedhofes 
Schändung des Friedhofes (1892)    

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 6. Mai 1892: "In Neuruppin ist der jüdische Friedhof von verbrecherischer Hand demoliert worden."           

    
Lage: Der Friedhof liegt angrenzend an den evangelischen Friedhof der Stadt Neuruppin (Hauptfriedhof) an der Gerhard-Hauptmann-Straße 61  

Lage des jüdischen Friedhofes in Neuruppin auf dem dortigen Stadtplan: links anklicken und 
über das Verzeichnis der "Öffentl. Einrichtungen" zu "Hauptfriedhof, Neuruppin"; 
der jüdische Teil ist nicht gesondert eingetragen. 

Link: Website der Stadt Neuruppin  
Informationen zur jüdischen Geschichte in Neuruppin    
Informationen zum evangelischen und jüdischen Friedhof Neuruppin auf einer Seite der Website kirchenkreis-wittstock-ruppin.de  
Literatur: Uwe Schürmann: Die jüdischen Friedhöfe in Neuruppin. In: Mitteilungsblatt des Historischen Vereins der Grafschaft Ruppin e.V. Heft 8. August 1997. 
Linda Schössow: Juden in Neuruppin. In: Mitteilungsblatt des Historischen Vereins der Grafschaft Ruppin e.V. Heft 15 November 2004.   
   
   
   

Niemegk (PM)                  
    
Zur Geschichte des Friedhofes: Nach Angaben bei Brocke/Ruthenberg/Schulenburg s.Lit. lag der jüdische Friedhof in Niemegk im Bereich des alten, schon lange aufgelösten Niemegker Stadtfriedhofes, der Anfang des 19. Jahrhunderts außerhalb der damaligen Stadt angelegt wurde. 1988/90 sollen noch Grabsteine und Grabsteinfragmente vorhanden gewesen sein. Auf dem Gelände des früheren Stadtfriedhofes befinden sich ansonsten Gartenparzellen. 
Nach Angaben von Stefan Pirnack, Niemegk vom 15.1.2014 gibt es keinerlei Bestätigungen für die Richtigkeit obiger Angaben. Es liegt derzeit kein Hinweis vor, dass es in Niemegk jemals einen jüdischen Friedhof oder jüdische Grabstätten gegeben hat. 
Nach weiteren Angaben von S. Pirnack vom 17.1.2014 gab es im 19./20. Jahrhundert nur wenige jüdische Einwohner, insbesondere der Arzt Dr. Ludwig Lion, dessen Sohn 1917 in der Schule in Niemegk eingeschult worden ist. Dr. Lion selbst wurde 1936 festgenommen und nach Potsdam gebracht.  
    
Link: Website des Amtes und der Stadt Niemegk   
Literatur: Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 526.
   
   
    

Oderberg (BAR)    
    
Zur Geschichte des Friedhofes: In Oderberg ließen sich im letzten Viertel des 17. Jahrhunderts nieder. Der jüdische Friedhof in Oderberg wurde um 1700 angelegt. In der NS-Zeit wurde der Friedhof geschändet, die Grabsteine auf einen Haufen geworfen. 1944 erfolgte ein Zwangsverkauf des Grundstückes vfür 100 RM an die Stadt. Nach 1945 wurde die Begräbnisstätte - soweit möglich - wieder instandgesetzt und unter Denkmalschutz gestellt. Es sind nicht mehr alle Grabsteine erhalten. Die Friedhofsfläche umfasst 11,53 ar. Knapp 40 Grabsteine sind, teilweise nur als Fragmente erhalten. Sie  datieren im Zeitraum von 1848 bis 1933. Die älteste erhaltene Grabstelle ist die des Israel Gutherz (1809-1848). 1993 bis 1995 konnte - mit Hilfe von großzügigen Spenden - der Friedhof instandgesetzt und eine neue Umzäunung angebracht werden.  
    
Lage: Der Friedhof liegt auf dem "Mönkefeld" am Südhang der zur Oder steil abfallenden uckermärkischen Höhen.
(stadtauswärts in Richtung Angermünde vor der Tankstelle rechts abbiegen und der Straße durch eine Siedlung bis fast zu den Gleisen folgen. Dort befindet sich der Friedhof auf der rechten Seite auf einem Hügel).       
   
Link: Website des Amtes und der Stadt Oderberg   Informativer: Private Website zu Oderberg  
Literatur: Zeugnisse jüdischer Kultur S. 102f; Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 531-533
.   
    
    
    

Oranienburg (OHV)                
   
Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof in Oranienburg wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts angelegt. Der älteste erhaltene Grabstein ist von 1763. Die letzte Beisetzung war 1937. Die Friedhofsfläche umfasst etwa 9 ar. Die Friedhofsbauten aus dem 19. Jahrhundert sind noch erhalten. Nach Verwüstungen in der NS-Zeit und danach erfolgten in den 1960er-Jahren erste Aufräumungsarbeiten. 1988 wurde der Friedhof - soweit möglich - wieder hergerichtet. 
  
Pressemitteilung im Juli 2007: Jüdischer Friedhof in Oranienburg geschändet. Der jüdische Friedhof in Oranienburg ist geschändet worden. Wie die Polizei am Freitag (20. Juli 2007) mitteilte, wurde die Trauerhalle innen und außen mit Graffiti beschmiert. Die Schändung sei bereits am Mittwoch (18. Juli) entdeckt worden. Die Tat hat nach Angaben eines Sprechers "keinen politisch relevanten Hintergrund."  Von den Tätern fehlt bislang jede Spur. Die Polizei bittet mögliche Zeugen, die Wache Oranienburg unter Tel. 03301-8510 anrufen.      
    
Lage: Der Friedhof liegt westlich der Altstadt an der Kremmener Straße.

Lage des jüdischen Friedhofes in Oranienburg auf dem dortigen Stadtplan:
 links anklicken und über das Verzeichnis der "Behörden und öffentl. Einrichtungen" zu "Friedhof, (ehem.) jüd.". 

Link: Website der Stadt Oranienburg
Literatur: Zeugnisse jüdischer Kultur S. 103; Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 535-538.
  
  
    

Oranienburg - Lehnitz (OHV)               
    
Über einen jüdischen Friedhof oder jüdische Grabstätten in Lehnitz liegen bislang keine Informationen vor. Einziger Hinweis ist die Erwähnung des Ortes in der Liste der International Association of Jewish Genealogical Societies (Cemetery Project): hier anklicken      
    
    
    
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Allgemeine Literatur:   

Zeugnisse jüdischer Kultur. Erinnerungsstätten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Projektleitung: Kathrin Wolff. Gesamtredaktion: Cordula Führer. Berlin 1992.
Herbert Sander: Jüdische Friedhöfe in der Mark Brandenburg. Malerei - Grafik - Fotografie. Buch zur Ausstellung in der Orangerie im Park Sanssouci 23. September bis 17. Oktober 1993.
Michael Brocke/Eckehart Ruthenberg/Kai Uwe Schulenburg: Stein und Name. Die jüdischen Friedhöfe in Ostdeutschland (Neue Bundesländer/DDR und Berlin). Berlin 1994.
Michael Brocke/Christiane E. Müller: Haus des Lebens. Jüdische Friedhöfe in Deutschland. Leipzig 2001.  

    

    

    

 

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Stand: 22. Januar 2017