Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)        
      
In Ellwangen bestand eine jüdische Gemeinde zunächst im Mittelalter. Durch die Judenverfolgungen im Juli 1298 (Rindfleisch-Verfolgung) und im Frühjahr 1349 (Pestzeit) wurde sie vernichtet. Erst in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts lebten wieder einige Juden in der Stadt, die von 1428 bis 1443 ihre Toten in Nördlingen bestatteten.  
  
Auch in der Mitte des 17. Jahrhunderts soll eine jüdische Gemeinde in der Stadt entstanden sein durch die Tatkraft des frommen Oberdorfer Juden David Teble ben Model Mordechai Levi.  
  
Die Geschichte der Gemeinde des 19./20. Jahrhunderts begann 1823 mit der Übersiedlung des Prokurators Isaak Heß von Lauchheim nach Ellwangen, der in den folgenden Jahren einer der angesehensten Bürger der Stadt wurde. 1832 wurden 6 jüdische Einwohner gezählt. 1844 gab es vier selbständige jüdische Gewerbetreibende mit ihren Familien in der Stadt, neben Buchhändler Isaak Heß ein Bierbrauer und zwei Gastwirte.       
 
1854
wurden 18 jüdische Einwohner gezählt. Die eigentliche Gemeindegründung war 1870. 1880 waren es inzwischen  85 jüdische Einwohner (1,8 % von insgesamt 4.697 Einwohnern); die höchste Zahl jüdischer Einwohner wurde 1886 mit 99 Personen erreicht. Bis 1900 ging die Zahl auf 65 zurück (1,4 % von insgesamt 4.747), 1910 32 (0,7 % von 4.722).  
 
An Einrichtungen hatte die Gemeinde einen Betsaal (Synagoge, s.u.) und eine Religionsschule. Ein rituelles Bad war vermutlich nicht vorhanden. Die Toten der Gemeinde wurden bis 1901 in Aufhausen, danach auf einem eigenen Friedhof beigesetzt. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts zeitweise ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war (um 1885 Lehrer A. Fröhlich, 1890-1894 Emanuel Adler, um 1902/03 Lehrer Heß). Spätestens seit den 1920er-Jahren wurden die Kinder der Gemeinde durch den Religionslehrer aus Crailsheim unterrichtet. Die Gemeinde gehörte zum Rabbinat Oberdorf
   
Im Ersten Weltkrieg fiel aus der jüdischen Gemeinde Ludwig Kahn (geb. in Aufhausen, gestorben an der Kriegsverletzung. 18.7.1919). Außerdem ist gefallen: Gefreiter David Ballenberger (geb. 22.8.1882 in Ellwangen, vor 1914 in Stuttgart wohnhaft, gest. 5.2.1917 in Gefangenschaft).        
   
Die relativ wenigen jüdischen Familien in Ellwangen leisteten trotz ihrer geringen Zahl einen wichtigen Beitrag im wirtschaftlichen Leben der Stadt: Anfang des 20. Jahrhunderts gehörten ihnen neben mehreren Zucht- und Nutzviehhandlungen auch eine Hadernfabrik, eine Gastwirtschaft, ein Antiquariat und Buchhandlung, ein Landmaschinenhandel und ein Druckerei- und Zeitungsverlag. Im einzelnen sind an ehemaligen, teilweise bis nach 1933 bestehenden Handels- und Gewerbebetrieben bekannt: Hadernfabrik Louis Ballenberger und Emanuel Neuhaus (bis 1910, Haller Straße 8), Gastwirtschaft "Zum Waldhorn", Inh. Maier Fröhlich, dann Isak Rosenheimer (bis 1895, Pfarrgasse 2), Antiquariat und Buchhandlung Isaak Heß, später Joseph, Moritz und Sigmund Heß (1847-1905, Schmiedstraße 6), Vieh- und Pferdehandlung Elias Levi (bis 1917, Marktplatz 12), Zucht- und Nutzviehhandlung Julius Levi (bis 1938, Schmiedstraße 3), Pferdehandlung Neuburger, später Zucht- und Nutzviehhandlung Sigmund Levi (bis 1938/38, Haller Straße 3 und 3/1), Landmaschinenhandel und Werkstatt Stein (vor 1930, Haller Straße 6), Druckerei- und Zeitungsverlag Weil (bis 1903, Spitalstraße 17-19).     
   
Um 1925, als nur noch 19 jüdische Gemeindeglieder gezählt wurden, bildeten den Vorstand der Gemeinde: Louis Neumaier, Jakob Neuburger. Der Religionsunterricht der schulpflichtigen jüdischen Kinder wurde durch den Lehrer der Nachbargemeinde in Crailsheim erteilt. 1932 war Gemeindevorsteher Sigmund Levi. Die damals noch drei schulpflichtigen jüdischen Kinder wurden von Lehrer Silbermann aus Crailsheim unterrichtet.  
  
1933 wurden noch 15 jüdische Personen in der Stadt gezählt (Familien Heinrich, Levi, Neuburger). Zwei Jahre später ist die Gemeinde aufgelöst worden (siehe Artikel von 1935 unten). Von den 15 Personen sind bereits drei von Ellwangen in andere Orte verzogen (Lore Heinrich nach Gera, Max Heinrich nach Plauen und Gertrud Neuburger nach Nördlingen), zwei starben in Ellwangen Jakob und Pepi Neuburger - 1935 beziehungsweise 1938), einer in Heggbach (Samson Neuburger, gestorben 1940 in der katholischen Pflegeanstalt Heggbach bei Biberach); neun konnten in die USA emigrieren (beide Familien Levi: Sigmund und Frau Lea geb. Adler mit Sohn Erwin; Julius Levi und Frau Melanie geb. Süssel mit den Söhnen Erich und Max, auch Großmutter Babette geb. Schloßberger). 1940 wurden keine jüdischen Personen mehr in Ellwangen gezählt.      
   
Von den in Ellwangen geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Clara Braun geb. Weil (1870), Berta Friedmann geb. Weinberger (1876), Lina Emma Heß (1870), Ludwig Heß (1864), Gideon Schulmann (1899).    
   
   
In Ellwangen bestand vom Sommer 1943 bis März 1945 ein Außenkommando des Konzentrationslagers Natzweiler/Elsaß, in dem sich zwischen 50 und 100 Häftlinge befanden, die zum Arbeitseinsatz im Straßen, Bunker-, Wohnungs- und Kasernenbau eingeteilt waren. Im Zusammenhang mit dem "Hessentaler Todesmarsch" wurde das Lager am 6./7.Apr.1945 evakuiert. Am Bahnhof Ellwangen wurden kranke Gefangene zurückgelassen, von denen die meisten (ca. 20) kurze Zeit später in Dalkingen erschossen wurden. Beim Verlassen Ellwangens wurde ein Häftling an der Neunheimer Steige (heute Alte Steige“) erschossen. In der Nacht vom 6./7.Apr. übernachteten die Häftlinge in einem Steinbruch bei Neunheim.  
   
 
Persönlichkeiten. Isaak Heß (1789-1866), Buchhändler und Antiquar, erwarb sich um das jüdische Schul- und Armenwesen in Württemberg große Verdienste. Zu der in Ellwangen beabsichtigten Gründung eines Pensionats für die jüdische Theologen ist es zu keiner Zeit gekommen. Das Wohnhaus von Isaak Heß war in der Adelbergergasse 1 (1824 bis 1847), dann Schmiedstraße 6. Mehrere Texte und Anzeigen unten beziehen sich auf Isaak Heß (s.u.). 
  
Bekanntester Lehrling von Isaak Heß war seit 1855 der berühmte Antiquar Ludwig Rosenthal (1840 - 1929; Artikel zu ihm auf Seite Fellheim).   
  
  
  
Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
 
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer  
Ausschreibungen der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet 1877 / 1890 / 1895  

Ellwangen Israelit 07021877.jpg (52161 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7. Februar 1877: "Lehrer- & Schächter-Gesuch. In der hiesigen israelitischen Gemeinde wird ein Religionslehrer und Schochet sogleich gesucht. Gehalt 1.000 Mark. Derselbe kann sich durch Nebenverdienste, wozu vielfache Gelegenheit geboten ist, bedeutend verbessern. Reflektierende belieben sich schriftlich zu wenden an Heinrich Kaufmann, Ellwangen, Württemberg."
 
Ellwangen Israelit 10101877.jpg (51358 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 10. Oktober 1877: "Lehrer-Gesuch. In hiesiger israelitischer Filial-Gemeinde ist die Lehrer-, Vorbeter- und Schächterstelle sofort zu besetzen. Gehalt 1.000 Mark. Nebeneinkünfte in Aussicht. 
Befähigte Bewerber, unter Einreichung ihrer Zeugnisse, mit Angabe, ob ledig oder verheiratet, wollen sich an Unterzeichneten franco melden.
 Anmeldungen von Polen und Russen bleiben unberücksichtigt. Heinrich Kaufmann, Ellwangen, Württemberg."
 
Ellwangen Israelit 17071890.jpg (75629 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. Juli 1890: "Ellwangen, Königreich Württemberg. Die hiesige Religionslehrerstelle, verbunden mit dem Dienste eines Vorsängers und Schächters, ist durch Übersiedelung des Lehrer nach Augsburg frei geworden. Dieselbe ist mit einem garantierten Einkommen von 1.100 bis 1.800 Mark, den Nebenverdienst nicht berechnet, dotiert. Geeignete unverheiratete Bewerber wollen sich bei dem Unterzeichneten unter Vorlegung ihrer Zeugnisse bis spätestens zum 1. August 1890 melden. Der Eintritt hat auf den 1. September 1890 zu erfolgen. Die Anstellung geschieht vorerst auf 2 Jahre. 
Der Vorstand der israelitischen Genossenschaft: Heinrich Kauffmann."  
 
Ellwangen Israelit 17011895.jpg (62540 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. Januar 1895: "Die hiesige israelitische Kultusgenossenschaft besetzt die Stelle des Lehrers und Vorbeters neu. derselbe hat auch die Schechita zu versehen. 
Gehalt 800 Mark; für das Ergebnis aus den Schächtgebühren werden 400 Mark garantiert. Bewerber, welche ledig sein müssen, wollen unter Vorlegung eines Lebenslaufes und ihrer Zeugnisse sich längstens bis zum 1. Februar 1895 bei dem Unterzeichneten melden. 
Ellwangen an der Jagst, 14. Januar 1895. Im Auftrag: Rechtsanwalt Gump."

    
Lehrer Fröhlich empfiehlt seine "Pension für israelitische Schüler" (1885)  

Ellwangen Israelit 30071885.jpg (41570 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit vom 30. Juli 1885: "Pension für israelitische Schüler in Ellwangen (Württemberg).
Knaben, welche die hiesigen höheren Lehr-Anstalten, wie Realschule, Lateinschule, Gymnasium besuchen wollen, finden in meinem Hause gute Verpflegung, gewissenhafte Beaufsichtigung und, wenn nötig, Nachhilfe in den Lehrfächern. Pensionspreis mäßt. 
Das Wintersemester beginnt am 15. Oktober (1885). 
A. Fröhlich
, israelitischer Lehrer in Ellwangen".  

   
Gedichte von Lehrer Heß (1902 / 1903)  

Ellwangen Israelit 09031903.jpg (72356 Byte)

Beitrag in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 9. März 1903: "Sabbatklänge. Von Lehrer Heß - Ellwangen (Württemberg).

'Bräutigam, komm', der Braut entgegen,'  
Also singet die Gemeinde, 
Die sich zum Empfang des Sabbats  
Hier im Gotteshaus vereint. 
 
Denn der Sabbat ist Prinzessin 
Und ist Braut, wie dies schon Heine  
Hat gesungen, und der Bräut'gam 
ist die jüdische Gemeinde. 
  
Festlich ist man heute gekleidet, 
Heller strahlen heut die Kerzen, 
Von der Werktagslast entbunden, 
Schlagen höher heut die Herzen. - 
Hinten in der letzten Reihe  
Sieht man einen Jüngling stehen, 
Schwarz die Locken, bleich die Wangen  
Und die Augen übergehen.  

Und es rollet Trän' um Träne 
Über seine Wang', der blassen, 
Der in Lieb er jetzt gedenket - 
Treulos hat sie ihn verlassen. 

'Bräut'gam, komm' der Braut entgegen,' 
also sang sie, die Gemeinde: 
Keiner aber sag den Jüngling, 
Wie er schluchzte, wie er weinte."  
   

Ellwangen Israelit 12011903.jpg (71617 Byte)

 Beitrag in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. Januar 1903: "Mondschein
Von Lehrer Heß - Ellwangen in Württemberg. 
 
Mondschein liegt auf Dorf und Straßen, 
Zeigt uns auch zwei Glaubensbrüder, 
In der Gasse hellem Bilde, 
Ganz nach ihrer Väter Sitte. 
 
In der einen Hand die Ampel, 
In der andern ein Gebetbuch, 
Und das lichtumflossene Antlitz 
Betend zu dem Mond gerichtet. 
   
Glaubt Ihr immer noch, Ihr Toren, 
Die Ihr für das Reich des Lichtes 
Und des Völkerfriedens betet, 
Daß es komme, daß es nah sei? 
Ihr, die man so lang gemartert, 
Und gequälet, und geknechtet, 
Denen man das Licht im Ghetto 
Wahrlich spärlich zugemessen? 
 
Ja, Ihr glaubt es. Eure hellen, 
Siegesfrohen Mienen sagen, 
Daß Ihr ringen, glauben werdet, 
Bis Er kommt, der Friedensbote. 
 
Volk des Glaubens! Volk des Lichtes ! 
Israel, Du Gotteskämpfer! 
Ach wie lang noch ringst du flehend 
Für das Reich des Lichts, des Friedens?"  
     

Beitrag in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. Mai 1903: "Mein Mütterlein..."   
     

Beitrag in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Dezember 1902: "Sehnsucht..."  
     

  
  
Berichte aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben   
Über die in Ellwangen ansässigen jüdischen Familien (1844)      

Ellwangen AZJ 26021844.JPG (163706 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom  26. Februar 1844: "Ellwangen ... Bei dieser Veranlassung wollen wir die Leser Ihres Blattes auf einen anderen, wohl nicht uninteressanten Umstand aufmerksam machen. Ellwangen, früher Sitz des Fürstbischofs und Hauptstadt der gefürchtetsten Propstei gleichen Namens, erhob zu Anfang dieses Jahrhunderts (sc. 19. Jahrhundert) von den Juden, welche in die Stadt kamen, Leibzoll, und keinem Israeliten wurde ein längerer Aufenthalt gestattet. Gegenwärtig aber sind bereits vier selbständige Israeliten, beziehungsweise israelitische Familien hier ansässig, worunter ein Antiquar und Buchhändler; ein Bierbrauer und Gastwirt und ein zweiter Gastwirt. Letztere haben mit ihrer Wirtschaft Restaurationen für Koscheressende verbunden. Die hiesige Stadt besitzt ein vollständiges Gymnasium, eine Real- und Gewerbeschule und eine vom Staate errichtete Ackerbauschule. Außer dem für den Religionsunterricht der Israeliten am hiesigen Gymnasium bestellten Lehrer, Antiquar Heß, zugleich öffentlicher, von der Staatsregierung angestellter Dolmetscher der hebräischen Sprache, ist der vormalige geprüfte jüdische Lehrer Fröhlich, welcher seinen Wohnsitz hier hat, Unterricht im Hebräischen zu erteilen erbötig. - 
Für Eltern, welche ihre Kinder für die Wissenschaft oder für Gewerbe vorbereiten und ihnen Unterricht im Hebräischen erteilen lassen wollen, andererseits aber die Kostspieligkeit der Anstalten in größeren Städten und die dort so häufige Verführung der Jugend scheuen, dürfte deshalb der hiesige Platz eine willkommene Gelegenheit sein, da man hier weder Verführung, noch große Kosten zu befürchten hat und die Jugend unter steter Aufsicht gehalten wird."    

   
Isaak Heß will einen Verein zur Veredelung des Synagogengesanges gründen (1845) 

Ellwangen AZJ 06011845.jpg (23474 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 6. Januar 1845: "Aus dem Württembergischen, 5. Dezember. Herr Buchhändler I. Heß in Ellwangen will einen Verein zur Veredelung des Synagogengesanges gründen. Wir werden recht gern, sobald der Verein gegründet ist, das Nähere darüber entgegennehmen." 

  
Über das antisemitische Hetzblatt "Ipf" und seine Lügen (1893)  

Ellwangen Israelit 17081893.jpg (151239 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. August 1893: "Aus Württemberg. In Württemberg erscheinen zwei Blätter, die 'Ulmer Schnellpost' und der 'Ipf', die sich in gehässigen Ausfällen gegen Juden und Judentum überbieten und fast jede Nummer strotzt von Verdächtigungen und Schimpfereien aller Art (Ersteres Blatt hat sich ja im bekannten Ulmer Prozess bezüglich der aus dem Talmud geschöpften Moral des Judentums in jüdischen Kreises einen berüchtigten Namen gemacht) und wenn solche Hetzblätter auch in ernstbedenkenden Kreisen wenig ernst genommen werden und ihre antisemitische Tendenz beim schwäbischen Volksstamme nur wenig Anklang findet, was am deutlichsten bei der jüngsten Reichstagswahl zum Ausdruck kam, wo nur einige hundert antisemitische Stimmen abgegeben wurden, so ist es doch unerquicklich, in solchen Hetzblättern Verdächtigungen zu lesen, die ganz geeignet sind, durch ihr freches Auftreten wenigsten den Schein der Wahrheit zu erwecken, um hintennach in ihrer ganzen Grundlosigkeit respektive als freche Lüge sich zu entpuppen. 
So brachte der 'Ipf' kürzlich die Mitteilung, ein Jude aus Ellwangen habe in Neresheim geäußert: 'Es wäre besser, die Katholiken sammelten im Walde Gras für ihr hungerndes Vieh, als dass sie Wallfahrten veranstalten', und das Blatt nahm erneuten Anlass, Juden und Judentum mit seinen bekannten Liebenswürdigkeiten zu überhäufen. Natürlich erregte dies in dem katholischen Bezirke berechtigtes Aufsehen, ganz besonders in der verdächtigten Gemeinde. In letzterer ist jedoch nach eingehendster Umfrage festgestellt, dass kein Mitglied der dortigen jüdischen Gemeinde eine derartige Äußerung getan, beauftragter katholischer Professor bei der Redaktion vergeblich den Namen des Betreffenden zu erfragen suchte, forderten die Ellwanger Juden öffentlich die Redaktion auf, denselben zu nennen. Voraussichtlich wird es von Seiten der Ellwanger Juden zur Klage kommen und wäre es interessant, dass einmal dieses Hetzblatt durch gerichtliche Publikation an den Pranger gestellt würde." 

    
Prozess vor dem Schöffengericht gegen Antisemiten - einen katholischen Pfarrer und einen Redakteur der Hetzzeitung "Ipf" (1902) 

Ellwangen AZj 26121902.jpg (194788 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 26. Dezember 1902: "Ellwangen, im November (1902). Bezeichnend für die Unduldsamkeit mancher klerikaler Kreise ist ein Pressprozess, der sich am 13. November vor dem hiesigen Schöffengericht abspielte. Die 'Jagstzeitung und Bopfinger Tageblatt' hatte das bekannte Gedicht 'Mein Glaube', das die 'Allgemeine Zeitung des Judentums' schon wiederholt abgedruckt hat, und das einen auch als Dichter bekannten und berühmten namhaften katholischen Geistlichen, den Domherrn Ignaz Heinrich Carl von Wessenberg, zum Verfasser hat, zum Abdruck gebracht. Darauf erschien im 'Ipf' Nr. 132 ein von dem katholischen Pfarrer Waldraff verfasster Artikel 'vom Härtsfeld' mit der Überschrift: 'Das Bopfinger Tagblatt im Dienste des Unglaubens'. Der Artikel erhebt gegen den Redakteur Weil, den 'israelitischen Dogmatiker', die schwersten Vorwürfe. Nachdem er behauptet, dass in dem Gedicht 'der nackte Unglaube' zum Ausdruck komme, und er es 'ein frivoles Machwerk', 'ungläubiges Geschreibsel' genannt hatte, heißt es weiter: 'Immerhin ist es äußerst abgeschmackt und anmaßend, wenn ein Jude in christlichen Glaubenssachen macht und sich als Reformator der christlichen Glaubens- und Sittenlehre einen Namen verschaffen will. Derartige Frivolitäten müssen auch dem verschlafensten Katholiken die Augen öffnen, sodass sie sich sagen müssen: 'Nein, das geht denn doch übers Bohnenlied' so gemütlich sind auch wir nicht, dass wir unseren Glauben uns aus der israelitischen Redaktionsstube des L. Weil in Ellwangen vorschreiben lassen.'   Auf Grund dieser Äußerungen erhob der Redakteur der 'Jagstzeitung', L. Weil, gegen den verantwortlichen Redakteur des 'Ipf'', B. Nuber und den Pfarrer Waldraff in Auernheim Beleidigungsklage. Das Schöffengericht verurteilte den Pfarrer Waldraff zu 100 Mark, den Redakteur des 'Ipf' Nuber, zu 75 Mark Geldstrafe. Aus der Begründung des Urteils seien hier folgende bemerkenswerte Ausführungen wiedergegeben: 'Bezüglich des Angeklagten Waldraff war strafmildernd zu berücksichtigen, dass er von seinem Standpunkt angegriffen zu sein glaubte; strafschärfend kam bei ihm noch in Betracht, dass er vermöge seiner Bildungslaufbahn und als Geistlicher es unterlassen sollten, ehrenhafte Nebenmenschen in gehässiger Weise anzugreifen, und dass er ausdrücklich hervorgehoben habe, dass er die Veröffentlichung seiner Erklärung nicht bereue. Bezüglich des Angeklagten Nuber war strafmildernd zu berücksichtigen, dass er in seiner Stellung nicht wohl in der Lage ist, Zeitungsberichte, die ihm von maßgebender Seite, insbesondere von Geistlichen, zugehen, abzuändern oder gar zurückzuweisen, strafschärfend war bei ihm ferner zu berücksichtigen, dass das Ansehen der Presse selbst den Gerichten die Pflicht auferlegt, gegen Missbräuche mit aller Strenge vorzugehen, und dass das die Tageszeitungen lesende, auf Anstand haltende Publikum vor kleinlichsten, im letzten Grund eigentlich nur auf Herrschsucht und Konkurrenzneid zurückzuführende Zeitungsfehden zu schützen ist."

   
Auflösung der jüdischen Gemeinde Ellwangen (1935)       

Artikel in der "Gemeindezeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 17. Juni 1935:  
Zum Lesen bitte Textabbildung anklicken      

     
     
Berichte über einzelne Personen aus der Gemeinde  
In Ellwangen ist als Oberjustizprokurator ein Herr Pflaum tätig (1844)  

Ellwangen AZJ 08011844.jpg (35344 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 8. Januar 1844: "In Württemberg sind jetzt bereits sechs israelitische Rechtskonsulenten und ein israelitischer Oberjustizprokurator, der in diesen Blättern schon rühmlichst erwähnte Oberjustizprokurator Pflaum in Ellwangen. Auch Ärzte von anerkannter Geschicklichkeit haben wir mehrere und für Architektur bilden sich auch mehrere israelitische Jünglinge.    Löwenstein."    
Anmerkung: Bei Oberjustizprokurator Pflaum handelt es sich um Salomon Pflaum, geb. 1813 in Pflaumloch als Sohn des Alexander Pflaum (1774 - 1831) und der Fradel geb. Friedmann; er war verheiratet mit Helena geb. Friedmann (geb. 1826) und starb bereits 1849.  
Angaben von Rolf Hofmann, Stuttgart.

   
Buchhändler Isaak Heß erwirbt seltene Werke (1857 / 1862)  

Ellwangen AZJ 06041857.jpg (35769 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 6. April 1857: "Unser Buchhändler Heß in Ellwangen begründet immer mehr seinen Ruf als tüchtiger kenntnisreicher Antiquar. Kürzlich erkaufte von ihm die Königliche Bibliothek in Berlin die Mirabilia urbis Romae. Von diesem Holztafeldruck bestanden nur noch zwei unvollständige Exemplare. Dieses von Heß aufgefundene ist vollständig und wurde von der Berliner Hofbibliothek um 700 Taler angekauft."
    
Ellwangen AZJ 16091862.jpg (168416 Byte)Artikel in der Rubrik "Literarischer Wochenbericht" in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 16. September 1862: "Aus Württemberg. Der Nestor unserer Buchhändler, der als Antiquar und Altertumsforscher bekannte J. Heß in Ellwangen, hat in einer von ihm angekauften Bibliothek ein seltenes, noch ungedrucktes Manuskript entdeckt, das nur dreimal vorhanden sein dürfte. Das Werk ist betitelt 'Beit Elohim' (Gotteshaus) und ist verfasst von Rabbi Moses ben R. Baruch Almosnino, Rabbiner in Salonichi. Derselbe hat sich als talentvoller Prediger und Verfasser mehrerer theologischer, philosophischer und mathematischer Schriften, die meistens im Druck erschienen, einen berühmten Namen erworben. Das hier angeführte Mauskript wurde jedoch nie gedruckt. Der Verfasser schrieb es in seinem 30. Lebensjahre, Anno 1553. Es enthält eine Übersetzung der Schrift 'Sfera del Mondo von Sacro-Bosco' ins Hebräische, mit Kommentar und erläuternden astronomischen Zeichnungen. Die Zeichnungen sind sehr fleißig ausgeführt und verdienen als solche schon Beachtung; der hebräische Kommentar ist eine bedeutende Arbeit des Almosnino. Nach de Rossi existieren von diesem Werke nur zwei Exemplare, wovon eine de Rossi selbst, das andere die Bodlejanische Bibliothek besaßen. Nach Wolf Bibliotheca hebr. tom III. p. 731. soll auch in Venedig ein Exemplar dieser Schrift existiert haben. Der Schluss des Heß'schen Exemplars lautet 'Ich habe dieses vollendet am 15. Tewet (5)415 (= 25. Dezember 1654) in Venedig', so dürfte es keinem Zweifel unterliegen, dass dieses das von Wolf beschriebene Venezianische Exemplar ist... Das Manuskript in Folio, ist in zierlicher rabbinischer Schrift, wie sie früher in Italien üblich, geschrieben und vollkommen gut erhalten. Es wäre interessant, wenn ein Manuskriptenkundiger, wie der verehrte Herr Dr. Zunz, Kassel, Jellinek etc., sich über dieses seltene Werk äußern würde, das der jetzige Besitzer wahrscheinlich verkaufen wird, wenn es in einen solchen Besitz gelangt, dass die Wissenschaft daraus Nutzen zieht. Alexander Elsäßer." 

   
Zum Tod von Isaak Heß (1866)    

Ellwangen Israelit 17101866.jpg (89051 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. Oktober 1866: "Ellwangen, den 6. Oktober (1866). Heute starb hier der auch in weiteren Kreisen rühmlich bekannte Buchhändler Isaak Heß in seinem 77. Lebensjahre, nachdem er schwere körperliche Leiden viele Monate lang bis zu seinem letzten Lebenshauche mit starkem Geiste und stets sich seiner bewusst ertragen hatte. Er war öffentlicher Dolmetscher für die neuhebräische Sprache im Königreiche Württemberg, früherer Vorsteher einer israelitischen Lehranstalt, seit dem Jahre 1821 durch Schriftstellerei und Agitation für die geistige Erhebung und politische und bürgerliche Emanzipation seiner Glaubensgenossen tätig, Mitglied der zur Vorberatung des Judengesetzes von 1828 eingerufen gewesenen Notabeln-Versammlung. Auch der Plan und die Gründung des Vereins zur Errichtung der israelitischen Waisenanstalt war sein Werk. Seinem Sarge folgten 2 Töchter und 3 Söhne, wovon zwei ebenfalls Buchhändler hier und einer Oberjustizprokurator in Ulm ist. Sein Andenken sei zum Segen! L."      

        
Über Isaak Heß (geb. 1789 in Lauchheim, gest. 1866 in Ellwangen)                 

Artikel in der "Gemeindezeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Oktober 1926:  Zum Lesen bitte Textabbildungen anklicken        Lauchheim GemZeitung Wue 01101926a.jpg (298031 Byte) Lauchheim GemZeitung Wue 01101926b.jpg (126013 Byte) Lauchheim GemZeitung Wue 01101926c.jpg (114086 Byte) Lauchheim GemZeitung Wue 01101926d.jpg (109669 Byte)

      
Traueranzeige zum Tod von Moritz Hess (1902)   

Ellwangen TA MHess.jpg (53439 Byte)"Ellwangen a.J., den 23. Mai 1902. Verwandten und Bekannten geben wir hiermit die Mitteilung, dass unser lieber Gatte, Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel Moritz Hess, Buchhändler, heute Vormittag, wenige Tage vor dem vollendeten 79. Lebensjahr, nach kurzer Krankheit aber unerwartet rasch sanft verschieden ist. In tiefer Trauer die Gattin: Frau Karoline Hess; die Kinder: Sofie Spiegel mit ihrem Gatten Albert Spiegel in Konstanz, Gottlob Hess und Frau Meta geb. Sinn, in München, Triftstraße 10, Rechtsanwalt Dr. Ludwig Hess mit Frau Marie geb. Lahnstein in Ellwangen, Fanny Haarburger mit ihrem Gatten Friedrich Haarburger in Reutlingen, Karl Hess mit Frau Marian geb. Davis, in München, Goethestraße, Julius Hess in New York, Emma Hess, Arthur Hess, sowie die fünf Enkel. 
Die Beerdigung findet Sonntag, den 25. Mai, nachmittags 2 1/2 Uhr in Ellwangen statt."  
 
vgl. zur Familie Hess die von Rolf Hofmann und Peter Maile erstellte Ahnenreihe "Familie Hess aus Lauchheim + Ellwangen" (pdf-Datei)

      
Goldene Hochzeit von Leopold Weil und Frau (1911)  
Anmerkung: Zu Leopold Weil siehe weitere Informationen unten bei "Weitere Dokumente"     

Ellwangen FrfIsrFambl 28041911.jpg (32682 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 28. April 1911: "Das angesehene Leopold Weil'sche Ehepaar in Ellwangen - Herr Leopold Weil war Jahrzehntelang Vorstand des Württemberger Buchdruckervereins - erhielt anlässlich seiner goldenen Hochzeit vom König seine Bronze-Plakette mit Widmung."  
   
Ellwangen AZJ 28041911.jpg (115913 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 28. April 1911: "Ellwangen (Württemberg), 18. April. Der Privatier Leopold Weil beging mit seiner Ehefrau Hanna geborene Neuburger, am Sonntag den 9. April in seltener Geistesfrische und körperlicher Rüstigkeit, umgeben von seinen Kindern, Enkeln, einer Urenkelin und Verwandten das Fest der goldenen Hochzeit. Leopold Weil widmete sich in jungen Jahren dem Buchdruckereigewerbe, war in mehreren Städten Norddeutschlands und in Wien tätig, und übernahm später, nachdem er das Zeitungswesen gründlich kennen gelernt hatte, die Leitung des Amtsblatts Ellwangen, das er kurz darauf als Eigentum erwarb und durch unermüdlichen Fleiß im Verein mit hervorragender Begabung zu hoher Blüte brachte. Im Juli 1903 verkaufte er seine ausgedehnte Buchdruckerei mit dem Verlag der 'Jagstzeitung' an die Aktiengesellschaft 'Deutsches Volksblatt' und lebt seitdem als Privatier in Ellwangen. Der König von Württemberg ließ den Jubilaren durch den Vorstand der Stadt Ellwangen eine Bronzeplakette mit seinem Bildnis und mit Widmung überreichen, der Regierungspräsident des Jagstkreises zeichnete sie durch ein Handschreiben aus, in welchem er in warmen Worten Weil als Nestor der württembergischen Journalistik feierte. Von nah und fern hatte sich das Jubelpaar zahlreicher Beweise der Verehrung und Wertschätzung zu erfreuen; alle Kreise der Stadt Ellwangen, ohne Unterschied der Konfession, nahmen an dem Fest teil und lieferten so den beweis, welches Ansehen die Jubilare genießen, die treue Anhänger des jüdischen Glaubens sind."  

       
Über die "Lebens-Erinnerungen" von Leopold Weil (1832 Laupheim - 1913 Ellwangen)    

Artikel in der "Gemeindezeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. April 1930:  
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Goldene Hochzeit von Jakob Neuburger und Papi geb. Stern (1928)          

Artikel in der "Gemeindezeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. Juni 1928:  
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Leopold Neuburger starb in Amsterdam vermutlich an einem Raubmord (1928)        

Artikel in der "Gemeindezeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. November 1928:  
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Zum Tod von Jakob Neuburger (1938)    

Ellwangen GblIsrGF Nov1938 16.jpg (45063 Byte)Anzeige im "Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt" vom November 1938 S. 16: 
"Am 9. September verschied unser guter Vater, Großvater, Bruder und Onkel Herr Jakob Neuburger im Alter von 91 Jahren. 
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: 
Ellwangen (Jagst) . Familie S. F. Neuburger - Frankfurt a.M. Gartenstraße  8a - Familie Doris Schloß geb. Neuburger." 

    
    
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen     

Buchhändler Isaak Heß sucht einen Lehrling (1844)  

Ellwangen AZJ 07101844.jpg (36240 Byte)Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 7. Oktober 1844: Anzeige. Ich suche einen Lehrling aus einer ordentlichen Familie in mein Geschäft unter billigen Bedingungen aufzunehmen. Derselbe muss gute Schulkenntnisse besitzen, wenigstens schon Sprachunterricht in einer höheren Lehranstalt genossen haben. Auf frankierte Briefe erteile ich nähere Auskunft.
Ellwangen (in Württemberg) im Oktober 1844. I. Heß, Buchhändler und Antiquar."

   
Buchhändler J. (Joseph) Heß sucht eine Erzieherin (1874)  

Ellwangen AZJ 13011874.jpg (50659 Byte)Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 13. Januar 1874: "Gesuch einer Erzieherin. Mein Bruder, leider seit Kurzem Witwer, sucht eine Erzieherin für seine 4 braven Kinder (1 Knabe und 3 Mädchen von 5-12 Jahren). Es sollte ein ältere Person von etwa 40 Jahren sein, welche zugleich das Hauswesen zu übernehmen hätten. Convenirendenfalls wird eine dauernde Stellung und die beste Behandlung zugesichert. Nähere Auskunft erteilt  Ellwangen in Württemberg. Buchhändler J. Heß."  

   
Buchhändler Hess sucht eine Erzieherin (1880)       

Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 3. Februar 1880:  "Gesuch einer Erzieherin
Zur Leitung des Hauswesens und Erziehung von vier größeren Kindern wird eine gebildete Dame israelitische Konfession gesucht. Ellwangen (Württemberg). Buchhändler Hess."         

    
Weitere Dokumente, insbesondere zu jüdischen Gewerbebetrieben   
(aus der Sammlung von Peter Karl Müller, Kirchheim/Ries; auch die Anmerkungen entstammen den Recherchen von Peter Karl Müller)  

Historische Ansichtskarte 
von Ellwangen (Verlag J. Hess) 
Ellwangen AK 150.jpg (118799 Byte) Ellwangen AK 150a.jpg (41428 Byte)
  Die Karte wurde 1898 nach Lohberg bei Lam in Niederbayern verschickt und ist abgestempelt in Ellwangen am 8. März 1898. Links am Rand findet sich der Hinweis: "Verlag J. Hess, Ellwangen"; der Verlag von Jakob Hess wurde 1905 von Ellwangen nach Stuttgart verlegt.
         
Rechnung der 
Fa. Ballenberger & Neuhaus (1888) 
Ellwangen Dok 274a.jpg (83600 Byte) Ellwangen Dok 274.jpg (158555 Byte)
   Die Rechnung wurde am 17. März 1888 von der Fa. Ballenberger & Neuhaus in Ellwangen nach Adelmannsfelden verschickt. Bei der Fa. Ballenberger und Neuhaus handelte es sich um eine zwischen 1876 und 1910 bestehende  "Hadernfabrik" ("Lumpenfabrik"), die durch den Kaufmann Louis Ballenberger gegründet worden war (auf dem Grundstück mit der heutigen Adresse Haller Straße 8). Louis Ballenberger und seine Frau sind auf dem jüdischen Friedhof in Ellwangen beigesetzt worden.  
      
Karte der Buch- und Antiquariatshandlung 
J. Hess, Ellwangen (1898) 
Ellwangen Dok 273.jpg (98423 Byte) Ellwangen Dok 273a.jpg (122702 Byte) Ellwangen Dok 273b.jpg (87277 Byte)
       Die Karte wurde verschickt am 9. März 1898. Absender ist die Buch- und Antiquariatshandlung J. Hess. Einer seiner drei Nachfolger Joseph, Moritz oder Sigmund Hess hat die Karte unterschrieben. Empfänger war die Verlagshandlung Gerold & Sohn in Wien. 
     
Rechnung der Buch- & Antiquar-Handlung 
von J. Hess (1855) 
Ellwangen Dok 276.jpg (218441 Byte)
   Die Rechung datiert auf den 9. Mai 1855 und wurde an die verehrliche Gemeinde Mögglingen (Schultheiß Bieg) geschickt. Sie ist von J. Hess unterzeichnet 
     
Brief an Rechtsanwalt Dr. Ludwig Heß 
in Ellwangen (1891) 
Ellwangen Dok 275.jpg (99523 Byte)
   Der Brief datiert vom 2. Oktober 1891. Dr. Ludwig Heß , der als Sohn von Moritz Heß 1864 in Ellwangen geboren wurde, ist am 22. August 1942 von Stuttgart in das Ghetto Theresienstadt deportiert worden, wo er am 13. September 1942 umgekommen ist.
     
Briefumschlag eines Briefes 
von Leopold Weil (1862)  
Ellwangen Dok 277.jpg (94258 Byte) Ellwangen Dok 277a.jpg (96028 Byte) Ellwangen Dok 277b.jpg (106751 Byte)
   Der Brief wurde von Leopold Weil an die Redaktion des Ellwanger Amtsblattes am 28. Dezember 1862 geschickt. Er ist mit rückseitigem Siegel versehen. 

Zu Leopold Weil (geb. 1832 in Laupheim, gest. 1913 in Ellwangen): lernte in einer Buchdruckerei in Laupheim, danach auf Wanderschaft in Baden, Bayern und Sachsen; nach einer ersten Stelle in Wien kam er über den Buchhändler Isaak Heß nach Ellwangen. Weil heiratete 1858 Lea, eine Tochter von Isaak Heß und übernahm noch im selben Jahr die Leitung der Buchdruckerei und des Amtsblattes, das Heß für ihn erworben hatte. Nach dem frühen Tod von Lea heiratete Weil 1861 Hanna geb. Neuburger. Seine Buchdruckerei florierte unter seiner umsichtigen und klugen Leitung. 1896 übergab er den Betrieb an zwei seiner Söhne. Er wurde nach seinem Tod auf dem jüdischen Friedhof in Ellwangen beigesetzt. Seine Frau starb zwei Jahre später und wurde ebd. beigesetzt.     

     
Nota des Bank- und Wechselgeschäftes
 von Heinrich Kaufmann (1884)  
Ellwangen Dok 1620.jpg (154794 Byte) 

Die Nota des Bank - und Wechselgeschäft von Heinrich Kaufmann datiert vom 19. November 1884 "für die Pflege der Anna Auchter Abtsgmünd". 
Heinrich Kaufmann führte in Ellwangen ein Bank - und Wechselgeschäft in den Jahren von 1871 bis 1893. In den Jahren mindestens von 1877 bis 1890 war Heinrich Kaufmann in der Vorstandschaft der Israelitischen Genossenschaft aktiv. Dies bestätigen die oben abgebildeten Stellenausschreibungen für einen Lehrer, Vorbeter und Schochet in der Zeitschrift "Der Israelit" in den Jahren 1877 und 1890. 
vgl.: Sabine Wierlemann/Nina Kenntner: Steine der Erinnerung, Der Jüdische Friedhof in Ellwangen, Sabine Wierlemann und Nina Kenntner. S. 38.     

     
Briefumschlag eines Briefes 
von Rechtsanwalt Benno Gump (1894)  
Ellwangen Dok 533.jpg (138413 Byte)  
    Der Brief von Rechtsanwalt Benno Gump wurde am 5. Dezember 1894 an das "verehrliche Gerichtsvollzieheramt Röhlingen mit dem Sitz in Lauchheim" geschickt.

Rechtsanwalt Benno Gump (geb. 1864 in Ulm, gest. November 1936 in Ulm) war 8 Jahre lang als Rechtsanwalt am "Königlichen Landgericht" in Ellwangen tätig. 1901 verzog er nach Ulm. Außer Benno Gump waren noch weitere jüdische Rechtsanwälte am Landgericht tätig: Leopold Löwenstein (bis 1878), David Heimann (zugelassen bis 11/1938). Benno Gump war im Leben der Stadt engagiert, u.a. als Mitglied des Sängerbundes. Seine Verbundenheit mit Ellwangen blieb lange erhalten: 1926 lud er andere Ellwanger in Ulm zu einem "Alt-Ellwanger-Abend" ein.

     
Rechnung von Leopold Weil 
(1900)   
Ellwangen Dok 278.jpg (119576 Byte)
  Die Rechnung von Leopold Weil (L. Weil's Buchdruckerei - Verlag der Jagst-Zeitung und des Bopfinger Tagblattes) wurde am 14. April 1900 an den Stadtschultheißen Bergmüller in Bopfingen geschickt. Sie bezieht sich auf dessen Bürgermeisterwahl und auf die hierzu gedruckten 15 Danksagungen und 27 Einladungen zur Amtseinsetzung.  
     

      
Anzeige des Getreidehändlers Jos. Neumaier (1900)  

Ellwangen Israelit 26071900.jpg (72872 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 26. Juli 1900: "Familienverhältnisse halber setze mein Haus mit Laden in bester Lage dem Verkauf aus, würde solches eventuell auch verpachten. Auf demselben betreibe seit 30 Jahren eine Getreidehandlung mit bestem Erfolg und ist vollständigen Einrichtung, Putzmühle ca. 20.000 Säcke etc. vorhanden, würde mich vorerst auch assoziieren. In Folge der günstigen Lage würde sich das Haus auch zur Einrichtung einer jüdischen Restauration, welche am hiesigen Platz ein Bedürfnis ist, eignen, ferner habe ein Quantum koscher Gänseschmalz abzugeben
Jos. Neumaier
, Ellwangen."   

        
       
   
    
Zur Geschichte der Synagogen / Betsäle           
    
Einrichtungen aus der Zeit des Mittelalters sowie des 15./17. Jahrhunderts sind nicht bekannt.  
   
Die Gemeinde des 19./20. Jahrhunderts feierte ihre Gottesdienste in Betsälen:  
     
Ein erster Betsaal wurde durch durch Mietvertrag vom 9. März 1877 mit Anton Riederer eingerichtet in Räumlichkeiten des früheren Gasthauses "Rössle" in der Langen Straße 41 (heute Marienstraße 20; Orthopädie Schneider). Der Mietvertrag wurde zunächst auf zehn Jahre, für die Zeit vom 31. Mai 1877 bis 31. Mai 1887 abgeschlossen und durch Vertrag vom 12. September 1886 um weitere fünf Jahre - 31. Mai 1887 bis 31. Mai 1892 - verlängert. Vermietet wurden die im mittleren Stock gelegenen Lokalitäten, nämlich das Wirtschafts- und Nebenzimmer samt der daneben liegenden Schänke und der Speisekammer. Der Hauseigentümer Anton Riederer ist 1885 verstorben. Danach ging das Gasthaus "Rössle" im Jahr 1900 auf seinen gleichnamigen Sohn über. Wie lange das bis 1892 vertraglich befristete Mietverhältnis wegen des frühen Todes des Vermieters aber tatsächlich gedauert hat, konnte bislang nicht festgestellt werden.    
   
Ein zweiter Betsaal befand sich ab 1909 im alten Kapuzinergebäude der „Marienpflege“ (Gebäude Dalkinger Straße 4, Erdgeschoss, heute Raum St. Maria). Mit Ausnahme des Ersten Weltkrieges, als in diesem Gebäudekomplex ein Lazarett untergebracht war, versammelten sich hier bis 1926 die jüdischen Gemeindeglieder zu Gebet und Gottesdienst. Am Gebäude ist heute eine Hinweistafel angebracht; die frühere Nische des Toraschreines ist durch einen Stoffdruck mit hebräischem Dekalog markiert. 
   
Mit Beschluss des Ellwanger Gemeinderats vom 11. August 1926 stellte die Stadt im Erdgeschoss des Kammergebäudes der israelitischen Gemeinde einen 100 qm großen Raum zur Einrichtung eines dritten Betsaales zur Verfügung. Das Kammergebäude, ein Nebengebäude des früheren Versorgungsamtes, befand sich in der damaligen Bergstraße 10a, heute Peutinger Straße 2-1 (im Volksmund "Bergkaserne"; jetzt Institut für sozial-pädagogische Berufe). Die Einweihung dieses durch Architekt Mächler gestalteten dritten Betsaales fand am Sonntag, 5. Dezember 1926 in feierlichem Rahmen statt. Zur Finanzierung hatte auch der Israelitische Oberrat mit 1.000 Mark beigetragen. Am Einweihungstag erschienen der stellvertretende Präsident des Israelitischen Oberrates Louis Hirsch und der Stuttgarter Rabbiner Dr. Paul Rieger sowie Vertreter der jüdischen Nachbargemeinden Schwäbisch Gmünd, Crailsheim und Oberdorf. Der Synagogenchor aus Gmünd umrahmte die Feier. Sämtliche Stadträte Ellwangens und weitere Vertreter der Stadt und des Oberamts waren genauso anwesend wie zwei katholische und drei evangelische Geistliche. Feierlich wurden die Torarollen in den Betraum getragen, der schließlich von Bezirksrabbiner Dr. Hermann Kroner aus Oberdorf geweiht wurde. 
           
Die Einweihung des israelitischen Betsaales 1926
       

Artikel in der "Jagstzeitung", am 7. Dezember 1926: "Ellwangen, 6. Dezember (Israelitisches Gebetshaus). Der gestrige Sonntag war für die hiesige israelitische Gemeinde - der kleinsten in Württemberg - ein Gedenktag, wie sie noch nie einen feiern konnte: er galt der Einweihung eines Gebetshauses, eingebaut in das Hintergebäude des Versorgungsamts. Der freundliche und schmucke Raum vermochte die erschienenen Gemeindemitglieder und Gäste kaum zu fassen. Unter den Geladenen befanden sich Vertreter der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde, des Oberamts, der Stadt mit fast dem gesamten Gemeinderat. Ferner waren vertreten die israelitischen Nachbargemeinden von Crailsheim, Gmünd und Oberdorf, sowie die Repräsentanten des israelitischen Oberrats in Stuttgart und des Bezirksrabbinats. Die Feier nahm einen schönen Verlauf. Namens der Stadt überbrachte an Stelle des verhinderten Stadtvorstandes Ratsschreiber Maier in treffenden Worten die Glückwünsche der Stadtgemeinde. Er konnte dabei auf das reibungslose Zusammenleben der Israeliten mit den anderen Konfessionen hinweisen. In glänzender Rhetorik wiesen Bezirksrabbiner Dr. Kroner - Oberdorf und namentlich auch das theologische Mitglied des israelitischen Oberrats, Dr. Rieger - Stuttgart, auf Zweck und Bedeutung der Feier hin, betonend, dass die Errichtung eines Hauses des Gottesdienstes einer Gemeinde nur zum Wohle gereichen könne. Letzterer gab noch einen Rückblick in die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Ellwangen... 
Weiter sprach noch der Präsident des Oberrats der israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs, Louis Hirsch - Stuttgart, der vor dem rührigen Vorstand der hiesigen israelitischen Gemeinde Louis Neumaier, den verdienten Dank zum Ausdruck bracht. Verschönt wurde die Feier noch durch den Gesang des Synagogenchors Gmünd unter der Leitung von Lehrer Uhlmann. (Die Begleitung am Harmonium hatte Lehrer Eisenbarth - Ellwangen übernommen). Der israelitischen Gemeinde wird die erhebende Feier der Einweihung eines Gebetshaus, die einen Markstein in ihrer Entwicklung darstellt, dauernd im Gedächtnis haften."   

 
 Bericht über "Die Einweihung des jüdischen Bethauses in Ellwangen" in:
 "Gemeindezeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs" 
vom 16. Dezember 1926: zum Lesen bitte Textabbildungen anklicken   
Ellwangen GemZeitung Wue 16121926.jpg (213576 Byte) Ellwangen GemZeitung Wue 16121926c.jpg (193076 Byte)

   
Bis 1933 konnten die Gottesdienste der Gemeinde im Kammergebäude abgehalten werden. In diesem Jahr wurde der jüdischen Gemeinde gekündigt, da die NSDAP den Raum für BDM- und HJ-Versammlungen beanspruchte.   
   
   
   
Fotos 
Historisches Foto: 

Historische Fotos der Betsäle sind nicht bekannt. 
Bitte eventuelle Hinweise an den Webmaster der "Alemannia Judaica"; Adresse siehe Eingangsseite  


Fotos nach 1945/Gegenwart:  

Fotos 2003/04:
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 5.9.2003 
bzw. die Fotos des zweiten Betsaales
 am 1.9.2004)
Ellwangen Synagoge 155.jpg (53133 Byte) Ellwangen Betsaal 130.jpg (72863 Byte)
   Haus, worin der erste Betsaales  
ab 1877 eingerichtet war 
(Marienstraße 20)
Haus, worin der zweite Betsaal  
ab 1909 eingerichtet war 
(Kapuzinergebäude in der Marienpflege)
     
Ellwangen Betsaal 131.jpg (51619 Byte) Ellwangen Betsaal 132.jpg (58537 Byte) Ellwangen Betsaal 133.jpg (56360 Byte)
Hinweistafel am Haus 
Dalkinger Straße 4  
Der frühere (zweite) Betsaal - 
Blick nach Osten 
Die Nische, worin sich der Toraschrein
 befand, mit Stoffdruck des hebräischen
 Dekalogs (Zehn Gebote)
      
     
   Ellwangen Synagoge 160.jpg (54996 Byte)
   Auf dem Grundstück des heutigen Institutes für sozial-pädagogische Berufe war 1926 bis 1933 der dritte Betsaal der jüdischen Gemeinde des 19./20. Jahrhunderts  

       
   
       

Links und Literatur 

Links:

Website der Stadt Ellwangen 
Website des Peutinger-Gymnasiums in Ellwangen (hier einige Informationen zur jüdischen Geschichte Ellwangens unter Stichwort "Seminarfach"):
Zur Seite über den jüdischen Friedhof in Ellwangen (interner Link)  
  
Zu Familie Hess siehe die von Rolf Hofmann und Peter Maile erstellte Ahnenreihe "Familie Hess aus Lauchheim + Ellwangen" (pdf-Datei, interner Link) 
Zu Familie Schlossberger siehe von Rolf Hofmann: Schlossberger Family of Wachbach + Unterdeufstetten + Ellwangen. Extract of ancestral chart (pdf-Datei, interner Link) .   

Literatur:  

Paul Sauer: Die jüdischen Gemeinden in Württemberg und Hohenzollern. 1966. S. 71-72.
Germania Judaica III,1 S. 297.
Pinkas Hakehillot. Encyclopaedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany. Württemberg - Hohenzollern - Baden. Ed. Joseph Walk. Hg. von Yad Vashem. Jerusalem 1986 (hebräisch) S. 42-43. 
Isolde Burr: Der jüdische Friedhof in Ellwangen. Notizen zur Geschichte der Juden in dieser Stadt, in: Ellwanger Jahrbuch 1983-84.
Sabine Wierlemann/Nina Kenntner: Steine der Erinnerung. Der jüdische Friedhof in Ellwangen. Arbeit der 13. Klasse des Peutinger Gymnasiums Ellwangen im Rahmen des Schülerwettbewerbs Deutsche Geschichte 1992/93.
synagogenbuch-1.jpg (32869 Byte)Joachim Hahn / Jürgen Krüger: "Hier ist nichts anderes als Gottes Haus...". Synagogen in Baden-Württemberg. Band 1: Geschichte und Architektur. Band 2: Orte und Einrichtungen. Hg. von Rüdiger Schmidt, Badische Landesbibliothek, Karlsruhe und Meier Schwarz, Synagogue Memorial, Jerusalem. Stuttgart 2007.    
  

      
        


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Ellwangen Wuerttemberg. Jews settled in the 13th century; 15 were murdered in the Rindfleisch massacres of 1298. Other anti-Jewish disturbances shook the community and by 1800, no Jews were present in Ellwangen. The reestablished 19th century community numbered 99 in 1886. 13 remained in 1933, of whom seven managed to emigrate in the Nazi era.  
      
        

                   
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Stand: 22. Januar 2017