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Lichenroth mit
Wüstwillenroth (Gemeinde
Birstein, Main-Kinzig-Kreis)
und Ober-Moos (Gemeinde Freiensteinau, Vogelsbergkreis)
Jüdische Geschichte / Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In Lichenroth bestand eine jüdische
Gemeinde bis 1937. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 17./18.
Jahrhunderts zurück.
Im 17. Jahrhundert werden genannt: 1666/68 Samuel bzw. "Schmul der Judt zu
Lichenrodt" (aus Stadtlengsfeld
zugezogen), 1675 Süsel, Sohn des Jakob und Süßkind. 1680 waren
drei jüdische Familien in Lichenroth. Im Archiv in Birstein wird 1699 Jud Meier Lazarus in Lichenroth
genannt.
Im 18. Jahrhundert werden 1715 in einer Schutzgeldliste Mayer und Löser
aus Lichenroth erwähnt. Bis 1733 (Einrichtung einer "besonderen Judenschule" s.u.) gehörten die in Lichenroth lebenden
jüdischen Familien zur Gemeinde in Crainfeld.
Die Zahl der jüdischen Einwohner entwickelte sich im 19. Jahrhundert wie
folgt: 1835 50 jüdische Einwohner, 1852 98 (von insgesamt 464 Einwohnern), 1861 106 (21,0 % von insgesamt 504
Einwohnern), 1871 93 (19,6 % von 475), 1885 114 (22,1 % von 515), 1887 115, 1895 86 (19,6
% von 490), 1905 79 (17,9 % von 502). Zur jüdischen Gemeinde Lichenroth
gehörten auch die wenigen in Wüstwillenroth lebenden jüdischen Personen
(1835 und 1861 jeweils neun, 1905 noch drei jüdische Einwohner), gleichfalls die
in Ober-Moos lebenden
jüdischen Personen (um 1881 wird Familie Strauß genannt). Die jüdischen
Familien lebten überwiegend von Einnahmen aus dem Handel mit Vieh, Textilien
und Eisenwaren. Auch gab es einzelne Handwerker (Schuhmacher, Bäcker).
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine
Religionsschule beziehungsweise von 1853 bis 1924 eine jüdische Elementarschule
(im Gebäude neben der Synagoge), ein rituelles Bad (im Synagogengebäude unter
der Lehrerwohnung). Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter
und Schochet tätig war (vgl. Ausschreibungstexte unten).
1869 hatte die jüdische Schule noch 20 Kinder, 1912 12. Als Lehrer wirkten am
Ort: Moses Heinemann von Oberzell
(1833-1838), Salomon Oppenheimer von Vollmerz
(1840-1843), Lazarus Eisenmann von Orb
(1844-1845), Emanuel Ney (Nei) von Marköbel
(1845-1855, danach in Meerholz), Samuel Epstein von Eckardroth
(1855-1870, war zuvor Lehrer in
Hintersteinau und Neuhof, 1870 nach New
York ausgewandert), Salomon Strauß von Fischborn (1870-1876,
unterrichtete 1874 noch 14 Kinder), Joseph Speyer von Kirchbrombach
(1877-1879), H. Neumann (1879-1883), Bernhard Rothschild aus
Netra (1884-1910, unterrichtete jahrelang auch
in Kirchbracht und in
Fischborn, 1903 noch 16 Kinder an der
öffentlichen Volksschule, wechselte 1910 nach
Meerholz) sowie Karl
(Kalmann) Oppenheimer von Gersfeld (1910-1924,
danach in Eiterfeld). Als Schochet
wird 1893/1903 L. Weinberg II genannt, als Synagogendiener um 1903 A. Stern.
Die Toten der Gemeinde
wurden auf dem jüdischen Friedhof in Birstein beigesetzt.
Die Gemeinde gehörte zum Rabbinatsbezirk Hanau.
Von jüdischen Vereinen wird genannt: eine Chewra Kadischa (Wohltätigkeits
und Bestattungsverein). Dazu gab es als Stiftung in der Gemeinde die
"Rosenbergstiftung".
Von den Gemeindevorstehern (Synagogenvorsteher) sind bekannt: vor 1830
Aaron Rosenberg, nach ihm Mordachai Rosenberg, um 1866/1887 Josef Rosenberg I,
ab 1889 Isaak Rosenberg, 1892 Joseph Rosenberg (gest. 1916 s.u.), ab 1924 dessen
Sohn Felix Rosenberg, 1927 Salomon Stern, 1931 bis 1935 Sally Rosenberg.
Rechner der Gemeinde waren ab 1886 bis 1906 Herr Alt, 1903 bis 1914 Moses
Mayer (aus Wüstwillenroth), 1914 bis 1922 Schuhmacher Hermann Katz
Im Ersten Weltkrieg fielen aus der jüdischen Gemeinde Gefreiter Isaak Levi
(geb. 21.12.1885 in Lichenroth, gef. 8.9.1914) und Max Rosenberg (geb. 26.3.1888
in Lichenroth, gef. 14.2.1918).
Um 1924, als 67 Personen der jüdischen Gemeinde angehörten (9,5 % von
insgesamt etwa 700 Einwohnern), waren die Vorsteher der Gemeinde der
Viehhändler Felix Rosenberg
und Leo Kern. Felix Rosenberg war über 25 Jahre Mitglied der Gemeindevertretung
der bürgerlichen Gemeinde. Als Lehrer war Hellmann Oppenheimer angestellt, als
Synagogendiener Abraham Scherletzki. Die jüdische Volksschule (nach Auflösung
der öffentlichen Elementarschule 1924 als private Elementarschule
weitergeführt) besuchten damals
noch sieben Kinder. Zur jüdischen Gemeinde Lichenroth gehörten weiterhin fünf
in Wüstwillenroth lebenden jüdischen Einwohner (1924 5). 1932 war Gemeindevorsteher Sally Rosenberg,
Schriftführer Leo Korn. Inzwischen bestand keine jüdische Schule mehr.
Die beiden schulpflichtigen jüdischen Kinder besuchten den Religionsunterricht
in Crainfeld.
1933 lebten noch 13 jüdische Familien am Ort, insgesamt etwa 30
Personen (nach dem "Führer durch die jüdische Gemeindeverwaltung..." von 1932
waren es damals 42 Personen). In
den folgenden Jahren sind alle jüdischen Gemeindeglieder auf Grund der zunehmenden Entrechtung und der
Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. Unter ihnen war der letzte
Vorsteher der jüdischen Gemeinde Sally Rosenberg, der im Dezember 1935 über
Frankfurt und Holland illegal nach Palästina einwandert. Er hat auf Grund
seiner Alters (44 Jahre) kein Einwanderungszertifikat mehr erhalten. Etwa 1938
verließen die letzten jüdischen Einwohner Lichenroth.
Von den in Lichenroth geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Hedwig Baum geb. Stern (1894), Jenny Flörsheim
geb. Rothschild (1895), Sara Gottlieb (1871), Emma Gutmann geb. Weinberg (1887),
Bertha Hamburger geb. Korn (1900), Johanna Heymann geb. Levy (1877), Sara Hirschmann geb. Rosenberg (1886),
Karoline Kanter geb. Weinberg (1883), Regina Kohlmann geb. Levy (1881), Else Korn (1896), Leo Korn (1904),
Rosel Korn (1901), Isaak
Levi (1884), Rosel Korn (1901), Isaak Levi (1884), Martin Markus Rosenberg
(1886), Meier Rosenberg (1865), Ruth Rosenberg (1920), Bernhard Weinberg
(1889), Emanuel Weinberg (1880), Flora Weinberg geb. Weinberg (1892), Gisela Weinberg (1904).
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer
Ausschreibungen der Lehrer- und Vorbeterstelle 1876 / 1879 / 1881 / 1884 /
1924
Anzeige
in der Zeit "Der Israelit" vom 21. Juni 1876:
"Bekanntmachung. In der Synagogengemeinde Lichenroth ist die Stelle
eines Religions- und Elementar-Lehrers, dem zugleich die Versehung des
Vorsängerdienstes obliegt, erledigt. Jährlicher Gehalt 700 Mark neben
freier Wohnung und zwei Klafter Holz. Geeignete Bewerber wollen ihre
Bewerbungsgesuche binnen vier Wochen bei unterzeichneter Stelle
einreichen. Hanau, den 14. Juni 1876. Königlich israelitisches
Vorsteheramt. Hamburger." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 15. Oktober 1879:
"Lichenroth, Kreis Gelnhausen. Die israelitische Elementarlehrer- und
Vorbeterstelle dahier wird mit dem 1. November diesen Jahres vakant. Das
Einkommen beträgt Mark 800 neben freier Wohnung, sowie ansehnliches
Nebeneinkommen.
Bewerber haben ihre Gesuche mit Zeugnissen zu richten an den
Synagogenältesten Rosenberg." |
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| Weitere Ausschreibung in der Zeitschrift
"Der Israelit" vom 9. März 1881 S. S. 248, siehe
Link |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. Januar 1884:
"Die vakante Elementarlehrer-Stelle zu Lichenroth wird
mit dem fixen jährlichen Gehalt von 750 Mark, nebst freier Wohnung und 90
Mark Vergütung für Feuerung mit der weiteren Verpflichtung, auch die
Vorbeter-Funktion daselbst zu versehen, hiermit ausgeschrieben und haben
sich Bewerber um diese Stelle an das unterfertigte Amt nebst Vorlegung
ihrer Zeugnisse binnen drei Wochen zu melden.
Hanau, den 22. Januar 1884. Königliches israelitisches Vorsteheramt.
Hamburger." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. Dezember 1924:
"für die staatlich aufgelöste Elementarstelle in Lichenroth, Kreis
Gelnhausen, suchen wir per sofort einen staatlich geprüften Lehrer
für private Elementarstelle. Bewerber muss zugleich Vorbeter und Schochet
sein, hat eventuell Aussicht als zweiter Lehrer bei der politischen
Gemeinde angestellt zu werden. Gehalt nach staatlichen Grundsätzen.
Schöne Dienstwohnung mit Garten vorhanden. Verheiratete bevorzugt.
Bewerbungen sind zu richten an Felix Rosenberg." |
Mitteilung zu Lehrer Samuel Epstein
über seine Mitgliedschaft zum Lehrerunterstützungsverein "Achawah" (1868)
Mitteilung
in "Der israelitische Lehrer" vom 29. Juli 1868: "Zu meinem großen und
innigen Bedauern ist durch ein unbegreifliches Versehen in dem so eben
veröffentlichten Rechenschaftsberichte das Mitglied Hr. Lehrer Sam.
Eppstein aus Lichenroth von mir aufzuführen vergessen worden. Derselbe
stand bisher unter den Mitgliedern des Großherzogtums Hessen (unter Nr. 66).
Nachdem Lichenroth zu Preußen gekommen, habe ich ihn dort gelöscht, aber
hier die Übertragung vergessen. Indem ich dies hiermit zur öffentlichen
Kenntnis bringe, erkläre ich dass Hr. Eppstein vollberechtigtes Mitglied
ist, dass wir also im vorigen Jahre 178 (nicht 177) Mitglieder hatten, und
dass wir diesen Beitrag mit 3 fl. 30 kr. im nächsten Jahre zur Rechnung
bringen werden.
Odernheim, den 21. Juli 1868. Der
Geschäftsführer: J. Klingenstein." |
Dank an Lehrer Bernhard Rothschild (1910, 1884 bis 1910 Lehrer in Lichenroth)
Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 1.
Juli 1910: "Lichenroth. Die hiesige Gemeinde sandte Herrn
Lehrer Rothschild, der nach 26jährigem Wirken in Lichenroth nunmehr in
Meerholz amtiert, einen kostbaren Pokal als Zeichen ihrer
Dankbarkeit." |
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Artikel
im "Israelitischen Familienblatt" vom 30. Juni 1910: "Lichenroth. Die
hiesige Gemeinde, die mit Bedauern Herrn Lehrer Rothschild nach 26jähriger
Wirksamkeit von hier scheiden sah, ließ es sich nicht nehmen, ihm auch ein
äußeres Zeichen ihrer Anhänglichkeit und Dankbarkeit zu widmen. Sie sandte
ihm, mit einem ehrenvollen Schreiben begleitet, nach dem jetzigen Orte
seines Wirkens — Meerholz — einen
kostbaren silbernen Pokal mit der Inschrift 1884-1910." |
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Anzeige
im "Israelitischen Familienblatt" vom 28. April 1910: "Lichenroth,
den 15. April.
Herrn Lehrer Rothschild
weicher 26 Jahr in Lichenroth als Lehrer tätig war, wurde nach
Meerholz versetzt und wünschen wir
demselben ein weiteres Wohlergehen. Sein Scheiden aus unserer Gemeinde wird
von uns allen herzlich bedauert. Einer für Viele."
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Nachruf auf Bernhard Rothschild, Lehrer an der Israelitischen Volksschule in
Lichenroth (jüdischer Lehrer in Lichenroth von 1883 bis 1909)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 2. Dezember 1920:
"Meerholz, 8. November (1920). Am 6. November verschied nach kurzem
Krankenlager der Lehrer Bernhard Rothschild in seinem 57. Lebensjahre. Mit
ihm ist einer der Besten dahingegangen und unsere Gemeinde ist ihres
trefflichen Führers beraubt. 26 Jahre wirkte er an der öffentlichen
Volksschule in Lichenroth und 11 Jahre an unserer Schule mit den besten
Erfolgen und seine tiefe Gottesfurcht wirkte auch auf die Jugend und auf
die ganze Gemeinde. Unter großer Beteiligung der jüdischen und
christlichen Bevölkerung wurde seine irdische Hülle zu Grabe getragen.
Die Herren Lehrer Strauß und Weingarten aus Gelnhausen, Ehrenreich,
Langenselbold und Wechsler in Alzenau sprachen im Hause und am Grabe über
den schmerzlichen Verlust und die Herren Schulrat Weißenstein und
Bezirkshauptlehrer Schmey widmeten an der Bahre ehrende Worte des
Nachrufs. Um den Entschlummerten trauern eine Witwe mit ihren drei
Kindern. Seine Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens." |
Lehrer Karl Oppenheim wechselt nach Eiterfeld (1924)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. Dezember 1924:
"Eiterfeld, 1. Dezember (1924). Durch die Regierung ist Herr Lehrer
Oppenheim von Lichenroth nach hier versetzt worden. Die Gemeinde hofft in
ihm einen würdigen Nachfolger für Herrn Lehrer Schuster, der nach
Groß-Krotzenburg versetzt wurde, gefunden zu
haben." |
Vom "Sterben" der jüdischen
Dorfschulen - die jüdische Schule in Lichenroth wurde aufgelöst (1924)
Artikel
in "Jüdisch-liberale Zeitung" vom 19. Dezember 1924: "Kassel. Das
große Sterben der öffentlichen israelitischen Volksschulen im Reg.-Bez.
Kassel nimmt Infolge der Abbaubestimmungen seinen verhängnisvollen Fortgang.
Neuerdings wurde die Stelle in Lichenroth (Kr. Gelnhausen) aufgelöst
und der derzeitige Inhaber, Lehrer Oppenheimer, nach
Eiterfeld bei Fulda versetzt. Das
gleiche Schicksal soll auch der zu den ältesten Instituten dieser Art zu
rechnenden Schule in Kirchhain
bevorstehen, wenn es den Bemühungen der maßgebenden Organe nicht gelingt,
die Auflösung zu verhindern. Die Schülerzahl ist allerdings in letzter Zeit
dauernd zurückgegangen. so dass für Erhaltung der Schule nur geringe
Hoffnung besteht. Eine traurige Perspektive für die hessischen Gemeinden und
die jüdische Lehrerschaft! - Zu den wenigen Stellen, die der Auslösung
entgangen sind, gehört Mansbach, das
auch schon zu den aufgelösten gehörte, nach einer Verfügung des Ministers
aber erhalten bleiben soll. Der seit zwei Jahren dort amtierende Lehrer
Berlinger ist nach Burghaun versetzt.
Als sein Amtsnachfolger wird Lehrer Rothschild genannt. Durch
Anordnung des Ministers ist auch die israelitische Volksschule in
Tann (Rhön) erhalten geblieben." |
Aus dem
jüdischen Gemeindeleben
Ergebnisse von Spendensammlungen
(1871)
In jüdischen Gemeinden wurden regelmäßig Spendensammlung für
besondere Zwecke durchgeführt. Die Ergebnisse der Sammlungen wurden immer wieder
in jüdischen Periodika veröffentlicht.
Mitteilung
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 15. Februar 1871 - Spenden
"für die Notleidenden im Heiligen Land": "Durch den Gabbai*
Israel Stern in Lichenroth (bereits im Oktober 1870 eingegangen): Israel
Stern 1 fl. 30 kr., Jakob Weinberg 30 kr., Jos. Baum 1 fl., Wolf Weinberg 1
fl., Isaack Levi 1 fl., Löb Rosenberg 35 kr., Seligmann Weinberg 36 kr.,
Benjamin Rosenberg 1 fl. 30 kr., Isack Rosenberg 36 kr., Joseph Rosenberg 1
fl. 12 kr., Salomon Baum 1 fl., Löser Alt 12 kr., Meier Stern 1 fl. 30 kr.,
Lazarus Weinberg 21 kr., Israel Straus 12 kr., Gabriel Gottlieb 12 kr., Gumb
Rosenberg Witwe 1 fl. 12 kr., Mardachai Rosenberg Witwe zahlte mit
Einschluss für einen Schiur, welcher in Erez Jisrael für ihren
verstorbenen Ehemann gelernt wird, 7 fl. 30 kr., Seligmann
Rosenberg Witwe 48 kr., Isaack Baum Witwe, Challahgeld, 1 fl., Gerson
Weinberg Witwe 6 kr., Mardachai Bär Rosenberg Witwe 1 fl. 12 kr., Sophie
Stern, Challahgeld, 1 fl., Salomon Stern 12 kr., Machazit Haschekel**
Geld 2 fl. 32 kr., Jentchen Straus 12 kr, aus der Erez Jisrael Bichs
(Büchse) 2 fl. 40 kr. Zus. 31 fl. 23 kr." |
* vgl.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gabbai_(Synagoge)
** Machazit HaSchekel (hebräisch: מחצית השקל) bedeutet wörtlich 'der
halbe Schekel'. Es bezieht sich auf eine biblische Abgabe, die jeder
jüdische Mann in Zeiten des Tempels in Jerusalem entrichtete, um die
öffentlichen Opfer und den Unterhalt des Heiligtums zu finanzieren. Da der
Tempel nicht mehr existiert, wird der Brauch heute wie folgt praktiziert:
Zum Gedenken (Zecher L'Machatzit HaShekel) ist es üblich, vor dem jüdischen
Fest Purim (das im Monat Adar gefeiert wird) symbolisch einen Betrag zu
spenden, der dem Wert von einer halben Unze Silber entspricht. Der Zweck:
Die Spenden werden traditionell als Tzedaka (Wohltätigkeit) an Arme,
Bedürftige oder Tora-Institutionen weitergegeben. |
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Mitteilung
in "Der israelitische Lehrer" vom 9. November 1881 - Spenden "die
Armen im Heiligen Land": "Lichenroth. Durch Vorstand J.
Rosenberg, A. Challah-Geld von nachgenannten Frauen: Von Regina Rosenberg
12.86, Res Rosenberg 2, Hannchen Rosenberg 2, Rosa Weinberg 0.50, Merle
Weinberg 1, Line Weinberg 1.50, Sabine Baum 1, Memi Baum 1, Hemelche
Rosenberg 1.51, Bebethe Stern 1.70, Welchen Stern 0 40, Hannchen Rosenberg
2, Merjene Weinberg 1, Jeanette Baum 0.70, Hannchen Baum 1, Cerline Levi 1,
Jeanette Stern 1, Elte Rosenberg 1.50, Sophie Weinberg 1.50, Fanni Rosenberg
1, Berthe Meier in Wüstewillenroth 0.50, Lenchen Strauß in
Ober-Moos 2, zus. 40.17 M. — B. Machzith Heschekel-Geld 8, Gesamtsumme
48.17 M. für die R. 1,2,3,4 und 7." |
"Vergreisung" als Problem der
jüdischen Landgemeinden (1933/36)
Anmerkung: der Abschnitt ist ein Zitat aus dem Beitrag von Lily Hirsch über "Die
jüdische Landbevölkerung in Hessen-Nassau". Ausgangspunkt der Zählung und
Zusammensetzung der Bevölkerung sind die im "Führer ddurch die jüdische
Gemeindeverwaltung..." von 1932 genannten 42 jüdischen Einwohner in Lichenroth.
Aus
dem oben genannten Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" von
1936 S. 444: "...Vergreisung ist schon jetzt das Kennzeichen der
Landfamilien und wird es immer stärker werden. 7 Orte haben überhaupt keine
jungen Menschen unter 20 Jahren. In 35 Orten leben nur 1—5 solcher
Jugendlicher. In der Gemeinde Lichenroth mit ursprünglich 42
Mitgliedern lebten am Stichtag noch 12 Juden, die jüngsten sind zwischen
50-60, 2 Männer und 4 Frauen sind zwischen 60-70, 2 Männer und eine Frau
sind über 70 Jahre alt, ein Beispiel, wie in wenigen Jahren viele jüdische
Gemeinden aussehen werden." |
Berichte zu einzelnen Personen der Gemeinde
Zum Tod des langjährigen Synagogenältesten Isaak
Rosenberg II (1927)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. November 1927:
"Lichenroth, 20. November (1927). Eine große Aufregung bemächtigte
sich der Mitglieder unserer kleinen Gemeinde, als am letzten Freitag Abend
die Schreckenskunde sich durch den Ort verbreitete, dass der langjährige
Synagogenälteste Isaak Rosenberg II, im Gotteshause einem Schlaganfall
erlegen sei. Man wollte es gar nicht glauben, dass der allgemein beliebte,
freundliche, noch sehr rüstige Greis, der noch den ganzen Tag in seinem
Büro gearbeitet hatte, nicht mehr unter den Lebenden weilen sollte. Von
der großen Beliebtheit des teuren Entschlafenen zeugte dessen
Leichenbegängnis. Von nah und fern waren zahlreiche Bekannte und Freunde
herbeigeeilt, um an demselben teilzunehmen, sämtliche christliche
Einwohner beteiligten sich daran. Am Trauerhause nahm der älteste Enkel,
Herr David Heß aus Birstein, ergreifenden Abschied vom geliebten
Großvater und schilderte den schweren Verlust der Familie. Am Beit
Olam (Friedhof) in Birstein entwarf der Freund und Verwandte des
Verstorbenen, Herr Lehrer Freudenberger in
Flieden, unter Zugrundelegung
des Verses 'Eine Krone des Schmuckes ist das greise Haupt, auf dem Wege
der Gerechtigkeit wird es gefunden' (Sprüche 16,31) ein lebenstreues
Bild des dahingeschiedenen seltenen Mannes. Er schilderte dessen Fürsorge
für seine Familie, seine uneigennützige Tätigkeit als
Synagogenältester und Gemeindevertreter und seine Reellität im
geschäftlichen Verkehr. Seine Seele sei eingebunden in den Bund des
Lebens." |
Zum Tod von Lehrer Nehemia Alt (geb. in Lichenroth,
gest. 1933 in Diez)
Artikel
in der Zeitschrift "Jüdische Bibliothek" vom 20. April 1933: "Verein
israelitischer Lehrer Im ehemaligen Herzogtum Nassau.
Am 27. März verschied im 68. Lebensjahr unser Ehrenmitglied Nehemia Alt,
Diez (Lahn). In Lichenroth
(Kurhessen) geboren, genoss er seine Ausbildung in
Höchberg und im Kölner
Seminar. 42 Jahre amtierte er in Diez, wo er
mit Einsatz seiner ganzen Kraft und Persönlichkeit vorbildlich wirkte. Mehr
als 40 Jahre gehörte er dem Vorstand unseres Vereins an, der ihn bei seiner
letzten Generalversammlung einstimmig zu seinem Ehrenmitglied ernannte.
Am Grabe entwarf Kollege Isaak,
Limburg, in zu Herzen gehenden Worten ein treues Bild dieses guten
Menschen und beliebten Lehrers und Führers. Nachdem der Unterzeichnete im
Namen der Gemeinde Dank und Anerkennung ausgesprochen hatte, ergriff Kollege
Levy, Höchst (Main) das
Wort, um namens des Vereins dem hochverdienten, Kollegen, dem eifrigen
Kämpfer für das Ansehen unseres Standes, dem treuen Freunde tief bewegte
Dankes und Abschiedsworte zuzurufen.
Durch sein Wesen und Wirken wird er in unserem Verein unvergessen bleiben.
Das Gedenken an den Gerechten ist zum Segen. Bethmann,
Diez." |
Kleine Mitteilungen zu einzelnen
Personen aus der jüdischen Gemeinde
| - 1905: Verlobung von Rosa Meier in
Wüstwillenroth mit Josef Seligmann aus Höchst/Frankfurt (in:
"Frankfurter Israelitisches Familienblatt - Neue jüdische Presse" vom 21.
Juli 1905 S. 6). |
| - 1909: BarMizwah-Feier von Max
Rothschild, Sohn von (Lehrer) Bernhard Rothschild in Lichenroth (in:
"Der Israelit" vom 8. Juli 1909) |
| - 1912: G. Rosenberg aus Lichenroth
studiert Medizin an der Universität Freiburg (in "Der jüdische Student"
vom 20. Mai 1912 S. 66). |
| - 1930: 88. Geburtstag von Regine
Grünstein (früher Angenrod) am 3.
März 1930 in Lichenroth (in "Israelitisches Familienblatt" vom 27.
Februar 1930 S. 6). |
| - 1931: 89. Geburtstag von Regine
Grünstein (früher Angenrod) am 3.
März 1931 in Lichenroth (in "Israelitisches Familienblatt" vom 26.
Februar 1931 S. 6). |
Anzeigen
jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen
Anzeige von Salomon Weinberg (1898)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. September 1898: "Lehrlingsstelle
Gesuch.
Suche für meine Sohn, 16 1/2 Jahre alt, der die Berechtigung zum
Einjährig-freiwilligen Militärdienst erlangt hat, Stellung als
Lehrling in einem am Schabbat und Feiertag geschlossenen Manufaktur- oder
Bankgeschäft unter bescheidenen Bedingungen. Offerten an
Salomon Weinberg, Lichenroth, Kreis
Gelnhausen." |
Anzeige von G. Levi - Stellensuche für
seinen Sohn (1902)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. März 1902: "Für meinen Sohn, mit
schöner Handschrift, der Ende Mai seine Lehrzeit in Frucht-, Mehl- und
Fourage-Geschäft beendet, suche Stelle, wo Samstags geschlossen, als
Commis, gleich welche Branche.
G. Levi, Lichenroth, Kreis Gelnhausen." |
Heiratsanzeige von Hermann Weinberg
und Karoline geb. Uhlfelder (1903)
Anzeige
im "Israelitischen Familienblatt" vom 12. November 1903:
"Hermann Weinberg - Karoline Weinberg geb. Uhlfeder
Vermählte
Lichenroth, 4. November 1903 (Bechhofen) |
Anzeige von S. Baum - Stellensuche
für die Tochter (1911)
Anmerkung: die Anzeige ist von Schimmer Baum, der noch Anfang der
1930er-Jahre - inzwischen als Witwer - in Haus Nr. 4 in Lichenroth lebte und
einen Kleinvieh- und Manufakturwarenhandel betrieb. Mit im gleichen Haus wohnte
seine Tochter Nelli, für die er 1911 eine Stelle suchte, und ihr Ehemann.
Anzeige
im "israelitischen Familienblatt" vom 16. Februar 1911: "Suche für meine
15jährige Tochter bis 1. Mai Stellung im besseren Hause mit
Familien-Anschluss. Dieselbe ist in Schneidern bewandert und im Haushalt gut
eingeführt, sie möchte sich im Kochen ausbilden. Vergütung erwartet.
Gefällige Offerten erbittet
S. Baum, Lichenroth Kreis Gelnhausen." |
Todesanzeige für Joseph Rosenberg
(1916)
Anzeige
im "Israelitischen Familienblatt" vom 1. Juni 1916: "Heute Nacht entschlief
sanft nach langem, schweren, mit großer Geduld getragenem Leiden, mein
innigstgeliebter Mann, unser guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel
Josef Rosenberg
im Alter von 62 Jahren. Im tiefsten Schmerz:
Betty Rosenberg, geb. Sonneborn
Felix Rosenberg, Unteroffizier, z. Zt. im Felde
Gustav Rosenberg, Unterarzt, z. Zt. im Felde.
Lichenroth (Bez. Cassel), 19. Mai 1916." |
Spendenaufruf für zwei ältere
Gemeindemitglieder (1920)
Anzeige
im "Israelitischen Familienblatt" vom 5. August 1920: "Für zwei in der
Gemeinde Lichenroth wohnhafte, bejahrte, kranke und erwerbsunfähige Damen
bitte ich edeldenkende Glaubensgenossen um tatkräftige
Unterstützung.
Auf Wunsch erfolgt Bestätigung der eingehenden Spenden.
Wüstwillenroth, 30. Juli 1920 Kreis Gelnhausen bei Birstein.
Moses Simon, Postscheckkonto Nr. 26650. Amt Frankfurt a.M." |
Hochzeitsanzeige von Josef
Rosenberg und Nanni geb. Hess (1922)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. Januar 1922: "Josef Rosenberg
- Nanni Rosenberg geb. Hess
Vermählte
Frankfurt am Main, Windeckstr. 31 II / Lichenroth
- Birstein
Trauung: Dienstag, 24. Januar 1922 1 Uhr Synagoge Birstein.
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Traueranzeigen für Bernhard
Weinberg (1924)
Anzeigen
in "Israelitisches Familienblatt" vom 4. Dezember 1924: "Verwandten,
Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dass unser lieber Vater,
Schwiegervater, Großvater und Onkel, Herr
Bernhard Weinberg I.
am 22. November, im 79. Lebensjahre, nach mit großer Geduld ertragenem
Leiden sanft verschieden ist.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Markus Weinberg, Trier (Mosel),
Familie Bension Adler, Ostheim
(Kr. Hanau),
Familie Abraham Cantor, Neustadt
(Kr. Kirchhain).
Frau Lehrer Hanauer Witwe, Lichenroth.
Lichenroth, den 24. November 1924.
Am 22. November, 28. Marcheschwan, verschied unser verehrtes
Gemeindemitglied, Herr
Bernhard Weinberg I
im 79. Lebensjahre. Der Verstorbene hat allzeit treu zur Gemeinde gestanden;
sein vorbildliches Wirken bei Freud und Leid wird uns unvergessen bleiben.
Israelitische Kultusgemeinde Lichenroth"
Danksagung.
Für die vielen wohltuenden Beweise der Teilnahme während der Krankheit und
anlässlich des Hinscheidens unseres unvergesslichen Vaters, Herrn
Bernhard Weinberg I,
in Lichenroth sagen wir hiermit unsern besten Dank.
Die trauernden Kinder." |
Zur Geschichte der Synagoge
Zunächst gehörten die jüdischen Einwohner von Lichenroth
zur Gemeinde in Crainfeld und besuchten die
dortige Synagoge. Mit einem Dekret vom 28. April 1733 erlaubte der Ortsherr Wolfgang Ernst Graf zu
Ysenburg und Büdingen die Einrichtung einer Synagoge (einer
"besonderen Judenschule") in Lichenroth.
Gut hundert Jahre nach Einrichtung der genannten alten Synagoge wurde 1837 eine
neue Synagoge erbaut. Bei dem Gebäude handelte es sich um einen Fachwerkbau, in dessen
östlichem Bereich der Betsaal, im westlichen Bereich die Wohnung des
Vorbeters/Lehrers untergebracht waren. Durch die hohen Rundbogenfenster im
Bereich des Betsaales gab sich die Synagoge als gottesdienstliches Gebäude zu
erkennen. Der Bau dieses neuen jüdischem Gemeindezentrums kostete 3.500 fl.
Die Lehrerwohnung hatte zwei Zimmer, eine Kammer und eine Küche, von wo aus es
einen Durchgang zum rituellen Bad (Mikwe) gab.
Als nach 1933 die Zahl der jüdischen
Gemeindeglieder stark zurückgegangen ist, konnten keine Gottesdienst mehr
abgehalten werden. Das Synagogengebäude wurde 1936/37 vom letzten
Vorstandsmitglied verkauft. Die Ritualien wurden über Gelnhausen nach Frankfurt
ausgelagert (zerstört beim Novemberpogrom 1938).
Von 1938 bis Mitte der 1990er-Jahre war das Synagogengebäude im Besitz
eines Gastwirts aus Lichenroth und wurde u.a. als Kirmessaal der Lichenrother
Winterkerb und als Tanzsaal verwendet ("Zum Saalbau"). 1997/98 wurde das Gebäude unter
Berücksichtigung von Auflagen des Amtes für Denkmalschutz in ein Wohnhaus
umgebaut.
Adresse/Standort der Synagoge: am Ortsausgang,
an der Bermuthshainer Straße, jedoch weit zurückliegend
Fotos
Links und Literatur
Links:
Quellen:
Literatur:
 | Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang -
Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. I S. 489-490. |
 | ders.: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Bilder -
Dokumente. S. 132. |
 | Thea Altaras: Synagogen in Hessen. Was geschah seit
1945? 1988 S. 155-156. |
 | dies.: Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in
Hessen. Was geschah seit 1945 Teil II. 1994 (keine zu 1988 ergänzenden
Angaben). |
 | Studienkreis Deutscher Widerstand (Hg.):
Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der
Verfolgung 1933-1945. Hessen I Regierungsbezirk Darmstadt. 1995: Kein
Abschnitt zu Birstein bzw. Lichenroth. |
 | Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish
Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume
III: Hesse - Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992
(hebräisch) S. 495-496. |
 | Jürgen Ackermann: Die Juden in Lichenroth. In:
Geschichte der Großgemeinde Birstein 1989. Abschnitt 9.4.4. |
 | ders.: Die Juden in Lichenroth. In: Festschrift 750 Jahre
Lichenroth. 1991. |
 | ders.: Die jüdische Bevölkerung in Lichenroth. mschr., 8
S. o.J.
Eingestellt als pdf-Datei. |
 | ders.: Die Juden in und um Birstein im 17. und 18.
Jahrhundert. In: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und
Landeskunde Kassel. 93. 1988. Eingestellt
als pdf-Datei. |
 |
Mathilda Wertheim Stein: The Way it Was: The Jewish World of Rural Hesse. 427
pages.
FrederickMax Publications 2000. ISBN 978 0 967 3282 01.
Weitere Informationen: siehe eingestellte
pdf-Datei mit Bestellmöglichkeit über www.israeled.org
bzw. http://www.amazon.com/The-way-was-Jewish-world/dp/0967328209
Darin u.a. in Kap. 4: "The Jewish Community in Lichenroth" |
Umfassendes familiengeschichtliches Werk
Nathan M. Reiss
Some Jewish Families
of Hesse and Galicia
Second edition 2005
http://mysite.verizon.net/vzeskyb6/ |
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In diesem Werk
eine Darstellung zur jüdischen Geschichte in Lichenroth
mit umfassenden biographischen Angaben zu Familie Baum ("The Baum Family of
Lichenroth" S. 125-142) und Verwandtschaft (mit
Nachkommen bis um 2000) mit zahlreichen Abbildungen
u.a.m. |

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Lichenroth
(now part of Birstein) Hesse-Nassau. The community established a synagogue in
1833 and maintained an elementary school from 1853 to 1924. The Jewish
population dwindled from114 (22 % of the total) in 1885 to 51 in 1925. By
January 1937 the community disbanded.

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