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in Würzburg
Würzburg (Unterfranken)
Texte/Berichte zur jüdischen Geschichte der Stadt
Texte zur Geschichte des Rabbinates in Würzburg im 19./20. Jahrhundert
Die nachstehend wiedergegebenen Texte mit
Beiträgen zur jüdischen Geschichte in Würzburg wurden in jüdischen Periodika
gefunden.
Bei Gelegenheit werden weitere Texte eingestellt.
Übersicht über die Rabbiner in Würzburg zwischen 1813 und
1940:
Abraham Bing (geb. 1752 in Frankfurt am Main, gest. 1841 in Würzburg): Schüler von Rabbi Nathan Adler aus Frankfurt. Mitschüler von Rabbi Mose Schreiber
("Chatam Sofer"). Seit 1792 amtierte er als Rabbiner/Ober-Rabbiner in Heidingsfeld.
Bing verlegte den Rabbinatssitz 1813 von Heidingsfeld nach Würzburg, wo
damals erst 15 jüdische Familien lebten. Unter seinen Schülern war Rabbi Jakov Ettlinger
("Aruch Laner"). Beerdigt auf dem jüdischen Friedhof in
Höchberg.
Nach Ende des Ober-Rabbinats in Würzburg und Bildung des Distriktsrabbinates
in Würzburg 1840 -
kurzzeitig (1839/40) Rabbinatsverweser Gabriel Hirsch Friedmann
(siehe unter Niederwerrn):
Seligmann Bär Bamberger (geb. 1807 in Wiesenbronn, gest. 1878 in
Würzburg): Rabbiner in Würzburg von 1840 bis 1878. Verfasser von Amirah le Beth Jaakob (1853),
Melechet Schamaijm (1855), Jizchak j’rannen (1861/62), Morej leSobchim (1864),
Nachala deBasch (1867), Kore b’Emeth (1867) zusammen mit Adler/Aschaffenburg und Lehmann/Mainz, Übersetzung des Pentateuch.
Beerdigt auf dem jüdischen Friedhof in
Höchberg.
Nathan Bamberger (geb. 1842 in Würzburg als Sohn von Rabbiner Seligmann
Bär Bamberger s.o., gest. 1919 in Würzburg): Rabbiner in Würzburg
von 1878 (zunächst Rabbinatsverweser, dann Distriktsrabbiner) bis 1919. Verfasser von Pekudat haleviim, Leitfaden für den israelischen Religionsunterricht, zusammen mit seinem Bruder
Rabbiner Simcha Bamberger (siehe Aschaffenburg)
Kommentar über Brachot und Taanith von Ahron
halevi.
Dr. Siegmund Hanover (geb. 1880 in Wandsbek bei Hamburg, gest. 1964 in Haifa/Israel):
Studium in Halberstadt, Hamburg und am Rabbinerseminar Berlin; 1906 bis 1920
zweiter Rabbiner in Köln; Rabbiner in Würzburg
von 1920 bis 1939, emigrierte im März 1939 über England in die USA; 1940 bis
1963 Rabbiner der Gemeinde Shaare Hatikvah in New York, danach im Ruhestand in
Israel.
Dr. Selig S. Auerbach (geb. 1906 in Hamburg, gest. 1997 in Rochester, Monroe
NY): Studium am Rabbinerseminar Berlin und an den Universitäten Marburg, Berlin
und Würzburg, 1932 bis 1934 zweiter Rabbiner (Jugendrabbiner) in Würzburg, von 1934 bis zu seiner Emigration in die USA 1939 letzter Rabbiner
von Recklinghausen; nach England emigriert und dort weitere Studien in London,
1941 in die USA; Rabbiner in verschiedenen Gemeinden (vgl. Strätz I,63), 1958 bis
1961 in Torrington, Conn., ab 1961 Rabbiner in Lake Placid/NY.
Dr. Jakob Jekutiel Neubauer (geb. 1895 in Leipzig, ermordet 22.3.1945 im
KZ
Bergen-Belsen): Studien u.a. in Krakau und Leipzig; seit 1926 Seminarrabbiner an der ILBA Würzburg
(vgl. Texte auf Seite zur ILBA).
Dr. Magnus Weinberg (geb. 1867 Schenklengsfeld, umgekommen 1943 im Ghetto
Theresienstadt): Bezirksrabbiner in der Oberpfalz und Niederbayern (Texte siehe
bei Sulzbürg, Neumarkt
und Regensburg). Pensionierung 1936. Geistliche Betreuung der Würzburger Gemeinde nach der Auswanderung Rabbiner Hanovers.
Hinweis: einige Texte auf dieser Seite
müssen noch abgeschrieben werden, können jedoch durch Anklicken der
Textabbildungen bereits gelesen werden.
Hebräische Zitate sind teilweise noch nicht übersetzt. Dank an Susanne Reber,
die die Abschrift der Texte übernommen hat.
Verzicht von Rabbiner Bing auf das Rabbinat (1838)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 20.
September 1838: "Würzburg, 24. August. (Privatmitteilung) Der
Bau der hiesigen Synagoge schreitet rasch vorwärts, und bald wird zu den
schönen Gebäuden Würzburgs auch ein prachtvoller jüdischer Tempel gehören.
Vieles wird dann ohne Zweifel besser werden. Man hat die endliche
Realisierung dieses längst gehegten Wunsches nächst der Königlichen
Regierung auch mehreren wackren Männern danken, die mit einer lobenswerten
Beharrlichkeit viele Schwierigkeiten überwanden.
Für das Rabbinat Burgpreppach ist
nunmehr in Person des Herrn Abraham Adler aus
Kleinsteinach gewählt.
Ich kann Ihnen die bestimmte Nachricht geben, dass von Seiten des hiesigen
Oberrabbinen Herr Bing auf das Rabbinat verzichtet. Er hat selbst den
lobenswerten Schritt getan, es abzugeben. Er erhält 300 Fl. als
Entschädigung, und da er 870 Fl. vom Staate erhält, so ist seine Existenz
gesichert.
Es steht demnach der Einteilung und Besetzung des Rabbinatsdistrikte unseres
Kreises kein Hindernis mehr im Wege, und bei der rastlosen Tätigkeit unserer
hohen Königlichen Kreisregierung lässt es sich nicht bezweifeln, das in
Bälde in den Kultusverhältnissen unseres Kreises große und wohltätige
Verbesserungen vor sich gehen werden. Möchten besonders die jüdischen
Familienväter die Wichtigkeit dieser Wahlen erkennen, und nur die
Würdigsten zu den Ämtern berufen!"
Anmerkungen: - Königliche Regierung:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_I._(Bayern)
- Rabbiner Abraham Adler:
https://de.wikipedia.org/wiki/Abraham_Adler_(Rabbiner,_1808)
- Rabbiner Bing:
https://de.wikipedia.org/wiki/Abraham_Bing
- Fl.:
https://de.wikipedia.org/wiki/Florentiner_(Goldmünze) |
Zur
Besetzung des Rabbinates (1839)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 5. Oktober
1839: "Würzburg, 5. Sept. (Privatmitteilung) Ich habe Ihnen
bis jetzt in Betreff des Projektes, Bamberger zum Rabbinen allhier zu
stempeln, nichts gemeldet, weil mich dieses weder überraschte noch
beunruhigte. Letzteres nicht, weil ich wusste, dass dieser die Prüfung nicht
erstehen kann, und im Fall er eine Note erhalten würde, auch polnische
Rabbinen in Bayern auf Anstellung rechnen dürfen. Derselbe hat ja nie etwas
studiert, sich sogar eidlich verpflichtet, nie zu studieren, und ist der
Mann nicht, der seinen Eid bricht. Zwar hat er sich einige gedruckte
Predigten gekauft und wohl auch gelesen und abgeschrieben, aber das müsste
eine sonderbare Prüfungskommission sein, die sich durch solche Kunstgriffe
blenden ließe. Meine Vermutung hat mich auch nicht betrogen. Die
Examinatoren (zwei Professoren der hiesigen Universität: Dr. Fröhlich, der
berühmte Musiker, und Dr. Rens, Orientalist) haben ihm keine Note gegeben
und die Arbeiten dem Ministerium vorgelegt, von welchem sie wieder mit der
Weisung zurückgekommen ist, sie hätten darüber zu urteilen. Wie dieses
ausfallen wird, ist keinem Zweifel ausgesetzt. Jemand, der die
Prüfungsarbeiten gesehen haben will, äußerte hierüber: 'Herr Bamberger
solle doch wohl die Elementarschule besuchen und Lesen und Schreiben lernen,
ehe er Rabbine werden will; es müsse sich gar sonderbar ausnehmen, wenn er
als Vorstand der Religionsschule die Frage an einen Schüler stellte: 'was
macht das Kind in die Schule?' und das in der Sprachlehre
unterrichtete Kind antwortete naiv: 'die Artigkeit verbietet mir das zu
sagen;' es müsse sehr spaßhaft sein, wenn der Herr Geistliche fragt: 'Wer
muss dem lieben Gott anbieten?' und das Kind wäre so klug, zu
antworten: 'wer ihm etwas verkaufen will.' Einen solchen Mann anzustellen,
in der Kreishauptstadt anstellen zu wollen, kann unserer Kreisregierung
nimmermehr in den. Sinn kommen. Indessen darf sich Herr Bamberger was
einbilden: während 40—50 Kandidaten so lange vergebens auf Besetzung der
Stellen warten mussten, wartet jetzt die Besetzung, bis sich entschieden
hat, ob man ihn brauchen kann oder nicht. Was das Glück nicht tut!'
—. Die hiesige Synagoge ist ihrer Vollendung nahe, wird aber nicht
eingeweiht — so sagen Einige — dis auch ein Rabbine angestellt ist." |
Zum Tod von Rabbiner Abraham Bing
(1841)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 27. März 1841: "Würzburg, 4. März (Privatmitteilung). Der
hiesige, emeritierte Land- und Distriksrabbine Abraham Bing ist den
28. Februar in einem Alter von 89 Jahren mit Tode abgegangen."
Anmerkung: - Rabbiner Bing:
https://de.wikipedia.org/wiki/Abraham_Bing |
Würzburg wird nach Ende des Ober-Rabbinates Sitz
eines unterfränkischen Distriktrabbinates (1840)
Artikel
in "Israelitische Annalen" vom 31. Januar 1840: "Königreich Baiern. -
Verordnung über Bildung und Besetzung der Rabbinate in Unterfranken und
Aschaffenburg. - Würzburg, den 31. Dez. 1839.
Im Namen Sr. Majestät des Königs.
Im Vollzuge der §§ 24 mit 27 des Ediktes vom 10. Juni 1813 über die
Verhältnisse der jüdischen Glaubensgenossen im Königreiche, sodann des
Ausschreibens vom 28. November 1828 (Intell. Less. S. 2349 et seq.) und in
Berücksichtigung der von dem im Jahre 1836 dahier versammelt gewesenen
israelitischen Kreis-Comité gestellten Anträge, sieht sich die
Unterzeichnete Stelle zu verfügen veranlasst, und verfügt was folgt:
1) Der Regierungsbezirk Unterfranken und Aschaffenburg ist von 1840
anfangend in sechs Distrikts-Rabbinate eingetheilt.
2) Die Distrikts-Rabbinate bilden
I. a. die Stadt Aschaffenburg;
b. die k. Landgerichte Alzenau, Aschaffenburg, Klingenberg, Lohr, Oberburg,
Orb und Rottenburg;
c. die Herrschaftsgerichte Amorbach, Kleinheubach, Kreuzwertheim,
Miltenberg, endlich der mainseitige Teil des Herrschaftsgerichts Rothenfels.
— Der Sitz dieses Distrikts-Rabbinats ist zu
Aschaffenburg. Dasselbe zählt 1915
Seelen in 408 Familien.
II. Die königlichen Landgerichte: Ebern, Gleusdorf, Hofheim, Königshofen,
und vom königlichen Landgerichte Haßfurt die israelitische Kultusgemeinde
Kleinsteinach, mit 2458 Seelen in 562 Familien. Der Sitz dieses Rabbinats
ist zu Burgpreppach, königliches
Landgericht Hofheim.
III. Die königlichen Landgerichte: Neustadt, Münnerstadt, Kissingen,
Euerdorf, Gemünden, Hammelburg; 2467 Seelen in 537 Familien. Der
Rabbinatssitz ist zu Kissingen,
königlichen Landgerichts gleichen Namens.
IV. a. Die königlichen Landgerichte Röttingen, Ochsenfurt, Marktsteft,
Kitzingen, Volkach;
b. die Herrschaftsgerichte: Marktbreit, Rüdenhausen, Sommerhausen,
Wiesenfeld; mit 2136 Seelen in 511 Familien. Der Rabbinatssitz ist zu
Marktsteft, königlichen
Landgerichts gleichen Namens.
V. a. Die königlichen Landgerichte: Arnstein, Werneck, Schweinfurt,
Gerolzhofen, Haßfurt (mit Ausnahme von Kleinsteinach) Eltmann;
b. das Herrschaftsgericht: Sulzheim.
c. die Stadt Schweinfurt; mit 2767 S. in 584 Familien; mit dem
Rabbinatssitz zu Obbach, königliches
Landgericht Werneck.
VI. a. Die k. Landgerichte: Würzburg rechts des Mains, Würzburg links des
Mains, Dettelbach, Homburg, Karlstadt;
b. die Herrschaftsgerichte: Remlingen, und |
von
Rothenfels der linksmainseitige Teil ehemaliges Amt Steinfeld,
c. die Stadt Würzburg; mit 3193 Seelen in 692 Familien und mit dem
Rabbinatssitz zu Würzburg.
3) Das Oberrabbinat Würzburg ist aufgelöst, und dem bisherigen Oberrabbiner
Bing der Rücktritt von seinen Funktionen hiermit gestattet. Bis zur
vollendeten Wahl und Bestätigung der neuen Distrikts-Rabbiner ist zur
Besorgung der vorkommenden Rabbinats-Angelegenheiten in den bisherigen
Oberrabbinat-Sprengel der Rabbinats-Candidat Gabriel Hirsch Friedmann
dahier gegen herkömmliche Gebühren aufgestellt.
4) Der von der ehemaligen altwürzburgischen Landjudenschaft und von der
ehemals ritterschaftlichen Judenschaft an den Oberrabbiner Bing entrichtete
Gehalt von 163 fl. jährlich fällt vom 13. Januar 1849 an hinweg. Dagegen ist
dem Oberrabbiner Bing auf Lebensdauer eine Alimentation von jährlich 300 fl.
in vierteljährigen Raten zugesichert, und durch Abzug an dem Gehalte der
Rabbiner von den aus dem Oberrabbinatssprengel neugebildeten vier Distrikten
(oben III. IV. V. VI.) aufzubringen.
5) Der Gehalt der aufzustellenden Distrikts-Rabbiner zu Kissingen,
Marktsteft und
Obbach hat in Minimo fünfhundert, jener
des Distrikts-Rabbiners zu Würzburg
siebenhundert Gulden zu betragen. Nebstdem hat die Kultusgemeinde
Würzburg dem Rabbiner auf ihre Kosten
freie Wohnung zu stellen. — Bezüglich der bereits bestätigten
Distrikts-Rabbiner zu Aschaffenburg
und Burgpreppach hat es bei den
bisherigen Gehaltsverhältnissen vor der Hand zu verbleiben.
6) Zu obiger Alimentation des Oberrabbiners Bing ist also von den Gehalten
der Distrikts-Rabbiner zu Kissingen,
Marktsteft und
Obbach von jedem 68 fl. — von jenen des
Distrikts-Rabbiners zu Würzburg aber
96 fl. — jährlich beizutragen.
Die königlichen Distrikts-Polizei-Behörden, in deren Amtsbezirk der Sitz
eines der sogenannten Distrikts-Rabbinate sich befinden, haben die
Aufstellung eines Einnehmers zu veranstalten, die obigen Beiträge pünktlich
von viertel zu viertel Jahr portofrei an den dahier aufgestellten, und von
dem Stadtmagistrate obiger Behörden benennenden Einnehmer einzuliefern hat.
7) Binnen acht Wochen haben die Mitglieder der Kirchengemeinde des
betreffenden Sprengels ein vorschriftsmäßiges qualifiziertes Individuum als
Rabbiner in Vorschlag zu bringen, widrigenfalls das Weitere von Amtswegen
verfügt werden wird.
8) Mit der vorzunehmenden Wahl wird für das Distrikts-Rabbinat zu
Kissingen, das königliche Landgericht Kissingen, für das
Distrikts-Rabbinat Marktsteft,
das k. Landgericht Marktsteft, für das Distrikts-Rabbinat zu
Obbach, das k. Landgericht Werneck, für
das Distrikts-Rabbinat zu Würzburg
der Stadtmagistrat zu Würzburg beauftragt; und werden hiezu folgende
Vorschriften erteilt:
a) Zur Eröffnung freier Konkurrenz ist die Wahl unter Festsetzung eines
angemessenen Termins zur Überreichung der Gesuche auszuschreiben.
d) Die einkommenden Gesuche sind zu sammeln, und einige Tage vor und sodann
während der Wahl zu jedermanns Einsicht offen zu legen. Auch ist das
Verzeichnis der Bewerber wenigstens zwei Tage vor, und dann während der Wahl
zu affigiren.
c) Den Gesuchen müssen die entsprechenden Zeugnisse über die Erfüllung der
gesetzlichen Vorbedingungen beiliegen. In dieser Beziehung wird bemerkt:
dass nach Entschließung königlichen Ministeriums des Innern vom 23. Okt.
vorigen Jahres Seine Majestät der König nur gründlich gebildete und zugleich
den echten mosaischen Glaubenslehren und Zeremonial-Satzungen treu
anhängende, nicht verderblicher Neologie huldigende Kandidaten als Rabbiner
fortan bestellt und resp. bestätigt wissen wollen.
Auf diese allerhöchste Willensmeinung ist daher in dem Ausschreiben der Wahl
ausdrücklich aufmerksam zu machen, damit sich die Bewerber mit genügenden
Ausweisen versehen können.
Auch sind vor der Wahl die versammelten Wähler von obiger Bestimmung zur
Nachachtung in Kenntnis zu setzen.
4) Zur Wahl sind sämtliche Stimmberechtigte unter dem Rechtsnachtheile des
Ausschlusses zum persönlichen Erscheinen vorzuladen. Stimmberechtigt
aber sind alle einmatrikulierte Kirchengenossen (§. 26 des Ediktes, und
Ministerial-Entschließung vom 16. Sept. 1835 in Dollingers
Verordnung-Sammlung. Band VI. S. 159.)
e) Die relative Stimmenmehrheit der Erscheiner entscheidet für die Wahl des
vorzuschlagenden Kandidaten, was in der Vorladung zu bemerken ist.
k) Die Befugnis der Kirchengenossen im Ver- |
hinderungsfalle
persönlichen Erscheinens durch Bevollmächtigung ihre Stimmen abzugeben, ist
gesetzlich nicht beschränkt; — (Dollingers Veordnung-Sammlung Band VI. S.
189) daher besonders in sehr ausgedehnten Distrikten das Erforderliche bei
Anordnung der Wahl sogleich zur Nachachtung der Beteiligten zu bemerken ist.
g) Zur Wahlhandlung sind drei Beisitzer aus den Stimmberechtigten
beizuziehen, die Stimmen sind nach Formular VI. und VII. zur
Gemeinde-Wahlordnung zu registrieren, über die ganze Handlung ist ein
Protokoll zu führen und dieses so wie die Verzeichnisse von den Beisitzern
unterzeichnen zu lassen.
h) Das Resultat ist mit dem Insinuat aus Nachweisen zu den Ladungen
vorzulegen.
9) Mit den Wahlakten ist zugleich die Erklärung des Gewählten über die
Annahme der Wahl einzusenden, und
10) zugleich anzuzeigen, was zum Vollzüge des Abschnittes VI. geschehen ist.
11) Von vorstehender Entschließung sind die beteiligten jüdischen
Kultusgemeinden ungesäumt in Kenntnis zu setzen.
Königliche Regierung von Unterfranken und Aschaffenburg. Kammer des
Innern.
Gr. Lerchenfeld, Präsident.
coll. Hübner." |
Über die Schwierigkeiten bei der Besetzung der Distriktrabbinats-Stellen -
insbesondere im Blick auf Würzburg (1840)
Artikel
in "Israelitische Annalen" vom 21. Februar 1840: "Aus Baiern. —
Rabbinerwahlen. In Unterfranken soll jetzt der Kampf auf dem Felde der
Rabbinerwahl eröffnet werden. In fünf Distrikten (Würzburg,
Marktsteft,
Obbach,
Kissingen und
Gersfeld) keiner geringer als 500
Familien und 2000 Seelen, soll jetzt die Entscheidung fallen, welchen
geistlichen Führern auf mehrere Geschlechter hinaus das Seelenheil der
Gemeinden, die religiöse Bildung der Jugend, die würdige Vertretung nach
Außen und die Vermittelung der Parteien im Innern anvertraut werden soll.
Unterfranken umfasst den vierten Teil der gesamten jüdischen Bevölkerung
Bayerns — nahe an 15.000 Seelen — und von der Leitung und zweckmäßigen
Führung der religiösen Sache daselbst hängt ungemein viel für eine bessere
Gestaltung der Dinge in unserem ganzen bayerischen Vaterlande ab. Die
Weisheit unserer hohen Staatsregierung, welche nur verderblicher
Neologie abhold ist, sie ist es durchaus nicht einer in den gehörigen
Schranken bleibenden Reform, welche die Gewissen nicht belastet,
erziehend und stufenmäßig heranbildend ist. Heil darum den israelitischen
Männern von Unterfranken, wenn sie durch ihre Wahl solche Männer an die
Spitze ihrer religiösen Angelegenheiten stellen, wie sie die heilige Schrift
als würdig bezeichnet, Israels Vorgesetzte und Führer zu fein; (hebräisch
und deutsch:) Männer voll Kraft, die weder rechts noch links
schauen, sondern das Gute tun und das Bessere befördern, weil es gut ist und
die Zeit es so dringend verlangt; dann (hebräisch und deutsch:)
gottesfürchtige Männer, denen das wahre Heil der Religion und ihre
Erhaltung in diesen sturmvollen Zeiten vor Allem am Herzen liegt; ferner
(hebräisch und deutsch:) Wahrheitsmänner, welche nicht den Mantel der
Scheinhelligkeit umlegen, sondern aufrichtig, gerade, offen sind in ihren
Worten und Werken; endlich noch (hebräisch und deutsch:) Feinde der
Gewinnsucht, die uneigennützig ihr Amt verwalten und ihren süßesten Lohn
in dem Bewusstsein ihrer getanen Pflicht finden. Ja, gewiss! männliche
Kraft, wahre Frömmigkeit, offenherziges Benehmen und Uneigennützigkeit,
das sind die vier Kardinaltugenden eines jeden geistlichen Führers und tun
besonders der zerrütteten Gemeinde Israels in der jetzigen Zeit
höchst Not.
Auch hat die Nachricht unsern Mut und unsere Hoffnung sehr aufgerichtet,
dass in der Tat mehrere wackere und bessergesinnte Männer in Unterfranken
sich's angelegen sein lassen, die tüchtigeren und gebildeteren unter den
supplicirenden Kandidaten herauszufinden, um sie dem Volke anzuempfehlen.
Möchten sich bei dieser Gelegenheit alle diejenigen in Unterfranken, welche
an ein Besserwerden glauben und es von Herzen wünschen, möchten sie sich,
indem sie ihren Gegnern würdig und ohne Parteihass entgegentreten, in jeder
Beziehung wacker und tüchtig zeigen, ausdauernd, zusammenhaltend,
unermüdlich! denn diese drei letzten Prädikate kann man der gegnerischen
Partei bei ihren Bestrebungen durchaus nicht streitig machen. — Möchten sie
es alle im tiefsten Herzen fühlen, wie viel für sie und ihre Nachkommen in
diesen kritischen Augenblicken davon abhängt, dass ein Jeder von ihnen
seinen Einfluss nah und fern nur und einzig nur für die gute Sache geltend
macht; dass sie alle, die Bessergesinnten, wacker zusammen stehen und ihre
edeln Kräfte, welche nur der Sache angehören, nicht durch Familien- und
Privatrücksichten zersplittern, sondern Eines immer im Auge behalten —
nämlich Rabbiner zu erlangen, welche der Zeit und den Umstanden gewachsen
sind; Männer, welche das religiöse Bedürfnis des Zeitalters zu befriedigen
verstehen und die mit der Daransetzung ihrer ganzen Kraft bemüht sein
werden, mit möglichster Schonung der entgegenstehenden Partei das jüngere
Geschlecht für die Religion zu gewinnen und mit der Lehre unserer Väter
wieder auszusöhnen.
Am meisten möge dieses für die Wähler in dem neuen
Rabbinate Würzburg
gelten. Dieser Bezirk wird sowohl seiner Familienzahl nach, als auch wegen
seines Einflusses als Zentralstelle, immer der bedeutendste bleiben, und
darum sind hier auch Hoffnungen und Befürchtungen am meisten gespannt. Der
Distrikt Würzburg, wohl 10 Stunden im Durchmesser, umfasst an 700 Familien,
von welchen fast der dritte Teil auf die Stadt und ihre nächste Umgebung
kommt. Ein schöner, wohl konzentrierter Wirkungskreis; wo als Muster für die
übrigen Gemeinden und Distrikte manches Gute für Synagoge, Schule und Haus
bezweckt werden kann, wenn der zukünftige Rabbiner seinen Standpunkt in der
Kreishauptstadt begreift und als ein kluger, wohlgesinnter Mann zu benutzen
versteht. — Leider aber hören wir, dass vor allen der in
Würzburg als
Bewerber auftretenden Kandidaten Einer genannt wird, dessen Rabbinatsprüfung
bereits in diesen Blättern Erwähnung geschah; der, ein sehr gelehrter 'und
eifriger Talmudist, von vieljährigen Hausiergeschäften endlich zur
Kandidatur des Rabbinerfaches übergegangen, jetzt an die Spitze der
religiösen Angelegenheiten eines ganzen Kreises treten soll, in einer Zeit,
wo das Steuerruder der Religion, eine so geübte Hand, einen so ungetrübten
Blick, einen so hohen Mut erfordert! Was wird ein Mann, der — wir wollen
seinem Privatcharakter durchaus nicht nahe treten — kaum die ersten Elemente
der Schule, kaum die Kenntnis der deutschen Sprache besitzt, was für eine
Stellung in einer durch Wissenschaft und Bildung ausgezeichneten Stadt
einnehmen; wie wird er seine Glaubensgenossenschaft würdig repräsentieren
können ; wie wird er in einer neu gebauten, gewiss von Andersglaubenden hier
und da besuchten Synagoge das Wort Gottes zur Ehre seiner Religion gehörig
vortragen, wie wird er es seinen Amtsanbefohlenen klar und eindringlich an's
Herz legen können; wie wird er seine Wirksamkeit in der Schule, dem
Pflanzorte unserer Hoffnungen, geltend machen, wo, von den Lehrern gar nicht
zu reden, so manche der Schüler ihn an gemeinnützigen Kenntnissen
übertreffen werden; wie wird er der jüdischen Jugend an den höhern
Bildungs-Anstalten der Stadt einen belebenden Religionsunterricht zu geben
vermögen; wie wird er überhaupt fähig sein, das jüngere Geschlecht durch die
Bande der Achtung und Ehrfurcht zu fesseln, um sie vor den Irrgängen des
zerstreuenden Lebens zu bewahren? - in der Tat! unsere Brüder von der alten
Partei, |
von
denen wir glauben wollen, dass sie nur aus wahrer Anhänglichkeit für die
Religion handeln, gewiss, sie wissen das wahre Interesse unserer Religion
schlecht zu fördern, wenn sie sich einem Manne zuwenden, der den
bedauerlichen Riss nur erweitern und unsere klaffende Wunde nur noch
unheilbarer machen kann. — Doch wir wollen nicht voreilig urteilen und im
Vertrauen auf den Vater des Lichtes einer hellen Zukunft froh entgegen
sehen. So viel jedoch ist gewiss! Wenn irgendwo, so ist bei der Besetzung
dieser ersten Stelle im Kreise allen Wählern, welche ein gemäßigtes
Fortschreiten im Leben und in der Lehre wahrhaft wünschen, das oben
anempfohlene innige Zusammenhalten, die Entäußerung von allen
Privatrücksichten, die Vereinigung aller gleichstrebenden Kräfte auf Ein
Ziel hin — ganz besonders nahe zu legen." |
Überlegungen
zur Gründung eines Rabbiner-Seminars (1846)
Artikel
in der Zeitschrift "Der treue Zionswächter" vom 22. September
1846: "Das Rabbinerseminar. Würzburg, den 08. September
Mit wahrhafter Freude und innigem Vergnügen vernehmen wir die Berichte von
Sendungen milder Gaben zum Zwecke der Gründung des in diesen geschätzten
Blättern bereits besprochenen Rabbinerseminars. Erfreulich ist es, dass es
noch Männer in Israel gibt, die ein reges Streben bekunden, es an Mitteln
nicht fehlen lassen, zur Beförderung und Verbreitung echter Religiosität
dadurch, dem Dürftigen Gelegenheit verschaffen, Belehrung in den notwendigen
Zweigen des Wissens der Religionswissenschaften zu erhalten und auch im
Geiste der Wissenschaft sich gute Kenntnisse anzueignen, auf der Basis der
Sittlichkeit und dem Lebensprinzip der Gläubigen beruhend.
Es ist demnach das Gefühl und der Sinn für Wohltätigkeit in Israel auch
nicht geschwunden, das Gefühl und der Sinn für Wohltätigkeit in Israel auch
nicht geschwunden, noch bildet der den wahren Israeliten charakterisierende
hohe Grad an Wohltätigkeit den echten Lebenskern des Judentums, und ein
gediegener, schöner Sinn ist vorhanden, zu edlen Taten nach Kräften
beizutragen, seine Teilnahme zu bezeigen, an guten, ersprießlichen und
menschenfreundlichen Werken. Die beregte Idee hat nun ihren Weg in die
Öffentlichkeit gefunden, der allgemeine Nutzen eines solchen Instituts ist
jetzt anerkannt, Plan, Ansichten und die religiöse Richtung ist gegeben,
vertrauensvoll kann sich das Publikum den Männern hingeben, welche die
einzige Leitung des Ganzen übernehmen werden.
Wir sind allerdings kompetent in dieser Angelegenheit ein ernstes Wort in
die Waagschale legen zu können, und können wir nicht umhin, bei Erwähnung
des in Rede stehenden edlen Unternehmens auch an folgende Idee zu erinnern,
die auch schon so mannigfach beschäftigte, den Gefühlen Worte zu leihen, die
unser Inneres erfüllen, und haben wir zur Darlegung dieser Gesinnungen kein
besseres Organ, als diese weit verbreiteten Blätter und werden Sie auch,
Euer H. R., diesen wenigen Zeilen auch eine billige Aufnahme gönnen.
Wir haben im Verlaufe unserer Unterrichtspraxis Gelegenheit gefunden, die
Beobachtung zu machen, dass oft mit Talent begabte Kinder unbemittelter und
unbegüterter Eltern aus Dürftigkeit der geistigen Karriere, welche sich
nicht widmen können, ja oft auf halbem Wege stehen geblieben sind, ferner
hatten wir in Erfahrung gebracht, dass arme Individuen körperlich und
geistig verkümmert, sowohl in Städten als auch vorzugsweise auf dem Lande
sich selbst überlassen blieben und einer traurigen Zukunft entgegen gegangen
sind. Es haben daher solche Institute, welche diese Übelstände zu beseitigen
geeignet wären, für die Menschheit einen unberechenbaren Wert. Die
Erstgenannten würden einem Berufe sich widmen, wozu ihr Inneres sie
antreibt, sie würden aus innerem Dranges den theologischen Beruf wählen,
denn wenn bei Ergreifung eines so wichtigen Standes äußere Beziehungen die
Motive an die Hand geben, so ist nicht viel Heil zu erwarten. Die
Letztgenannten einer ordentlichen, anständigen Tätigkeit im Leben
zuzuführen, ist für die Betreffenden eine große Wohltat, sie werden dem
Elende dadurch entrissen und beglückt. Wenn nun in Städten solche Vereine
sich bildeten, welche sich zum Zwecke setzten, Individuen erwähnter Art in
Obhut zu nehmen, für ihre Ausbildung zu sorgen, durch Errichtung von
Waisenhäusern und Instituten ähnlicher Weise, deren in Deutschland noch
wenige ins Leben gerufen werden und die, wenn dies auch der Fall ist, grade
nicht die echt religiöse Richtung einschlugen, so wird hier ein göttliches,
großes Werk entstehen. Der Talentvolle, der für ein weiteres Studium sich
angetrieben fühlt, würde hier eine richtige Elementarbildung erhalten, und
dann das Rabbinerseminar mit Erfolg absolvieren; der Minderbegabte würde
einer ihm angemessenen Berufsart sich widmen, nachdem er echte religiöse
Erziehung genossen. Wir konnten hier die Idee nun andeuten, vielleicht
bietet sich in der Zukunft Gelegenheit dar, die Sache genauer zu besprechen.
Dass übrigens Errichtung solcher Institute Werke des Bedürfnisses sind, ist
unbestreitbar,; dann muss überhaupt eine teilnehmende Wirksamkeit für die
unbemittelte Volksklasse aller Gutgesinnten Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Für Pflicht hatten wir es daher erachtet, zum Zwecke der Beförderung des
Menschenglückes die Aufmerksamkeit des Publikums anzusprechen. Groß zwar und
weit ist das Gebiet, für edle, menschenfreundliche Zwecke zu wirken, aber
beregte Sache ist ein verdienstvolles Werk, und wird ernster Wille und
Beharrlichkeit die Ausführung desselben mit dem schönsten Erfolge krönen.
Ist die erste Anlage gut, wird im Prinzip nicht fehlgegriffen so können wir
der erfreuenden Hoffnung Raum geben, dass eine solche Einrichtung, einmal
zustande gekommen, nie wieder zerfallen, sondern ihre segensreiche
Wirksamkeit überall hin verbreiten wird."
Anmerkung: - Wohltätigkeit:
https://de.wikipedia.org/wiki/Zedaka |
Besuch von König Ludwig II. in Würzburg - Rabbiner
Bamberger wird empfangen (1866)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. Dezember 1866: "Würzburg.
Ende November. Zum ersten Male seit Seinem Regierungsantritt besuchte
Seine Majestät, unser allverehrter König Ludwig II., dieser Tage die
hiesige Stadt. Bei dieser Gelegenheit hatte auch Herr Distriktsrabbiner
Bamberger daher die hohe Ehre, Seiner Majestät in feierlicher Audienz –
gleich den andern städtischen und staatlichen Deputationen – als Vertreter
des israelitischen Kultus vorgestellt und von Höchstdemselben
Allerhuldvollst empfangen und angesprochen zu werden. Dieses bisher in
Würzburg noch nie stattgehabte Ereignis verfehlte nicht, in allen jüdischen
Kreisen höchst angenehm zu berühren, und ist dasselbe in der Tat um so
erfreulicher als es den Beweis liefert, dass man höchsten Ortes der
Gleichstellung des israelitischen Kultus mit denen der übrigen Konfessionen
nur geneigt ist. Möchte mit göttlicher Hilfe unter dem glorreichen Zepter
dieses jungen, hoffnungsvollen Monarchen die Stellung der Israeliten Bayerns
eine ganz und gar würdige und glückliche werden."
Anmerkungen: - König Ludwig II.:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_II._(Bayern)
- Rabbiner Bamberger:
https://de.wikipedia.org/wiki/Seligmann_Bär_Bamberger
|
Zum Tod von Rabbiner Seligmann Bär Bamberger
(1878)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 29. Oktober
1878: "Würzburg, 14. Okt. Das 'W.J.' schreibt: 'Herr
Distriktsrabbiner S. B. Bamberger wurde gestern früh während des
Gottesdienstes nach dem Worte 'Amen' von einem Herzschlage getroffen und
stürzte tot zu Boden. Der so plötzlich Entschlafene genoss bei seinen
Glaubensgenossen seiner Gelehrsamkeit, bei allen, die ihn kannten, seines
rechtlichen Sinnes und seiner Mildtätigkeit die größte Achtung'."
- Anmerkung: Rabbiner Bamberger:
https://de.wikipedia.org/wiki/Seligmann_B%C3%A4r_Bamberger |
Berichte zum Tod von Rabbiner Seligmann Bär Bamberger in der Zeitschrift "Der Israelit"
(1878)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Oktober
1878: "Leitender Artikel. Rabbi Seligmann Bär Bamberger – das
Andenken an den Gerechten sei zum Segen.
Mainz, 21. Oktober. Wann diese Zeilen zu
unsern geehrten Lesern gelangen, werden die Meisten derselben bereits die
erschütternde Nachricht von dem Hinscheiden des großen Mannes, den unsre
Überschrift nennt, erhalten haben. Rabbi Seligmann Bär Bamberger
weilt nicht mehr hinieden, am zweiten Tag des Hüttenfestes hauchte er,
während des Gottesdienstes in der Synagoge, seine reine Seele aus. Es war,
wie Augenzeugen uns berichten, ein ergreifender, erschütternder Moment; eine
Schreckensszene sondergleichen. Während der Toraabschnitt verlesen wurde,
die Vorlesung der vierten Parascha war soeben vollendet, der zur Tora
Gerufene hatte für den Rabbinen den Segen (Mischeberach) sprechen
lassen und dieser hatte ihn dafür das übliche ... gesagt, da entfiel das
Gebetbuch seiner Hand, er stürzte zusammen und hörte auf zu atmen. Zwei beim
Gottesdienste anwesende jüdische Ärzte eilten herbei – allein ärztliche
Hilfe war überflüssig, einer der edelsten, besten, bedeutendsten Männer
unserer Zeit war aus dem Leben geschieden. Die Szene, die sich nun im
Gotteshause, das bis auf dem letzten Platz gefüllt, ja, überfüllt war,
abspielte, ist unbeschreiblich. Jammern und Wehklagen erfüllte die Luft, die
Tränen flossen in Strömen; inmitten der versammelten Gemeinde war das Haupt
und die Krone derselben zu Boden gefallen! - Es währte wohl eine Stunde, bis
der unterbrochene Gottesdienst wieder aufgenommen werden konnte.
Die traurige Kunde verbreitete sich schnell und wiewohl die Beerdigung schon
am folgenden Tage, Montag, 14. Oktober (am ersten Tage der Halbfeiertage)
stattfand, eilten aus der Nähe und Ferne Tausende herbei, um den geliebten
und so hochverehrten Toten die letzte Ehre zu erweisen. Lange vor der
festgesetzten Stunde (nachmittags 3 ½ Uhr) hatten sich unabsehbare
Menschenmassen vor dem Rabbinerhause und in demselben angesammelt, da- |
runter
auch viele Nichtjuden und namentlich auch die Vertreter der Behörden und der
christlichen Geistlichkeit. Im Hause sprach an der Bahre der Freund und
Verwandte des Dahingeschiedenen, Herr Distriktrabbiner Adler aus
Aschaffenburg; doch vermochte der
Herausgeber dieser Blätter in Folge des ungeheuren Gedränges und des
beschränkten Raumes die Worte des verehrten Redners nicht zu verstehen. Zur
bestimmten Frist setzte sich der Kondukt in Bewegung. Es waren mehr als
zwanzig Rabbinen und noch viel mehr hervorragende Männer erschienen, vor
denen wir nur einige namhaft machen können: S. Bamberger -
Fischach, M. L. Bamberger –
Kissingen, R. Bamberger –
Würzburg, S. Bamberger – Frankfurt, Unna – Würzburg,
Fromm – Frankfurt, Adler –
Kitzingen, Grünebaum – Ansbach,
Dr. Kobak – Bamberg, Lebrecht
– Schweinfurt, Wißmann –
Schwabach , Dr. Marx -
Darmstadt, Dr. Kahn
– Wiesbaden, Dr. Sänger -
Bingen, Hirsch –
Burgpreppach, Dr. Königshöfer
und Dr. Bloch - Fürth, Dr.
Heinemann, Dr. Horowitz, Dr. Sulzbach – Frankfurt, Dr. Berlinger
– Hannover, Weil – Karlsruhe
und viele, viele andere, namentlich auch Deputationen von Gemeinden aus der
Nähe und Ferne. Der unabsehbaren Menge der Leidtragenden folgten mehr als
hundert Wagen. In den Straßen, durch die der Zug ging, bildete die
christliche Bevölkerung Spalier – mehr als 10.000 Menschen, und fast aller
Mienen drückten Trauer, Schmerz und innige Teilnahme aus. Die Läden und
Geschäftslokale der Israeliten Würzburgs waren alle, ohne Ausnahme,
geschlossen. - Die Leiche wurde nach dem
israelitischen Friedhof zu Höchberg gebracht, etwa eine Stunde von
Würzburg entfernt, und trotz des weiten Wegs blieb niemand zurück. Viele,
die keine Wagen haben konnten, wanderten zu Fuß hinaus.
Am Grabe sprach Herr Rabbiner Fromm, Schwiegersohn des
Heimgegangenen. Mit vom Schmerz bewegter Stimme gab der vortreffliche Redner
in ergreifenden Worten dem allgemeinen Gefühle der Trauer und Wehmut
Ausdruck, dessen volle Äußerung der Rücksicht auf den Halbfeiertag
zurückhielt. Dann sprach der Herausgeber dieser Blätter, und derselben
Rücksicht sich darauf beschränkend in kurzen Zügen ein Lebensbild des teuren
Dahingeschiedenen zu entwerfen. Wir wollen das, was wir dort am Grabe
gesprochen, hier wiedergeben.
'In wenigen Tagen werden wir in der letzten Sidrah wesot habrachah
von dem Hinscheiden unsres großem Lehrers Moscheh lesen. Unsre Weisen lehren
in Bezug darauf im Midrasch: (hebräisch und deutsch): 'Viele haben Großes
erreicht, Du aber hast sie alle übertroffen' – das kann man auf Moscheh
anwenden, der alle Menschen überragt hat.'
(hebräisch und deutsch): 'Adam sagte zu Moscheh: Ich bin mehr als du,
denn ich bin erschaffen worden im Ebenbilde Gottes; Moscheh entgegnete: Die
Ehre, die dir gegeben wurde, ist dir wieder genommen worden, wie es heißt:
Adam durfte in der ihm erteilten Würde nicht übernachten; ich aber, die
Strahlenkrone, die mir Gott verliehen, sie ist mir geblieben, wie es heißt.
Sein Auge ward nicht verdunkelt, seine Kraft war nicht gewichen.'
In diesen letzten Worten bemerken wir die Weisen im Midrasch zur Paraschath
Pinchas: (hebräisch und deutsch): 'Sein Auge ward nicht verdunkelt in der
Entscheidung rein und unrein, zwischen verboten und erlaubt, seine Kraft ist
nicht gewichen in der Bemühung um die Tora.'
Auch dieser große Mann, an dessen irdische Überresten wir jetzt klagend
stehen, auch sein Auge ward nie verdunkelt. Er wusste wie wenige auf Erden
zu entscheiden zwischen rein und unrein, zwischen verboten und erlaubt, sein
heißes Mühen um die heilige Gotteslehre ist ihm geblieben bis zum letzten
Augenblicke seines Lebens.
Die Gottähnlichkeit, welche der erste Mensch durch die erste Sünde verloren,
Moscheh Rabbenu hat sie wieder erlangt, und jeder Talmid Chacham, der sich
ernst und aufrichtig bemüht um unsere heilige Tora, heißt Mosche, wie es ja
öfters im Talmud heißt: ..., wo der Rabbi den Schüler 'Moscheh' nennt,
wiewohl dessen Name ein anderer war, und der große Mann, den wir beklagen,
er hat die Strahlenkrone der Gotteslehre auf sein Haupt gesetzt, wie nur
wenige es gelungen. Von frühester Jugend an dem heiligen Studium gewidmet,
hat er eine seltene Meisterschaft erlangt; sein Wissen, seine Belesenheit in
unsrer heiligen Literatur, waren unermesslich groß und so ist er einer der
größten Männer unserer Zeit, der Lehrer der deutschen Judenheit geworden, ja
noch weit über die Grenzen unsres Vaterlandes wird er als solcher verehrt.
(hebräisch und deutsch): |
Noach
sprach zu Moscheh: 'Ich bin mehr als du, denn ich bin errettet worden, als
Gott die Menschheit durch die Flut hinwegraffte; Moscheh entgegnete: 'Du
vermochtest nur dich und deine nächsten Verwandten retten; ich aber habe
mein ganzes Volk errettet, als Gott es ob der Sünde wegen des goldenen Kalbs
hinwegraffen wollen; du gleichst dem Schiffskapitän, der sich beim
Schiffbruch rettet; das Schiff aber zerschellt in den Wogen und alle
Insassen ertrinken; ich aber gleiche dem Schiffsführer, der im Sturme sich
und sein Schiff gerettet.
Wohl selten war eine Epoche für das Judentum in Deutschland so gefahrdrohend
wie die Zeit vor etwa vierzig Jahren. Das Schifflein des Judentum war auf
hoher See von den schrecklichsten Stürmen bedroht. Da war der junge Rabbiner
aus Würzburg, der in den sicheren Hafen die heilige Gotteslehre führte und
das Schifflein derselben vor den gefahrdrohenden Stürmen in Sicherheit
brachte. Der geehrte Vorredner hat es schon hervorgehoben, dass in einer
Zeit, als das Talmudstudium in Deutschland aufzuhören im Begriff stand, der
teure Dahingeschiedene demselben wieder eine Stätte gründete, an welcher
Hunderte ihr talmudisches Wissen erlangten, ihren Geist nährten, ihren
Charakter kräftigten und so durch den Geist ihres teuren Lehrers, seine
Charaktergröße und seinen Edelmut entflammt, eine gottgesegnete Wirksamkeit
entfaltete, der wir größtenteils verdanken, dass das Judentum in Deutschland
gerettet wurde aus den Stürmen der Zeit.
(hebräisch und deutsch:) 'Abraham sagte zu Moscheh: Ich bin mehr als du,
denn ich habe dem Reisenden gastfreundlich Nahrung gewährt. Moscheh
entgegnete: Du hast Nahrung gespendet im bewohnten Lande, ich aber in der
Wüste.'
Es heißt im 2. Buch des Kapitels Koheleth (hebräisch und deutsch): 'Ich
habe große Taten vollbracht, ich baute mir Häuser, ich pflanzte mir
Weinberge, ich bereitete mir Gärten und Lufthaine und pflanzte darein Bäume
jeglicher Fruchtart.
(hebräisch und deutsch): Rabbi Chija bar Nechemia sagte: Nicht wird hier von
dem Reichtume Salomos erzählt, sondern von den Worten der Lehre. Die
Mischnah, der Talmud, die Kommentare, der heilige Geist, die Thossephtoth,
die Hagadoth etc..
Ja, meine Freunde, in einer Zeit, die da in Bezug auf Torakenntnis vielfach
einem unbesäten Landstriche, einer Wüste, gleicht, hat der Dahingeschiedene
Paläste der Gelehrsamkeit erbaut, Weinberge des Herrn angelegt, aus denen
der köstlichste Rebensaft gewonnen wurde, der da die Menschen erfreut, - der
köstlichste Wein der Gotteslehre; hat er Gärten und Lufthaine gepflanzt,
deren unschätzbaren Früchte die Herzen Tausender erquicken. Über unsre
wichtigen religiösen Vorschriften hat der ach zu früh Heimgegangene
unsterbliche Werke geschrieben, über die Wirksamkeit der soferim, der
schochetim, über ..., über chalizah, er hat gelehret in seinem
kore beemet, wie man eindringen soll in den Geist der mündlichen
Lehre. Zu ihm, dem an Wissen unendlich Reichen, dem ..., dem Verwalter der
Magazine göttlicher Gelehrsamkeit, kamen alle die Anfragen von weit und
breit, und seine Entscheidungen waren maßgebend. O, dieser erhabene
Baumeister, dieser geschickte Gärtner, der noch so viel hätte bauen, so viel
hätte pflanzen können – er ist nicht mehr. Darob zu weinen wäre es wohl an
der Zeit, wenn das Fest uns nicht zwingen möchte, den Tränenstrom gewaltsam
zurückzuhalten.
(hebräisch und deutsch): 'Jizchak sagte zu Moscheh: Ich bin mehr als du,
denn ich habe auf dem Altare mein Leben opfern wollen. Moscheh entgegnete:
Du hast Gottes Majestät geschaut und Dein Auge wurde geblendet; ich aber
habe mit Gott geredet von Angesicht zu Angesicht, und mein Blick wurde nicht
verdunkelt.'
Auch unser großer Lehrer, an dessen Grabe wir jetzt klagend stehen, war ein
zweiter Jizchak (er hieß Jizchak dow) an Aufopferungsfähigkeit und
hingebungsvoller Liebe zu Gott; auch er war in jedem Augenblick bereit, sich
zu opfern auf dem Altare Gottes, Leben und Gesundheit und alles, was er
besaß, hinzugeben für die Heiligung des göttlichen Namens. Und diese
überströmende Liebe – er bewies sie seinen Mitmenschen Gutes und Liebes
erwiesen, es ist nicht zu beschreiben, nicht zu sagen; kein Hilfsbedürftiger
wandte sich jemals vergeblich an ihn. Wenn ein Notschrei zu ihm gelang aus
den entferntesten Gegenden der Welt, aus Afrika oder Asien, aus dem Norden
oder aus dem Süden, so beeilte er sich zu spenden und zu sammeln, und |
stets
war sein gottgesegnetes Wirken von bestem Erfolge gekrönt. Was haben die
Armen durch sein Fortgehen verloren! Wie viele Tränen hat er getrocknet, wie
viele Hungrige gesättigt, wie viele Hilfsbedürftige gekleidet! Wie liebevoll
war er gegen alle und jeden, die mit ihm in Berührung traten! Aber diese
unendliche Menschenliebe, sie konnte nicht einen Augenblick sein Auge
trüben, wenn es die Aufrechterhaltung unsrer heiligen Religion oder einer
ihrer Vorschriften galt. Da war er unerschütterlich, da ließ er sich durch
keine Rücksicht bestimmen. (hebräisch und deutsch) sein helles Auge ward
nie verdunkelt.
(hebräisch und deutsch): 'Jakob sagte zu Moscheh: 'Ich bin mehr als du, denn
ich habe mit dem Engel gestritten und ihn besiegt! Moscheh entgegnete: 'Du
hast mit dem Engel auf Erden gekämpft; ich aber bin hinaufgestiegen in ihr
Gebiet, und sie mussten vor mir sich fürchten, wie es heißt: Die Könige der
(himmlischen) Heerscharen erzitterten, erzitterten.'
Auch die Ideen des sogenannten Zeitgeistes sind Engel, Boten Gottes, wie
einst der Schutzengel Esaus, den Jakob lähmen wollte, so treten tatsächlich
die verführerischen Ideen des Zeitgeistes an den Menschen heran, ihn zu
verführen, ihn in seiner gottgebotenen Tätigkeit zu lähmen. Nur durch den
reinen Geist der Gotteslehre gelingt es, diesen verführerischen Ideen
siegreich entgegenzutreten. - Unser geliebter Lehrer, um den wir hier
klagen, ward in einer Zeit geboren, in der jene Ideen übermächtig waren und
sich überall die Herrschaft errangen. Von gottesfürchtigen Eltern nur in der
Tora und für die Tora erzogen, erkannte der edle, große Mann, dass er
berufen sei, jede Zeitideen zu bekämpfen. Er begab sich ..., er erlangte
wirkliches Wissen und brachte es auch, darin bald zur Meisterschaft. So
gelang es ihm, den Kampf aufzunehmen und siegreich dann auszuharren.
Vielfach ist das Vorurteil vorhanden, der 'Würzburger Raw' habe seine Zeit
nicht genügsam verstanden, er sei zu starr, zu streng gewesen. Diesem
Vorurteile muss ich mit aller Entschiedenheit entgegentreten. 'Der
Würzburger Raw' hat seine Zeit verstanden wie wenige. Gerade durch seine
unerschütterliche Konfession ist es ihm gelungen, zu erhalten und zu retten.
Die Lehrerbildungsanstalt, die er
gegründet, ist ein segensvolles Institut, das so recht den Bedürfnissen der
Zeit angemessen ist. Durch gediegene, charakterfeste, religiöse Lehrer mit
weltlichem wie mit religiösem Wissen genugsam ausgestattet, wurden die
Gemeinden, wird namentlich die Jugend dem Judentume erhalten. Nur dadurch,
dass der Heimgegangene seine Zeit verstand und den Bedürfnissen derselben
überall, wo es das jüdische Religionsgesetz gestattete, gerecht wurde, voll
und ganz gerecht wurde, war es ihm möglich, die hohe Achtung seines Königs,
die volle Anerkennung der hohen Behörden zu erlangen und zu erhalten. Ich
will nur das eine Beispiel anführen, dass es ihm gelungen ist, für die
jüdischen Soldaten in Bayern die Befreiung vom Dienste am Sabbat – nicht als
ausnahmsweise Gunst, sondern als gesetzliche Bestimmung – zu erlangen.
Und nun möge es mir gestattet sein, einige Worte an die Gemeinde des teuren
Toten, der seine nächste Wirksamkeit galt zu richten. Wie der gerechte
Vorredner es bereits hervorgehoben, ist Würzburg in jüdischen Kreisen
berühmt geworden durch den 'Würzburger Raw'. O, wie war er Ihnen ein treuer
Hirte, ein liebevoller Lehrer!
(hebräisch und deutsch): Sie durften unmittelbar aus seinem Munde das Wort
der Lehre hören, Ihnen war er vor allen ein gottgesandter, himmlischer Bote!
Ach, dieser Mund, dem die Perlen der Weisheit entströmten, ist nun
verstummt, für immer, Ihr geliebter Lehrer, der jedes Gemeindemitglied mit
treuer Liebe umfasste, ist nun gestorben. Doch nein, Mosche rabenu lo
jamut - Mosche unser Lehrer ist nicht gestorben in dem Sinne, wie
unsre Weisen lehren, dass unser Lehrer Moscheh nicht gestorben, in demselben
Sinne ist auch Rabbi Seligmann Bär nicht gestorben; er lebt fort durch sein
Leben und Wirken. Und in demselben Sinne wie die Weisen behaupten, dass
(hebräisch und deutsch): dass unser Vater Jakob nicht gestorben,
sondern, dass er fortbesteht in seinem Nachkommen - in demselben Sinne ist
auch der große Mann, dessen irdische Überreste nun bald dem Schoße der Erde
übergeben werden, nicht gestorben, er lebt fort in seinen Söhnen,
Schwiegersöhnen und Enkeln, die ihm gleichen. - O, Ihr Männer von Würzburg
und des Kreises Würzburg, ehret das Andenken des Mannes, den Ihr so
glücklich waret, fast vier Jahrzehnte lang den Eurigen zu nennen! Und Ihr
könnt dieses geheiligte Andenken nicht besser ehren, wie wenn Ihr einen
Nachfolger bestimmt, der in demselben Sinne und Geiste lehre und wirke, wie
der teure Tote, wenn Ihr einen seiner Söhne, Männer, die durch Frömmigkeit
und Gelehrsamkeit hervorragen, die als Rabbinen so segensvoll ihren
Gemeinden vorstehen, auf dem leider vakant gewordenen Rabbinersitz berufet.
Möge das sechut - Verdienst dieses großen, edlen Mannes, der nunmehr
bald (hebräisch und deutsch) 'den Heiligen, die im Schoße der Erde
schlummern' zuzuzählen sein wird, dieser seiner geliebten Gemeinde
beistehen, dass sie den rechten Mann erkiese, damit sie immerfort blühe in
Frömmigkeit und Torakenntnis (hebräisch und deutsch), bis da nach Zion
der Erlöser komme. Amen.
Anmerkungen: - Rabbiner Bamberger:
https://de.wikipedia.org/wiki/Seligmann_B%C3%A4r_Bamberger
- Hüttenfest:
https://de.wikipedia.org/wiki/Sukkot
- Paraschah:
https://de.wikipedia.org/wiki/Parascha
- Rabbiner Adler - Rabbiner Abraham Adler
https://de.wikipedia.org/wiki/Abraham_Adler_(Rabbiner,_1808)
- Herausgeber:
https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Lehmann
- Kondukt: Trauerzug
- S. Bamberger: Simcha Bamberger
- M.L. Bamberger: Moses Löb Bamberger
https://de.wikipedia.org/wiki/Moses_L%C3%B6b_Bamberger
- Rabbiner Unna: Rabbiner Isak Unna
https://de.wikipedia.org/wiki/Isak_Unna
- Rabbiner Fromm: Rabbiner Seligmann Fromm
https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/3264_fromm-seligmann
- Rabbiner Adler: Rabbiner Immanuel Adler
https://www.alemannia-judaica.de/kitzingen_texte.htm#Jahrzeit für Rabbiner
Immanuel Adler (1933)
- Rabbiner Dr. Kobak: Rabbiner Dr. Joseph Kobak
https://www.alemannia-judaica.de/bamberg_texte.htm#Bericht%20%C3%BCber%20Rabbiner%20Dr.%20Kobak%20im%20Januar%201864
- Rabbiner Lebrecht: Rabbiner Mayer Lebrecht
https://www.bavarikon.de/object/bav:BSB-MDZ-00000BSB10570952%3Flang%3Dde
- Rabbiner Wissmann: Rabbiner Löb/Leo Wissmann
https://www.alemannia-judaica.de/schwabach_texte.htm#Wahl von Rabbiner Leo
Wißmann (Jehuda Loeb ben Pinchas Selig Wissmann, 1857)
- Rabbiner Dr. Marx: Rabbiner Dr. Lehmann Marx
https://www.alemannia-judaica.de/darmstadt_religionsgesellschaft.htm#25-jähriges
Amtsjubiläum von Rabbiner Dr. Lehmann Marx (1896)
- Rabbiner Dr. Kahn: Rabbiner Dr. Leo Kahn
https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/8740_kahn-leo_kahn-leo_kahn-leo_kahn-leo
- Rabbiner Dr. Hirsch: Rabbiner Dr. Abraham Hirsch
https://www.alemannia-judaica.de/burgpreppach_texte.htm#Berichte zum Tod von
Rabbiner Dr. Hirsch (1885)
- Rabbiner Dr. Königshöfer: Rabbiner Dr. Moses Jonas Königshöfer:
https://www.fuerthwiki.de/wiki/index.php/Moses_Jonas_K%25C3%25B6nigsh%25C3%25B6fer
- Rabbiner Dr. Heinemann: Rabbiner Dr. Heinrich Heinemann
https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/18354
- Rabbiner Dr. Horowitz: Rabbiner Dr. Markus Horovitz
https://de.wikipedia.org/wiki/Markus_Horovitz
- Rabbiner Dr. Sulzbach: Rabbiner Dr. Abraham Sulzbach
https://de.wikipedia.org/wiki/Abraham_Sulzbach
- Rabbiner Fromm: Rabbiner Seligmann Fromm
https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/3264_fromm-seligmann
- Herausgeber:
https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Lehmann
- Halbfeiertag: vgl. Artikel zum Laubhüttenfest
- Sidrah:
https://de.wikipedia.org/wiki/Korach_(Sidra)
- Moscheh:
https://de.wikipedia.org/wiki/Mose
- Midrasch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Midrasch
- Paraschath:
https://de.wikipedia.org/wiki/Parascha
- Pinchas:
https://de.wikipedia.org/wiki/Pinchas_(Parascha)
- Moscheh Rabbenu: Unser Lehrer Mose
- Talmid Chacham:
https://www.juedische-allgemeine.de/glossar/talmid-chacham/
- Noach: Noah
https://de.wikipedia.org/wiki/Noach
- Stätte:
https://www.alemannia-judaica.de/hoechberg_praeparandenschule.htm
- Abraham:
https://de.wikipedia.org/wiki/Abraham
- Koheleth:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kohelet
- Mischnah:
https://de.wikipedia.org/wiki/Mischna
- Talmud:
https://de.wikipedia.org/wiki/Talmud
- Hagadoth:
https://de.wikipedia.org/wiki/Haggada
- Jakob:
https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob
- Esau:
https://de.wikipedia.org/wiki/Esau
- König: Wahrscheinlich
https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_II._(Bayern) |
"Zeitungsnachrichten
und Korrespondenzen. Deutschland.
Frankfurt a. M. Zeit der Sammlung. Wann diese Blätter in die
Hände der Leser gelangen werden, die Letzteren bereits von dem großen,
unersetzlichen Verluste erfahren haben, welche die gesamte Judenheit
betroffen hat an dem Tage, der eigentlich der Freude geweiht sein sollte,
aber zu einem Tage der Trauer und des Schmerzes geworden ist. Am zweiten
Tage des Sukkotfestes, nachdem der Toravorleser die Worte 'von Abend
sollt ihr eure Feier halten' (3. Mose 23,32) gesprochen, ging unser
großer Lehrer Rabbi Seligmann Bamberger – das Andenken an den
Gerechten sei zum Segen – im Angesicht seiner Gemeinde und vor dem noch
geöffneten Sefer Tora (Torarolle) zu seinem großen Schabbat
ein. Wie sein ganzes Leben sich wohl nicht charakteristischer zeichnen lässt
als durch die Dichterworte ..., so schloss er dieses reiche Leben auch
beim Gottesdienst im Heiligtum. Es soll hier nicht meine Aufgabe sein,
ein Lebensbild des großen Verstorbenen, der uns so plötzlich entrissen
worden, hier zu zeichnen, für diese hohe Aufgabe fühle ich mich meine Kräfte
zu schwach, mögen Sie mir nur, geschätzter Herr Rabbiner, gestatten, in
wenigen Worten über das Leichenbegängnis ... zu referieren.
Wie ein Blitzschlag traf die Nachricht, die am Ausgang des Feiertages
nach allen Seiten hin durch den Telegraf verbreitet wurde, in alle Kreise,
und wem es seine Zeit nur irgend gestattete und wer glauben durfte, noch zur
rechten Zeit in Würzburg eintreffen zu können, machte sich auf den Weg, um
dem Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen. Die Beisetzung war auf
3 ½ Uhr angesetzt; doch ehe der Zug sich in Bewegung setzte, sprach der
Jugendfreund des Verstorbenen, der ehrwürdige Rabbiner Adler aus
Aschaffenburg G'tt mehre seine
Tage und seine Jahre herzergreifende Worte der Liebe und Freundschaft.
Der Zug zählte noch Tausende und gewiss wären noch viel mehr gekommen, wenn
nicht durch den Feiertag die Trauernachricht erst relativ spät
verbreitet werden konnte und dadurch ferner Wohnenden es unmöglich gemacht
worden war, nach Würzburg zu kommen. Alle Straßen, durch welche der
imposante Zug sich bewegte, waren von der Volksmenge angefüllt, welche in
tiefem Schweigen zu beiden Seiten Spalier bildeten. Viele Läden waren
geschlossen. Auf Wunsch der Familie wurde die Leiche nach dem eine Stunde
entfernten Höchberg gebracht, auf
dessen hochgelegenen Begräbnisplatz bereits mehr als 40 Jahre Rabbiner
Abraham Bing - das Gedenken an den Toten ist zum Segen - in kühler Erde
ruht.
Am offenen Grabe sprach nun der Schwiegersohn des Verstorbenen Herr Rabbiner
Fromm – sein Licht leuchte - herzergreifende Worte. 'Mein
Vater, mein Vater! Israels Wagen und seine Reiter' (2. Kön.2,12), so
begann er seine erschütternde Rede und schilderte den Verstorbenen als
Familienvater, Gemeindevater und Lehrer in Israel, schilderte seine Liebe
und Begeisterung für die Tora, in schöner Wendung an die Worte Moschehs mit
denen der Stammvater verglichen und erörtert werden, zeichnete uns der
Redner ein lebensvolles Bild des Verstorbenen, das niemanden ungerührt und
unbewegt ließ. 'sein Auge war nicht getrübt und seine Säfte nicht
entschwunden' (5. Mose 34,7), so sprach er, sein Auge war nicht
umdunkelt; wenn man sich klar werden wollte über erlaubt und
verboten, über rein und unrein, so wendete man sich von
allen Enden an ihn und bei ihm konnte man Aufklärung finden, denn ihm war
über erlaubt und verboten der Blick nicht getrübt, er
beherrschte wie wenige das ganze Gebiet der so reichen Talmudliteratur; wenn
es galt zu kämpfen für das bedrohte Judentum, so stand er in erster Reihe
und seinem Einflusse, seinem edelsten Streben ist so Vieles wunderbar
gelungen; wenn ein Notschrei des Elends und der Armut von irgendeinem Ende
der Welt gehört wurde, der Verstorbene war bereit, durch unermüdliche
Tätigkeit der Not zu Hilfe zu eilen. Und dann schilderte der Redner die
Liebenswürdigkeit und Leutseligkeit des Verstorbenen, dass jeder, der das
Glück gehabt hatte, ihn zu kennen, sich sagen musste: Ja, so war er, so hat
er gelebt. Zum Schluss wandte der Redner sich noch an die Gemeinde und
ermahnte sie, die durch den Verstorbenen einen Weltenruf erlangt, das
Andenken desselben dadurch zu ehren, dass man auf den jetzt verwaisten
Rabbinersitz einen Mann berufe, von dem zu erwarten sei, dass er diesen
schönen Ruf der Gemeinde bewahrte, indem er in dem Geiste und Sinne des
Verstorbenen die Leitung weiter führte. Der Redner würde die Welt zu großem
Danke verpflichten, wenn er die am Grabe gesprochenen Worte durch den Druck
veröffentlichte. Mit Rücksicht auf wurde keine weitere Rede gehalten.
So ist nun wieder eine große Lücke gerissen in den Reihen der Kämpfer für
Wahrheit und Recht, und wie die Verhältnisse liegen, eine Lücke, die
wahrscheinlich leider nicht ausgefüllt wird. Es müsste ein besonderes Wunder
geschehen, wenn aus der jüngeren Generation wieder ein Mann erwüchse, von so
immenser Gelehrsamkeit, gepaart mit dieser großen Bescheidenheit, die nicht
den Schatten des Eigendünkels kannte und mit dieser Wahrheitsliebe, die
weder nach rechts, noch nach links abbeugt.
So ruhe er jetzt aus von seinem großen Kampfe, den er für seine Brüder
gekämpft und mögen uns und unsern Nachkommen die Saaten reifen, die sein so
reiches und so tatenvolles Leben in den Schoß der Zukunft gestreut hat.
Dr. A. Sulzbach
Anmerkungen: - Torarolle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Tora
- Schabbat:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schabbat (hier 'ewige Ruhe)
- Rabbiner Fromm: Rabbiner Seligmann Fromm, Großvater von Erich Fromm
https://www.alemannia-judaica.de/bad_homburg_rabbinat.htm#Zum 100.
Geburtstag von Rabbiner Seligmann Fromm (1921)
- Rabbiner Dr. Lehmann: Rabbiner Dr. Marcus Lehmann
https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Lehmann
- Israel: Hier ist die jüdische Gemeinschaft gemeint
- Moscheh:
https://de.wikipedia.org/wiki/Mose
- Dr. A. Sulzbach:
https://de.wikipedia.org/wiki/Abraham_Sulzbach |
Weiterer Bericht
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. Oktober
1878: |
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Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 5.
November 1878:
"Seligmann Bär Bamberger. Wiederum ist ein Mann von hinnen geschieden, der in der Geschichte des
Judentums seinen Platz einnimmt und dessen Mann neben den Persönlichkeiten,
welche im Leben und in der Wissenschaft gewirkt und neue Bahnen
eingeschlagen haben, mit Verehrung genannt zu werden verdient. Weithin ist
die erschütternde Kunde gedrungen, dass der Distriktsrabbiner Bamberger
in Würzburg am Laubhüttenfeste während des Gottesdienstes, ja, wie die
Blätter meldeten, vor der geöffneten Bundeslade (= Toraschrein)
plötzlich verschieden sei; ein Herzschlag machte seinem Leben ein
Ende.
Diesem würdigen Manne ein Wort der Erinnerung in dieser Zeitung zu
widmen, erscheint mir, seinem ehemaligen Schüler, als eine Pflicht, als
ein Akt der Pietät.
Seligmann Bär Bamberger oder R. Jizchak Dob Halewi, unter welchem Namen
er in rabbinischen Kreisen bekannte ist, wurde im Jahre 1909 in Wiesenbronn,
einem Dorfe nicht weit von Würzburg, geboren. Er besuchte die im ersten
Viertel dieses Jahrhunderts noch blühende Fürther Jeschiwah, wo er ganz
nach nach alter Weise unter dem bekannten Wolf Hamburger dem Studium des
Talmud oblag. Hamburger, dessen Lieblingsschüler er war und dessen Werke
er vor der Drucklegung zuweilen kopierte, übte einen wesentlichen
Einfluss auf seine spätere Denk- und Handlungsweise aus. Nach
mehrjährigem Aufenthalte in Fürth kehrte er in die Heimat zurück; er
begründete eine Familie und ward - Geschäftsmann. Schon damals ein
tüchtiger Talmudist, widmete er in seinem frommen Eifer seine Tätigkeit
mehr dem Studium als dem Geschäfte, das er seiner Frau überließ, sodass
das Kapital, das er als Heiratsgut erhielt, in dem Maße abnahm, als seine
Familie sich vergrößerte. Bald waren seine Mittel erschöpft und das
Geschäft löste sich auf. -
Im Jahre 1839 trat der greise Oberrabbiner Abraham Bing von seiner Stelle
zurück, und das große Oberrabbinat Würzburg, zu dem noch verschiedene
Ansbach'sche, Fulda'sche und andere Gemeinden gehörten, wurde gemäß
Erlass des bayerischen Ministeriums in mehrere Distriktsrabbinate geteilt.
Da entschloss sich Bamberger, durch die Verhältnisse gedrängt und durch
seine Freunde ermuntert, als Kandidat für das Rabbinat Würzburg
aufzutreten. Seine Anhänger vermochten es durchzusetzen, dass die
gesetzlich vorgeschriebene Prüfung, welche sich auch über deutsche
Sprache und Elementargegenstände erstreckte, ihm erlassen und er als
Distriktsrabbiner von Würzburg am 19. März 1840 gewählt wurde. Trotz
mancher Kämpfe, welcher er namentlich in den ersten Jahren seiner
Amtsführung zu bestehen hatte, erwarb er sich die Liebe und Achtung
seiner Gemeinde; auch diejenigen, welche seiner Richtung nicht huldigten
und ihren eigenen Weg gingen, schätzen ihn wegen seiner ungeheuchelten
Frömmigkeit und seines biederen
Charakters..." |
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Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 6. November
1878: |
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Publikation
von Rabbiner Nathan Bamberger über seinen Vater Seligmann Bär Bamberger (1897)
Nathan Bamberger: Rabbiner Seligmann Bär Bamberger - dessen Leben und
Wirken. Beigabe zum Jahresberichte pro 1896/97 der von demselben begründeten
und während der ersten dreizehn Jahre geleiteten israelitischen
Lehrerbildungs-Anstalt zu Würzburg vom Sohne und derzeitigen Vorstand Nathan
Bamberger. Würzburg 1897. Eingestellt
als pdf-Datei.
(Pdf-Datei erhalten von W. Schönfeld,
Zaberfeld)
Anregung für ein Gedenkbuch zum 100-jährigen Geburtstag des
Würzburger Raws (1907)
Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt"
vom 31. Mai 1907: |
50. Jahrestag des Todes von Rabbiner Seligmann Bär Bamberger
(1928)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 27. September 1928: |
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Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 2.
Oktober 1928: |
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Gedächtnisfeier für Rabbiner Seligmann Bär Bamberger
(1928)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung"
vom 15. Oktober 1928: |
Veröffentlichung
zum 50. Todestag von Rabbiner Seligmann Bamberger durch seinen Enkel Rabbiner
Dr. Seckel Bamberger (Bad Kissingen, 1928)
Artikel
in der "Deutsch-Israelitischen Zeitung" (Regensburg) vom 8.
November 1928: "Anlässlich des 50. Todestages des 'alten Würzburger
Raw' veröffentlicht sein Enkel, Herr Rabbiner Dr. S. Bamberger - Bad
Kissingen, unter dem Titel netiah schäl simchah eine Reihe
interessanter Fragen und Antworten, die sich aus einem Briefwechsel
Seligmann Bär Bambergers - das Gedenken an den Gerechten ist zum Segen
- Bad Kissingen ergeben haben. Das Buch, das die erste geschlossene
Sammlung des besonders tiefgründigen und für die halachische Praxis überaus
wichtigen Antworten (Responsen) dieses Großen darstellt, wird
jedem Gelehrten eine Quelle schönsten Genusses sein. Das Werk ist zu
beziehen durch den Verlag J. Rawer, Frankfurt am Main, Batonnstraße 9,
Preis 4
Mark." |
Rede von Rabbinatsverweser Nathan Bamberger in der
Synagoge (1879)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. April 1879:
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Neue Bemühungen um die Besetzung der Rabbinerstelle
nach Ablauf des Trauerjahres für den verstorbenen Rabbiner Seligmann Bär
Bamberger (1879)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 15. Oktober
1879: |
Ausschreibung der Distrikt-Rabbinerstelle in Würzburg
(1880)
Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 20. Januar 1880: |
Wahl von Dr. Koref als Rabbiner im Distrikt Würzburg
(1880)
Anmerkung: Zur Wahl des Distriktrabbiners am 13. Mai 1880 gab es die Kandidaten:
Nathan Bamberger, Sohn von Seligmann Bär Bamberger und Kandidat der orthodox
geprägten Gemeindeglieder und der liberale Rabbiner Dr. Koref. Zwar erhielt
Nathan Bamberger mehr Stimmen als Dr. Koref, dennoch erklärte der überwiegend
aus Liberalen zusammengesetzte Wahlausschuss einige der Wahlzettel für
ungültig, da auf ihnen der Stand und Wohnort des Kandidaten nicht vermerkt war.
So ging zunächst Dr. Koref als Sieger aus der Wahl hervor, was durch den
königlichen Wahlkommissar bestätigt wurde. Die Anhänger Bambergers legten
hierauf entschieden Protest ein, was zu einer monatelangen Auseinandersetzung
führte, die am 19. April 1881 durch die bayerische Regierung beendet wurde. Nun
wurde Bamberger als gewählt erkannt.
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 8. Juni
1880: "Würzburg, 14. Mai (1880). Gestern fand hier die Wahl
des Rabbiners für den hiesigen Distrikt statt und wurde Herr Dr. Koref
mit Majorität gewählt. Sein Gegenkandidat war ein Sohn des verstorbenen
Rabbiners, der Rabbinatsverweser Nathan Bamberger, zu dessen Gunsten auch
Herr Lehmann in Mainz ein Flugblatt zu versehen so - freundlich war. Die
hiesigen Gemeindemitglieder, welche sich um Lehrmann und Konsorten sehr
wenig kümmern, haben bei der diesmaligen Wahl den Ausschlag." |
Rundschreiben des Wahlkomitees zur Bestätigung von Rabbiner
Nathan Bamberger als Distrikts-Rabbiner (1881)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 18. Mai 1881: "Würzburg,
11. Mai (1881). Das Komitee, welches es sich zur Aufgabe gemacht hatte,
für die Wahl des Herrn Rabbiner Nathan Bamberger zu wirken, hat ein
Rundschreiben erlassen, in welchem es den Gesinnungsgenossen die erfolgte
Bestätigung des Genannten zum Distrikts-Rabbiner mitteilt und dieselben
ersucht, dahin zu streben, das alte gute Einvernehmen in den Gemeinden zu
erhalten und zu befestigen.
Das Komitee spricht die Überzeugung aus, dass Herr Rabbiner Nathan
Bamberger in gleicher Weise wirken und es ihm gleich seinem
unvergesslichen Vater auch gelingen wird, alle Parteien zu
vereinigen." |
Zur Wahl von Rabbiner Nathan Bamberger
(1881)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 18. Mai 1881:
"Würzburg, im Mai (1881). Bei dem lebhaften Interesse, das ein
großer Teil Ihres Leserkreises an der Wiederbesetzung der hiesigen
Rabbinatsstelle nimmt und bei der Freude, welche die nunmehrige
Bestätigung des Herrn Nathan Bamberger, als Distrikts-Rabbiner bei so
vielen erregt, dürfte es auch interessieren, den Verlauf der Sache und
die letztinstanzlichen Ausführungen kennen zu lernen.
Bekanntlich wurde Herr Nathan Bamberger bei der am 13. Mai vorigen Jahres
stattgehabten Wahl mit einer Mehrheit von 30 Stimmen gewählt. Da sich
jedoch unter den für ihn abgegebenen Wahlzetteln 43 bloß mit Vor- und
Zunamen ohne Angabe des Standes und Ortes fanden, so erkannte der in
seiner Mehrheit aus der Gegenpartei bestehende Wahlausschuss dieselben
für ungültig, wodurch die Mehrheit der Stimmen auf den Gegenkandidaten
Herrn Dr. Koref kamen und dieser vom königlichen Wahlkommissär, entgegen
seiner früheren Bekanntgebung, für gewählt proklamiert wurde. Gegen
diesen Beschluss des Wahlausschusses wurde von den Wählern Bambergers
sofort und auch später bei königlicher Regierung Protest eingelegt. Die
Kultus-Verwaltung, die etwaigen Folgen dieses Protestes in Betracht
ziehend, bewirkte durch Generalversammlung einen Gemeindebeschluss auf
Lostrennung der Stadtgemeinde vom Rabbinatsbezirke und stellte bei
königlicher Regierung den Antrag hierzu mit dem besonderen Bemerken, dass
die Entscheidung hierüber vor der Bestätigung des Wahlresultates
erfolgen möge. Aber auch hiergegen wurde von der Partei Bambergers
Protest erhoben.
Unter dem 16. Dezember vorigen Jahres erfolgte nun, wie seinerzeit
berichtet, von der königlichen Kreisregierung Entschließung dahin, dass
die vom Wahlausschuss für ungültig erklärten Stimmzettel, als
rechtmäßig zu erkennen seien, da es nur darauf ankomme, die Identität
des Gewählten, d.h. die richtige Bezeichnung desselben daraus zu
ermitteln; im vorliegenden Falle könne kein Zweifel bestehen, wer der
Bezeichnete sei und könnte diese Zettel nicht ausgeschieden werden.
Nathan Bamberger sei demnach der durch Majorität Gewählte. Nachdem
jedoch der königliche Wahlkommissär das provisorische Wahlresultat vor
der Prüfung der Zettel, also vor Beendigung der Wahlhandlung bekannt
gemacht, so sei damit eine wesentliche Form, das Wahlgeheimnis, verletzt
worden, in Folge dessen der Wahlausschuss auch in seinem Urteil
beeinflusst worden und es müsse der ganze Wahlakt für ungültig
angesehen und auf Neuwahl erkannt werden. Von der Anordnung desselben
solle aber so lange angesehen werden, als bis dem Antrage der
Kultusverwaltung gemäß, auch über die Trennung, wozu weitere Erhebungen
erforderlich, entschieden sei.
Gegen diesen Regierungsentschluss wurde nun von beiden Seiten Rekurs an
das königliche Staatsministerium ergriffen; von der Kultusverwaltung
wegen der Gültigkeitserklärung der fraglichen Zettel, respektive
Verwerfung der Wahl des Dr. Koref, da man das Urteil des Wahlausschusses
hierüber als allein maßgebend hielt; von der Partei Bambergers wegen der
Erkennung auf Neuwahl und Hereinziehung der hier nicht in Betracht
kommenden Trennungsfrage, respektive der Nichtbestätigung des Gewählten
vor Lösung derselben.
Darauf erfolgte unter dem 19. April im Wesentlichen folgende
Entschließung vom königlichen Ministerium: In Bezug auf die vorwürfigen
Zettel schließt sich dasselbe dem Regierungsentschluss vollständig an
mit der noch weiteren Begründung, dass eine gesetzliche Form für die
für ähnliche Fälle in Verwendung kommende Zettel nicht bestehe, sie
sind nur in dieser Form als 'geschäftsfördernd empfohlen', es
widerspricht hingegen der Ansicht der I. Instanz, dass wegen der
verfrühten Bekanntmachung des provisorischen Wahlresultats, der ganze
Wahlakt für ungültig zu betrachten sei, indem, zugegeben, dass auch eine
Zuwiderhandlung der Wahlordnung darin liege, damit doch keine wesentliche
Form verletzt worden sei. Die Wahrung des Wahlgeheimnisses bezieht sich
nicht sowohl auf die ganze Wahlhandlung als vielmehr auf die Abstimmung
und zwar mit dem Zwecke, damit der Wähler frei nach der Überzeugung
wählen könne und auf einen andern keine Rücksicht nehmen brauche. Das
Eröffnen, Abzählen und Prüfen der Wahlzettel aber kann öffentlich
geschehen und bleibt es den Anwesenden unbenommen, sich bei diesem
Geschäfte durch Mitzählen Kenntnis von dem provisorischen Resultat zu
verschaffen, was in der Regel geschieht und auch hier ohne die
Bekanntmachung des Wahlkommissärs geschehen sein wird. Auch ist weder von
Seiten der Wähler, noch der |
beiden
Beschwerdeführer ein Bedenken gegen die Handlungsweise des Kommissärs
geltend gemacht worden. Es muss demnach entgegen der
Regierungsentschließung, der Wahlakt für gültig und Bamberger als rite
gewählt betrachtet werden. Ein Beschluss des Wahlausschusses kann nicht
in dem Grade maßgebend sein, dass nicht von Seiten der Wähler
Beschwerden dagegen erhoben und dasselbe nicht von der Behörde kontrolliert
werden könne.
In Bezug auf den Antrag der Kultus-Verwaltung, die Genehmigung der Wahl
bis zum Austrag der Trennung auszusetzen, spricht sich die
Ministerialentschließung des Weiteren folgendermaßen aus: 'Nachdem vom
1. November 1878 kurz nach dem Ableben des seligen Rabbiners Seligmann
Bär Bamberger in einer General-Verstammlung der Kultus-Gemeinde Würzburg
der Antrag auf Trennung der Stadtgemeinde vom Rabbinatsbezirke, respektive
die Anstellung eines eigenen Rabbiners abgelehnt worden, wurde die
Berufung von Delegierten aus sämtlichen Rabbinatsgemeinden, behufs
Vereinbarung über den neu einzustellenden Rabbiner für den bisherigen Rabbinatsbezirk
bei königlicher Regierung von der Würzburger Kultusverwaltung beantragt
und diese auch angeordnet. In den Versammlungen derselben vom 27. Januar
und 15. September 1879 wurde über den Gehalt des für diesen Bezirk neu
aufzustellenden Rabbiners, über die Modalität der zu diesem Behufe
erforderlichen Wahl etc. Vereinbarung getroffen. Die Verhandlungen der
Vertrauensmänner fanden unter der Leitung des Magistrats statt und
führten zu Beschlüssen, welche das allseitige Einverständnis über die
Wiederanstellung eines Rabbiners für den bisherigen
Rabbinatsbezirk Würzburg zweifellos bekunden, den Gehalt des neuen
Rabbiners festsetzen und die Konkurrenz der Kultusgemeinde Würzburg sowie
der ländlichen Kultusgemeinden hierzu regeln. Diese Beschlüsse, welche
die Genehmigung der königlichen Regierung erhalten, sind für die
Beteiligten bindend. Dieselben haben für die wechselseitigen Beziehungen
der zum bisherigen Rabbinatsbezirke gehörigen Kultusgemeinden in Bezug
auf die Wiederanstellung eines Rabbiners einen gemeinsamen Rechtsboden
geschaffen, von dem sich keine Gemeinde einseitig lostrennen kann und zwar
andererseits für jede desselben das Recht begründet auf den Vollzug der
gefassten Beschlüsse zu dringen.
Unter diesen Umständen würde es sich nicht rechtfertigen lassen, dass
dem von einer großen Mehrzahl Landgemeinden bekämpften Trennungsantrag
ein hemmender Einfluss auf die Prüfung der vollzogenen Wahl oder die
Bestätigung des Gewählten eingeräumt werden wollte.'
Auf diese Ministerialentschließung hin, erfolgte unter dem 29. April die
Bestätigung des Nathan Bamberger als Distrikts-Rabbiner durch die
königliche Kreisregierung.
So wäre denn diese seit Jahresfrist offene, die interessierten Kreise in
Spannung haltende Frage, mit Gottes Hilfe glücklich gelöst und hoffen
wir, zum Heile und zur Förderung der guten Sache. Es war ein heißer,
langer Kampf, aber des Preises wert; denn wir hoffen und sind überzeugt,
unser ehrwürdiger Rabbiner wird ganz in die Fußstapfen seines großen
Vaters - das Andenken an den Gerechten ist zum Segen - treten, für
Tora und Gottesfurcht, für Frieden und Wohl tun nach Kräften
wirken und sich die allseitige Liebe und Anerkennung erwerben. Möge der Allgütige
ferner mit ihm sein und seine Wirksamkeit eine recht erfolg- und
segensreiche sein lassen!" |
Antrittsrede des neuen Rabbiners Nathan Bamberger (1881)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16. Juni 1881: |
Abstimmung über die Teilung des Distrikts-Rabbinates
(1884)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 10. Januar
1884: |
Zur Besetzung der Rabbinate in Unterfranken
(1884)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. Januar
1884: |
Rabbiner Nathan Bamberger zur Audienz bei
Kultusminister Dr. von Müller (1890)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7. August 1890:
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Schiur am Schabbat bei Rabbiner Nathan Bamberger
(1902)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. Juli 1902: |
Zur
Predigt von Distriktsrabbiner Bamberger am Pessachfest (1903)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit"
vom 22. April 1903: |
Publikation von M. L. Bamberger
(1905)
Artikel
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt"
vom 10. März 1905: |
25-jähriges Rabbinatsjubiläum von Rabbiner Nathan Bamberger
(1905)
Artikel
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt"
vom 19. Mai 1905: |
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Publikation von Rabbiner Nathan Bamberger über Lekute
Halevi, die
synagogalen Gebräuche der Gemeinde Würzburg
(1907)
Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt"
vom 17. Mai 1907: |
70. Geburtstag von Distriktsrabbiner Nathan Bamberger
(1912)
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 22. März 1912: |
Zum viel zu frühen Tod der Frau von Rabbiner Dr. Schweizer,
Tochter von Rabbiner Nathan Bamberger (1913)
Anmerkung: Es handelt sich um Zerline geb. Bamberger (geb. 1880), die sich
1906 mit Rabbiner Dr. Abraham Schweizer verheiratet hatte. Sie war eine Tochter von Rabbiner
Nathan Bamberger (1842-1919) in Würzburg und seiner Frau Hanna geb. Perlstein
(1850-1943). Der 1909 geborene Sohn Aron Schweizer wurde in Auschwitz ermordet.
Vgl.
https://de.wikipedia.org/wiki/Abraham_Schweizer
Zerline Schweizer wurde im jüdischen Friedhof
in Höchberg beigesetzt.
Artikel in "Das jüdische Blatt" vom 1. August 1913: "Würzburg.
In der Familie unseres hochverehrten Herren Rabbiners ist tiefe Trauer
eingekehrt, da dessen Tochter, die Gattin des Herrn Rabbiners Dr.
Schweizer in Weikersheim im blühenden Lebensalter einem tückischen Leiden
erlegen ist. Das Angedenken der Verklärten gereiche zum Segen, der
Allmächtige tröste die Hinterbliebenen." |
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Links Grab von Zerline Schweizer geb. Bamberger im
jüdischen Friedhof in Höchberg. |
Rabbiner Nathan Bamberger ist zur Hoftafel von Königin Maria Theresia von Bayern geladen (1915)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 26. August 1915: |
Jahrzeitstag für Rabbiner Nathan Bamberger
(1920)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. April 1920: |
Rabbiner
Dr. Hanover wurde zum Distriktsrabbiner in Würzburg gewählt (1920)
Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt"
vom 31. März 1920: "Würzburg. Dr. Adolf Hannover - Köln ist
hier zum Distriktsrabbiner gewählt worden." |
Zur Besetzung des Distriktsrabbinates
(1920)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 8. Juli 1920: |
Rabbiner
Dr. Selig Auerbach wird neuer Rabbiner in Recklinghausen (1934)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 21. September
1934: |
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Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 18. Oktober 1934: |
Tagung
der Arbeitsgemeinschaft der gesetzestreuen Rabbinen Bayerns in Würzburg (1934)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit"
vom 8. November 1934: |
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 13. August
1936: |
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Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 13. August
1936: |
Neujahrsgrüße verschiedener Familien - Verwandte und
Bekannte der Familie Bamberger, Würzburg
(1936)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16. September
1936: |
Literatur:
 | Herz Bamberger: Geschichte der Rabbiner der Stadt
und des Bezirkes Würzburg. Bearbeitet von Herz Bamberger. Aus seinem
Nachlass herausgegeben, ergänzt und vervollständigt von seinem Bruder S.
Bamberger. Wandsbek 1905.
Online- Ausgabe Frankfurt am Main: Universitätsbibliothek 2009:
Download
möglich über diesen Link. |
 | Weitere Literatur siehe Übersichtsseite |
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