Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Memmelsdorf (Gemeinde Untermerzbach, Kreis Haßberge) 
Jüdischer Friedhof   
  

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde        
   
Siehe Seite zur Synagoge in Memmelsdorf (interner Link)
  
  
Zur Geschichte des Friedhofes        
    
Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden zunächst in Ebern beigesetzt. 1835 konnte ein eigener Friedhof in Memmelsdorf angelegt werden. Die erste Beisetzung war am 8. Juli 1835 (Bärle Frank). Der Friedhof wurde von einer massiven Steinmauer umgeben. Im westlichen Teil stehen die älteren, im östlichen die neueren Grabsteine. Etwa 100 Grabsteine sind auf dem Friedhof erhalten, der eine Fläche von 33,40 ar umfasst. Bereits 1926 wurde der Friedhof durch Ortsbewohner geschändet. 
 
In den 1950er-Jahren wurde bei einer Instandsetzung die Friedhofsmauer um ca. 50 m versetzt.   
1999 wurde der Friedhof geschändet (siehe Bericht unten). 
  
Hinweis: Seit Mai 2014 erinnert in Memmelsdorf und Untermerzbach (mit Umgebung) ein "Lehrpfad zur Geschichte des Fränkischen Landjudentums" an die frühere jüdische Geschichte des Ortes. Der Lehrpfad führt von der ehemaligen Synagoge in Memmelsdorf zum ehemaligen Bahnhofsgelände in Memmelsdorf und weiter nach Wüstenwelsberg, Gereuth, Obermerzbach und Untermerzbach zurück nach Memmelsdorf. Auf der Strecke liegen das Schloss des Schutzherrn der Memmelsdorfer Juden in Gereuth, der jüdische Friedhof in Untermerzbach, das Schloss Untermerzbach, der sogenannte Judenhof in Untermerzbach, die Synagoge in Memmelsdorf sowie der jüdische Friedhof in Memmelsdorf und die so genannten Rückertsteine.  
  
  
Berichte zur Geschichte des Friedhofs 
 
Die Friedhofschändung 1926  

Memmelsdorf CVMonat 061926.jpg (143017 Byte)Artikel in der CV-Monatszeitung (Central-Verein-Monatszeitung) vom Juni 1926: "Die neueste Friedhofsschändung in Memmelsdorf (Unterfranken). Der jüdische Friedhof von Memmelsdorf liegt außerhalb des Städtchens am Waldesrande. Der Bürgermeister stellte dieser Tage fest, dass der Friedhof geschändet wurde, und benachrichtigte die Jüdische Gemeinde. Der Vorstand der Jüdischen Kultusgemeinde, Louis Lauchheimer, und der Religionslehrer, Max Abraham besichtigten die Friedhof und fanden die Angaben des Bürgermeisters bestätigt. 
Wie uns Lehrer Abraham mitteilt, sind vier Grabsteine stark beschädigt worden. Die eingelegten Glasplatten mit Aufschriften sind durch Steinwürfe oder - die Verbrecher scheinen sich, obwohl der Friedhof verschlossen war, Eingang verschafft zu haben - durch Einschlagen mit einem Hammer oder Beil zertrümmert worden. Die Namen lauten: Levi Frank, Max Meier, Marie Kohn, Justin Langstädter. 
Die Gendarmerie in Untermerzbach wurde sofort benachrichtigt; diese erstattete Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft in Ebern. Aber niemand hat, wie uns mitgeteilt wird, die leiseste Vermutung, wer die Täter sein können. Die Gendarmerie gibt sich die allergrößte Mühe, sie ausfindig zu machen. Die jüdische Kultusgemeinde hat in dem Bezirksblatt 'Baunach und Ilzbote' in Ebern für das Ergreifen der Täten eine Belohnung von 50 Mark ausgesetzt.
Memmelsdorf war 1923 eine Hochburg des Judenhasses. Ob es sich nun bei dieser rohen Tat um politische Rachakte handelt, ist heute noch nicht zu sagen. Jedenfalls hat sich die Erregung und Empörung über diese abscheuliche Tat bis weit in rechtsstehende Kreise hinein bemerkbar gemacht."
Memmelsdorf Israelit 16121926.jpg (138012 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16. Dezember 1926: "Mermmelsdorf, 9. Dezember (1926). Man schreibt uns: Vor kurzem brachte Ihre Zeitung die Notiz, dass in dem oberfränkischen Dörfchen Memmelsdorf im Itzgrund der jüdische Friedhof dortselbst geschändet worden ist, indem verschiedene Grabsteine demoliert wurden. Beim Lesen dieser Mitteilung war ich ganz erstaunt, da ich an meine Jugendzeit zurückdenken musste, wo gerade dieser Ort durch die Munifizenz (Großzügigkeit) zweier Israeliten, der Gebrüder Nordheim aus Hamburg, die aus dem Dörfchen stammten, in den Stand gesetzt wurden, eine Brunnenleitung zu erhalten. Die beiden Brüder Nordheim ließen durch die Wasserbaugesellschaft Bamberg die Leitung herstellen und trugen die entstehenden Kosten ganz allein. Bei der Einweihung waren die Brüder anwesend. Die Feuerwehr und sämtliche Einwohner brachten ihnen einen Fackelzug und der damalige protestantische Pfarrer Baumann hielt eine Begründungsrede. Die Brüder Nordheim dankten und erwähnten in ihrer Erwiderung, dass sie dies getan, damit der dortige Friedhof, in dem ihre Eltern liegen, stets in Ehren gehalten werden soll. Sodann beschenkten die Brüder Nordheim die Feuerwehr und noch andere Wohltätigkeitsanstalten daselbst mit reichlichen Geldmitteln. Darum wundert es mich, dass diese Wohltat schon vergessen ist, wo doch die Einwohner noch heute den Nutzen der Leitung genießen.'
  
Der obige Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" wurde wenig später in der CV-Zeitung aufgegriffen:
Memmelsdorf CV Zeitung 31121926.jpg (136811 Byte)Artikel in der CV-Zeitung (Central-Verein-Zeitung) vom 31. Dezember 1926: "Traurige Vergeltung. Zur Friedhofsschändung in Memmelsdorf. Um die Phantasie unreifer Burschen nicht aufzustacheln und sie nicht zu abenteuerlichen Wildwesttaten zu veranlassen, haben sich gerade die maßgebenden Tageszeitungen in ihren Berichten hinsichtlich der in letzter Zeit wiederholt begangene Eisenbahnfrevel und der gerichtlichen Nachspiele dazu ganz kurz gefasst. So müsste auch mit den feigen Attentaten gegen Friedhöfe und Grabsteine verfahren werden. Denn bei diesen Rohheiten - insbesondere wenn sie sich in engen Dorfgemeinschaften (eben erst wurde mir ein Fall aus dem mittelfränkischen Ermetzhofen gemeldet) ereignen - ist die sich damit ausdrückende Judenfeindschaft stark gemischt mit der Lust, den 'Helden' in Hannover gleichzutun. 
Wenn nun hier anschließend die Erinnerung an die länger schon zurückliegende Friedhofsschändung in Memmelsdorf wachgerufen werden soll, so geschieht das wegen der erst jetzt bekannt gewordenen eigenartig gelagerten Verhältnisse in jenem Dorfe. 
Über diese gibt folgende, dem 'Israelit' übermittelte Zuschrift Aufschluss: 'Vor kurzem brachte Ihre Zeitung die Notiz, dass in dem oberfränkischen Dörfchen Memmelsdorf im Itzgrund der jüdische Friedhof dortselbst geschändet worden ist, indem verschiedene Grabsteine demoliert wurden. Beim Lesen dieser Mitteilung war ich ganz erstaunt, da ich an meine Jugendzeit zurückdenken musste, wo gerade dieser Ort durch die Munifizenz (Großzügigkeit) zweier Israeliten, der Gebrüder Nordheim aus Hamburg, die aus dem Dörfchen stammten, in den Stand gesetzt wurden, eine Brunnenleitung zu erhalten. Die beiden Brüder Nordheim ließen durch die Wasserbaugesellschaft Bamberg die Leitung herstellen und trugen die entstehenden Kosten ganz allein. Bei der Einweihung waren die Brüder anwesend. Die Feuerwehr und sämtliche Einwohner brachten ihnen einen Fackelzug und der damalige protestantische Pfarrer Baumann hielt eine Begründungsrede. Die Brüder Nordheim dankten und erwähnten in ihrer Erwiderung, dass sie dies getan, damit der dortige Friedhof, in dem ihre Eltern liegen, stets in Ehren gehalten werden soll. Sodann beschenkten die Brüder Nordheim die Feuerwehr und noch andere Wohltätigkeitsanstalten daselbst mit reichlichen Geldmitteln. Darum wundert es mich, dass diese Wohltat schon vergessen ist, wo doch die Einwohner noch heute den Nutzen der Leitung genießen.'  Lehrer S. Brückheimer (Marktbreit)."
   
Mitteilung der der "CV-Zeitung" (Zeitschrift des "Central-Vereins) vom 28. Januar 1927 im Rückblick auf zahlreiche Schändungen des Jahres 1926: "Mai 1926. Memmelsdorf (Oberfranken): Auf dem jüdischen Friedhof wurden auf Grabsteinen eingelegte Platten zertrümmert."    
 
Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 8. Juli 1927: 
"Tafel der Schmach - 39 jüdische Friedhöfe in Deutschland geschändet.  
Berlin.
(J.T.A.) 'Der Schild', Zeitschrift des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten, bringt unter der Überschrift 'Tafel der Schmach' ein Verzeichnis von 39 Friedhofschändungen, die sich von November 1923 bis Mai 1927 in Deutschland ereignet haben. Hier die Namen der Orte und die Daten:  
1. Sandersleben (November 1923), 2. Schneidemühl (Januar 1924), 3. Sandersleben (März 1924), 4. Rhoden, 5. Wolfhagen - Hessen (April 1924), 6. Ribnitz / Mecklenburg (Mai 1924), 7. Villing (Juli 1924), 8. Regensburg (August 1924), 9. Hemer (November 1924), 10. Hersfeld (November 1924, 11. Kleinbardorf bei Königshofen, 12. Binswangen Bez. Augsburg (Juni 1924), 13. Hagen i.W. (Juni 1924), 14. Göttingen (August 1924), 15. Beverungen (Dezember 1924), 16. Köthen (Mai 1925), 17. Plauen i.V. (Juni 1924), 18. Alsbach a.d. Bergstraße, 19. Hockenheim / Baden (Januar 1925), 20. Löwenberg (Februar 1926), 21. Pflaumloch (März 1926), 22. Erfurt (März 1926), 23. Callies (April 1926), 24. Memmelsdorf / Oberfranken (Main 1926), 25. Altdamm/Pommern (Oktober 1926), 26. Breslau (Dezember 1926), 27. Bingen (Dezember 1926), 28. Ermetzhofen / Mittelfranken (Dezember 1926), 29. Kuppenheim / Baden (Januar 1927), 30. Kerpen / Rheinland (März 1927), 31. Neviges / Regierungsbezirk Düsseldorf (März 1927), 32. Hillesheim / Rheinhessen (April 1927), 33. Moers (April 1927), 34. Krefeld (April 1927), 35. Richelsdorf / Bezirk Kassel (April 1927(, 36. Ansbach (April 1927), 37. Regensburg (Mai 1927(, 38. Aufhausen bei Bopfingen (Main 1927), 39. Rülzheim / Rheinpfalz (Mai 1927)."  

   
Die Friedhofschändung 1999  

Memmelsdorf LV 80-21.jpg (73709 Byte)Artikel in: Der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern. 14. Jahrgang Nr. 80 vom September 1999 S. 21 (Beitrag von Michael Trüger): "Friedhofsschändung. Unbekannte Täter haben den geschlossenen Friedhof der einstigen jüdischen Gemeinde Memmelsdorf/ Unterfranken geschändet. Auf dem Guten Ort, der sich abgelegen in einem Waldstück befindet wurden drei Mazzewot (Grabsteine) samt Sockel umgeworfen und gingen zu Bruch. An einem anderen Grabstein wurde die Inschriftentafel zerstört. In einem weiteren Fall hatten die Täter einen Holzkeil zwischen den Sockel und oberen Stein getrieben, um auch diesen Stein zu zerstören, was jedoch nicht gelang. Die Tatzeit wird zwischen dem 18. und 26. Juli vermutet. Der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern erstattete bei der zuständigen Polizei-Inspektion Anzeige gegen unbekannt."

    
    
Lage des Friedhofes
 
     
Der Friedhof ist schwer zu finden. Er liegt etwa 2,5 km vom Ort entfernt auf einer Anhöhe im Wald in der Nähe der Ortschaft Wiesen.
    
    
Fotos 
(Fotos: Jürgen Hanke, Kronach) 

Memmelsdorf Friedhof 128.jpg (87798 Byte) Memmelsdorf Friedhof 129.jpg (77956 Byte) Memmelsdorf Friedhof 126.jpg (58684 Byte)
Eingangstor zum Friedhof  Blick über den Friedhof  Älterer Grabstein mit Schofar 
     
Memmelsdorf Friedhof 122.jpg (60004 Byte) Memmelsdorf Friedhof 121.jpg (64426 Byte) Memmelsdorf Friedhof 123.jpg (67170 Byte)
Grab von Laura Wormser und 
Arthur Nordheimer nach der 
Schändung im Juli 1999
Grab von Ricka Langstädter 
nach der Schändung 
im Juli 1999
Grabstein für den Oberrealschüler 
Simon Frank 
(1914-1928)
     
Memmelsdorf Friedhof 130.jpg (65596 Byte) Memmelsdorf Friedhof 124.jpg (67613 Byte) Memmelsdorf Friedhof 127.jpg (62932 Byte)
Grabstein für 
Mordechai Lippmann (gest. 1846) 
Grabstein für Emil Haas mit Levitenkanne
 (religiöser Name: Mendel Bar 
Menachem Halevi)
Grabstein für Herrmann Nordheimer
 (1862-1930) 
     
     
Memmelsdorf Friedhof 120.jpg (64891 Byte) Memmelsdorf Friedhof 125.jpg (65657 Byte) Memmelsdorf Friedhof 131.jpg (62946 Byte)
Grabstein für Laura Wormser (1885-1920) und den Gefallenen des Ersten Weltkrieges 
Arthur Nordheimer (1897-1916); rechts Vorderseite des Steines. Die Aufnahmen wurden nach
 Wiederherstellung des Steines gemacht (s.o. links Foto nach der Schändung)
Grabstein für Benno Nordheimer 
(1859-1928) mit Schofar 
  
   

    
    
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte  

Dezember 2009: Die Dokumentation von Cordula Kappner zu den jüdischen Friedhöfen im Kreis Haßberge wird im Internet zugänglich gemacht   
HAS Dok 010.jpg (44191 Byte)Foto links von Ulrike Langer: Die Dokumentationen über die jüdischen Friedhöfe im Kreis Haßberge sind am kommendem Jahr (2010) auf der Homepage des Hauses der Bayerischen Geschichte zu finden. Mitarbeiter Wolfgang Jahn (links) gab die Unterlagen aus dem Archiv von Cordula Kappner (rechts) zurück.      
Artikel (ger) in der "Main-Post" vom 28. Dezember 2009 (Artikel): 
"KREIS HASSBERGE - Jüdische Grabmäler im Kreis Haßberge im Internet abrufbar. Haus für Bayerische Geschichte griff dazu auf die umfangreiche Dokumentation von Cordula Kappner zurück.  
Seit 26 Jahren befasst sich Cordula Kappner mit der jüdischen Geschichte des Landkreises Haßberge. Sie hatte interessierte Personen gebeten, sämtliche Grabsteine auf den jüdischen Friedhöfen in der Region zu dokumentieren. Diese Sammlung wird kommendes Jahr auf der Internetseite des Hauses für Bayerische Geschichte in Augsburg für Jedermann einzusehen sein.  
Laut Kappner gibt es im Kreis Haßberge acht, mittlerweile geschlossene jüdische Friedhöfe. Wie alle geschlossenen jüdischen Friedhöfe in Bayern unterstehen sie dem Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinde. Die Grabsteine sind überwiegend in Hebräisch beschriftet. Ende des 19. Jahrhunderts finden sich auf ihrer Rückseite aber auch Inschriften auf Deutsch, im 20. Jahrhundert auch auf der Vorderseite. 
Kappner hat sämtliche Grabdenkmäler im Kreis fotografiert. 16 Ordner umfasst ihre Dokumentation. Die Unterlagen über die Grabsteine in Burgpreppach, Ermershausen, Kleinsteinach, Limbach, Memmelsdorf, Schweinshaupten und Untermerzbach hat das Haus für Bayerische Geschichte in Augsburg eingescannt und für den Internetauftritt vorbereitet. Der wissenschaftliche Mitarbeiter Wolfgang Jahn übergab neulich die Dokumente wieder an Kappner, die diese in ihrem Privatarchiv im Schloss Gleisenau aufbewahrt. Evamaria Brockhoff, die für den Internetauftritt des Hauses für Bayerische Geschichte verantwortlich, ist, hatte die Unterlagen vor zwei Monaten erhalten. 'Christoph Dörr aus Ebelsbach hat die Ordner nach Augsburg gefahren', sagt Kappner. Sie fügt an, dass die Dokumentation über die 1083 Grabsteine im jüdischen Friedhof in Ebern von Schülern der dortigen Realschule ebenfalls an sie übergeben wurde. 'Auch diese Arbeiten werden ins Internet gestellt.' 
Es sei geplant, in den ersten Monaten des Jahres 2010 die Präsentation online bereitzustellen, teilt Jahn mit. Er berichtet, dass soeben der Band 39 der 'Hefte zur Bayerischen Geschichte und Kultur' mit dem Titel 'Der gute Ort. Jüdische Friedhöfe in Bayern' von Professor Christoph Daxelmüller erschienen sei. Zudem dokumentiere das Haus der Bayerischen Geschichte im Internet alle jüdischen Friedhöfe in Bayern sowie die KZ- und DP-Friedhöfe. 
Kappner erwartet sich durch den Internetauftritt vermehrt Anfragen von jüdischen Familien über ihre Angehörigen im Kreis Haßberge: 'Dazu sind meine Unterlagen aus den 36 Ausstellungen, die ich zwischen 1983 und 2009 organisiert habe, sehr wichtig.' Da die Dokumente über die jüdische Geschichte in den Haßbergen und, dank der Zusammenarbeit mit dem Kreisheimatpfleger aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld, Reinhold Albert, im Osten des Grabfelds einen großen Umfang aufwiesen, sei sie froh, dass sie jetzt einen zweiten Raum im Schloss Gleisenau nutzen kann. 'Dafür bin ich der Gemeinde Ebelsbach und Bürgermeister Walter Ziegler dankbar.'"
  
Link: Internetportal des "Hauses der Bayerischen Geschichte": Jüdische Friedhöfe in Bayern" mit Bildern und Texten zu allen bestehenden und abgegangenen jüdischen Friedhöfe sowie den KZ- und DP-Friedhöfen  

   
    

Links und Literatur

Links:  

Website der Gemeinde Untermerzbach  
Website des Förder- und Trägervereins Synagoge Memmelsdorf e.V. 
Zur Seite über die Synagoge in Memmelsdorf (interner Link)  

Literatur:  

Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. 1988 S. 88-89.
Michael Trüger: Der jüdische Friedhof in Memmelsdorf. In: Der Landesverband der Israelit. Kultusgemeinden in Bayern. 15. Jahrgang Nr. 84 vom Dezember 2000 S. 13.   
Publikation: "Die jüdischen Friedhöfe im Landkreis Haßberge". Hrsg. vom Landkreis Haßberge Neubearbeitung 2014. Online einsehbar (pdf-Datei).   

   
    

                   
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Stand: 05. Februar 2016