Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Breuna mit Niederelsungen, Oberlistingen und Wettesingen (Kreis Kassel)
Jüdische Geschichte / Synagoge

Übersicht:  

bulletZur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
bulletBerichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus dem jüdischen Gemeindeleben 
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde 
Anzeigen   
Berichte zu weiteren Personen / Familien aus der Gemeinde   
bulletZur Geschichte der Synagoge   
bulletFotos / Darstellungen   
bulletLinks und Literatur   

      

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)         
    
In Breuna bestand eine jüdische Gemeinde bis nach 1933. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück. 1744 und 1776 gab es je vier jüdische Familien am Ort.  
   
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: 1833 53 jüdische Einwohner (mit dem Gut Escheberg, vgl. unten Artikel zu Bernhard Weinberg), 1861 43 jüdische Einwohner (4,3 % von insgesamt 996 Einwohnern), 1871 29 (2,1 % von 924), 1885 40 (4,3 % von 934), 1889 56 (Quelle: Statistisches Jahrbuch des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes), 1895 33 (3,5 % von 950; nach dem Statistischen Handbuch 1895 50 Gemeindeglieder in 10 Familien, davon 20 schulpflichtige Kinder), 1905 23 (2,6 % von 896), 1910 14 (1,5 % von 908).
  
Zur jüdischen Gemeinde Breuna gehörten zuletzt auch die in den umliegenden Orten lebenden jüdischen Personen: in Niederelsungen (1924 12, 1932 10; Angehörige der Familien Eichholz und Möllerich), Oberlistingen (1924 6, 1932 3), Wettesingen (1932 1). 
Bis 1862 gab es auch eine eigene Synagoge in Niederelsungen, die in diesem Jahr abgebrannt ist (siehe Bericht unten). Bis vor 1890 werden im Statistischen Handbuch des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes die Gemeinden Niederelsungen und Oberlistingen noch als selbständig aufgeführt, die Gemeinde Oberlistingen um 1878/1889 mit dem Gemeindevorsteher J. Neuwahl. Ende des 19. Jahrhunderts wird im Statistischen Handbuch des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes dann die Gemeinde "Oberlistingen-Wettesingen" als selbständig aufgeführt (um 1894 sechs Familien unter Vorsitz von C. Rose; um 1897 27 Gemeindeglieder in sieben Familien von insgesamt 1463 Einwohnern  in sieben Familien). 1916 wurde die jüdische Gemeinde Oberlistingen aufgelöst und der jüdischen Gemeinde Breuna zugeteilt (siehe Mitteilung unten).
 
Die jüdischen Haushaltsvorsteher verdienten den Lebensunterhalt insbesondere durch den Vieh- und Pferdehandel; viele hatten aber auch Landwirtschaft. 
   
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine jüdische Schule (Religionsschule), ein rituelles Bad und ein Friedhof. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war im 19. Jahrhundert zeitweise ein jüdischer Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war, dann übernahmen auswärtige Lehrer diese Aufgaben. So unterrichtete 1889 Lehrer Joseph Wertheim aus Volkmarsen auch die jüdischen Kinder aus Breuna und Oberlistingen mit Wettesingen. 1895 waren von Lehrer Wertheim in Breuna 20 Kinder zu unterrichten.
   
Die Gemeinde gehörte innerhalb des damaligen Kreises Wolfhagen zum Rabbinatsbezirk Niederhessen mit Sitz in Kassel.    
 
An jüdischen Vereinen werden genannt: der Wohltätigkeits- und Beerdigungsverein Chewra Kadischa (um 1889 unter Leitung von Joseph Braunsberg).  
 
Von den Gemeindevorstehern werden genannt: in Breuna von ca. 1885 bis zu seinem Tod 1934 Baruch Hamberg. Um 1889 hatten die jüdischen Familien in Oberlistingen noch einen eigenen Vorsteher mit J. Neuwahl. Um 1892/1896 war Vorsteher der damals sieben in Oberlistingen und Wettesingen lebenden jüdischen Familien C. Rose (in Wettesingen). Um 1901 war Gemeindevorsteher in Oberlistingen-Wettesingen (damals noch 15 Gemeindeglieder in 3 Haushaltungen, davon vier schulpflichtige Kinder) Berthold Goldschmidt.  
 
Im Ersten Weltkrieg fielen aus der jüdischen Gemeinde Leopold Goldschmidt aus Oberlistingen (geb. 17.4.1895 in Oberlistingen, gef. 25.10.1916) sowie Hermann Rosenbaum aus Wettesingen (geb. 1.8.1881 in Wettesingen, gef. 25.7.1918). Außerdem ist gefallen: Siegmund Hamburg (geb. 6.2.1876 in Breuna, vor 1914 in Essen wohnhaft, gef. 3.5.1917).   
 
Um 1924, als noch 18 jüdische Einwohner gezählt wurden (1,8 % von insgesamt 1.002 Einwohnern), war Vorsteher der Gemeinde Baruch M. Hamberg (siehe Bericht unten zu seinem 75. Geburtstag 1931). An jüdischen Vereinen gab es den Wohltätigkeits- und Bestattungsverein Chewra Kadischa (beziehungsweise Chevroth, gegründet 1869; 1924/32 unter Leitung von Viktor Braunsberg mit 15/10 Mitgliedern; Ziele: Unterstützung Hilfsbedürftiger). 1932 war Gemeindevorsteher weiterhin Baruch M. Hamberg (1. Vors.; gestorben 1934, nachdem er insgesamt fast 50 Jahre Vorsteher der Gemeinde war; Grab auf dem Friedhof).        
   
1933 lebten noch 13 jüdische Personen in Breuna. In den folgenden Jahren ist ein Teil der jüdischen Gemeindeglieder auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. 
       
Von den in Breuna geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Emilie Braunsberg geb. Stern (1892), Hermann Braunsberg (1888), Viktor Braunsberg (1887), Rosa Cohn geb. Hamberg (1859), Fanny David geb. Hamberg (1894), Moritz Goldwein (1884; war bis zur NS-Zeit Lehrer in Korbach, siehe unten); Betty Hamberg geb. Pulver (1897), Hermann Hamberg (1890), Minna Hamberg (1861), Minna Hamberg geb. Braunsberg (1889), Moritz Hamberg (1886), Sally Hamberg (1887), Susanne (Susi) Hamberg (1929), Julie Lichtmann geb. Hamberg (1882), Henriette Meyer geb. Hamberg (1884), Johanna Münz geb. Hamberg (1897).  

Erinnerung an Susanne (Susi) Hamberg Breuna Friedhof 166.jpg (59689 Byte) Breuna Friedhof 167.jpg (61225 Byte)
  Zum jüdischen Friedhof führt der "Susanne-Hamberg-Weg". Text der Tafel: "Susanne (Susi) Hamberg, 1929-1942. Einziges Breunaer Kind jüdischen Glaubens, welches durch die Nationalsozialisten (Nazis) in das Konzentrationslager (KZ) Majdanek/Lublin (Polen) deportiert wurde."

Von den in Niederelsungen geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind umgekommen: Bernhard Eichholz (1892), Isidor Eichholz (1890), Rosel Eichholz (1925), Ida Katz geb. Möllerich (1888), Mathilde Katzenberg geb. Möllerich (1892), Minna Löwenstein geb. Eichholz (1862), Minna Markus geb. Möllerich (1890), Max Möllerich (1896), Moritz Möllerich (1886), Simon Möllerich (1853), Willi Möllerich (1893).      
  
Von den in Oberlistingen geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind umgekommen: Hedwig Johanna Cahn geb. Ferse (1892), Hedwig Goldschmidt (1918), Jakob Goldschmidt (1921), Siegfried Goldschmidt (1896), Gottfried Israel (1900), Hermann Israel (1896), Siegfried Israel (1893), Jettchen Katz (1873), Rosalie Löwenstern (1879). 
    
Von den in Wettesingen geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen ist umgekommen: Malwine Rosenthal geb. Rose (1885).        
       
       
       
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde           
  
Berichte aus dem jüdischen Gemeindeleben      
Die Synagoge in Niederelsungen ist abgebrannt (1862)      

Mitteilung in "Jeschurun" vom Dezember 1862 S. 146: "Am 27. Oktober dieses Jahres ist die kleine Synagogengemeinde Niederelsungen durch eine in Breuna, dem Hauptorte derselben, ausgebrochene Feuersbrunst schwer heimgesucht worden. Leider ist auch die Synagoge mit ihrem ganzen Inhalte, darunter drei Torarollen (sifrei tora) ein Raub der Flammen geworden. In ihrer Bedrängnis, und bei ihrer fast gänzlichen Mittellosigkeit wendet sie sich an brüderlich gesinnte Glaubensgenossen mit der dringenden Bitte, sie durch Schenkung einer Torarolle (sefer tora) oder der Mittel dazu zur ferneren Haltung eines Gottesdienstes in den Stand zu setzen und des Lohnes des Allgütigen gewärtig zu sein.
Die löbliche Redaktion des Jeschurun wird gerne darauf bezügliche Spenden in Empfang nehmen und an die Gemeinde befördern."   

  
Auflösung der jüdischen Gemeinde Oberlistingen (1916)      

Mitteilung in "Der Gemeindebote" vom 28. Juli 1916: "Die Synagogengemeinde in Oberlistingen ist aufgelöst und dem Bezirke der Synagogengemeinde Breuna zugeteilt worden"    

  
   
Berichte zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde    
Erinnerung an Jakob Goldschmidt in Oberlistingen (Bericht von 1915)    
Anmerkung: der ganze Text mit den Erinnerungen von Bergingenieur Louis Rosenthal findet sich auf der Seite zu Niedermeiser und Liebenau.   

Ausschnitt aus einem Artikel in "Neue jüdische Presse" vom 16. Juni 1915: "Erinnerungen aus den Tagen der Kindheit. Vom Bergingenieur L. Rosenthal (Basel) "...Da ich doch einmal bei den grotesken Gestalten meiner Kindheit bin, kann ich nicht umhin, auch des 'Schnobels' von Oberlistingen flüchtig zu erwähnen. Ob er so hieß, weil er durch die Nase 'schnubbelte' oder weil er eine ungeheure, rüsselartige Oberlippe hatte, die, wie der Schnabel eines Vogels, einem Gesicht vorausstrebte, mag dahingestellt bleiben. So viel ist gewiss, dass der Jakob Goldschmidt, wie er eigentlich hieß, ein etwas beschränkter Herr war. Aber fleißig – sehr fleißig. Unermüdlich lief er von einem Dorfe nach dem anderen, kaufte Hippel- und Hafenfelle, Hedengarn, altes Eisen etc. Man erzählte von ihm, dass er einmal am frühen Morgen vor lauter Geschäftseifer seine Stiefel verkehrt angezogen habe, d.h. den rechten an den linken und den linken an den rechten Fuß. Im tiefen Schnee marschierte er so zwei Stunden über Westuffeln nach Meimbressen, wo ihn sein Geschäftsfreund Katzenstein darauf aufmerksam machte, dass er ja die Stiefel verkehrt anhabe. Da ging ein Erleuchten über das feistem bartlose Gesicht des Schnobels, und in seiner unbehilflichen Sprechweise sagte er: 
'Guck – s'is mer doch den ganzen Morgen so nerr'sch gewesen – ich wusst nor nit warum'. "

 
70. Geburtstag von Gemeindevorsteher Baruch Hamberg (1931)   
Vgl. genealogische Informationen: The Hamberg family from Breuna, originally from Burgsinn  https://jinh.lima-city.de/gene/hamberg/The_Hamberg_Family_from_Breuna.html  

Artikel in "Jüdisch-liberale Zeitung" vom 24. Juni 1931: "Breuna. (Persönliches). Der langjährige Vorsteher unserer Gemeinde, Herr B. Hamberg, beging kürzlich in seltener körperlicher Rüstigkeit und geistiger Frische seinen 70. Geburtstag und wurde aus diesem Anlass von vielen Seiten geehrt. Seit 46 Jahren war der Jubilar Führer und Berater der Gemeinde, deren Interessen er mit Geschick und Eifer vertrat. Bei seinem Scheiden aus dem Amt wurde ihm durch den Landrat des Kreises Wolfhagen Dank und Anerkennung für sein vorbildliches Wirken im Gemeindeinteresse ausgesprochen. "      

 
75. Geburtstag von Gemeindevorsteher Baruch Hamberg (1931)        

Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom  29. Mai 1931:  "Breuna. Ein beliebtes und angesehenes Mitglied unserer Gemeinde, Herr Baruch Hamberg, begeht am heutigen Freitag in seltener körperlicher Rüstigkeit und geistiger Frische seinen 75. Geburtstag. 46 Jahre, also fast ein halbes Jahrhundert hat der Jubilar mit Umsicht und Tatkraft die Geschicke der kleinen Gemeinde als Vorsteher geleitet und durch seinen Gerechtigkeitssinn und seine Friedensliebe der Allgemeinheit wertvolle Dienste geleistet. Darum erfreut sich der nun an der Schwelle des biblischen Alters stehende rüstige Greis über die Grenzen seines Heimatortes hinaus großer Wertschätzung, die auch an dem seltenen Familienfeste sicher in mancherlei Form zum Ausdruck kommen wird. Dass Herr Hamberg auch bei den Behörden Dank und Anerkennung für seine dem jüdischen Gemeindeleben gewidmete Arbeit gefunden hat, beweist ein in freundlichen Worten abgefasstes Schreiben, das der Landrat des Kreises Wolfhagen dem Jubilar anlässlich seines Scheidens aus dem Amte zugehen ließ. Wir wünschen dem alten lebensfrohen Herrn, dem man seine 75 Jahre nicht anmerkt, noch viele glückliche Jahre im Kreise der Familie. Ad meoh weesrim schenoh! (Alles Gute bis 120 Jahre!)."            

   
Goldene Hochzeit von Mathias Braunsberg und Helene geb. Katzenstein (1937)  
Anmerkung: Helene Braunsberg starb 1939. Mathias Braunsberg starb 1940, doch verwehrten die Nationalsozialisten ihm eine würdige Bestattung. Entgegen diesem Verbot hat ihn der Breunaer Totengräber beigesetzt. Vgl. Seite zum Friedhof Breuna (Foto des Grabsteines). Genealogische Informationen auch https://jinh.lima-city.de/gene/fam_meimbressen/Descendants_of_Salomon_Samuel_Goldwein_and_Hendel.htm.     

Mitteilung in der "CV-Zeitung" (Zeitschrift des "Central-Vereins" vom 4. November 1937: "Matthias Braunsberg und Frau Helene geb. Katzenstein (Breuna bei Kassel) feiern am 7. November ihre goldene Hochzeit."      
  
Mitteilung in "Jüdische Rundschau" vom 5. November 1937: "Familien-Nachrichten. Herr Mathias Braunsberg und Frau Helene geb. Katzenstein, Breuna bei Kassel, begehen am 7. November die goldene Hochzeit. "  

   
Über Lehrer Moritz Goldwein (1884 in Breuna - 1944 KZ Auschwitz)    
Anmerkung: Moritz Goldwein hielt den Gottesdienst zum 50-jährigen Bestehen der Synagoge in Breuna im Dezember 1926 (siehe unten).   

Korbach Goldwein Moritz.jpg (67473 Byte)Moritz Goldwein ist am 16. Februar 1884 in Breuna geboren als Sohn von Markus Goldwein und Fannie geb. Herzfeld. Er war seit dem 24. April 1914 (in Volkmarsen) verheiratet mit Rosa geb. Schnellenberg, die am 7. Juli 1883 in Neheim (Westfalen) geboren ist als Tochter von Isaak Schnellenberg und seiner Frau Helene geb. Steinberg. Das Ehepaar hatte einen Sohn Manfred, der am 19. April 1924 in Bochum geboren ist. Familie Goldwein war um 1924 Lehrer und Kantor der jüdischen Gemeinde in Bochum, lebte bis 1930 in Wanne-Eickel. Seit 1930 war Moritz Goldwein Lehrer in der jüdischen Gemeinde Korbach. Sohn Manfred Goldwein konnte 1938 in die USA emigrieren (Delaware). Im Juli 1942 wurden Moritz und Rosalie Goldwein von Korbach nach Kassel und ab Kassel über Chemnitz in das Ghetto Theresienstadt deportiert, am 9. Oktober 1944 in das Vernichtungslager Auschwitz, wo beide ermordet wurden. Sohn Manfred Goldwein starb am 29. Dezember 1999 in Philadelphia PA, USA (war verheiratet mit Margaret geb. Sluizer; drei Kinder). 
Ein Enkel von Manfred Goldwein (Urenkel von Moritz Goldwein) hatte 2003 seine Bar Mizwa und reiste aus diesem Anlass nach Deutschland. Heritage Bar Mitzvah Tour of Germany.   
Seite zu Moritz und Rosalie Goldwein im Gedenkportal Korbach bzw. http://www.gedenkportal-korbach.de/11-20.html  
vgl. Stammbaum der Familie Goldwein  
vgl. Seite über Manfred Goldwein  
Links: Gedenkblatt (Page of Testimony) in der Gedenkstätte Yad Vashem Jerusalem.    
 
 Fotos von Lehrer Moritz Goldwein und 
seiner Rosa geb. Schnellenberg  

( © Yad Vashem Jerusalem)  
 Korbach Goldwein Rosa 010.jpg (99737 Byte)  Korbach Goldwein Moritz 010.jpg (93651 Byte)  Rechts: Geburtsanzeige für
 Sohn Manfred in der
"CV-Zeitung" vom 1. Mai 1924 
 

  
  
Anzeigen   
Nach der Emigration: Hochzeitsanzeige von Walter Goldschmidt (früher Oberlistingen) und Hilda geb. Weis (1944)    

Anzeige in der Zeitschrift "Der Aufbau" vom 11. Februar 1944:
 "Cpl. Walter Goldschmidt - Hilda Goldschmidt geb. Weis. Vermählte. 
Die Trauung findet statt in der Synagoge Congregat. Ahuvath Thora  2024 Amsterdam Av., zu. 160.-161. St. am Samstag, 12. Febr. 1944, 8.30 p.m.  
Kennedy General Hospital Memphis, Tenn., U.S. Army  (frueher Oberlistingen Bez. Kassel) -
 95 Thayer Street  New York City  (früher Gelnhausen)."   

   
   
Berichte zu weiteren Personen/Familien aus der Gemeinde 
  
Über die Familie Weinberg  
Quelle: Arnsberg s.Lit. I S. 95; Delvaus Chronik von Frankfurt am Main (pdf-Datei); 

Salomon Weinberg war Anfang des 19. Jahrhunderts Landwirt und Pferdehändler auf dem Gut Escheberg
   
Sein Sohn Bernhard Weinberg (geb. 1815 in Kassel, gest. 1877 in Frankfurt) heiratete am 18. Juni 1858 in Frankfurt Pauline Gans (geb. 5. November 1836 als Tochter von Ludwig Aron Gans und Rosette geb. Goldschmidt). Ludwig Aron Gans war der Schwiegersohn einer Schwester des aus Friedberg stammenden jüdischen Kaufmanns Leopold Cassella. Dieser Leopold Cassella hatte 1798 in Frankfurt eine "Handlung" eröffnet, die natürliche Farbstoffe und Farbhölzer aus Indien, China und Südamerika importierte. Nach dem Tod Cassellas 1847 führten Ludwig Gans und Bernhard Weinberg die Firma Cassella weiter. 1870 wurde in Fechenheim bei Frankfurt die Frankfurter Anilinfabrik gegründet. Maßgeblich war an der Gründung Dr. Leo Gans beteiligt, der Sohn von Ludwig Gans. Mit der Gründung der Firma sollte die Handelsfirma Cassella von den Farbproduzenten in Höchst und Biebrich unabhängig machen.
   
Bernhard Weinberg hatte zwei Söhne: Arthur und Carl Weinberg (beide 1908 durch Kaiser Wilhelm II geadelt: Arthur von Weinberg [geb. 1860 in Frankfurt] und Carl von Weinberg [geb. 1861 in Frankfurt]). 1882/83 traten Arthur und Carl Weinberg in die Firma Leopold Cassella & Co. ein, die 1894 mit der Frankfurter Anillinfabrik von Leo Gans zu den Cassella Farbwerken Mainkur AG fusionierte. Die Firma stieg ein in die Teerfarbenproduktion und in die synthetische Farbproduktion von Baumwollfarbstoffen und wurde bis um 1900 die weltweit größte Produktionsstätte von Azolfarben (1900 neben 80 Chemikern, 170 Kaufleuten etwa 1800 Arbeiter). Arthur und Carl von Weinberg hatten maßgeblichen Anteil an dem Aufbau der 1925 gegründeten IG Farbenindustrie AG, in der die Firma Cassella aufgegangen ist. 
Arthur
war über viele Jahre ein bedeutender Mäzen und Stifter wissenschaftlicher und kultureller Einrichtungen (1930 10. Ehrenbürger der Stadt Frankfurt). In der NS-Zeit verlor er alle Funktionen und Ämter. Er übersiedelte zu einer seiner Töchter nach Schloss Pähl am Ammersee in Bayern, wo er am 2. Juni 1942 verhaftet und in das KZ Theresienstadt verschleppt wurde. Hier ist er am 20. März 1943 umgekommen.
Weitere Informationen siehe Wikipedia-Artikel zu Arthur von Weinberg und Seite der Universität Frankfurt sowie Artikel in der FAZ.    
Auch Carl von Weinberg hatte große Bedeutung als Müzen und Stifter. Als Dank für seine Stiftungen an die Universität Frankfurt erhielt er 1927 die Ehrendoktorwürde. Auch politisch hatte er besondere Bedeutung, u.a. 1919 als Mitglied der deutschen Delegation bei den Versailler Friedensverhandlungen. Nach 1933 musste auch er alle Ämter und Funktionen aufgeben. Er zog 1937 zu seiner Schwester ins Exil nach Italien, wo er am 14. März 1943 starb. Weitere Informationen siehe u.a. Wikipedia-Artikel zu Carl von Weinberg

   
   
   
Zur Geschichte der Synagoge                
    
Zunächst war eine erste Synagoge beziehungsweise ein Gebäude vorhanden, in dem vermutlich sowohl der Betraum wie auch die Schule eingerichtet waren. 1867 wurden die Schuleinrichtungen der Israeliten im Kreis Wolfhagen geprüft. Aus dem Bericht des Landbaumeisters Herrmann geht hervor, dass das Schulzimmer in Größe und zweckmäßiger Einrichtung für die Anzahl der Schüler ausreichend war. Das Schulzimmer befand sich nach dem Bericht im zweiten Obergeschoss eines "aus Holz erbauten Privathauses". Dabei ist war nicht die Rede von einer Synagoge, dennoch kann sich in dem Gebäude - wie auch andernorts üblich - auch der Betraum befunden haben.  
   
Seit Sommer 1869 bemühte sich die jüdische Gemeinde um den Neubau einer Synagoge. Man wollte zunächst ein großes Grundstück mit zwei darauf bestehenden Fachwerkhäusern kaufen, um eines davon abbrechen und das andere für eine Synagoge und einen Schulraum umzubauen. Der vom Kreisamt für ein Gutachten beauftragte Baukommissar Hudernitz sprach sich jedoch gegen diesen Plan aus. Er schlug einen Abbruch beider Gebäude und den Verkauf abgetragener Baumaterialien vor, um auf dem großen "Gartenbauplatz" einen Synagogenneubau errichten zu können. Die jüdische Gemeinde ging darauf ein und kaufte das für den Synagogenbau vorgesehene Anwesen im November 1869 für 300 Thaler. An die Bauausführung konnte man - vermutlich aus finanziellen Gründen - nicht gleich gehen. 

Vier Jahre später (1873/74) kam es zu erneuten Verhandlung zwischen der jüdischen Gemeinde und der Ortsgemeinde im Blick auf den Synagogen-Neubau. Über einen neuen Plan wurde nachgedacht, nämlich auf einem Grundstück, dem sogenannten "Reuterplatz" am Warburger Weg die Synagoge zu bauen. Die jüdische Gemeinde hoffte, dass die Ortsgemeinde das in ihrem Besitz befindliche Grundstück möglicherweise kostenlos zum Synagogenbau abgeben könnte. Bürgermeister Raabe und der Gemeinderat von Breuna gingen auf den Vorschlag jedoch nicht ein. 
 
Im Oktober 1875 kaufte die jüdische Gemeinde - vertreten durch Marcus Goldwein - ein Grundstück für die Errichtung einer neuen Synagoge zum Preis von 600 Mark. Goldwein Im Februar 1876 war der Bauplatz im Eigentum der Gemeinde. Im März konnte ein Vertrag mit Maurermeister Christoph Hohlmann abgeschlossen werden. Er verpflichtete sich, das Gebäude "schlüsselfertig" zu erstellen. Hohlmann ging zügig ans Werk. Noch im selben Jahr (1876) konnte die Synagoge fertiggestellt und eingeweiht werden. Die Kosten betrugen insgesamt 5.100 Mark, die durch Spenden, Kollekten und durch einen Kredit bei der Sparkasse in Wolfhagen aufgebracht wurden. Die Rückzahlung des aufgenommenen Kredites bedeutet noch eine längere finanzielle Belastung der Gemeindeglieder.  
 
Maurermeister Hohlmann erstellte zur Nutzung als Synagoge einen zweigeschossigen verputzten Massivbau aus Bruchsteinmauerwerk mit einem steilen Satteldach (möglicherweise ursprünglich beidseitige Krüppelwalmen). Der Bau ist 11,70 Meter lang und etwa 9 m breit. Die Rundbogenöffnungen (Fenster, Eingangstor) haben Steinumrahmungen aus rotem Sandstein. 
 
Vermutlich in den 1920er-Jahren (kurz vor der 1926 durchgeführten 50-jährigen Jubiläumsfeier) wurde das Gebäude umfassend renoviert. Die Inneneinrichtung wurde beim Umbau völlig verändert, auch die Gebetsrichtung wurde um 90 Grad verändert von südöstlicher auf nordöstlicher Richtung (siehe Zeichnung unten). Eine neue Frauenempore wurde eingezogen. Vor der Renovierung hatte es 36 Plätze für Männer, 12 für Frauen, nach der Renovierung 50 beziehungsweise 20 Plätze. Beim 50-jährigen Jubiläum der Synagoge hielt der aus Breuna stammende Lehrer Goldwein (Lehrer in Bochum) die Festpredigt; gleichzeitig wurde eine Gedenktafel für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges eingeweiht.  
   
Feier zum 50-jährigen Bestehen der Synagoge (1926)         

Artikel in "Der Israelit" vom 16. Dezember 1926: "Breuna (Kreis Wolfhagen), 7. Dezember. Unsere Gemeinde beging am Schabbat die Feier ihres 50-jährigen Bestehens (sc. gemeint: der Synagoge). Der Feier wohnten die Mitglieder aus Breuna, Oberlistingen und Wettesingen bei. Ein Breunaer Kind, Lehrer Goldwein, erfreute uns durch schönen Gottesdienst und sinnreiche Predigt. Gleichzeitig weihte er die den zwei im Weltkrieg Gefallenen der Gemeinde errichtete Gedenktafel ein."     
 
Artikel in "Jüdisch-liberale Zeitung" vom 26. November 1926: "Breuna (Hessen). (50 Jahrfeier der Synagoge.) Die hiesige kleine Gemeinde, die das Los aller Landgemeinden teilt, auf eine bescheidene Anzahl ihrer früheren Mitglieder zusammengeschrumpft zu sein, zumal auch die Nachbarorte Oberlistingen und Wettesingen nur noch ein oder zwei jüdische Familien zählen, beging dieser Tage in bescheidenen, schlichtem Rahmen die Feier des 50-jährigen Bestehens ihrer Synagoge, mit der auch die Enthüllung einer Gedenktafel für die aus den genannten Orten gefallenen jüdischen Krieger verbunden war. Der aus der Gemeinde hervorgegangene Kantor M. Goldwein, Bochum, hielt eine dem Charakter des Tages angepasste Festrede, die auf alle Teilnehmer der Feier einen tiefen Eindruck machte."    

Im August 1938 wurde die Synagoge von der jüdischen Gemeinde verkauft. Dennoch ist das Gebäude beim Novemberpogrom 1938 durch SA-Leute angezündet worden, wodurch die Inneneinrichtung und das Dach vernichtet wurden. Dennoch blieb das Gebäude insgesamt erhalten und wurde 1939 in eine Scheune umgebaut. Das ursprünglich Aussehen veränderte sich durch neu eingebrochene Fenster, Türen und Tore. Auch in der Folgezeit (Besitzerwechsel um 1980) wurde immer wieder an dem Gebäude gebaut. Ende der 1980er-Jahre befand sich in der ehemaligen Synagoge eine Garage auf der linken und ein Kaninchenstall mit Boxen bis zur Decke auf der rechten Seite. 
 
Im November 1988 wurde eine Gedenktafel an der ehemaligen Synagoge angebracht.  
 
1991 wurden die Kaninchen-Boxen aus der ehemaligen Synagoge entfernt. Offenbar war vom Besitzer der Umbau in ein Wohnhaus geplant, zu dem es jedoch nicht gekommen ist.   
  
  
Adresse/Standort der Synagoge   Lange Straße  
  
 
Fotos 

Ortsbewohner von Breuna - links im
 Hintergrund die Synagoge (1931)
(Quelle: Pinkas HaKehillot s. Lit. S. 483) 
Breuna Synagoge 810.jpg (117729 Byte)  
     Es ist nicht bekannt, wer die Personen im
 Vordergrund sind; auch nicht, ob es sich um
 jüdische oder nichtjüdische Personen handelt. 
 
     
Pläne / Rekonstruktionen 
der Synagoge von Thea Altaras
(Quelle: Thea Altaras 1994 S.162)
Breuna Synagoge 805.jpg (34348 Byte) Breuna Synagoge 802.jpg (51466 Byte)
  Lageplan der Synagoge  Rekonstruktion: südwestliche Traufseite 
     
Breuna Synagoge 801.jpg (38800 Byte) Breuna Synagoge 808.jpg (38598 Byte) Breuna Synagoge 809.jpg (55808 Byte)
Rekonstruktion: Südöstlicher Giebel  Rekonstruktion: nordwestlicher Giebel  Rekonstruktion: nordöstliche Traufseite 
      
Breuna Synagoge 800.jpg (55920 Byte)  Breuna Synagoge 803.jpg (45730 Byte) Breuna Synagoge 804.jpg (57633 Byte)
 Rekonstruktion: 
Querschnitt 
Rekonstruktion: Grundriss des Erdgeschosses vor und nach der Renovierung in den 
1920er-Jahren; vor der Renovierung wurde in südöstlicher Richtung gebetet, 
nach der Renovierung in nordöstlicher Richtung.  
  
     
   Breuna Synagoge 806.jpg (34777 Byte) Breuna Synagoge 807.jpg (58203 Byte)
    Bereich des Obergeschosses vor und nach der Renovierung in den 1920er-Jahren. 
Eine neue Empore wurde mit nun 20 Frauenplätzen eingerichtet.  
      
Neuere Fotos der ehemaligen Synagoge
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 16.6.2008)
Breuna Synagoge 152.jpg (76447 Byte) Breuna Synagoge 153.jpg (72612 Byte) Breuna Synagoge 155.jpg (99361 Byte)
 Blick auf die nordöstliche Traufseite 
und den nordwestlichen Giebel
 Blick auf die nordöstliche Traufseite 
und den südöstlichen Giebel
 Fenster am 
nordwestlichen Giebel
     
Breuna Synagoge 154.jpg (97308 Byte) Breuna Synagoge 151a.jpg (71080 Byte) Breuna Synagoge 151.jpg (64071 Byte)
 Blick auf den Eingang an der 
nördöstlichen Traufseite  
 Hinweistafel zur Geschichte 
der Synagoge am Gebäude* 
 Gedenktafel: "Ehemalige Synagoge der
 jüdischen Gemeinde zu Breuna. Sie wurde am
 9. November 1938 zerstört und angezündet."
     
 

*Text der Hinweistafel: "In diesem 1876 erbauten Gebäude befand sich bis 1938 die Synagoge der jüdischen Gemeinde, zu der auch Familien aus Niederelsungen, Oberlistingen und Wettesingen gehörten. In der Pogromnacht am 9. November 1938 stand auch sie in Flammen. Jetzt Privatbesitz". 

   
   
Links und Literatur

Links:   

bulletWebsite der Gemeinde Breuna  
bulletZur Seite über den jüdischen Friedhof in Breuna (interner Link) 
bulletSeite https://eco-pfade.de/eco-pfad-breuna-erinnern-und-gedenken/juedischer-friedhof/    
bulletWebportal HS 010.jpg (66495 Byte)Webportal "Vor dem Holocaust" - Fotos zum jüdischen Alltagsleben in Hessen mit Fotos zur jüdischen Geschichte in Breuna 
bulletBeitrag: Levi Goldsmith: The Last Brother to Arrive from Oberlistingen. https://brotmanblog.com/2018/08/03/levi-goldsmith-the-last-brother-to-arrive-from-oberlistingen/  

Quellen:  

Hinweis auf online einsehbare Familienregister der jüdischen Gemeinde Breuna mit Niederelsungen, Oberlistingen und Wettesingen 
In der Website des Hessischen Hauptstaatsarchivs (innerhalb Arcinsys Hessen) sind die erhaltenen Familienregister aus hessischen jüdischen Gemeinden einsehbar: 
Link zur Übersicht (nach Ortsalphabet) https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/llist?nodeid=g186590&page=1&reload=true&sorting=41              
Zu Breuna sind vorhanden (auf der jeweiligen Unterseite zur Einsichtnahme weiter über "Digitalisate anzeigen"):    
HHStAW 365,96    Verzeichnis aller Familienväter und ihrer Söhne aus der Synagogengemeinde Breuna   1807 - 1832: Verzeichnis der Väter und Söhne mit Angaben zum Gewerbestand und den Geburtsdaten der Söhne; enthält auch Escheberg und Niederelsungen    https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v2379123       
HHStAW 365,97    Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs der Synagogengemeinde in Breuna, aufgenommen im Juli 1938 von Baruch Wormser aus Grebenstein  1819 - 1934; enthält einen Bericht zur Geschichte des jüdischen Friedhofs in Breuna mit Situationsplan, Verzeichnis aller Gräber, auch derjenigen ohne Grabstein, nach Angaben des Gemeindeältesten Hamberg in Breuna, hebräische und deutsche Inschriften mit Angaben zu Standort und Erhaltungszustand der Grabsteine; enthält auch Gräber von Personen aus Niederelsungen, Oberlistingen und Wettesingen, darin auch eine Planskizze zur Belegung der Gräberfelder    https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1030572      
HHStAW 365,94    Sterberegister der Juden von Breuna   1826 - 1852  enthält auch Niederelsungen  https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v2719768                      
HHStAW 365,89    Geburtsregister der Juden von Breuna   1828 - 1852  enthält auch Niederelsungen https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v3031373        
HHStAW 365,90    Geburtsregister der Juden von Breuna   1828 - 1852  enthält auch Niederelsungen https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245102   
HHStAW 365,92    Trauregister der Juden von Breuna  1833 - 1851  enthält auch Niederelsungen https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v3553147    
HHStAW 365,95    Sterberegister der Juden von Breuna  1853 - 1877  enthält auch Niederelsungen https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v825427   
HHStAW 365,93    Trauregister der Juden von Breuna  1854 - 1874   https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v2126645      
HHStAW 365,91    Geburtsregister der Juden von Breuna  1866 - 1878  enthält auch Niederelsungen  https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1230084      
 
Zu Oberlistingen mit Wettesingen sind vorhanden (auf der jeweiligen Unterseite zur Einsichtnahme weiter über "Digitalisate anzeigen"):    
HHStAW 365,668   Geburtsregister der Juden von Oberlistingen  1826 - 1852: darin auch Auszüge aus Gemeinderechnungen um 1883 - 1885; Statuten eines jüdischen Vereins zur Pflege des rleigiösen Lebens in Oberlistingen, o.D.; enthält auch Angaben zu Personen aus Wettesingen https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v4971262       
HHStAW 365,673   Abschrift der Geburts-, Trau- und Sterberegister der Juden von Oberlistingen  1826 - 1890 (erstellt 1937): jüdisches Geburtsregister 1826 - 1885, jüdisches Trauregister 1828 - 1886, jüdisches Sterberegister 1827 - 1890; enthält auch Angaben zu Personen aus Wettesingen  https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v3732265     
HHStAW 365,671   Sterberegister der Juden von Oberlistingen    1827 - 1852, enthält auch Angaben zu Personen aus Wettesingen https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v3732265                      
HHStAW 365,669   Trauregister der Juden von Oberlistingen  1828 - 1851, enthält auch Angaben zu Personen aus Wettesingen https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v2924724      
HHStAW 365,670   Trauregister der Juden von Oberlistingen  1853 - 1886, enthält auch Angaben zu Personen aus Wettesingen https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245116   
HHStAW 365,672   Sterberegister der Juden von Oberlistingen  1853 - 1890, enthält auch Angaben zu Personen aus Wettesingen https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v2126662      
   
Zu Niederelsungen sind vorhanden (auf der jeweiligen Unterseite zur Einsichtnahme weiter über "Digitalisate anzeigen"):    
HHStAW 365,663   Geburtsregister der Juden von Niederelsungen  1853 - 1872   https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v2083528     
HHStAW 365,666   Abschrift der Geburts-, Trau- und Sterberegister der Juden von Niederelsungen   1853 - 1874: Jüdisches Geburtsregister  1853 - 1872, jüdisches Trauregister  1855 - 1874, jüdisches Sterberegister  1854 - 1872  
 https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v3031399    
HHStAW 365,665   Sterberegister der Juden von Niederelsungen   1854 - 1872    https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v4782884                 
HHStAW 365,664   Trauregister der Juden von Niederelsungen  1855 - 1874    https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v4782883      

Literatur:  

bulletUmfassende Literaturhinweise siehe bei Michael Dorhs [Zsst.]: Bibliographie zur Kultur und Sozialgeschichte der Jüdinnen und Juden im Bereich der alten Landkreise Hofgeismar, Kassel, Wolfhagen und in der Stadt Kassel. Ausführliche Zusammenstellung. 194 S. pdf-Datei https://www.hofgeismar.de/museum-hofgeismar/download/biblio-verbrannte-geschichte-web.pdf?cid=bcv.   
bulletPaul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang - Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. I S. 94-95 (zu Breuna), Bd. II S. 364-365 (zu Wettesingen).
bulletKein Artikel zu Breuna bei Thea Altaras: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945? 1988.  
bulletAusführliche Beschreibungen und Rekonstruktionen in dies.: Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945 Teil II. 1994. S. 42-44.162.   
bulletStudienkreis Deutscher Widerstand (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Hessen II Regierungsbezirke Gießen und Kassel. 1995 S. 72. 
bulletPinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume III: Hesse -  Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992 (hebräisch) S. 403-404.  

  
    


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Breuna  Hesse-Nassau. Jews lived there from the mid-18th century, hat a regional synagogue (1876), and numbered 43 (4 % of the total) in 1861. Only 17 Jews remained by September 1937; the last six were deported in 1942.  
       
        

                   
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Stand: 30. Juni 2020