Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Erstein (Dep. Bas Rhin /Alsace / Unterelsass) 
Jüdische Geschichte  /  Synagogue / Synagoge

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
Berichte zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde    
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen  
Links und Literatur   

 

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde           
    
In Erstein, einem ehemaligen Reichslehen der unterelsässischen Landgrafen, lebten Juden bereits in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Bei der Verfolgung in der Pestzeit 1348/49 wurden auch die Ersteiner Juden ermordet. 
 
Erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts konnten sich jüdische Personen wieder in der Stadt niederlassen. Vor allem Juden, die aus Osthouse und Uttenheim zugezogen waren, gründeten 1864 die neue Gemeinde. Da diese zunächst nur aus zehn Gemeindegliedern bestand, wurde einige Zeit eine gemeinsame Gemeinde mit den Juden im benachbarten Fegersheim gebildet. 
   
1920 gehörten 160 Personen der jüdischen Gemeinde Erstein an. Durch Abwanderung in die Städte ging ihre Zahl bis 1932 auf 116 Personen zurück. 
 
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge, eine Schule (Religionsschule), ein rituelles Bad und ein Friedhof. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war.   
    
1940 wurden unter der deutschen Besatzung die in Erstein verbliebenen Juden nach Südfrankreich deportiert. Mindestens 16 von ihnen sind ermordet worden. 
  
Nach 1945 wurde die Gemeinde von etwa 60 zurückkehrenden Personen wieder begründet. 1967 gehörten noch 67 Personen dieser Gemeinde an. Seitdem ging die Zahl der Gemeindeglieder ständig zurück, sodass schon in den 1980er-Jahren keine regelmäßigen Gottesdienste mehr in der Synagoge gefeiert werden konnten. Ende der 1990er-Jahre lebten nur noch etwa 12 jüdische Personen in Erstein.
    
    
    
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde              
    
Berichte zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde      
Die Frau von Metzger Lucien Metzger starb bei einem Unfall (1908)          

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 24. Juli 1908: "In Erstein ereignete sich ein schrecklicher Unglücksfall. Die junge Frau des Metzgers Lucien Metzger wollte ein Weingeistlicht füllen, - die Flasche explodierte, - und die Arme Person verbrannte lebendigen Leibes.'      

   
   
   
Zur Geschichte der Synagoge         
   
Die Synagoge wurde am 22. November 1882 eröffnet. Sie ist im April 1941 während der NS-Zeit zerstört worden. Eine neue Synagoge wurde nach 1945 erbaut. 
  
  
Adresse/Standort der Synagoge:    67150 Erstein, Rue du Vieux-marché            
   
  
Fotos
(Historische Karte: Sammlung Hahn; neuere Fotos Hahn, Aufnahmedatum 16.4.2004)     

Die 1882 eingeweihte und 
1941 zerstörte Synagoge 
Erstein Synagogue 195a.jpg (91610 Byte)  
  Das Foto oben in hoher Auflösung    
     
Die nach 1945
 erbaute Synagoge 
 Erstein Synagogue 100.jpg (39559 Byte)  Erstein Synagogue 101.jpg (54942 Byte)
   Die Synagoge in Erstein von Westen
 (Eingangsbereich) 
Die Synagoge 
von Südwesten 
     

      
       

Links und Literatur   

Links:  

Informationen zu Erstein, darunter auch zur jüdischen Gemeinde    
Französische Informationsseite zur Synagoge in Erstein 
Weitere französische Informationsseite mit Fotos   
Zur Seite über den jüdischen Friedhof Erstein  (interner Link) 
Verzeichnis des Ministère de la culture mit Informationen zur Synagoge Erstein       

Literatur:  

Germania Judaica II,1 S. 226; III,1 S. 129-130. 

Alsace Lit 010.jpg (67412 Byte)Michel Rothé / Max Warschawski: Les Synagogues d'Alsace et leur Histoire. Ed. 'Chalom Bisamme' Jerusalem 1992. S. 31.69.         

Mireille Warschawski: Shabath à Erstein. Online zugänglich: hier anklicken 

      
       


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Erstein  Bas-Rhin dist. Jews from small nearby localities settled in Erstein in the middle of the 19th century. In 1865, they were only ten Jews in Erstein. The synagogue was inaugurated in 1882. In 1885, there were 2.308 Jews in the Erstein district, decreasing to 1.578 in 1905 and 826 in 1931. On the eve of worldwar II, 110 Jews were listed in Erstein. During the occupation the synagogue was destroyed and the Jews were expelled to the south of France. After liberation, the synagogue was reconstructed. The community numbered 67 members in 1965.   
    
      

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 31. Dezember 2013