Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Soultz-sous-Forêt (Sulz unterm Wald, Sultz-Fleckenstein) (Dep. Bas Rhin /Alsace / Unterelsass) 
Jüdische Geschichte / Synagogue / Synagoge 
  

Übersicht:  

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Aus der Geschichte des Rabbinates   
Aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben  
Berichte zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde   
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer / Kantoren   
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen  
Links und Literatur   

   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde     
   
In dem zwischen Haguenau (Hagenau) und Wissembourg gelegenen Soultz-sous-Foret bestand eine jüdische Gemeinde bis ins 20. Jahrhundert. Bereits in der Mitte des 14. Jahrhunderts konnten sich hier einige jüdische Familien niederlassen.  

Die Entstehung der neuzeitlichen Gemeinde geht in die Zeit des 17. Jahrhunderts zurück. 1784 lebten 34 jüdische Familien mit zusammen 164 Personen am Ort. 1808 waren es 49 Familien mit zusammen 237 Personen. Die höchste Zahl jüdischer Einwohner wurde um 1846 und um 1865 mit jeweils 415 Personen erreicht, danach ging die Zahl durch Abwanderung zurück: 1870 304 jüdische Einwohner, 1910 173. 
  
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde insbesondere eine Synagoge (s.u.), eine jüdische Schule, ein rituelles Bad und einen Friedhof. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war.  Soultz war von 1865 bis 1930 in Nachfolge von Surbourg Sitz eines Rabbinates (Rabbinat Surbourg-Soultz-sous-Forêt). 
  
1936 wurden noch 116 jüdische Einwohner in der Stadt gezählt. 1940 wurden die noch verbliebenen Juden nach Südfrankreich deportiert. Viele von ihnen wurden ermordet. 
  
Nach 1945 kehrten nur wenige Überlebende in die Stadt zurück. 1953 wurden 55, 1965 noch 18 jüdische Einwohner gezählt. 
    
    
    
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde  
    
Aus der Geschichte des Rabbinates 
Das Rabbinat in Soultz wird durch Rabbiner Roller besetzt (1885) 
Anmerkung: Rabbiner Eisig Roller (geb. 1825 in Komorn, Österreichisch-Ungarn, gest. 1900 in Barr): war seit 31. Mai 1885 Rabbiner in Soultz-sous-Forêts; 1887 wurde er nach Dambach-la-Ville berufen.    

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 5. Mai 1885: "Aus dem Reichslande, im April (1885). Es sind jetzt mehrere Rabbinate im Reichslande vakant. Vor Allem das Oberrabbinat von Metz durch den Tod des seligen Herrn Bigard, die Rabbinate von Bisheim, Cernay, Durmenach, Hegenheim und Seppois-le-Bas. Dagegen sind zwei Rabbinate besetzt worden, Sultz durch Herrn Roller und Brumath durch Herrn Ury, früher Rabbiner von Lauterburg. Für Metz denkt man an Herrn Weill, Rabbiner von Pfalzburg, wo auch der selige Bigard Rabbiner gewesen.  
 
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 30. Juni 1885: "Das seit drei Jahren vakante Rabbinat von Sultz unter dem Walde (Elsass) ist durch Herrn Roller besetzt worden. Am 31. Mai fand die feierliche Einführung unter dem Vorsitz des Herrn Leon Blum-Auscher, des Vizepräsidenten des israelitischen Konsistoriums von Straßburg statt."       

  
Zum Abschied von Rabbiner Dr. Selig Pinchas Bamberger (1896 bis 1901 Rabbiner in Soultz-sous-Forêts) 

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 20. Juni 1901: "Aus dem Rabbinatsbezirk Sulz, 26. Siwan (= 13. Juni 1901). Gestern hat der allverehrte Rabbiner Dr. S. Bamberger den Kreis seiner vierjährigen Wirksamkeit verlassen, um einem Rufe als Stiftsrabbiner nach Hamburg Folge zu leisten. 
Der alte Ausspruch unserer Weisen - wenn ein Frommer von einem Ort weggeht, hinterlässt er einen Eindruck - bewahrheitet sich auch hier wieder. Welche Bewegung der Weggang des treuen Führers hervorgerufen, bekundete sich auch nach außen durch die ehrenden Abschiedsfeierlichkeiten, welche in der Abschiedswoche veranstaltet wurden.  
Heute vor acht Tagen hielt der Herr Rabbiner seine Abschiedsrede in Hatten. Dort hatte derselbe allwöchentlich die Gemeinde um sich versammelt, um Tora zu lehren. Hierbei war die Synagoge festtäglich geschmückt und die ganze Gemeinde war in Festgewändern erschienen. Bevor der Herr Rabbiner das Podium betrat, überreichte ihm der Vorstand, Herr Anselm Cahn, ein wertvolles Geschenk, um dadurch den innigen Dank der Gemeinde zum Ausdruck zu bringen, wie es dieser auch in einer herzlichen Ansprache hervorhob.  
Auch die kleine Gemeinde Sarberg ließ es sich nicht nehmen, ein schönes Geschenk mit entsprechender Widmung zu überreichen.
 In Sulz selbst konnte man am vergangenen Samstag bemerken, wie schmerzlich berührt man von dem Scheiden des Herrn Rabbiners sich fühlt. Bei der Abschiedsrede konnte man selbst Männer beobachten, welche zu Tränen gerührt waren. In treuer Dankbarkeit überreichte die Gemeinde am Abschiedstage ein prächtiges Andenken und alle Frauen und viele Männer gaben Herrn Dr. Bamberger und seiner verehrten Frau noch das Geleite zum Bahnhofe, um dort in herzlichster Weise sich zu verabschieden.  
Diese Ovationen gereichen Herrn Rabbiner Dr. Bamberger zur großen Ehre. Die Gemeinden ehrten dadurch aber auch sich selbst. Die Ovationen für Rabbiner sind im Elsass fast gar nicht gekannt und von Abschiedsfeierlichkeiten hatten wir bisher nie etwas vernommen. Man kann wohl sagen - wie einer kommt, so geht er - der Rabbiner wird vom Konsistorium der Gemeinde zugeschickt, ohne dass die Gemeinde oft auch nur darum befragt wird, und er wird nach längerer oder kürzerer Zeit wieder auf eine andere Stelle versetzt, ohne dass die Gemeinde den geringsten Einfluss darauf hätte. Ein Rabbiner im Elsass hat es gar nicht notwendig, sich im Geringsten um seine Gemeinde zu kümmern. Viele Rabbiner leben auch ganz ruhig für sich und lassen ihre Gemeinden ruhig für sich leben - gut oder schlecht - ganz wie es ihnen beliebt.   
Es gibt aber auch andere Rabbiner im Elsass, die ihre Aufgabe erkennen, dass sie dazu berufen sind, ihre Gemeinden zu Tora und Gottesdienst zu führen und zu leiten. Diese erkennen mit dem ersten Führer von Israel, wie wir es erst am Sabbat wieder vernommen, als das    
Sulz Alsace Israelit 20061901a.jpg (140284 Byte) Ziel ihres Strebens, dass doch das ganze Volk des Ewigen Propheten wären (4. Mose 11,29). Allein der Weg, welchen diese Rabbiner einschlagen, ist sicher nicht der richtige. Es ist wohl nicht zu zweifeln, dass so manche ganz treue, ehrliche Jehudim sind. Sie glauben aber, es wäre nicht opportun, ihre treue. jüdische Gesinnung --, oder, wie wir es jetzt allgemein nennen, ihre Orthodoxie - offen zu betonen. Sie sind in der Meinung befangen, der Name orthodox wirke im Elsass wie ein Schreckgespenst, und sobald man als 'orthodoxer Rabbiner' auftrete, würde man gar keinen Einfluss auf die Gemeinden im Elsass gewinnen. Man müsse zur Ehre Gottes nach Außen als gemäßigt erscheinen und seine 'Orthodoxie' im stillen Kämmerchen des Herzens verbergen, um die Gemeinden nciht von sich abzustoßen.
Die Tatsachen bezeugen aber, dass auf diese Weise die Jehudim im Elsass zu niedrig eingeschätzt werden. Herr Rabbiner Dr. Bamberger hatte vom ersten Tage seiner Wirksamkeit in Wort und Tat nicht nur gesprochen, sondern immer offen erklärt, dass er ein orthodoxer Rabbiner sei und wo wahre orthodoxe Interessen vertreten wurden, ließ er gerne auch seien Namen dabei nennen. Jetzt beim Abschiede zeigte es sich offenkundig, dass man auch in elsässischen Gemeinden das offene Eintreten für die Orthodoxie zu würdigen versteht und ihm die Anerkennung nicht versagt. Es ist aber selbstverständlich, dass das Kämpfen für die Tora nicht mit Kampf und Streit um die persönlichen Interessen vermengt werden darf. Herr Rabbiner Dr. Bamberger hatte es auch in richtiger Weise verstanden, fest und unerschütterlich dazustehen, wenn es galt, für Tora und Mizwoh einzustehen und friedfertig und nachgiebig zu sein, wenn es sich um seine eigene Person handelte. Weit über den Kreis seines Rabbinats hinaus wurden ihm daher auch als eines Mannes der Wahrheit... tatsächliche Beweise der Liebe und Verehrung entgegengebracht. Möge er auch in seinem neuen Wirkungskreise diese Liebe und Verehrung in reichem Maße finden. B."       

  
Rabbiner Dr. Selig Pinchas Bamberger tritt seine neue Stelle in Hamburg an (1901) 
  

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 27. Juni 1901:   Zum Lesen bitte Textabbildung anklicken.   

           
Besetzung des Rabbinates Soultz mit Rabbiner Camille Bloch (1902) 
Anmerkung: Rabbiner Camille Bloch (geb. in Oberbronn, Unterelsass, gest. 1939 in Dornach, Oberelsass) studierte von 1898 bis 1901 am Rabbinerseminar in Berlin. 1902 bis 1910 war er Rabbiner in Soultz-sous-Forêt, 1910 bis 1939 in Dornach bei Mulhause.   

Quatzenheim Israelit 24021902.jpg (50143 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. Februar 1902: "Straßburg, 18. Februar (1902). Es wird vielleicht nicht uninteressant sein, zu erfahren, dass unter den sechs Kandidaten, die dieses Jahr vom Rabbinerseminar in Berlin das Rabbinerdiplom erhielten, vier Elsässer sind. Diesen hat jetzt das unterelsässische Konsistorium die seit längerer Zeit unbesetzten Stellen übertragen und zwar sind ernannt die Herren Dr. Josef Bloch nach Barr, Camille Bloch nach Sulz unterm Wald, Max Guggenheim nach Quatzenheim und Dr. Sylvain Lehmann nach Schirrhofen-Bischweiler."     
 
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 26. September 1902: "Die von dem israelitischen Bezirkskonsistorium vorgenommenen Ernennungen der Rabbinatskandidaten Dr. Josef Bloch zum Rabbiner in Dambach, Dr. S. Lehmann zum Rabbiner in Schirrhofen, Camill Bloch zum Rabbiner in Sulz i.W. und Max Gugenheim zum Rabbiner in Quatzenheim sind seitens des Ministeriums für Elsass-Lothringen bestätigt worden."     

   
   
Aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben    

Der israelitische Handarbeitsverein veranstaltet eine Lotterie (1905)    

Artikel im "Frankfurter Israelitisches Familienblatt" vom 7. April 1905: "Sulz am Wald. Der hiesigen israelitische Handarbeitsverein hatte während des Winters eine Lotterie veranstaltet, deren Reingewinn hauptsächlich zu Gunsten der russischen Auswanderer verwendet werden sollte. Am Purim fand die Ziehung derselben statt und konnten - nach Abzug der Kosten - von der Lotterie und der damit zusammenhängenden Abendunterhaltung folgende Gelder zu Verfügung gestellt werden: 400 Mark für das Auswanderungskomitee zu Basel, 250 Mark dem Armenrat von Sulz, 125 Mark der israelitischen Armenkasse daselbst."    

     
     
Berichte zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde      
Zum Tod des in Sulz unterm Wald geborenen Oberrabbiner Arnaud Aron (geb. 1807 in Sulz unterm Wald, gest. 1890 in Strasbourg)   
Anmerkung: vgl. den Artikel "Aron, Arnaud" in der JewishEncyclopedia; Arnaud Aron war ein Sohn des Kaufmanns Lion (Léopold) Aron und der Zerlé Alexndra (alias Charlotte Heymann): nach dem Studium in Haguenau, Mannheim und Frankfurt am Main war er von 1830 bis 1834 Rabbiner in Hegenheim, danach bis 1889 Oberrabbiner in Strasbourg (verheiratet mit Caroline geb. Franck, fünf Kinder).   .    

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 25. April 1890: "Straßburg im Elsass, 20. April (1890). Unser Oberrabbiner Arnaud Aron, der Präsident des Konsistoriums von Unterelsass, Ritter des Kronenordens und der Ehrenlegion, ist am 3. dieses Monats heimgegangen. Dreiundachtzig Jahre alt, hat er nach kurzer Amtstätigkeit in Hegenheim fast 60 Jahre lang die Würde eines religiösen Oberhauptes der Straßburger Gemeinde bekleidet. Er ist in Sulz (Wald) geboren, studierte in Hagenau und Frankfurt und bildete sich zu dem gelehrten Talmudisten und dem glänzenden Redner aus, den Alle schätzten und bewunderten. Seine seelsorgerische Tätigkeit war äußerst fruchtbar. Alle religiösen und wohltätigen Institutionen, alle Unterrichtsanstalten, welche die große Straßburger Gemeinde zieren, wurden von ihm errichtet, angeregt oder begünstigt. Das Konsistorium, welches gern unter seinem geschickten Vorsitz beriet. lauschte ergebungsvoll seinem weisen und beredten Worte. Die Rabbiner des Unterelsass verlieren in ihm einen verehrten und wohlwollenden Führer, der stets auf die Wahrung ihrer Interessen und ihrer Würde bedacht war. Montag, den 7. dieses Monats hat die Beerdigung stattgefunden, der eine zahlreiche Menschenmenge beiwohnte. Die Rabbiner des Unterelsass waren fast vollzählig erschienen, Oberelsass war durch den Oberrabbiner Isidor Weil und durch Herrn Kauffmann Weil, den Rabbiner von Rappoltsweiler, Lothringen durch den Großrabbiner Isaak Weil und den Pfalzburger Rabbiner Blum vertreten. Ferner erschienen sämtliche Gemeindevorsteher und zahlreiche Kantoren und Lehrer aus Unterelsass. Dazu noch die Freunde, die Angehörigen, die Bewunderer des Dahingeschiedenen. Im Trauerhause sprach zuerst Rabbiner Levy aus Oberehnheim, der Nestor der elsässischen Geistlichen, sodann in der Synagoge die Oberrabbiner von Colmar und Metz und der Rabbiner Uri aus Brumath. Treffliche Reden wurden auch auf den Friedhofe von den Rabbinern Levy (Weißenburg) und Aron (Lüneville), dem Vizepräsidenten Blum-Auscher und dem Konsistorialmitglied Schwarz gehalten. Den Schluss bildeten die Ansprachen der Herren Bauer, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde und Oberndörfer, Vorsteher der Wohltätigkeitsgesellschaften. - Dass auch die Mitbürger der anderen Bekenntnisse sich an der Trauerfeier zahlreich beteiligten, verdient besonders hervorgehoben zu werden. Die katholische wie die evangelische Geistlichkeit sowie Mitglieder der Behörden: der Präsident vom Unterelsass, der Bürgermeister, der Kommandant, der Abgeordnete Petri und viele andere waren im Zuge zu sehen."         

     
Bernhard Baer und Leopold Klotz werden bei den Gemeinderatswahlen als Gemeinderäte gewählt (1908)
   

Ingweiler usw FrfIsrFambl 10071908.jpg (84126 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 10. Juli 1908: "Straßburg. Die Gemeinderatswahlen haben auch eine stattliche Anzahl Juden in die Stadtparlamente gebracht. Wir verzeichneten in der vorwöchentlichen Nummer bereits eine Anzahl Namen. Es wurden ferner gewählt: 
Marc Blum, Max Frank und Fritz Meyer in Straßburg; Gilbert Meyer, Abraham Bloch und Joseph Weil in Ingweiler; David Levy in Dettweiler; Nathan Heller in Brumath; Leo Ginsburger in Uffheim; Dr. Leon Weill und Arthur Moch in Hagenau; Bernhard Baer und Leopold Klotz in Sulz u.W.; Achille gen. Elie Weil in Bollweiler; Jakob Schwab und Leon Bloch in Winzenheim; Adrian Bloch und Ferdinand Dreyfus in Mülhausen; Emil Weill in St. Ludwig; Salomon Heimerdinger und Emile Picard in Grussenheim; Silvani Beer und August Levy in Saarburg; Tuteur und Leiser in Metz; Leopold Blum und Julien Levy in Umlingen, Felix Barth in Forbach; Marcel Cahen und Levy Aron in Püttlingen."       

   
  
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer / Kantoren    
Zum Tod des Kantors Jakob Weill (1908)  

Sulz uW Alsace FrfIsrFambl 31121908.jpg (23449 Byte)Mitteilung im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 31. Dezember 1908: "Sulz a. Wald. Im Alter von 59 Jahren verschied der pensionierte Kantor Jakob Weill, von 1868 bis zum Februar dieses Jahres Kantor der hiesigen jüdischen Gemeinde."  

     
     
     
Zur Geschichte der Synagoge     
  
1827 wurde von der jüdischen Gemeinde an Stelle eines älteren Gebäudes eine Synagoge erbaut, die 1860 und vor allem 1868 restauriert wurde. 1897 wurde diese Synagoge abgebrochen und durch eine am 5. November desselben Jahres eingeweihte Synagoge ersetzt.  
    
Das Synagogengebäude wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und nach 1945 wieder teilweise renoviert. 1962 wurde sie als Synagoge für Juden aus Nordafrika für einige Zeit wieder eröffnet. Seit einigen Jahren ist sie nicht mehr in Betrieb. Sie dient derzeit als Büro und Sitz des "Cercle d’histoire et d’archéologie de l’Alsace du Nord". Zwischen 2005 und 2010 wurde das Gebäude umfassend renoviert. 
   
   
Standort der Synagoge: 67250 Soultz-sous-Forêt, Rue de la Bergerie  
   
   
Fotos / Darstellungen      

Historische Ansichtskarte 
von Sulz unterm Wald  
(Quelle: Sammlung Hahn)  
Sulz am Wald Synagoge 1601.jpg (449720 Byte) Sulz am Wald Synagoge 1601a.jpg (67984 Byte)
  Die Karte wurde 1901 verschickt    Die Synagoge     
     

Fotos aus den 1980er-Jahren
(Fotos: Hahn, aufgenommen 1987) 

Soultz sous Foret Synagogue 100.jpg (89089 Byte) Soultz sous Foret Synagogue 104.jpg (59587 Byte)
  Die im 2. Weltkrieg schwer
 beschädigte Synagoge 
Blick von 
Südwesten 
     
Soultz sous ForetSynagogue 103.jpg (39697 Byte) Soultz sous Foret Synagogue 102.jpg (59497 Byte) Soultz sous Foret Synagogue 101.jpg (66531 Byte)
Ansicht von Nordwesten
 (Gegenlichtaufnahme)  
Blick von Westen auf das Eingangsportal 
   
   
    
Fotos 2004
(Fotos: Hahn, 
Aufnahmedatum 13.5.2004)
Soultz sous forets Synagogue 201.jpg (64631 Byte) Soultz sous forets Synagogue 204.jpg (48787 Byte)
   Ansicht von Südwesten  Ansicht von Nordwesten 
      
Soultz sous forets Synagogue 202.jpg (56415 Byte) Soultz sous forets Synagogue 203.jpg (67356 Byte) Soultz sous forets Synagogue 200.jpg (57166 Byte)
  Blick zum Haupteingang 
auf der Westseite 
Eingangsportal 
mit Inschriften 
     
Das Synagogengebäude nach der abgeschlossenen Renovierung 
(Fotos: Bernhard Kukatzki)   
 
Soultz-sous-Forets Synagogue BeKu 126.jpg (86432 Byte) Soultz-sous-Forets Synagogue BeKu 120.jpg (71518 Byte) Soultz-sous-Forets Synagogue BeKu 122.jpg (73871 Byte)
Ansichten des Synagogengebäudes von Norden (Mitte) und von Westen (mit dem Eingangsportal)  
     
Soultz-sous-Forets Synagogue BeKu 121.jpg (87432 Byte) Soultz-sous-Forets Synagogue BeKu 123.jpg (72330 Byte) Soultz-sous-Forets Synagogue BeKu 124.jpg (81829 Byte) Soultz-sous-Forets Synagogue BeKu 125.jpg (77707 Byte)
  Eingangsportal und Eingangstüre Die Portalinschriften
      

    
     

Links und Literatur

Links:    

Französische Seite zur Synagoge in Soultz-sous-Forêt: hier anklicken   
Französische Seite zur Geschichte des Rabbinates Surbourg-Soultz-sous-Forêt: hier anklicken  
Zur Seite über den Friedhof in Soultz-sous-Forêt (interner Link): hier anklicken  
Cercle d’histoire et d’archéologie de l’Alsace du Nord: hier anklicken oder hier anklicken  

Literatur:  

Alsace Lit 010.jpg (67412 Byte)Michel Rothé / Max Warschawski: Les Synagogues d'Alsace et leur Histoire. Ed. 'Chalom Bisamme' Jerusalem 1992.  S. 43.122. 

   
    

                   
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Stand: 27. August 2016